Öffentliche Ethik-Ringvorlesung: Schule und Arbeit in Zeiten von «KI»

Das Institut für Sozialethik ISE der Universität Luzern lädt im Herbstsemester zu einer öffentlichen, kostenlosen Ringvorlesung ein: Expertinnen und Experten diskutieren ethische Fragen zu Schule und Arbeit in Zeiten von «KI».

Symbolbild: ©istock.com/inkoly

Datenbasierte Systeme (DS), gemeinhin als «künstliche Intelligenz (KI)» bezeichnet, verändern Arbeitswelt und Bildung grundlegend. Wie soll aus ethischer Perspektive mit DS und damit verbundenen Umbrüchen in Schule, Bildung und Arbeit umgegangen werden? Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger schlägt in seinem 2025 erschienen Buch die Entkoppelung von Einkommen und Arbeit und ein bedingtes Grundeinkommen in Form eines «Society-, Entrepreneurship-, Research-Time Model (SERT)» vor. Die ISE-Ringvorlesung im Herbstsemester 2026 greift diesen Vorschlag auf und lässt weitere Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung zur Zukunft von Schule und Arbeit zu Wort kommen. 

Die Ringvorlesung findet vom 22. Oktober bis am 10. Dezember jeweils donnerstags von 16.15 bis 18 Uhr an der Universität Luzern statt. Die Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Sie können einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Interdisziplinäre Perspektiven

Zum Thema Arbeit gibt Dr. Alexandra Kaiser-Duliba, Lehrbeauftragte und Oberassistentin mit Habilitationsprojekt am Institut für Sozialethik ISE, eine Einordnung aus ethischer Perspektive. Holger Greif (Partner bei Eraneos, ehemaliger Partner bei PwC Switzerland) beleuchtet die Auswirkungen von «KI» auf die menschliche Arbeit. Prof. Dr. Michael Siegenthaler (KOF Institut, ETH Zürich) zeigt auf, wie Digitalisierung und «KI» den Arbeitsmarkt beeinflussen.

Zum Thema Schule spricht Alexander Welling (Dozent Digitale Bildung, Institut für Medien und Schule, PH Schwyz) über Möglichkeiten des Einsatzes von «KI» in der Schule. Prof. Dr. Felix Wichmann (Universität Tübingen) vertritt unter dem Titel «Der Einsatz von «KI» schadet den Lernenden und dem Lernerfolg!» eine kritische Position. Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger, Professor für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE, nimmt eine ethische Einordnung von «KI» in der Schule vor.

Die Ringvorlesung wird im Rahmen des Masterstudiengangs Ethik angeboten. Mehr Infos zum Masterstudiengang Ethik: www.unilu.ch/master-ethik 

Zum vollständigen Programm und mehr Infos zur ISE-Ringvorlesung: www.unilu.ch/iseringvorlesung