Dialog und Verstehen. Neues Buch von Gregor Damschen und Alejandro G. Vigo.

Dialog und Verstehen. Das neu erschienene Buch von Gregor Damschen und Alejandro G. Vigo untersucht die Dialogstruktur des Verstehens und die Verstehen ermöglichende Kraft des Dialogs.

Denken ist eine Art Dialog – nach Platon ist das Denken ein stilles Gespräch der Seele mit sich selbst. Verstehen setzt Denken voraus. Also setzt Verstehen eine Art Dialog voraus. Aus diesem Befund ergibt sich nicht nur die Frage, was der Dialog und das Verstehen ihrem Wesen nach sind, sondern auch die Frage, was das „und“ zwischen Dialog und Verstehen bedeutet. Der neu erschienene Band geht diesen beiden Fragekomplexen sowohl auf philosophiehistorische als auch auf systematische Art und Weise nach und präsentiert mögliche Antworten aus klassischer, aber auch moderner Perspektive. Die Beiträge behandeln Überlegungen zum Dialog und Verstehen bei Platon (Alejandro G. Vigo) und Cicero (Jochen Sauer), im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Vittorio Hösle), bei Schleiermacher (Lourdes Flamarique), Heidegger (Ángel Xolocotzi), Bakhtin (Dmitri Nikulin) und Gadamer (Mirko Wischke), aber auch systematische Ansätze in der Gegenwartsphilosophie von der dialogischen Logik (Jorge Alfredo Roetti) bis zum Schemainterpretationismus (Hans Lenk). Der Band endet mit einem philosophischen Dialog über die fundamentale Logik des Selbstgesprächs (Gregor Damschen). 

Gregor Damschen vertritt die ordentliche Professur für Philosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern und Alejandro G. Vigo ist ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Navarra.

Gregor Damschen / Alejandro G. Vigo (Hrsg.): Dialog und Verstehen. Klassische und moderne Perspektiven, Lit: Berlin 2015 (= The Dialogue. Supplementa, Bd. 1). 

21. August 2015