Soziologischer Standpunkt: «Warum der Glaube an den Klimakollaps gefährlicher ist als Leugnung»

Wetterextreme und ausgetrocknete Felder – für gewisse Personen scheint es so, als wäre der Klimawandel nicht mehr zu bekämpfen. Doch die Annahme, ein globaler Kollaps sei unausweichlich, ist problematisch.

Die Kolumne erscheint alle zwei Wochen in der Luzerner Zeitung. (Bild: unsplash.com/@andrekaimk)

Der fatalistische Klima-Doomismus – also die Annahme, dass alle umweltfreundlichen Anstrengungen zwecklos seien – findet sich in der Gesellschaft immer mehr. Prof. Dr. Nadine Arnold erklärt in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt», warum diese Annahme gefährlicher als Klimawandel-Leugnung sein kann – und woher sie kommt. Laut der Umweltsoziologin Diana Stuart ist der Klima-Doomismus auf ein wissenschaftliches Missverständnis zurückzuführen.  In seiner Wirkung gefährdet er die politische und soziale Handlungsfähigkeit und schädigt die psychische Gesundheit. Gerade junge Menschen, über 55 Prozent der 16- bis 25-Jährigen, glauben, dass die Menschheit dem Untergang geweiht sei. Woher der Doomismus genau kommt, was dagegen getan werden kann und wie die fossile Brennstoffindustrie den Doomismus instrumentalisiert – das alles ist in der Kolumne zu lesen. Zur Kolumne!