Die Universität Luzern lockert Corona-bedingte Beschränkungen weiter und setzt die schrittweise Rückkehr zum Präsenzmodus fort. Die Bilanz zum digitalen Lehrbetrieb fällt kurz vor Ende der Prüfungen positiv aus.

Der Zugang zur Bibliothek bleibt beschränkt. Ein Tropfensystem mit Ampel regelt den Zutritt.

Der Zugang zur Bibliothek bleibt beschränkt. Ein Tropfensystem mit Ampel regelt den Zutritt.

Seit dem 8. Juni ist gemäss den Vorgaben des Bundes an den Hochschulen wieder ein begrenzter Präsenzbetrieb möglich, inzwischen sind weitere Einschränkungen gelockert worden. Dies und die Entwicklung der Lage veranlassen die Universität Luzern, eine weitere Phase der schrittweisen Rückkehr in den Präsenzmodus zu starten. Die erweiterte Universitätsleitung (EUL) hat gestern eine entsprechende Anpassung des Schutzkonzepts verabschiedet.

Öffnung der Bibliotheks-Arbeitsplätze

So stehen ab kommenden Montag im Lesesaal der Bibliothek 300 Arbeitsplätze zur Verfügung. Bisher war es lediglich möglich, Bücher auszuleihen und zurückzubringen oder sie am Regal zu konsultieren. Die Begrenzung der Zahl der Teilnehmenden bei Präsenzsitzungen, Doktorandenprüfungen und Weiterbildungen entfällt; massgeblich ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Der Schutzabstand beträgt ab Montag 1,5 statt 2 Meter.

Neu können Anlässe mit Externen sowie Veranstaltungen wie Tagungen oder Kolloquien unter Einhaltung der Distanz- und Schutzvorschriften durchgeführt werden. Dazu ist aber eine Bewilligung notwendig.

Zugang bleibt begrenzt

Mensa, Foyer, Gruppenarbeitsräume und öffentliche Sitzgelegenheiten bleiben geschlossen. Es gelten wieder die normalen Sommer-Öffnungszeiten.

Zentrales Element des Schutzkonzepts bleibt die Einhaltung der persönlichen Schutzmassnahmen mit den Hygiene- und Abstandsregeln. Die Mitarbeitenden sollen weiterhin soweit möglich im Homeoffice arbeiten.

Positive Bilanz nach Prüfungen

Das Ziel der Universität Luzern war von Anfang an, die Voraussetzungen zu schaffen, dass das Frühjahrssemester trotz der Corona-Pandemie nicht ein verlorenes Semester wird. Bei den Lehrveranstaltungen ist dies mit dem nahtlosen Übergang zum digitalen Betrieb gelungen. Auch bei den Prüfungen und Leistungsnachweisen, die ebenfalls ausschliesslich online erfolgten und weitgehend abgeschlossen sind, fällt die Bilanz bisher positiv aus.

Herbstsemester "so persönlich wie möglich"

Die EUL hat gestern auch das Grundszenario des Schutzkonzepts für das Herbstsemester 2020 verabschiedetet. Die Planung erfolgt nach dem Grundsatz "So persönlich wie möglich, so digital wie nötig". Der Lehrbetrieb wird so geplant, dass die Schutznormen umgesetzt und gefährdete Personen diskriminierungsfrei integriert werden können. Die Lehrveranstaltungen werden entweder online oder hybrid, also online und als Präsenzunterricht, stattfinden.

Anmeldung bis Ende August möglich

Anmeldungen für das Herbstsemester sind noch bis Ende August möglich. Auf die Nachmeldegebühr von 150 Franken, welche normalerweise ab Anfang Mai anfällt, verzichtet die Universität im Herbstsemester 2020. Damit soll angesichts der Unsicherheiten mit der Corona-Situation den Studieninteressierten die Planung erleichtert werden.

Schutzkonzept und weitere Infos zur Corona-Situation

www.unilu.ch/coronavirus

26. Juni 2020