Alexa, Siri und Google Search prägen zunehmend unseren Alltag. Damit verändert sich auch die Kommunikation zwischen Kunden und Firmen grundlegend, wie die erste repräsentative Studie zur diesbezüglichen Situation in der Schweiz zeigt.

Bereits in einem Jahr will mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung sogenannte "Voice User Interfaces" (VUIs) regelmässig im Alltag verwenden. Sie wird also mit Firmen und Marken über Inhalte, Angebote und Services via sprachgesteuerte Benutzerschnittstellen kommuni­zieren.

Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage; die Studie wurde von der in Zürich domizilierten Kommunikationsagentur Farner Consulting AG gemeinsam mit Reto Hofstetter, Ordentlicher Professor für Marketing an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern, und seinem Team durchgeführt. Die Erhebung soll fortan jährlich stattfinden.

Produkte entdecken und vergleichen

Konkret verwenden derzeit 37 Prozent der Befragten Sprachfunk­tionen – in zwölf Monaten werden dies nach eigener Aussage bereits 62 Prozent tun. Momentan ist Siri von der Firma Apple mit Abstand die meistgenutzte Spracherkennungssoftware auf Smartphones. Die aktuellen Nutzerinnen und Nutzer geben an, künftig noch häufiger Geräte im Haushalt und komplexere Abläufe steuern sowie Einkäufe via VUIs tätigen zu wollen. Bei Kaufprozessen kommen Sprachassistenten am ehesten beim Wecken des Interesses für ein Produkt und beim Vergleichen von Produkten zum Zug.

Firmen müssen "sprechen lernen"

Ins­gesamt zeigt sich, so die Analyse der Resultate aus der Befragung, dass Kommunizieren mit der Stimme in der digitalen Welt immer wichtiger wird und dass sich dieser Wandel rasch vollzieht. Mit der zunehmenden Verbreitung sprachbasierter Technologien verändere sich der Bezug von Anspruchs- und Zielgruppen zu Unternehmen massgebend. Bislang würden Brand Manager und Kreative vor allem am visuellen Auftritt von Marken arbeiten. Da in den kommenden Jahren allerdings immer mehr Suchanfragen sprachgesteuert erfolgen – und es somit zu einem eigentlich Wechsel von "mobile first" zu "voice first" komme –, müssten Unternehmen und Marken den Fokus aufs "Sprechen lernen" verschieben. Dabei sei es essenziell, sich eine Stimme anzueignen, die zur eigenen Identität passe.

Medienmitteilung (Farner-Website)

Bestellung der kompletten Studie (kostenpflichtig)

5. Dezember 2018