Unter dem Titel "Lucerne Academy for Human Rights Implementation" findet vom 6. bis 24. Juli ein rechtswissenschaftlicher Sommerkurs zu Menschenrechten statt. Dabei sind Studierende aus aller Welt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lucerne Academy 2015.

Das komplett auf Englisch durchgeführte Lehrangebot wird in diesem Jahr bereits zum siebten Mal durchgeführt. Im Fokus des dreiwöchigen Programms der Rechtswissenschaftlichen Fakultät stehen wiederum Herausforderungen und praktische Aspekte der Prozessführung und der Verteidigung von Menschenrechten. Zielgruppe sind Jus-Studierende und junge Praktikerinnen und Praktiker aus Berufsfeldern des Rechts. Neben den Seminaren gehören eine Exkursion nach Genf zur UNO und zu verschiedenen Nichtregierungsorganisationen sowie ein Moot Court (fiktives Gerichtsverfahren) zum Programm. Die erbrachte Studienleistung ist international anrechenbar; das erworbene Wissen wird an einer Prüfung getestet.

An der diesjährigen "Lucerne Academy for Human Rights Implementation" nehmen mit 45 erneut mehr Studierende als im Vorjahr teil. (Gestartet war die Summer School 2009 mit 19 Teilnehmenden.) Rund die Hälfte stammt aus dem Ausland – und zwar von allen fünf Kontinenten. Unterstützungsbeiträge ermöglichen mehreren Studierenden, unter anderem einer Studentin aus Bangladesch und mehreren Studierenden aus afrikanischen Staaten, eine Teilnahme unabhängig von ihrem Herkunftsland und ihrem sozialen Status. Die Beiträge kommen vom US-Aussenministerium, der Schweizer Botschaft in Washington D.C., der Stiftung Mercator Schweiz und von Turkish Airlines. 

Die verschiedenen Seminare, aus denen die Teilnehmenden auswählen können, werden von nationalen und internationalen Kapazitäten geführt. Unter anderem konnte Prof. Christof Heyns, renommierter Professor für Menschenrechte an der südafrikanischen Universität von Pretoria, verpflichtet werden. Heyns, der zudem UNO-Sonderberichterstatter über aussergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen ist, hält seine Lehrveranstaltung zu Aspekten des Rechts auf Leben. Wie aktuell und brisant das Thema Menschenrechte ist, zeigt sich an weiteren Kursen, bei denen es unter anderem um die Rechte von Migrantinnen und Migranten auf hoher See (Prof. Dr. Martina Caroni, Luzern) und um Rechte im Zusammenhang mit sexueller Orientierung und Gender-Identität (Prof. Mark Wojcik, Chicago/US) geht.

Mehr Informationen: www.lucerne-academy.ch

Auskunft:
Laura Ausserladscheider Jonas, stellvertretende Direktorin Lucerne Academy, 041 229 54 80, laura.ausserladscheiderremove-this.@remove-this.unilu.ch

Uta Dietrich, Projektmitarbeiterin International Relations Office, 041 229 53 90, uta.dietrichremove-this.@remove-this.unilu.ch  

7. Juli 2015