25 Jahre Rechtswissenschaftliche Fakultät
Am Freitag, 16. Oktober 2026 feierte die Rechtswissenschaftliche Fakultät ihr 25-jähriges Bestehen. Der offizielle Festakt für geladene Gäste wurde von öffentlichen Vorträgen und einem separat stattfindenden Programm für die Studierenden begleitet.
Dekan Prof. Dr. Andreas Eicker eröffnete den Festakt mit den Worten: «Ein Vierteljahrhundert ist für eine Fakultät eine noch sehr junge, zugleich aber – da es die Jugendjahre sind – bereits prägende Geschichte.» Zugleich richtete Eicker den Blick bereits bei seiner Begrüssung schon in die Zukunft: «Wissenschaft lebt nicht von Tradition allein, sondern allem voran von Neugier, Innovation und der Bereitschaft neue Herausforderungen anzunehmen.» Unter der Moderation von Rayk Sprecher, Fakultätsmanager der WF von 2007 bis 2023 und daher ein bekanntes Gesicht an der Universität Luzern, wurde die Geschichte der Fakultät auf unterhaltsame Art und Weise beleuchtet.
Gründung und erste Schritte
Alt-Regierungsrat Dr. Ulrich Fässler und der amtierende Kultur- und Bildungsdirektor Dr. Armin Hartmann liessen die Anfänge in einem unterhaltsamen Dialog gemeinsam Revue passieren. Während im Hintergrund das Abstimmungsplakat aus dem Jahr 2000 zu sehen war, wurde gleichzeitig die seither erreichte Verankerung der Fakultät in der Bildungslandschaft Schweiz betont. Passend dazu wurde ein Zitat von Alt-Regierungsrat Dr. Ulrich Fässler aus dem 22. Oktober 2001 (an diesem Tag fand die Eröffnungsfeier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät statt) ausgegraben: «Was wir hier und heute tun, das ist nicht einfach ein akademisches Happening, wir erleben einen historischen Moment.»
Innerhalb dieses Dialogs zwischen dem amtierenden und einem ehemaligen Luzerner Bildungsdirektor wurde auch die Gelegenheit genutzt, Prof. em. Dr. Paul Richli als Gründungsdekan und Prof. em. Dr. iur. Dr. h.c. Peter Anton Gauch für Ihre Verdienste rund um den Aufbau und die Entwicklung der Fakultät zu würdigen.
Gesichter erster Stunde
Im Anschluss an die Vertreter der Politik begaben sich Luzia Vetterli, Matthias Angst und Diel Schmid Meyer – allesamt Studierende aus dem ersten Jahrgang – gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Girsberger, Prof. Dr. Martina Caroni und Prof. Dr. Andreas Furrer, die seit den Gründungsjahren der Fakultät angehören, auf eine kleine Zeitreise.
«Im ersten Semester war nicht viel da», erzählte Matthias Angst (erster eingeschriebener Student an der RF und später Fakultätsmanager). Genau darin lag aber der grosse Reiz, entgegnete die Professorenschaft. Vieles musste zwar von Grund neu aufgebaut oder definiert werden, der Gestaltungsraum war dafür umso grösser.
Vom Jus-Studium zum Mentalismus
Für wahrlich magische Unterhaltung sorgte Federico Soldati, der vor Jahren selbst einmal an der Fakultät studierte. Allerdings entschied er sich dagegen, das Studium abzuschliessen, nachdem ihm – wie er abseits der Bühne verriet – ein Auftritt bei der Talentshow «Italia's got Talent» so viel internationale Aufmerksamkeit bescherte, dass seine Karriere als Mentalist rasant Fahrt aufnahm. Fünfzehn Jahre später durften die Anwesenden in den Genuss seiner Kunst kommen.
Die Vielseitigkeit seiner Nummern und Illusionen unter Einbezug des Publikums sorgte für grosses Staunen – etwa, als er die Gedanken ausgewählter Probanden zu lesen vermochte, indem er die Namen von Personen aussprechen konnte, an die sie gerade dachten. Auch für Soldati selbst war es ein spezieller Anlass: «Über diese Anfrage habe ich mich ganz speziell gefreut», sagte er bei seiner Ankunft.
Bereit für kommende Herausforderungen
Zum Abschluss richtete Dekan Prof. Dr. Andreas Eicker den Blick nach vorne. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs im Bildungsbereich und der tiefgreifenden Veränderungen durch künstliche Intelligenz stünden Forschung und Lehre vor neuen Herausforderungen. Aber «als noch junge Fakultät sind wir es gewohnt und darin bereits geübt, rasch und innovativ auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren», so Eicker. Mit neuen Studienformaten, zukunftsweisenden Beschlüssen im Bereich der künstlichen Intelligenz und frischen Impulsen durch zahlreiche neue Professorinnen und Professoren seien wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Gleichzeitig gehe mit dem Generationenwechsel der Gründungsgeneration ein bedeutender Abschnitt in der Geschichte der Fakultät zu Ende.
Prof. Eicker zeigte sich zuversichtlich, dass die Fakultät an das bisher Erreichte anknüpfen und mit exzellenter Lehre sowie innovativer Forschung weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Rechtswissenschaft wie auch zur Gesellschaft leisten werde. Mit Vorfreude und Zuversicht blicke die Fakultät den nächsten 25 Jahren entgegen.
Impressionen








Öffentliche Vorträge und Studierenden-Party
Im Vorfeld des offiziellen Anlasses hatte die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, drei Institute der Rechtswissenschaftlichen Fakultät näher kennenzulernen. Das Institut für Justizforschung (IJF), das Institut für juristische Grundlagenforschung (lucernaiuris) und das Institut für Wirtschaft und Regulierung (WiRe) gewährten exemplarisch Einblick in ihre Aktivitäten (Veranstaltungseintrag).
Parallel zu den öffentlichen Vorträgen startete im Café Baloo die von der Fakultät und diversen Fachschaften organisierte Studierendenparty. Offerierte Drinks, Beer-Pong und ein DJ sorgten stundenlang für ausgelassene Stimmung. Anschliessend ging es weiter in den neu eröffneten Flora-Club, wo die Studierenden von einem Gratis-Eintritt profitieren und bis in die frühen Morgenstunden weiterfeiern konnten.
