Brücke zwischen den Religionen
Wie Philosophie als gemeinsame Plattform für den Dialog dienen kann, zeigte vergangenen Freitag die zweite Studierenden- und Alumni-Konferenz des Online Master's in Philosophy, Theology and Religions (PhilTeR) in Luzern.
Unter dem Titel «What Future for Philosophy of Religion?» diskutierten Teilnehmende über hochsensible Themen wie Glauben, das Böse, den Holocaust und die Zukunft der Religionen. Das Zentrum für Theologie und Philosophie der Religionen (TheiRs) organisierte den Event, der die besondere Rolle der Philosophiegeschichte als Brücke zwischen den Religionen unterstrich.
Philosophie als neutrale Plattform für Religionen
Das Kernkonzept des englischsprachigen Online-Masters PhilTeR gründet auf einer historischen Erkenntnis: Über Jahrhunderte hinweg bot die Philosophie Judentum, Christentum und Islam eine gemeinsame Sprache — und damit einen Raum, in dem Differenzen nicht überwunden, sondern produktiv verhandelt werden konnten. In Luzern wurde diese Tradition des Dialogs neu erprobt, und zwar gerade unter Bedingungen, die es erschweren: angesichts weltpolitischer Spannungen, die viele der vertretenen Länder unmittelbar betreffen. Trotz dieser aktuellen Gegebenheiten herrschte unter den Teilnehmenden aus dem Iran, den Vereinigten Staaten, dem Libanon, Russland, der Türkei, der Ukraine und China eine produktive und friedliche Atmosphäre.
Gelebte Internationalität und akademische Begleitung
Obwohl der Studiengang primär online durchgeführt wird, sind Präsenzveranstaltungen essenziell. Neben den genannten Ländern waren Teilnehmende aus Rumänien, Spanien, Italien, Polen und Kroatien vor Ort, während Studierende aus Mosambik, Kanada und dem Vereinigten Königreich digital teilnahmen.
Geleitet wurde die Konferenz von Prof. Dr. Giovanni Ventimiglia di Geraci gemeinsam mit dem Master-Koordinator Prof. Dr. Ryan Mullins. Begleitet wurden die Teilnehmenden von den Tutoren David Anzalone (Hauptorganisator), Dario Affronti, Davide Falessi und Ali Taghavinasab. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie philosophische Kompetenz das interkulturelle Verständnis fördern kann.
