Soziologischer Standpunkt: «Bullshit Jobs: Wenn Arbeit sich sinnlos anfühlt»

Arbeit, die sinnlos scheint – das sind Bullshit Jobs. Die Frage, ob das, was man selbst tut, einen tatsächlichen Nutzen hat, trifft die Diskussion um Bullshit Jobs gut. Doch gibt es sie wirklich? Und was führt einen dazu, seine Tätigkeit als sinnlos zu empfinden?

Die Kolumne erscheint alle zwei Wochen in der Luzerner Zeitung. (Bild: unsplash.com/@andrekaimk)

Gut bezahlte Jobs, die keinen gesellschaftlichen Wert oder persönliche Erfüllung bringen – darüber haben wohl schon viele mal nachgedacht und diskutiert. Auch David Graeber stellt in seinem Buch «Bullshit Jobs» eine These dazu auf: Rund ein Drittel aller Menschen verbringen ihr Berufsleben mit Aufgaben, die sie selbst für sinnlos halten. Prof. Dr. Nadine Arnold hinterfragt in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt» aber genau diese Bullshit Jobs: Gibt es sie wirklich? Und liegt es allein an der Tätigkeit, dass man die Arbeit als sinnlos betrachtet? Anhand einer Studie von Magdalena Soffia und Kollegen wird so aufgeräumt, denn: Nur 4.8 % der Befragten empfinden ihre Arbeit als nutzlos. Und das liegt dabei gar nicht an der Tätigkeit selbst – sondern vielmehr an Arbeitsbedingungen und Organisationskulturen. Wo man sich nicht einbringen kann, die Zusammenarbeit im Team ineffizient scheint und es an konstruktivem Feedback mangelt, da wird der Job eher sinnlos erscheinen. Welche Branchen davon betroffen sind, wie der Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden aussieht und was die Forschenden sonst noch entdeckt haben – die Kolumne zeigt es auf. Zur Kolumne!