Papst ernennt Peter G. Kirchschläger zum Vatikan-Berater
Der Professor für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE, Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger, wird von Papst Leo XIV. als Berater in der vatikanischen Entwicklungsbehörde eingesetzt.
Mit der Ernennung, die am 18. August 2026 vom Vatikan kommuniziert wurde, wird Peter G. Kirchschläger die päpstliche Behörde während fünf Jahren mit seiner wissenschaftlichen Expertise bei gesellschaftlichen und sozialethischen Fragestellungen beraten. Der Professor für Theologische Ethik ist einer von zwölf neu gewählten Fachleuten im international aufgestellten, sogenannten «Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen». Als eines von verschiedenen Dikasterien des Vatikans ist dessen Ziel die Förderung von Frieden, Gerechtigkeit, Gesundheit und der Menschenrechte.
«Es handelt sich um eine ausserordentliche Ehre – und zugleich um eine grosse Verantwortung, die ich sehr gerne wahrnehme», sagt Kirchschläger. Er freue sich darauf, im Gremium unter anderem seine Expertise hinsichtlich der ethischen Regulierung von künstlicher Intelligenz beisteuern zu dürfen. Es handelt sich hierbei um einen seiner Forschungsschwerpunkte; auch Impulse unter anderem im Bereich Menschenrechte, Kinderrechte, Wirtschaftsethik und Entwicklungszusammenarbeit wolle er setzen.
Peter G. Kirchschläger wirkt an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern seit 2017 als Ordinarius für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE. Seit 2023 ist er zudem Gastprofessor an der Professur für Neuronales Lernen und Intelligente Systeme der ETH Zürich sowie am ETH AI Center. Unter anderem amtet Kirchschläger als Präsident der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH sowie des «Ethikbeirats Smartes Luzern» der Stadt Luzern.
