Studierendenprojekte stärken HPV-Prävention

Bachelor-Studierende der Gesundheitswissenschaften erarbeiteten mit der Krebsliga Schweiz Präventionskonzepte für Humane Papillomaviren (HPV). Diese kommen nun an Schweizer Berufsschulen zum Einsatz.

Studierende der Gesundheitswissenschaften (Symbolbild)

Im Kurs «Lebensphasenspezifische Gesund­heitsförderung und Prävention» von Lehr- und Forschungsbeauftragten Dr. Astrid Rimbach erarbeiteten Bachelor-Studierende der Gesundheitswissenschaften an der Universität Luzern konkrete Präventionsprojekte für externe Partnerorganisationen (s. Newsmeldung vom 27. Juni 2025). 

Kooperation mit der Krebsliga Schweiz

Zwei Gruppen entwickelten in Zusammenarbeit mit der Krebsliga Schweiz Workshopkonzepte zur Sensibilisierung für Humane Papillomaviren (HPV) an Berufsschulen. HPV zählen weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viren und können verschiedene Krebsarten verursachen. Aufklärung, Impfung und Früherkennung sind daher zentrale Bausteine einer wirksamen Prävention. Diese sollte frühzeitig ansetzen, Jugendliche unabhängig vom Geschlecht erreichen und verständlich sowie zielgruppengerecht gestaltet sein. 

Ziel der konzipierten Workshops war deshalb eine verständliche, aktivierende Vermittlung, etwa durch Quiz-Elemente, Spiele oder kurze Inputs, um Jugendliche mit unter­schiedlichen Vorkenntnissen anzusprechen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren. Eine Studierendengruppe konzipierte Materialien für Gesundheits­fachpersonen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, während die andere Gruppe den Fokus gezielt auf die Ansprache junger Männer legte.

Einsatz in der Praxis 

Die Zusammenarbeit war für alle Beteiligten eine Bereicherung: «Die Studierenden erarbeiteten mit viel Engagement Unterlagen zum Thema HPV und berichteten, dass sie durch die intensive Auseinandersetzung selbst einen deutlichen Wissenszuwachs erfahren haben.», so Joëlle Jufer von der Krebsliga Schweiz. «Da die Studierenden selbst zur Zielgruppe gehören, wissen sie, was Gleichaltrige anspricht. So entstehen Inhalte auf Augenhöhe – verständlich und nah am Alltag.»

Ein besonderer Praxiserfolg zeigt sich nun in der weiteren Nutzung der Projekte: Die entwickelten Konzepte werden ab diesem Jahr mit kleineren Anpassungen von der HPVAlliance Schweiz für Awareness-Aktionen an Berufsschulen genutzt. Ein gutes Beispiel dafür, wie praxisorientierte Lehre, engagierte Studierende und Kooperationen mit Praxispartnern gesellschaftliche Wirkung entfalten können.

Einblicke in die Lehrveranstaltung von Dr. Astrid Rimbach und vergangene Studierendenprojekte bietet ein durch Gesundheitswissenschafts-Studierende entwickeltes Video. (s. Instagram-Reel, 2024).

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