Unterwegs im Luzerner Untergrundquartier

Zum Ende des Studienjahres unternahmen die Mitarbeitenden der Professur für Pastoraltheologie ihren traditionellen Jahresausflug und entdeckten dabei Luzern aus einer ungewohnten Perspektive.

Bei der besonderen Stadtführung mit dem Verein „UntergRundgang“ eröffnete sich uns ein ebenso historisch faszinierender wie gegenwartsnaher Blick auf das sogenannte Untergrundquartier.

Seit 1995 widmet sich der Verein jenen Geschichten Luzerns, die abseits der bekannten touristischen Pfade liegen. Die Rundgänge beginnen bewusst dort, wo klassische Stadtführungen enden, am Kasernenplatz vor dem Historischen Museum, und führen hinein in ein Quartier, das lange als Schattenseite der «Leuchtenstadt» galt. Zwischen Basel- und Bernstrasse zeigt sich jedoch heute ein vielfältiges, lebendiges Stadtleben, das nicht zuletzt durch seine Geschichte und soziale Dynamik geprägt ist. Die rund zweistündigen Führungen werfen dabei Schlaglichter auf Entwicklungen und Lebensrealitäten, die Luzern in ihrer ganzen Breite sichtbar machen.

Geleitet wurde unser Rundgang von Urs Häner, Theologe und ehemaliger Druckereiarbeiter, der seit den Anfangsjahren des Vereins engagiert ist. Seine Persönlichkeit und Erzählweise hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck. Besonders spannend war das Ineinandergreifen von lebendig erzählten Geschichten, seinem Wissensrepertoire und die Einblicke in seine Biografie und sein Schaffen, die er uns gewährte. Die einzelnen Stationen des Rundgangs wurden durch seine Erfahrungen und sein Engagement im Quartier zu einem vielschichtigen Gesamtbild.

Das Regenwetter tat der guten Stimmung und dem gemeinsamen Erlebnis keinen Abbruch. Der Ausflug bot nicht nur eine willkommene Gelegenheit zum gemeinsamen Jahresabschluss, sondern auch einen inhaltlich inspirierenden Perspektivenwechsel. 

Einen schönen Sommer und alles Gute für die Prüfungszeit wünscht

Das Team der Professur für Pastoraltheologie