«Blockchain»: neue Ausgabe des Uni-Magazins «cogito»

Per sofort ist die 16. Ausgabe des Wissensmagazins der Universität Luzern erhältlich. Diesmal im Fokus: die Blockchain-Technologie – und der wertvolle Beitrag der Humanwissenschaften dazu.

Cover der neuen Ausgabe; Bildmotiv: futuristische Darstellung eines "Datenstrom-Gehirns"

Wenn von Blockchain die Rede ist, denken viele zuerst an Bitcoin, Kryptowährungen und spekulative Märkte. Doch damit ist nur ein kleiner Teil dessen benannt, was diese Technologie ausmacht. Generell geht es um viel mehr als um eine rein technische Infrastruktur. So werden Grundfragen moderner Gesellschaften berührt: Wem vertrauen wir? Wer setzt Regeln und ethische Leitplanken? Wie werden Eigentum, Identität, Wissen und Verantwortung dokumentiert? Und was geschieht, wenn Verbindlichkeit nicht mehr nur durch Institutionen, sondern zunehmend auch durch Code hergestellt wird?

Genau hier entfalten die Humanwissenschaften, auf die sich die Universität Luzern spezialisiert hat, ihr Potenzial. Sie fragen nicht nur, wie eine solche Technologie funktioniert, sondern was diese mit Menschen, Institutionen und Gesellschaften macht und welche Potenziale und Herausforderungen damit einhergehen. Im «Fokus» der aktuellen «cogito»-Ausgabe geben die Forschenden des in diesem Frühjahr eröffneten Zuger Instituts für Blockchainforschung an der Universität Luzern (ZIBR) aus ihren jeweiligen Perspektiven – rechtlich sowie soziologisch und philosophisch – einen ersten Einblick in ihr Schaffen. Neben dem Hauptinterview mit den beiden Institutsleitern zeigen die beiden ersten internationalen ZIBR-Gastforscherinnen archivwissenschaftliche und völkerrechtliche Perspektiven auf Blockchain auf.

Im «Forschung»-Interview reflektiert Philosophin Magdalena Hoffmann über gutes Leben, gutes Altern und gutes Sterben aus Sicht der antiken Ethik. Historikerin Britta-Marie Schenk geht der Thematik der Panda-Diplomatie Chinas auf den Grund. Michele Luminati, Professor für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, befasst sich mit der Frage nach der Unabhängigkeit der schweizerischen Richterinnen und Richter. «Vorgestellt» werden Nora Fritschi, Assistenzprofessorin für personenzentrierte Medizin des Kindes- und Jugendalters, als Forscherin zwischen Universität und Spital, und Kulturwissenschaften-Student Luca Schnieper, der ursprünglich Koch gelernt hat. «Einblick» in ihren Arbeitsplatz gibt Franca Bättig, Krafttrainingsleiterin beim Hochschulsport Campus Luzern (HSCL). Jus-Student Aurel Bode lässt seinen Mobilitätsaufenthalt in Frankreich Revue passieren, und Politische-Ökonomie-Alumnus Yves Spühler zeichnet seinen Berufsweg nach. Als Schlusspunkt wird in der «Mein Uni»-Kolumne aufgezeigt, welcher Stellenwert der Kommunikationsarbeit im Bereich Gesundheit und Medizin zukommt.

«cogito» erscheint in gedruckter Form das nächste Mal im Spätherbst. Die Zeitschrift ist digital als Newsletter und kostenlos per Post abonnierbar und steht an verschiedenen Orten im zentral neben dem Bahnhof und dem KKL Luzern gelegenen Gebäude der Universität zum Mitnehmen bereit.

Die einzelnen Artikel sind auch online abrufbar: www.unilu.ch/magazin. Ebenfalls steht der Download der Heftausgabe als PDF zur Verfügung.