Soziologischer Standpunkt: «Warum der Glaube an den Klimakollaps gefährlicher ist als Leugnung»
Wetterextreme und ausgetrocknete Felder – für gewisse Personen scheint es so, als wäre der Klimawandel nicht mehr zu bekämpfen. Doch die Annahme, ein globaler Kollaps sei unausweichlich, ist problematisch.
Der fatalistische Klima-Doomismus – also die Annahme, dass alle umweltfreundlichen Anstrengungen zwecklos seien – findet sich in der Gesellschaft immer mehr. Prof. Dr. Nadine Arnold erklärt in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt», warum diese Annahme gefährlicher als Klimawandel-Leugnung sein kann – und woher sie kommt. Laut der Umweltsoziologin Diana Stuart ist der Klima-Doomismus auf ein wissenschaftliches Missverständnis zurückzuführen. In seiner Wirkung gefährdet er die politische und soziale Handlungsfähigkeit und schädigt die psychische Gesundheit. Gerade junge Menschen, über 55 Prozent der 16- bis 25-Jährigen, glauben, dass die Menschheit dem Untergang geweiht sei. Woher der Doomismus genau kommt, was dagegen getan werden kann und wie die fossile Brennstoffindustrie den Doomismus instrumentalisiert – das alles ist in der Kolumne zu lesen. Zur Kolumne!
