Jährlich wiederkehrende Veranstaltungen und Ringvorlesungen (mehrere Vorlesungen in einem Semester zu einem Themengebiet)

Theologische Fakultät

Otto-Karrer-Vorlesungen

Die Otto-Karrer-Gesellschaft – errichtet 1977 zur Erinnerung an das Wirken des Luzerner Theologen und Ökumenikers Otto Karrer und zur Weiterführung seiner Impulse – wurde im Januar 2002 in eine neue Institution überführt. Die Verantwortung für diese Vorlesung obliegt ad personam Prof. Dr. Wolfgang W. Müller, Professor für Dogmatik und Leiter des Ökumenischen Instituts Luzern.

Weitere Informationen zu den Otto-Karrer-Vorlesungen (Professur für Dogmatik)

Veranstaltungen des Ökumenischen Instituts

Das "Forum Ökumene" ist der Veranstaltungszyklus des Ökumenischen Instituts.

Veranstaltungen des Ökumenischen Instituts mit Jahresprogramm des "Forum Ökumene"

Thomas-Akademie

Die Thomas-Akademie verdankt sich dem Wirken des in Ruswil geborenen Theologen Anton Portmann (1847–1905), der als Professor an der Höheren Lehranstalt Luzern über drei Jahrzehnte in den Fächern Enzyklopädie, Apologetik und Dogmatik lehrte. Im Zentrum seines Interesses stand das Studium des wohl bedeutendsten Philosophen und Theologen des Mittelalters, Thomas von Aquin (1224/25–1274). Zusammen mit seinem Schüler Nikolaus Kaufmann gründete er das wissenschaftliche Institut der "Akademie des hl. Thomas" am 7. März 1881. Im Jahre 1897 ergänzte er diese Einrichtung um eine weitere "Thomas-Akademie" für Studierende der Theologie zur Pflege der thomistischen Philosophie und Theologie, auf welche die bis heute von prominenten Persönlichkeiten aus Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft gehaltenen Vorträge zurückgehen.
2016 hielt Prof. Dr. Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, den Festvortrag der Thomas-Akademie.

Fastenvorträge

Die Fastenvorträge in der Jesuitenkirche bilden ein wichtiges Element lokaler Öffentlichkeitsarbeit der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Sie werden jährlich durchgeführt. Von 1998 bis 2017 wurden sie von Prof. Dr. Edmund Arens organisiert, seit 2018 ist Prof. Dr. Wolfgang Müller für die Fastenvorträge zuständig. Die Themen werden in Absprache mit dem Präfekten der Jesuitenkirche, derzeit Dr. Hans-Ruedi Kleiber, ausgewählt. Die bisherigen Vortragsreihen widmeten sich Fragen wie: "Religionsstifter – Wegweiser zum Leben" (2001), "Kirche in der Stadt" (2005), "Leben in Menschenhand?" (2006), "Liturgische Musik – musikalische Theologie" (2009), "Drei Religionen – ein Gott?" (2010), "Wie wir heute beten können" (2013), "Christusbilder" (2016), "GottesfreundInnen" (2017), "Gewalt in der Religion?" (2018).

Ringvorlesung "Familienvorstellungen im Wandel. Biblische Vielfalt, kirchengeschichtliche Entwicklungen, gegenwärtige Herausforderungen"

Öffentliche interdisziplinäre Vortragsreihe des universitären Forschungsschwerpunkts "Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung"

Wie verändern sich familiäre Beziehungen und verwandtschaft­liche Praktiken im Kontext von Migration und Globalisierung? Und wie wirken sich diese Veränderungen auf religiöse, gesellschaftliche und rechtliche Diskurse, Auseinandersetzungen und Institutionen aus? Um Forschung zu diesen Fragen in mehreren Disziplinen und auch über die Fachgrenzen hinaus geht es im neuen universitären Forschungsschwerpunkt (FSP) "Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung".

Weitere Informationen

Veranstaltungen

Theologisches Forum Luzern

Das Theologische Forum Luzern greift Themen auf, die den Menschen in Kirche und Gesellschaft unter den Nägeln brennen. Es ist Treffpunkt für Menschen, die den Dialog zwischen Theologie und Praxis suchen. Das Forum verbindet kirchliche und gesellschaftliche, interkonfessionelle und interreligiöse Fragen miteinander. Es wird organisiert von der Professur für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät.

Theologisches Forum Luzern

Forum Religionsunterricht

Das Forum Religionsunterricht ist eine Veranstaltung der Professur für Religionspädagogik und Katechetik und des Religionspädagogischen Instituts an der Theologischen Fakultät und wird in Zusammenarbeit mit der Dienststelle Volksschulbildung DVS Luzern und den Luzerner Landeskirchen organisiert. Aktuelle Fragen zur religiösen Bildung in Schule, Kirche und Gesellschaft werden mit Fachleuten diskutiert. Es findet zwei Mal pro Semester statt.

Forum Religionsunterricht

ReligionsRecht im Dialog

Die Professur für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht organisiert seit 1998 öffentliche Veranstaltungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit zu aktuellen Themen wie z. B. Geschlechtergerechtigkeit, Religionsvielfalt, Menschenwürde und Menschenrechte, Verhältnis von Kirche und Staat.

Veranstaltungen

Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Staat und Familie: Recht, Praxis und Ideale im Vergleich

In der Praxis ist die Frage, was genau unter Familie verstanden wird, alles andere als unumstritten.
In der Praxis ist die Frage, was genau unter Familie verstanden wird, alles andere als unumstritten.

Öffentliche Ringvorlesung von Prof. Dr. Bettina Beer, Ethnologisches Seminar, und Prof. Dr. Martina Caroni, Rechtswissenschaftliche Fakultät, im Herbstsemester 2018.

Die Beziehung zwischen Staat und Familie hat verschiedene Dimensionen, von religiösen und rechtlichen über politische bis hin zu soziokulturellen. Häufig wird die Familie als «Keimzelle» des Staates bzw. der Gesellschaft bezeichnet und auch in Formulierungen wie «Vater Staat» oder «Mutter-/Vaterland» bedient sich die Sprache über eine höhere soziale Einheit der Familienmetaphorik.

In der Schweiz wie in den meisten Nationalstaaten geniessen Ehe und Familie besonderen Schutz, und verankern ihn im Grundgesetz oder der Verfassung. Das klingt zunächst einfach, wirft in der Praxis jedoch die Frage auf, was genau unter Familie verstanden wird, wer dazugehört und wie die Beziehung zwischen Staat, Recht und «Familie» gestaltet ist. Dies wirkt sich zum Beispiel auf das Migrationsrecht (Familiennachzug), Unterhalt und Steuerrecht sowie viele weitere Aspekte des Zusammenlebens aus.

Familienformen befinden sich in der Diskussion und damit im Wandel, was sich zum Beispiel bei den Themen der vollständigen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften (Ehe und Adoption) oder an den Konsequenzen neuer Reproduktionstechnologien zeigt. Somit sind rechtliche Grundsätze, kulturelle Ideale und soziale Praxis nicht immer Deckungsgleich. Die daraus entstehenden Span-nungsfelder sind Gegenstand der Beiträge dieser interdisziplinären Ringvorlesung, die sich beispielsweise mit Familie und Verwandtschaft in frühen europäischen Staatstheorien, dem angstbesetzten Thema Scheidung in Namibia, und grenzüberschreitender Heiratsmigration befassen.

Die Angaben zu den Themen der einzelnen Abende finden Sie im hier verlinkten Flyer.

Internationale Vorlesungsreihe Aufklärung und Alterität. Damals und heute

Alterität ist ein Begriff der Philosophie, mit dem insbesondere in poststrukturalistischen Theorien und in der Dekonstruktion seit dem späten 20. Jahrhundert und bis heute auf grundlegende heterogene Eigenschaften von Identität aufmerksam gemacht wird. An­dershaftigkeit gilt dabei als konstitutiv für die Herausbildung von Identität. Scheinbare Gegensätze wie etwa Zentrum und Rand, Form und Inhalt, Eigenes und Nicht-Eigenes werden mit Verweis auf Alterität in Bezug auf ihr intrikates Verhältnis zueinander reflek­tiert.

In der Vorlesungsreihe wird das Verhältnis von Aufklärung und Alterität sowohl histo­risch als auch systematisch diskutiert und ausgehend von acht unterschiedlichen thematischen Perspektiven immer auch nach dem heute wünschenswerten Erbe des Siècle des Lumières gefragt. Ist im 18. Jahrhundert bereits ein Sensorium für das ausge­schlossene Dritte oder für eine vielfältige Komplizenschaft festzustellen? Wer oder was wurde damals übersehen, vernachlässigt, gezielt ausgegrenzt? Welche Nachwirkungen sind nach wie vor aktiv? Mit welchen Ansätzen lässt sich, damals und heute, eine solida­rische Haltung bekräftigen, die Differenz und Pluralität anerkennt?

Die Angaben zu den Themen der einzelnen Abende finden Sie im hier verlinkten Flyer.

Die Praxis der Religionen - Herausforderungen und neue Formen

Das Religionswissenschaftliche Seminar und das Zentrum Religionsforschung laden zur öffentlichen Ringvorlesung zum Thema "Die Praxis der Religionen – Herausforderungen und neue Formen" ein. Eine Exkursion zum Hindu-Tempel in Emmenbrücke und zur mazodonisch-orthodoxen Kirche in Triengen rundet das Angebot ab.

Religiöse Praktiken und rituelle Formen, oft eng verbunden mit Alltagskultur, erweisen sich zumeist als höchst dauerhaft und wandeln sich nur langsam. Doch auch religiöse Traditionen sehen sich herausgefordert von gesellschaftlichem Wandel, etwa durch Individualisierung, die Vielfalt religiöser und spiritueller Wahlmöglichkeiten oder den veränderten gesellschaftlichen Stellenwert von Religion. Dies wirkt sich auch auf rituelle Handlungen und Praxisformen aus. Welche neuen Formen der Praxis von Religion haben sich in den vergangenen Jahren bei den Andachtsorten, bei Fragen der Partnerwahl, Ernährung und Kleidung sowie bei Bestattungen entwickelt? In welchem Verhältnis stehen dabei religiöse Normen und konkrete Praxis?

Solchen Fragen, die sich bei allen Religionsgemeinschaften stellen, geht die Ringvorlesung mit besonderem Augenmerk auf in der Schweiz kleineren Gemeinschaften nach: Judentum, orthodoxe Kirchen, islamische, buddhistische und hinduistische Gemeinschaften. Jeweils zwei Experten oder Expertinnen pro Abend erläutern, wie neue religiöse Praxisformen entsprechenden Herausforderungen begegnen.

Ziel der Ringvorlesung ist es, die Vielfalt religiöser Praktiken an ausgewählten religiösen Traditionen vorzustellen und aufzuzeigen, wie die Tradition sich gerade bei den religiösen Praktiken wandelt und wie Herausforderungen aufgrund des sich rasch verändernden gesellschaftlichem Umfelds neue Formen hervorbringen.

Die Ringvorlesung ist öffentlich, der Eintritt zu den einzelnen thematischen Abenden am Donnerstag ist frei. Für die Car-Exkursion am Dienstag, 16. Oktober, wird ein Kostenbeitrag erhoben und ist eine Anmeldung erforderlich.

Studierende können im Rahmen der Vorlesung einen Credit Point erwerben (Anmeldung via Uniportal). Voraussetzungen sind die regelmässige Teilnahme und ein Abschlussessay. Weitere Informationen erhalten Sie zu Beginn der Vorlesungsreihe.

Die Angaben zu den Themen der einzelnen Abende finden Sie im hier verlinkten Flyer und in der Online-Agenda.

Lecture Series Fall 2018: «Rehabilitation in Health Systems: A Global Perspective»

In this lecture series, international experts on rehabilitation will review the promise, and the challenges, of strenghtening rehabilitation in global health systems through collaborations with academic, governmental and non-governmental partners as well as the private sector.

A rapidly ageing global population and a rapidly increasing prevalence of chronic non-com­municable diseases means that this century will see a dramatic increase in the number of people with moderate to severe limitations on their mobility, communication, cognition, and other domains of functioning. The WHO has recently proclaimed that in the future we will be living longer but with more disability. Although our health systems and public health institutions will always be concerned to provide curative, preventive and health promotive services, the increase in chronic health problems and multimorbidity suggests that reha­bilitation services will be in the highest demand. More than the other health strategies, the aim of rehabilitation is to optimize functioning for people with permanent health problems. It might be argued, indeed, that rehabilitation is the key health strategy for the 21st century.

In this lecture series, international experts on rehabilitation will review the promise, and the challenges, of strengthening rehabilitation in global health systems through collabo­rations with academic, governmental and non-governmental partners as well as the pri­vate sector. The lectures will focus on policy and programming, service delivery, as well as clinical practice. As well, given the central role that information plays at every level – clini­cal, managerial and policy – the speakers will contribute to our understanding of the pri­mary focus of enhancing the capacity of health systems to report on information relevant to human functioning in a standardized, and international comparable way.

We are pleased to present five renowned experts in rehabilitation policy, practice and ad­vocacy who will share their initiatives and ideas in this inaugural lecture series of the Center for Rehabilitation in Global Health Systems, at the University of Lucerne.

Flyer with additional Information

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Ringvorlesung 2018/2019: "Recht der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen (RNR)"

Das Recht der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen (RNR) strebt eine Gesamtschau der meist sektoriell betrachteten Rechtsmaterien an, die sich mit Schutz und Nutzung der natürlichen Ressourcen Kulturland, Wald, Wasser und Naturraum (Fauna und Flora) beschäftigen. Der Ausgleich der damit verbundenen divergierenden Interessen ist letztlich nicht bloss eine interessante juristische Fragestellung, sondern ein grundlegender Wendepunkt für die künftige Gestaltung menschlichen (Über)Lebens.

Die Professur von Roland Norer, Ordinarius für öffentliches Recht und Recht des ländlichen Raums an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern, beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem RNR. In diesem Rahmen werden in loser Folge Vorlesungen zu diesem Thema veranstaltet, die teils themenbezogene, teils aber auch übergreifende Problemstellungen aus einer genuin rechtswissenschaftlichen Perspektive aufgreifen und zur Diskussion stellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen! Nach den Vorträgen bleibt Zeit für Diskussion und Begegnung zwischen Wissenschaft und Praxis.

Flyer mit Detailprogramm

laboratorium lucernaiuris

"lucernaiuris", das Institut für Juristische Grundlagen, leistet einen innovativen Beitrag zur Neuorientierung juristischer Grundlagenfächer (Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und Rechtssoziologie) und zur stärkeren Ausrichtung der juristischen Forschung und Lehre auf vernetzte Grundlagenfragen. Mit der eigenen Vortragsreihe "laboratorium lucernaiuris" bietet das Institut eine zusätzliche Möglichkeit des fächerübergreifenden Austausches an. Namhafte Persönlichkeiten berichten aus ihren "Laboratorien" und gewähren neue Einblicke in die "Alchemie" aktueller juristischer Grundlagenforschung.

Weitere Informationen zum "laboratorium lucernaiuris" (Institut für Juristische Grundlagen – lucernaiuris)

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Reichmuth & Co Lectures

Im Rahmen der „Reichmuth & Co Lectures“ referieren Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu aktuellen Themen wie dem Euro, der Masseneinwanderungsinitiative, der Schuldenbremse oder der Geldpolitik.

Das Auswahlkomitee besteht aus folgenden Personen:

  • Dr. rer. pol. Ivan Adamovich
  • Prof. em. Dr. Ernst Baltensperger, Ständiger Gastprofessor an der Universität Luzern
  • lic. oec. Christof Reichmuth, Präsident des Verwaltungsrats Reichmuth & Co Privatbankiers
  • Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger, Dekan Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Luzern
  • Dr. oec. Gerhard Schwarz, ehemaliger Direktor Avenir Suisse

Weitere Informationen zu den Reichmuth & Co Lectures (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)