Im Frühjahrssemester 2017 startet das Angebot "Schnupperstudium für Flüchtlinge" an der Universität Luzern. Heute fand ein Treffen mit den Studierenden statt, welche sie begleiten.

Teilnehmende des Schnupperstudiums mit Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern der Universität Luzern sowie des SAH Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz.

Vier Personen aus den Ländern Eritrea, Sri Lanka, Syrien und der Türkei beteiligen sich an dem Schnupperstudium. Sie besuchen Vorlesungen zu den Themen Ethnologie, Gesundheitswissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Rechtswissenschaft, Soziologie und Statistik. Alle haben bereits in ihren Herkunftsländern ein Studium absolviert. Sie sind zwischen 2013 und 2016 in der Schweiz angekommen.

Im Rahmen des Schnupperstudiums werden die Teilnehmenden von Mentorinnen und Mentoren aus der Studentenschaft betreut. Diese sind durch die Studierendenorganisation der Universität Luzern (SOL) gesucht und ausgewählt worden. Die Betreuung durch die Studierenden erfolgt nach individuellem Bedürfnis der Teilnehmenden. Heute fand das erste gemeinsame Treffen der Teilnehmenden und den Studierenden statt, bei dem auch Vertreterinnen und Vertreter der Universität sowie eine Vertreterin des SAH Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz anwesend waren. 

Das Angebot Schnupperstudium gilt für Lehrveranstaltungen, die offen sind für Hörerinnen und Hörer. Diese besuchen ausgewählte Lehrveranstaltungen, ohne Prüfungen abzulegen und ohne Credit Points zu erhalten. Am Ende des Semesters erhalten die Flüchtlinge eine Teilnahmebestätigung. Ein Studienabschluss kann nicht erworben werden.

Ziel des Angebotes ist es, Flüchtlingen mit einem hohen Interesse an einem Studium den Einblick ins Schweizer Hochschulsystem zu bieten, deren Spracherwerb zu fördern und ihnen Kontakte mit Personen mit akademischem Hintergrund zu ermöglichen. 

Um sich am Schnupperstudium beteiligen zu können, müssen die Flüchtlinge mindestens 21 Jahre alt sein und in der Sprache der Lehrveranstaltung Kenntnisse auf dem Level B2 nachweisen können. Weiter müssen sie über eine Aufenthaltsgenehmigung B oder F verfügen und im Kanton Luzern wohnen. Die Auswahl erfolgte durch das SAH Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Zentralschweiz. 

Projekte mit Studierenden und Flüchtlingen führt auch die Hochschulseelsorge "horizonte" durch. So erteilen Studierende seit dem Frühjahrssemester 2016 Flüchtlingen Deutschunterricht. Ferner ermöglicht "horizonte" Begegnungen von Studierenden mit Geflüchteten. 

Weitere Informationen:
Lukas Portmann, Kommunikationsbeauftragter Universität Luzern, 041 229 50 90, lukas.portmannremove-this.@remove-this.unilu.ch

17. Februar 2017