Qualitätsmanagement
Qualität ist ein strategisches Ziel der Universität Luzern. Daher entwickeln die Universität, ihre Einheiten und ihre Fakultäten, ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) unter Einbezug aller Beteiligten. Es trägt zur Sicherung und ständigen Verbesserung ihrer Leistungen bei und wird regelmässig auf den Prüfstand gestellt.
Art. 27 HFKG Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
Art. 30 Abs. 1 Bst. a HFKG Voraussetzungen für die institutionelle Akkreditierung
Art. 32 HFKG Akkreditierungsverfahren (ESG 1.1, 1.10)
Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG)
Akkreditierungsverordnung HFKG, Anhang 1. Qualitätsstandards für die institutionelle Akkreditierung (2015 / 2026).
Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung AAQ, Institutionelle Akkreditierung – Erläuterung zu den Qualitätsstandards, 2015.
Schweizerischer Akkreditierungsrat SAR, Auslegungshilfe zu den Qualitätsstandards für die institutionelle Akkreditierung, 2026.
Qualitätsmanagement ist im Statut der Universität Luzern verankert.
Das Qualitätsmanagement ist ein Instrument des strategischen Managements der Universität. Es unterstützt die Universität bei der Erfüllung ihres Auftrags und ihrer langfristigen Entwicklung.

Die Universität entwickelt ein Qualitätsmanagementsystem (QMS), das darauf abzielt, die Qualität ihrer Leistungen langfristig zu sichern und kontinuierlich zu verbessern sowie eine Qualitätskultur zu entwickeln.
Das QMS ist prozessorientiert. Es unterscheidet Makroprozesse, die den Schlüsselaktivitäten der Universität sowie den in der Qualitätsstrategie definierten Zielgruppen entsprechen:
- das Qualitätsmanagement organisiert das QMS und berichtet über dessen Funktionsweise;
- die Organisation und Leitung befassen sich mit den Organisationsstrukturen, den Entscheidungsprozessen und dem strategischen Management der Universität;
- die Kerntätigkeiten (Lehre, Forschung, Nachwuchsförderung, Weiterbildung und andere Dienstleistungen);
- die Unterstützungstätigkeiten (Finanzen, Infrastrukturen, Personal) und bereichsübergreifenden Tätigkeiten (Diversität, Nachhaltigkeit).
Jeder Makroprozess umfasst:
- die Voraussetzungen;
- die rechtlichen und statutarischen Grundlagen;
- die strategische Ausrichtung;
- die Umsetzungselemente;
- die Bewertungsmechanismen;
- die Beteiligung und Organisation;
- die Vernetzung;
- die Kommunikation.
Die Entwicklung der Makroprozesse liegt in der Verantwortung der jeweiligen Prozesseignerinnen und Prozesseigner.

Die Prozessorientierung des QMS stellt die Organisation der Universität auf dynamische Weise dar. Gegenstand der Prozessorientierung sind die Aktivitäten, die daraus resultierenden Leistungen und deren Vorbedingungen. Das QMS der Universität unterscheidet zwei Arten von Prozessen:
- operative Prozesse, die darauf abzielen, die erwarteten Ergebnisse zu gewährleisten;
- Entwicklungsprozesse, die darauf abzielen, die Leistungen zu verbessern.
Entwicklungsprozesse zeichnen sich durch einen Regelkreis der Art PDCA (Plan-Do-Check-Act) aus.
Dieser Zyklus wird regelmässig und systematisch wiederholt, um die kontinuierliche Verbesserung der Leistungen der Universität zu unterstützen. Alle Makroprozesse beinhalten Evaluationsprozesse, die zur Anpassung der Ziele sowie zur Planung und Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen führen. Die Ergebnisse sowie die wichtigsten offenen Probleme dieser Bewertungen fliessen in die Strategieprozesse der Universität und ihrer Fakultäten ein, die ihrerseits Regelkreise bilden.
Die Durchführung der Evaluierungsprozesse liegt in der Verantwortung der jeweiligen Prozesseignerinnen und Prozesseigner.
Das QMS und seine Wirksamkeit werden ihrerseits bewertet. Die Ergebnisse fliessen in die strategischen Prozesse der Universität ein:
- das Management Review;
- das externe Qualitätsaudit;
- die institutionelle Akkreditierung.
Qualitätsmanagement erfordert ein gewisses Mass an Dokumentation. Sie unterstützt und belegt die Entwicklung und Umsetzung des QMS. Sie kann in Form einer «Pyramide» gegliedert werden:
- An der Spitze steht dieses Qualitätshandbuch.
- Unterhalb der Spitze ist das QMS in Makroprozesse unterteilt, welche die Schlüsselleistungen und Tätigkeiten der Universität abdecken: Qualitätsmanagement, Organisation und Leitung, Kerntätigkeiten, Unterstützungs- und bereichsübergreifende Tätigkeiten.
- Jeder Makroprozess umfasst organisatorische Elemente.
- Die tiefste Ebene des QMS umfasst eine ausführliche Dokumentation, die wir als Qualitätsaufzeichnungen bezeichnen. Auf sie wird im Qualitätshandbuch und in den Managementbewertungen als Referenzen verwiesen; ausgewählte Dokumente sind auf dem Portal Qualität der Universität zugänglich.
Die Qualität der Leistungen der Universität hängt vom Engagement aller ihrer Angehörigen (Professorinnen und Professoren, Mittelbau, Studierende, administratives und technisches Personal) ab. Die Qualitätssicherung und -entwicklung an der Universität ist stark partizipativ und weitgehend dezentral organisiert.
Die Steuerung des QMS wird bestimmt durch :
- Der Universitätsrat gewährleistet als strategisches Führungs- und Aufsichtsorgan die Qualität der Universität;
- Der Senat verabschiedet das Qualitätshandbuch;
- Die Rektorin oder der Rektor, die Universitätsleitung und die erweiterte Universitätsleitung verankern das Qualitätsmanagement in die Strategie und in der strategischen Steuerung der Universität;
- Die Prorektorin oder der Prorektor Universitätsentwicklung ist für die Qualitätssicherung und -entwicklung zuständig ;
- Die Qualitätskommission koordiniert die Entwicklung und Umsetzung der Qualitätsstrategie und des QMS; sie setzt sich aus Vertretern der Fakultäten, der Dienststellen und der Anspruchsgruppen zusammen und tagt in der Regel viermal im Jahr;
- Die Stelle für Qualitätsmanagement SQM unterstützt die Entwicklung und Umsetzung der Qualitätsstrategie und des QMS und vertritt die Qualitätspolitik der Universität nach innen und aussen.
Die Entwicklung und Implementierung des QMS liegt in der Verantwortung von Prozesseignern. Sie werden von Gremien und Diensten sowie von Qualitätsbeauftragten unterstützt.
Repräsentativen Gruppen (Professorinnen und Professoren, Mittelbau, Studierende, administratives und technisches Personal) sind in die Steuerung und Umsetzung des QMS eingebunden.
Externe Experten sind an den Evaluierungsprozessen des QMS beteiligt.
Die Universität versteht sich als Akteurin des Qualitätssicherung und -entwicklung in der Hochschullandschaft der Schweiz und Europas. Sie integriert deren Standards, lässt sich von Best Practices inspirieren und beteiligt sich aktiv an den relevanten Qualitätsnetzwerken.
Sie arbeitet insbesondere mit dem Schweizerischen Akkreditierungsrat und der Schweizerischen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung AAQ im Rahmen der institutionellen Akkreditierung und bei der Organisation von Audits des gesamten oder eines Teils ihres QMS zusammen.
Darüber hinaus pflegt sie Kontakte zu allen Qualitätsverantwortlichen der Schweizer Universitäten, um Best Practices auszutauschen, und beteiligt sich aktiv an den Aufgaben des Q-Netzwerks, das diese zusammenbringt.
Die Universität informiert die Beteiligten systematisch und regelmässig. Sie macht die wichtigsten Aspekte ihrer Qualitätspolitik und deren Entwicklungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und berichtet darüber.
Die Stelle für Qualitätsmanagement SQM vertritt die Qualitätspolitik nach innen und aussen und ist die zentrale Anlaufstelle für Informationen zum Qualitätsmanagementsystem der Universität.
Die Qualitätskommission und ihre Mitglieder sorgen dafür, dass die Beteiligten regelmässig und systematisch über die Entwicklungen der Qualitätsstrategie und des QMS informiert werden.
Das Portal Qualität bündelt die wichtigsten Informationen zur Qualitätspolitik der Universität.
Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Qualitätsmanagement.
