Soziologischer Standpunkt: «Mit flüchtigen Bekanntschaften zum Erfolg bei der Jobsuche?»
Stellensuchende stehen zurzeit vor Schwierigkeiten – dem Schweizer Jobmarkt gings schon besser. Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle helfen dabei nicht unbedingt enge Freundschaften, sondern vor allem lose Bekanntschaften.
Jungen Hochschulabgänger*innen fällt es derzeit schwierig, neue Einstiegsjobs zu finden. Dr. phil. Roman Gibel liefert in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt» Einsichten, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Wie der Soziologe Mark Granovetter in den 70er-Jahren feststellte, stellen schwache Bindungen eine entscheidende Rolle dar: Ehemlaige Schulfreund*innen, Nachbar*innen oder frühere Mitarbeitende nützen mehr als enge Freundschaften. Der Grund dafür? Enge Freund*innen bewegen sich in ähnlichen sozialen Kreisen, während schwache Kontakte neue Informationen über verschiedene soziale Welten hinaustragen. Wie sich das in den Sozialen Medien widerspiegelt, was kritische Stimmen dazu sagen und wie diese Kenntnis bei der eigenen Jobsuche hilft – die Kolumne zeigt es auf. Zur Kolumne!
