Institut Kulturen der Alpen mit neuer Programmvereinbarung
Der Kanton Uri setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stiftung Wissenschaft Uri in Altdorf auch in den Jahren 2027 bis 2030 fort. Damit ist der Fortbestand des Urner Instituts Kulturen der Alpen an der Universität Luzern gesichert.
Die entsprechende neue Programmvereinbarung zwischen dem Kanton Uri und der Stiftung Wissenschaft Uri, welche Trägerin des Instituts ist, konnte Mitte August unterzeichnet werden, teilte der Kanton am 28. August mit. Der jährliche Kantonsbeitrag beträgt unverändert 500'000 Franken. Wie Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, im Communiqué zitiert wird, hätten die letzten Jahre «Jahre eindrücklich gezeigt, dass das Institut Kulturen der Alpen für jeden eingesetzten Kantonsfranken ein Mehrfaches an Drittmitteln generiert. Auf diese Weise kann der Kanton Uri auch als Ort für die universitäre Forschung und Lehre wirken und Attraktivität erzeugen.»
Beim Institut Kulturen der Alpen handelt es sich um eines der verschiedenen extern getragenen Institute der Universität Luzern. Es widmet sich in der ganzen thematischen Breite den Besonderheiten des alpinen Raums – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart. Finanziert wird das Institut neben dem Kanton Uri durch die Dätwyler Stiftung, die Korporation Uri und die Korporation Ursern. Die Leitung des Instituts als Direktor obliegt Prof. Dr. Boris Previšić, Titularprofessor für Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Luzern.
Im Rahmen der LUKB-Vorlesungsreihe spricht Previšić am 15. September im Gebäude der Universität Luzern zum Thema «Von der alpinen Brache zur alpinen Innovation in der Schweiz. Das Urner Schächental als Probe aufs Exempel». Dies als Teil der beiden Themenabende «Alpen – Energie – Innovation»; am Vorabend findet eine Lesung und Diskussion mit der Autorin Seraina Kobler als einer der sogenannten Kulturschreiber:innen des Instituts statt. Es handelt sich hierbei um ein dreimonatiges Programm, innerhalb dem sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten vor Ort journalistisch-wissenschaftlich mit den kulturellen Auswirkungen der Rolle Uris als europäisches Transitgebiet befassen.
