Maestro Krzysztof Penderecki, 1933 in Debica geboren, war ein Musiker von Weltruf, ein Musiker, der viele Stile in sich zu vereinen wusste. Der Ehrendoktor der Universität Luzern ist am 29. März 2020 verstorben.

Krzysztof Penderecki, aufgenommen am 6. Juli 2008 während des XIII. Festivals der Stars in Danzig. (Bild: Adam Kumiszcza/Wikimedia Commons)

Krzysztof Penderecki weilte öfters zu Meisterklassen in Luzern, war Gast bei den Musikfestwochen in Luzern. Mit seinen geistlichen Werken wie Lukas Passion oder Polnisches Requiem setzte er sich vom kommunistischen Regime seiner Heimat Polen ab und sah sein politisches Engagement als Ausdruck eines christlichen Humanismus.

Die Theologische Fakultät der Universität verlieh Krzysztof Penderecki am Dies Academicus des Jahres 2000 die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern (es war der erste Dies Academicus der neugegründeten Universität im KKL). Neben den bereits genannten geistlichen Werken sind weitere geistliche Werke zu nennen, so zum Beispiel Magnifikat, Te Deum, Credo. In letzter Zeit standen andere Themen im Vordergrund seines Schaffens. Das Finale des Klarinettenquartetts (1993) trägt den Titel ‘Abschied’, ein Stück, das der Musiker für sich komponierte und seine Liebe zu Elegien im Spätwerk zeigt. Immer wieder äusserte er den Wunsch, ein Weihnachtsoratorium zu schreiben, das nun nicht mehr erklingen wird.

Am 29. März 2020 ist Maestro Krzysztof Penderecki nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt Krakau verstorben.

Die Theologische Fakultät der Universität Luzern bewahrt diesem grossartigen Musiker ein ehrendes Andenken.

2. April 2020