Ein Moot Court ist ein fiktives Gericht oder Schiedsgericht, vor dem Streitfälle ausgetragen werden. An den Universitäten werden Moots als Lehrveranstaltungen angeboten, bei denen Teams von Studierenden derselben oder verschiedener Universitäten in gespielten Gerichtsverhandlungen gegeneinander antreten und dort die Streitparteien des konkreten, in der Regel frei erfundenen Falles anwaltlich vertreten. 

Mit der Teilnahme an einem Moot Court erweitern die Studierenden neben ihren fachlichen, auch ihre persönlichen Kompetenzen. Sich auf nationalem und internationalem Parkett mit anderen universitären Teams zu messen, verschafft praktischen Einblick und Erfahrung, die für eine zukünftige Tätigkeit als Juristin und Jurist nützlich sein werden. 

Je nach Moot Court verfassen Sie Klage- bzw. Antwortschriften, nehmen Stellung zu Fragen oder erarbeiten gemeinsam im Team Schriftsätze zu rechtlichen Fragestellungen. Ausserdem nehmen Sie teil an internationalen Ausscheidungen in Europa oder Übersee. Sie erbringen während eines Semesters einen hohen Arbeitsaufwand. Dafür erhalten Sie im Masterstudium zwischen 12 bis 18 Credits und können unter gewissen Voraussetzungen die Masterarbeit integrieren. Bitte beachten Sie, dass der Luzerner Moot Court als Äquivalent eines Bachelorseminars (6 Credits) weder als Masterfach noch als Masterarbeit angerechnet werden kann. Sofern Sie Fremdsprachenkenntnisse, gute Noten und Interesse an einem spezifischen Rechtsgebiet eines unserer Moot Courts mitbringen, melden Sie sich an.