Das Programm ‚Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ (Socom) bietet die Möglichkeit, umfassendes Wissen über die Gesellschaft, ihre Formen der Kommunikation und ihre Medien zu erwerben – ein reflektiertes, kritisches Wissen, also: Bildung im ganz klassischen Sinne. Aber Bildung ist hier auch als Grundlage für Ausbildung gemeint: mit Blick auf berufliche Umsetzungen.

Studieninhalte

SOCOM – Leitideen und Studieninhalte 

Medien- und Kommunikationskompetenz gelten unbestritten als Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts. Dies ist, mit Blick auf Berufsaussichten nach dem Studium, sicherlich von grösster Bedeutung. Aber mal ehrlich: am Anfang einer Studienentscheidung steht doch oft genug vor allem – Faszination. Faszination ob des Themas ‚Medien‘ bzw. ‚Kommunikation‘ und ob ‚Neuer Medien‘ insbesondere.

Download ""-Video: YouTube
HTML5 Video Player by VideoJS

Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, so stehen Sie damit nicht ganz alleine. ‚Primitive Gesellschaften‘ waren von ihrem ‚Neuen Medium‘, der mündlichen Sprache (Schrift gab es noch nicht), so beeindruckt, dass sie dem gesprochenen Wort magische Kräfte zuschrieben – mit Worten konnte die Welt selbst bewegt werden. Die Erfindung der Schrift war an vielen Stellen rund um unseren Globus eine Leistung von Priestern – und die Schriftzeichen waren heilig.

Dass Medien, wenn sie neu auftreten, auch Schrecken verbreiten, ist genauso wenig neu: die Erfindung des Buchdrucks wurde begleitet von Mahnungen und Warnungen, mit der Lektüre dieser neumodischen gedruckten Romane vorsichtig zu sein – insbesondere junge Frauen könnten dabei einen krank machenden Realitätsverlust erleiden. Eine Wirkung, die später, allerdings nicht mehr eingeschränkt auf junge Frauen, jedem nächsten neuen Medium zugesprochen wurde und wird: Film, Fernsehen, Internet. 

Sie sehen: Faszination ist hier nicht nur eine persönliche Angelegenheit – die Gesellschaft selbst ist ob ihrer Medien immer wieder, im Guten wie im Schlechten, fasziniert und auch erschreckt. Dies hat gute Gründe – denn heute wissen wir, dass kaum ein anderes Phänomen die Entwicklung von Gesellschaften so sehr beeinflusst wie der Wandel ihrer Medien. In den Sozialwissenschaften ist es inzwischen sogar zunehmend üblich geworden, ‚Kommunikation‘ als das Grundelement von Gesellschaft zu betrachten: Gesellschaft ist Kommunikation, und der Wandel der Medien, die zur Kommunikation verwendet werden, verwandelt die Gesellschaft.

Der Studiengang Socom reagiert auf den enormen gesellschaftlichen Umbau, der durch den Wandel der Medien verursacht ist. Dies zukunftsorientiert, auf sehr eigene Weise. Die Stärken des Luzerner Studienganges ‚Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ finden sich in folgenden Leitideen.

Gesellschaftswissenschaftliche Orientierung und modularer Aufbau

Medienkompetenz ist wichtig. Doch genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, ist Wissen über die Gesellschaft und ihre Funktionsweise – denn Medien existieren als Einrichtungen der Gesellschaft. Wer sich für Politikberatung interessiert, muss alles über Massenmedien und Neue Medien wissen – aber auch über die Funktionsweise von Politik. Wer, im Journalismus, etwas schreibt, muss alles über Massenmedien und Neue Medien wissen – aber Sie schreiben dann wohl sehr selten etwas über Medien. Sie recherchieren vielmehr zu Online-Dating, Facebook-Freundschaften, Nachhaltigkeit/Fair Trade oder Klimawandel. Und dann sollten Sie einiges über sozialwissenschaftliche Methoden wissen oder darüber, dass das aktuelle Verständnis von Liebe und Freundschaft eine Erfindung ist, die sich erst seit dem 17. Jahrhundert auszubilden beginnt; und wenn Sie über Klimawandel schreiben, müssen Sie wissen, wie Massenmedien funktionieren – aber auch wie die Wissenschaft und die Politik es tun. Socom versteht sich entsprechend als sozialwissenschaftliches Grundlagenstudium, in dem Basiswissen über die Funktionsweise der Gesellschaft zentral ist. Socom wird deswegen auch vom Soziologischen Seminar angeboten – denn die Soziologie ist die Gründungsdisziplin der modernen Sozialwissenschaften. Auf dieser Basis wird eine Interdisziplinarität möglich, die nicht ‚von allem ein wenig‘ meint, sondern auf integrierte, modulare Weise ein die modernen Sozial- und Kulturwissenschaften kondensierendes Studium bietet,  das deswegen auch den Namen ‚Integriertes Studienprogramm Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ trägt.

Neue Medien und Netzwerke – und alte Medien: Neue Medien faszinieren. Aber wer sich auf Facebook tummelt, muss immer noch lesen können. Also eine Medientechnik beherrschen, die bereits mindestens 2500 Jahre alt ist. Neue Medien zeichnen sich insbesondere durch Konvergenz aus: sie integrieren eine Vielzahl von älteren Medien und machen etwas Neues daraus. Doch dieses Neue bleibt unverständlich, wenn nicht der historische Wandel von der Oralität (Mündlichkeit in Abwesenheit von Schrift) zur Schrift, dann zum Buchdruck, schliesslich zu den elektronischen Medien und dem Computer mit gesehen wird. Medienvergleich und Medienwandel sind entsprechend wesentliche Aspekte des Socom-Programmes – vom nur gesprochenen Wort über Bildmedien bis hin zu den Netzwerkstrukturen neuer Medien. Und den neuen Organisationsformen, die dieser Wandel ermöglicht – regional und global.

Organisationswissenschaftliche Orientierung: Medienkompetenz ist wichtig. Gerne geht dabei aber vergessen, dass diese Kompetenz immer von Organisationen nachgefragt wird. Wo immer Sie später arbeiten werden: Sie werden es in einer Organisation tun – in der öffentlichen Verwaltung, an einer Universität, in einem Unternehmen, in einer Nicht-Regierungsorganisation. Public Relations, interne und externe Organisationskommunikation von Parteien, Nichtregierungsorganisationen, Verwaltungen, Unternehmen: Wissen darüber setzt solide Kenntnisse der Funktionsweisen und Dynamiken von Organisationen und ihrer Praktiken des Managements voraus.

Weltgesellschaft und Globalisierung: Globalisierung ist primär (wenn auch nicht ausschliesslich) ein Effekt von Medienwandel. Die gesellschaftswissenschaftliche Orientierung des Socom-Programmes bedeutet auch die Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, die schon seit längerem eine Weltgesellschaft ist. Die Weltgesellschaft und ihre Kommunikationsmedien bzw. ihre Organisationen ist ein weiterer zentraler Schwerpunkt des Socom-Programmes.

Forschungsorientierung: Forschung ist die Praxis von Morgen. Ein Lehr- und Ausbildungsprogramm, das sich nur an der aktuellen Praxis orientiert, verpasst die Zukunft: das Unbekannte. Und es verpasst also genau das, was typisch für eine moderne Dienstleistungsgesellschaft ist: ihr dauernder Wandel, der keine linearen und vordefinierten Berufskarrieren mehr kennt. Ein zentrales Qualifikationsziel des Studienprogrammes ist es, Sie in die Lage zu versetzen, sich auch in offenen, unstrukturierten Situationen, die erst noch strukturiert werden müssen, zu behaupten. Als Resultat einer forschungsorientierten Ausbildung entwickeln Sie gesellschaftsanalytische Kompetenzen und Reflexionswissen. 

Lehrveranstaltungen

Tagesaktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen des Studiengangs sind im Vorlesungsverzeichnis zu finden. 

Einen Überblick über die Veranstaltungen bietet ausserdem das Vorlesungsverzeichnis Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften. In gedruckter Form liegen diese Hefte jeweils ab zwei Wochen vor Beginn der Lehrveranstaltungen in der Halle vor den Veranstaltungsräumen im dritten Obergeschoss aus. Ältere Versionen der Hefte können im Archiv heruntergeladen werden. 

Aufbau

Umfang und Dauer

Das Bachelorstudium an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät umfasst 180 Credits gemäss European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). Ein Credit entspricht einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 25 bis 30 Stunden. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester (3 Jahre). Das Studium kann auch in Teilzeit absolviert werden. In diesem Fall verlängert sich die Studiendauer.

Module 

Die Bachelorstufe des Studiengangs ‚Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ ist modular aufgebaut. 

Studienmodule – Studienorientierung und Wahlfreiheit: Die Module sind eine Kombination von klar umrissenen Einführungsveranstaltungen einerseits und Vertiefungsmöglichkeiten mit hoher Wahlfreiheit andererseits: Dies ermöglicht Ihnen eine gute Orientierung insbesondere zu Studienbeginn und die Entwicklung eigener Studienschwerpunkte mit fortschreitendem Studium. Die Schwerpunktmodule werden durch Wahlmodule ergänzt.

Die Schwerpunktmodule sind:

  • Grundlagen der Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften;
  • Medien;
  • Organisationen.

Die Wahlmodule sind:

  • ‚Kultur- und Sozialwissenschaften‘;
  • ‚Digital Cultures‘.

Das Modul ‚Kultur- und Sozialwissenschaften‘ eröffnet Ihnen die Möglichkeit aus dem Programm der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät jene Veranstaltungen zu wählen, die Sie interessieren, wodurch eine grosse Wahlfreiheit gewonnen wird.

Das Modul ‚Digital Cultures‘ wird neu ab dem HS16 als strukturiertes Wahlmodul angeboten und setzt sich mit neuen Datenformen, digitalen Technologien und elektronischen Lebenswelten in Forschung und Praxis auseinander. Die Wahlmodule sind im Ausbau begriffen, sodass weitere Wahlmodule in Planung sind.

Die Schwerpunktmodule bilden das feste Gerüst des Studienganges. Sie kombinieren einführende Pflichtveranstaltungen mit Wahlfreiheiten, die sich nicht an die Modulgrenzen halten müssen – Sie können also, auf einer soliden Basis, flexibel eigene Schwerpunkte setzen. 

Das Schwerpunktmodul ‚Grundlagen der Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ vermittelt gesellschafts- und kommunikationswissenschaftliche Grundlagenkenntnisse: Was ist Kommunikation? Was ist Gesellschaft/Weltgesellschaft? Was sind Medien/Massenmedien? Was sind Organisationen? Wie funktioniert Interaktion/virtuelle Interaktion? Wozu wissenschaftliche Theorien und Methoden? Welches sind die wichtigsten sozialwissenschaftlichen Theorieangebote? Gleichzeitig geht es auch um die Vermittlung von Kenntnissen in Methoden der Sozialforschung – denn jede gute Idee muss auch empirisch geprüft werden können. Dabei ist es üblich, zwischen eher quantitativen Techniken (die einen höheren statistischen und rechnerischen Aufwand bedingen) und qualitativen Techniken zu unterscheiden: letztere sind eher auf historisch arbeitende Textinterpretationen, Formen der Inhaltsanalyse von medialen Erzeugnissen sowie Techniken wie etwa der Bildanalyse von visuellen Medien angelegt. Die Methodenausbildung umfasst sowohl quantitative wie qualitative Techniken der Sozialforschung, wobei es in der Grundausbildung um einführendes Wissen geht – im weiteren Studienverlauf können Sie selbständig wählen, ob Sie sich eher für qualitatives oder quantitatives Arbeiten interessieren: oder für Techniken der Netzwerkforschung, die sowohl quantitativ wie qualitativ operieren.

Beim Schwerpunktmodul ‚Medien‘ stehen zum einen Medienwandel und Medienvergleich im Zentrum: die Evolution und Integration (Stichwort Medienkonvergenz) von Medien, die mit der nur gesprochenen Sprache (Oralität) beginnt und mit der Schriftrevolution, der Revolution des Buchdrucks, der elektronischen und visuellen Medien, schliesslich des Computers und des Internets vorläufig endet. Dann geht es zentral um das Verstehen der Funktionsweise journalistischer Massenmedien (print wie auch online) und ihrer Verbindungen mit anderen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Wissenschaft, Recht, Wirtschaft, Religion, etc.). Schliesslich geht es um die Art und Weise, wie neu entstehende Medien die Interaktion zwischen Menschen verändern: denn ob man von Angesicht zu Angesicht interagiert, oder aber Briefe schreibt oder dann chattet, macht einen gewaltigen Unterschied: es ist, in Fachbegriffen, der Wandel von face to face-Interaktion  zu virtueller, medienvermittelter Interaktion.  Und wie Medien dann eben auch die Gesellschaft selbst umbauen – in Stichworten etwa: Medien und Globalisierung, Medien und internationale Migration, usw. Besondere Schwerpunkte werden dabei auf visuelle Medien (Bildkommunikation, Bildanalyse), Neue Medien und Netzwerke (Algorithmen, ‚Big Data‘, etc.) gelegt. Methodisch liegt der Schwerpunkt auf historischen Analysetechniken, auf qualitativen Methoden der Sozialforschung, sowie auf Techniken der Netzwerkforschung (Medien und Netzwerke).

Das Schwerpunktmodul ‚Organisationen‘ beleuchtet zunächst die vielfältigen Schnittstellen zu Medien: etwa Wandel von Organisationen und Medienwandel (Neue Medien und Organisationen, Organisationen als Netzwerke etc.), aber auch die Spezifika von Organisationen der Medien selbst – der ‚alten Medien‘ wie der ‚neuen Medien‘. Aber vor allem ist ein vertieftes Verständnis der Organisation als eigenständige und eigensinnige Einrichtung der modernen Gesellschaft Ziel dieses Moduls. Es geht nicht nur um Typologien von Organisationen (Profit/Non-Profit, öffentlich/privat, Regierungs-/Nicht-Regierungsorganisationen, national/multinational/international, etc.), sondern insbesondere auch um typisch organisationelle interne und externe (Kommunikations-)Abläufe, um Fragen der Führung, des Managements, der Strukturierung von Organisationen, um Fragen der Verortung von Organisationen in einem gesellschaftlichen und auch massenmedialen Umfeld, um Fragen zum Zusammenhang von Organisation und Innovation, etc. Methodisch können auch hier Schwerpunkte in qualitativer und/oder quantitativer Sozialforschung bzw. Netzwerkforschung gelegt werden.

Studienplanung und Studienverlauf

Der Musterstudienplan ist eine tabellarische Darstellung der Studienanforderungen und hilft Ihnen dabei, Ihren individuellen Studienplan zu erstellen. Um das Studium in sechs Semestern abschliessen zu können, ist es sinnvoll, nach der Assessmentstufe einen individuellen Studienablaufplan zu erstellen, um das weitere Studium zu planen. Wenn man das Wahlmodul Digital Cultures gewählt hat, sollte man sich am Studienablaufplan Digital Cultures orientieren.

Studienabschluss

Wer das Studium innerhalb der Regelstudienzeit von sechs Semestern abschliessen möchte, meldet sich während des fünften Semesters zum Studienabschluss an (Fristen und Details sind im Abschnitt Bachelorabschlussverfahren zu finden). 

Im Rahmen des Studienabschlusses wird die Bachelorarbeit verfasst, wahlweise im Modul Medien oder Organisationen. Die Bearbeitungszeit beträgt vier Monate. Die einzelnen Projektphasen der Bachelorarbeit können in einem BA-Kolloquium vorgestellt und diskutiert werden. Nach Abgabe der Bachelorarbeit beginnt die Vorbereitung auf die beiden Abschlussprüfungen. Die mündliche Prüfung wird im Modul der Bachelorarbeit absolviert und dauert eine halbe Stunde. Die schriftliche Prüfung wird im anderen Modul als vierstündige Klausur abgelegt. 

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiums in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften erwirbt die Absolventin oder der Absolvent den Titel „Bachelor of Arts in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften“. 

Sprachen

Die moderne soziologische Literatur ist zu grossen Teilen englischsprachig. Einführende Lehrbücher zu den verschiedenen Themen gibt es meist auch in deutscher Sprache. Wenn man sich aber im Rahmen eines Referats oder einer Abschlussarbeit in ein aktuelles Thema des Fachs vertieft, sind fortgeschrittene passive Englischkenntnisse sehr hilfreich. 

Im Rahmen des Studiums besteht auch die Möglichkeit, seine aktiven Englischkenntnisse durch englischsprachige Veranstaltungen, die meist von internationalen Gästen angeboten werden, zu verbessern.

Mobilität

Falls Sie sich während des Studiums für ein Auslandssemester oder -jahr interessieren: Die Universität Luzern  bietet Ihnen verschiedene Kooperationsabkommen mit Partneruniversitäten innerhalb und ausserhalb Europas an. Aktuell sind innerhalb Europas Studienaufenthalte in folgenden Städten möglich: Berlin, Bielefeld, Cádiz, Eichstätt-Ingolstadt, Gent, Granada, Greifswald, Hannover, Konstanz, Krakau, Lille, Lodz, München, Modena, Oslo, Paris, Potsdam, Regensburg, Tübingen, Valencia und Würzburg. Bewerbungsschluss für ein oder zwei Auslandssemester im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS ist jeweils der 1. März. 

Ausserhalb Europas gibt es Partnerschaftsabkommen mit Universitäten in Australien, Israel, Japan, Kanada, Peru, Südafrika und Südkorea. Für ein Auslandssemester an einer aussereuropäischen Partneruniversität ist der Bewerbungsschluss der 1. März für ein Herbstsemester und der 1. September für ein Frühjahrssemester.

Es ist auch möglich, den Auslandsaufenthalt an einer anderen als den genannten Universitäten selbst zu organisieren. 

Mobilitätsberatung

Weitere Details zum Thema Mobilität finden sich auf der Website der Mobilitätsstelle

Mobilitätsbeauftragter des Soziologischen Seminars ist

Fabian Zoller, MA fabian.zoller@unilu.ch

Berufsperspektiven und weiterführendes Studium

Berufsperspektiven

Medienwandel ist auch in Bezug auf neue Formen der Beruflichkeit ein sehr produktiver Motor von gesellschaftlichem Wandel. Ältere Berufe werden umgebaut, neue, noch kaum bekannte, entstehen. Oder wissen Sie, was ein Seeding-Spezialist tut oder ein Word-of-Mouth-Manager so alles anrichtet? Ein Viral-Marketing-Manager dürfte demgegenüber bereits bekannter sein, ein Social-Media-Manager oder ein Corporate Blogger dürften Ihnen wohl definitiv etwas sagen – zumindest der Spur nach.

Doch auch klassischere Berufe sind ohne umfassende Medienkompetenz nicht denkbar: von Public Relations über Spezialisten der Unternehmenskommunikation bis hin zum Journalismus in all seinen Facetten. 

Aber viel wichtiger: eine ausgebaute Dienstleistungsgesellschaft (und die Schweiz gehört ganz vorne mit dazu) fragt eine schier unüberschaubare Vielfalt von hoch spezialisierten Kompetenzen nach, die sich durch eine Kombination von breitem Allgemeinwissen und spezifischem Fachwissen auszeichnen – und hoher Flexibilität in der Fähigkeit, sich auf neue, unbekannte Strukturen einzulassen. Medien- und Kommunikationskompetenz gehört immer mit dazu: ob nun in der Politikberatung, in der Organisationsberatung,  in der Markt- und Meinungsforschung, im Bereich der ‚human resources’, im Rahmen allgemein von vielen Berufen in der öffentlichen Verwaltung, in privaten Unternehmen, in Non-Profit-Organisationen, in Nicht-Regierungsorganisationen. Oder in Universitäten – falls Sie für eine akademische Karriere zu begeistern wären.

Interviews mit den Alumni Lea Im Obersteg, Noëlle Bucher oder Peter Gähwiler und weitere Beispiele beruflicher Werdegänge von Kultur- und Sozialwissenschaftler/-innen finden sich unter den Portraits der Alumni unserer Fakultät.

 

Weiterführendes Studium (Master)

Die Verknüpfung von Kommunikation, Medien, Netzwerken, Organisationen im Rahmen einer weltgesellschaftlichen Sichtweise stellt gegenwärtig eines der innovativsten sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschungs- und Lehrgebiete dar. Eine soziologisch verankerte Interdisziplinarität, die modular aufgebaut ist und sozial- und kulturwissenschaftliche Zugänge vereint, zeichnet die solide Grundbildung auf der Bachelorstufe aus. Die anschliessende Masterstufe des Studienganges ‚Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften‘ bietet Spezialisierungsmöglichkeiten entlang dreier Schwerpunkte: 

  • Schwerpunkt ‚Organisation und Management‘   
  • Schwerpunkt ‚Vergleichende Medienforschung‘
  • Schwerpunkt ‚Medien und Netzwerke‘

Die drei Schwerpunkte sind nicht als einzelne Module konzipiert, sondern als thematische Angebote, die Sie frei kombinieren können in den Verhältnissen, die Ihnen zielführend erscheinen. Sie können sich von Anfang an auf einen Schwerpunkt konzentrieren, oder aber auf Kombinationen setzen: denn solche sind, weil die Schwerpunkte aufeinander abgestimmt sind, jederzeit möglich. Die grossen Freiheiten zur Eigengestaltung machen hier aus zwei Gründen Sinn: Sie haben bereits einen Bachelorabschluss vorzuweisen, verfügen also über die nötigen Vorkenntnisse, um sich selbstständig an den eigendefinierten Interessen zu orientieren; und: die grossen Spielräume zur Eigengestaltung eröffnen je für sich jeweils höchst spannende Kombinationen – etwa mit Blick auf vielleicht schon geklärte berufliche Ziele.

Die Entscheidung für einen bestimmten Schwerpunkt erfolgt erst mit der Wahl des Themas der Masterarbeit: aber auch dann können Sie in der Masterarbeit die vielfältigen Inputs einfliessen lassen, die Sie während des Studiums geprägt haben.

Die drei Schwerpunkte werden ergänzt durch ein besonderes Modul, das Teil des Masterstudiums ist: das Modul ‚Forschung – Praxis – Methoden‘. Dieses Modul eröffnet auch, wie im Schwerpunkte-Bereich, grosse Wahlmöglichkeiten. Sie können sich für ein Praktikum in einer Organisation Ihrer Wahl (Unternehmen, Verwaltung, Nicht-Regierungsorganisation, Non-Profit-Unternehmen, internationale Organisationen) entscheiden, oder Sie können sich in den Methoden der empirischen Sozialforschung spezialisieren: als Spezialisierungsmöglichkeiten bieten wir Umfrage- und Marktforschung sowie Methoden der Netzwerkforschung an.

Mit einem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften erwerben Sie den Titel „Master of Arts in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften, Schwerpunkt Vergleichende Medienforschung, Organisation und Management oder Medien und Netzwerke" (je nach Schwerpunkt der Masterarbeit).

Ausserdem können Sie mit einem Bachelor in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften folgende andere Masterstudiengänge der Uni Luzern wählen:  

Natürlich stehen auch vielfältige andere Masterprogramme von Universitäten in der Schweiz und im Ausland zur Wahl. Das Bologna-System ermöglicht nicht nur Auslandssemester, sondern auch den relativ einfachen Wechsel an andere Universitäten des Bologna-Raums. 

Diese Studienangebote bieten also die Möglichkeit, vielfältige Interessen zu realisieren – je nachdem, ob Sie sich für eine Fortsetzung des Studiums in Richtung einer Doktorarbeit (und damit vielleicht auch für eine wissenschaftliche Karriere) entscheiden, oder aber andere berufliche Ziele direkt nach dem Masterabschluss verfolgen wollen.

Anmeldung und Zulassung

Anmeldung

Das Studium kann sowohl im Herbst- als auch im Frühjahrssemester aufgenommen werden. Die Anmeldung zum Studium erfolgt über das UniPortal. Verspätete Anmeldungen sind mit einer zusätzlichen Bearbeitungsgebühr von CHF 150 verbunden.

Anmeldetermin für das Herbstsemester: 30. April (verspätete Anmeldung bis 31. August möglich)

Anmeldetermin für das Frühjahrssemester: 30. November (verspätete Anmeldung bis 31. Januar möglich)

 

Zulassung

Für die Zulassung zum Bachelorstudium gelten die Zulassungsrichtlinien der Universität Luzern. Der allgemeine Zugang ist mit einem eidgenössischen oder eidgenössisch anerkannten gymnasialen Maturitätsausweis möglich. Genaue Angaben sind im Bereich Anmeldung und Zulassung zu finden.

Reglemente, Merkblätter, Formulare, Abschlussverfahren

Die hier verfügbaren Dokumente sind für Studierende mit Studienbeginn ab Herbstsemester 2016 gültig. Studierende, die ihr Studium vor dem Herbstsemester 2016 begonnen haben, finden die für sie gültigen Reglemente auf der Reglemente-Seite der Fakultät und auf der Übersichtsseite der Musterstudienpläne.

Musterstudienpläne, Studien- und Prüfungsordnung, Wegleitung 

Orientierungsgespräch, Social Credits, Anrechnung von Studienleistungen 

Bachelorabschlussverfahren (Bachelorarbeit und Bachelorprüfungen)

Das Bachelorstudium wird mit der Bachelorarbeit und den Bachelorprüfungen abgeschlossen. Die Anmeldung zum Studienabschluss erfolgt im Frühjahrssemester im Mai, im Herbstsemester im Oktober. Die Prüfungsdaten geben Ihnen Auskunft über den zeitlichen Ablauf des Abschlussverfahrens.

Für die Betreuung von Bachelorarbeiten sowie mündlichen und schriftlichen Prüfungen kommen promovierte und habilitierte Mitglieder des Soziologischen Seminars in Frage. 

Bachelorarbeiten werden entweder im Modul Medien oder im Modul Organisationen geschrieben. Es ist sinnvoll, frühzeitig (bis zu drei Monate vor dem Meldetermin) mit möglichen Betreuerinnen oder Betreuern der Bachelorarbeit Kontakt aufzunehmen. Ein Exposé mit Forschungsfrage, geplantem Vorgehen, Gliederung und erster Literatur erleichtert die Kontaktaufnahme. Die Teilnahme an einem Bachelorkolloquium im Semester vor der Anmeldung zum Bachelorabschluss eröffnet die Möglichkeit, frühzeitig Feedback zur Forschungsfrage und dem geplanten Vorgehen zu bekommen. Bei einigen Betreuerinnen und Betreuern ist die Teilnahme an einem vorbereitenden Kolloquium verpflichtend, dies sollte bei der Planung des Studienabschlusses berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, als Betreuerin oder Betreuer Personen ins Auge zu fassen, die man bereits aus Seminaren kennt und bei denen man auch schon eine Hausarbeit geschrieben hat. 

Die 30-minütige mündliche Prüfung wird im selben Modul absolviert, in dem auch die Bachelorarbeit geschrieben wurde. Für die mündliche Bachelorprüfung empfiehlt sich eine erste Kontaktaufnahme bis zu acht Wochen vor dem Anmeldetermin. Auch hier helfen Vorschläge für Prüfungsthemen und Literaturangaben, um mit möglichen Prüferinnen und Prüfern ins Gespräch zu kommen. Für die mündliche Prüfung werden zwei Themen vereinbart und geprüft. 

Die schriftliche Prüfung dauert vier Stunden und wird – wenn die Bachelorarbeit im Modul Medien verfasst wurde – im Modul Organisationen geschrieben. Wurde die Bachelorarbeit im Modul Organisationen verfasst, wird die schriftliche Prüfung im Modul Medien geschrieben. Es werden zwei Prüfungsthemen vereinbart, von welchen eines in der Prüfung zur Bearbeitung vorgelegt wird. Auch hier empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit möglichen Prüferinnen oder Prüfern. Vorschläge für Prüfungsthemen mit Literaturangaben zu den Themen sind auch hier hilfreich.

Anmeldeunterlagen

Abschlussprüfungen im Bereich Organisationen

Falls Sie Ihre Bachelor-Arbeit im Bereich Organisationen schreiben möchten oder die mündliche bzw. schriftliche Abschlussprüfung im Bereich Organisationen anstreben, müssen Sie folgendes beachten. Zusätzlich zur offiziellen Anmeldung zu Ihrem Bachelor-Abschlussverfahren, welche Sie beim Dekanat der KSF einreichen, müssen Sie untenstehende Formulare an Viola Müller (viola.mueller@unilu.ch) schicken. Dies ist keine zusätzliche Anmeldung, sondern eine inhaltliche Abklärung, die jeweils als thematische Diskussionsgrundlage dient.

Sämtliche Reglemente, Merkblätter und Formulare

Sämtliche (auch ältere) Reglemente der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, die Wegleitungen zu den Studiengängen und zum Abschlussverfahren sowie Merkblätter und Formulare finden Sie auf der Reglemente-Seite der Fakultät.

Kontakt und Auskunft

Studienberatung des Soziologischen Seminars

Bei Fragen zum Studium hilft unsere Fachstudienberatung gerne weiter. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an die Koordinatorin der Fachstudienberatung Soziologie, Frau Monika Sy, die Ihnen direkt weiterhilft oder Sie an die entsprechenden Ansprechpartner weitervermitteln wird.  

Monika Sy, Sekretariat
Frohburgstrasse 3, Raum 3.A06
T +41 41 229 55 53
sozsemremove-this.@remove-this.unilu.ch

Studienberatung der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät

Die allgemeine Studienberatung der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unterstützt Studieninteressierte bei der Studienwahl und berät Studierende bei allgemeinen Fragen rund um das Studium und die Studienplanung (unter anderem Mobilität, Militärdienst, Social Credits, Zulassungsfragen). 

Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Raum 3.A39
Michaela Rohrer lic.phil.
T +41 41 229 55 15

Rahel Lörtscher
T +41 41 229 55 13  
studienberatung-ksfremove-this.@remove-this.unilu.ch 

Allgemeine Kontaktangaben des Soziologischen Seminars

Anschrift

Soziologisches Seminar der Universität Luzern
Frohburgstrasse 3
Postfach 4466
6002 Luzern

Öffnungszeiten des Sekretariats

Mo. bis Fr. 09.00 – 12.00 Uhr,
Mo., Di. und Do. 14.00 – 16.00 Uhr.
Die Sekretariate des Soziologischen Seminars befinden sich im dritten Obergeschoss, Räume 3.A04 und 3.A06

Website des Soziologischen Seminars

Auf der Website des Soziologischen Seminars finden Sie Informationen zu den Mitarbeitenden, den Forschungsschwerpunkten und den Aktivitäten des Seminars.