Bei der erstmaligen Teilnahme am ELSA Moot Court on WTO Law hat es das Team der Universität Luzern gleich in den Final geschafft. Letzte Woche traten 25 Teams aus der ganzen Welt in Genf zur Schlussrunde an.

Finalteilnehmerinnen der Universität Luzern am ELSA Moot Court on WTO Law: Vanessa Oesch, Luisa Schwegler und Eva Diener

Die Studentinnen Eva Diener, Vanessa Oesch und Luisa Schwegler hatten sich an der regionalen Vorrunde in Wroclaw, Polen, für das Weltfinale qualifiziert. In Genf plädierten sie gegen Teams aus Kenia und Indien. Auch wenn es nicht ins Viertelfinal der besten acht gereicht hat, zieht Prof. Dr. Nicolas Diebold ein positives Fazit: "Wir sind stolz auf die grossartige Leistung des Luzerner Teams. Angesichts der aktuellen Handelskrise ist es besonders wichtig, dass junge Juristinnen und Juristen ein Verständnis für das internationale System des Freihandelsrechts mitbringen", führt der Co-Teamleiter aus. Mit den erlangten Fachkenntnissen würden die Studentinnen beste Voraussetzungen für einen Berufseinstieg im Bereich des WTO-, Europa- und Handelsrechts mitbringen. "Die drei Teilnehmerinnen haben die Chance gepackt, in einem internationalen Umfeld die für das Berufsleben wichtigen Skills wie Präsentieren, Argumentieren und Überzeugen zu üben", so Diebold weiter. Insgesamt haben 99 Universitäten an dem Wettbewerb teilgenommen.

Der Final des ELSA Moot Court on WTO Law fand vom 19.-24. Juni 2018 zum 16. Mal statt. Dieser von der European Law Students’ Association (ELSA) ausgerichtet Wettbewerb simuliert ein Streitbeilegungsverfahren der Welthandelsorganisation (WTO). Der diesjährige Fall drehte sich um die Frage, ob und unter welchen Umständen es die Abkommen der WTO erlauben, handelsbeschränkende Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen.

Der Moot Court wurde in den Räumen der Welthandelsorganisation ausgetragen und bot den Studierenden die Möglichkeit, vor ausgewiesenen Experten des WTO-Rechts zu plädieren. "Die über Monate hinweg erarbeiteten Argumente in diesem internationalen Umfeld und vor solch hochkarätigen Panels präsentieren zu dürfen, machte das Finale in Genf zu einem einmaligen Erlebnis und markiert definitiv ein Highlight der Studienzeit" fasst Luisa Schwegler ihre Eindrücke zusammen.

Das Team hat sich während zehn intensiven Monaten unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolas Diebold und PD Dr. Mira Burri sowie dem Coaching von Dr. Charlotte Sieber-Gasser und Stéphanie Rossé auf die Teilnahme vorbereitet. 

Ein Moot Court ist ein fiktives Gericht oder Schiedsgericht, vor dem Streitfälle ausgetragen werden. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gehören diese seit Jahren zum ständigen Lehrangebot. Interessierte Studierende haben die Möglichkeit, sich für sieben nationale und internationale Wettbewerbe zu bewerben.

Weitere Infos:
Der nächste ELSA Moot Court on WTO Law beginnt im September und dauert bis Juni 2019. Infos und Anmeldung (Englisch)
Übersicht Moot Courts Universität Luzern

 

27. Juni 2018