Jüdisch-Christliche Beziehungen

«Keine Religion ist eine Insel», schreibt Rabbiner Abraham J. Heschel. Dies gilt in besonderer Weise für Judentum und Christentum. Beide Traditionen haben sich in der Antike aus der biblischen Geschichte gebildet. So unterschiedlich gross die beiden Glaubensgemeinschaften sind, so haben sie je die Kultur Europas geprägt. Der Islam reagiert auf sie, und in der Moderne ist die säkulare Gesellschaft aus ihnen hervorgegangen. Juden und Christen standen oft in Rivalität, vor allem hat christlicher Antijudaismus zur „Lehre der Verachtung“ (Jules Isaac) und Gewalt gegenüber Juden geführt. Dialog aber ist die Kompetenz, Beziehung und Interaktion beider Traditionen zu verstehen und die Begegnung von Juden und Christen in der Gesellschaft von heute zu gestalten. Gerade im Angesicht des je Andern wird jüdische und christliche Identität vertieft. Gemeinsam wird um Antworten auf die grossen Fragen der Menschheit gerungen: Woher kommen wir und wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens, was des Menschen Auftrag, vom Gott der Bibel her gesehen? So beginnt Nostra aetate, das Konzilsdokument der röm.-kath. Kirche, die Magna Charta des interreligiösen Dialogs.

Sowohl das reiche Lehrangebot von Jüdischen Studien bzw. Judaistik als auch die Arbeit am Institut für Jüdisch-Christliche Forschung in Luzern ermöglichen Studiereden, von internationalen Beziehungen und Forschungsaustausch zu profitieren.

Der Bachelor kann als Major oder Minor studiert werden und ist ideal mit Theologie oder Ethik kombinierbar. Das Studium kann im Fern- und Präsenzmodus absolviert werden; Prüfungen sind vor Ort abzulegen. Der Beginn ist im Herbst- wie im Frühjahrsemester möglich. Teilnahme an internationalen Seminaren und Konferenz gehören dazu. Sprachaufenthalte in Israel werden gefördert.

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