Recht der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und gesundheitliche Ungleichheiten: Zu diesen Themen werden an der Rechtswissenschaftlichen sowie an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät allen Interessierten offenstehende Vorlesungsreihen angeboten.

Blick auf das Gebäude der Universität Luzern.

Die Ringvorlesung "Recht der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen (RNR)" wird vom Zentrum für Recht und Nachhaltigkeit (CLS) und dem Lehrstuhl für öffentliches Recht und Recht des ländlichen Raums an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät durchgeführt. Das RNR strebt eine Gesamtschau der meist sektoriell betrachteten Rechtsmaterien an, die sich mit Schutz und Nutzung der natürlichen Ressourcen Kulturland, Wald, Wasser und Naturraum (Fauna und Flora) beschäftigen. Der Ausgleich der damit verbundenen divergierenden Interessen ist letztlich nicht bloss eine interessante juristische Fragestellung, sondern ein grundlegender Wendepunkt für die künftige Gestaltung menschlichen (Über-)Lebens. Den Auftakt des fünfteiligen Zyklus macht Prof. Dr. Gottfried Holzer von der Universität für Bodenkultur Wien mit dem Vortrag "Rechtliche Rahmenbedingungen für eine umweltverträgliche Landwirtschaft (am Beispiel der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU)".

Flyer "Recht der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen (RNR)"
donnerstags ab 28. September (diverse Daten), 18.15 Uhr, Universität Luzern, Raum 4.B47 (4. OG)

Um gesundheitliche Ungleichheiten geht es in der komplett auf Englisch abgehaltenen Ringvorlesung "Mind the Gap: Lessons from Health Inequality" des Seminars für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Gesundheitliche Ungleichheiten sind weit verbreitet und betreffen nicht nur die Unterschiede zwischen Entwicklungsländern und westlichen Industriestaaten, auch Länder wie die Schweiz sind betroffen: Kinder aus ärmeren Familien haben schlechtere gesundheitliche Startbedingungen; ihre Eltern sind häufiger Raucherinnen und Raucher, und die Kinder häufiger übergewichtig. Auch das Lebensende ist tangiert: Personen mit tieferer Bildung weisen eine kürzere Lebenserwartung auf und müssen sich häufiger wegen Krankheit und Invalidität frühpensionieren lassen. Generell sind viele Erkrankungen bei Personen besonders häufig anzutreffen, die in verschiedenen sozioökonomischen Bereichen benachteiligt sind. Die Gründe für diese Zusammenhänge, aber auch die Möglichkeiten, diese zu verändern, werden in der Ringvorlesung präsentiert und diskutiert.

Flyer "Mind the Gap: Lessons from Health Inequality"
mittwochs ab 25. Oktober (diverse Daten), 17 Uhr, Universität Luzern, Hörsaal 9 (1. UG)

Die Vorträge der Ringvorlesungen stehen allen Interessierten offen und sind kostenfrei. Sie können auch einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Keine Anmeldung notwendig.

21. September 2017