Regierungsrat Reto Wyss und Rektor Prof. Dr. Bruno Staffelbach haben am Montag die erste Luzerner Sommer-Universität zum Thema "Ethik im Globalen Kontext" eröffnet. An der einwöchigen Veranstaltung unter dem Patronat der UNESCO nehmen 20 Studierende aus 15 Nationen teil.

"Ich begrüsse es ausserordentlich, wenn von der Wissenschaft, vom Diskurs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft Inputs kommen für die Politik und die Wirtschaft", würdigte Reto Wyss das neue Studienprogramm in seiner Ansprache. "Persönlich bin ich überzeugt: Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Öffentlichkeit brauchen mehr Werte, mehr ethische Entscheidungskriterien. Und zwar nicht nur in Hochglanzbroschüren von Parteiprogrammen und Ethik-Kodexen von grossen Unternehmen, sondern anwendbare Kriterien", so der Bildungsdirektor weiter.

Im Rahmen der Studienwoche mit dem Titel "Lucerne Summer University: Ethics in a Global Context" befassen sich 20 ausgewählte Studierende aus 15 Nationen und aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit ethischen Herausforderungen in verschiedenen Bereichen. Dazu gehören unter anderem Umwelt-, Wirtschafts- und interkulturelle Ethik, Ethik der Menschenrechte, biomedizinische Ethik sowie die ethische Auseinandersetzung mit Digitalisierung und Robotisierung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz.

An der vom Institut für Sozialethik (ISE) an der Theologischen Fakultät ausgetragenen Sommer-Universität lehren internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, internationalen Organisationen und interreligiösem Dialog. Am Eröffnungstag etwa dozierte Prof. Jennifer Herdt von der Yale University.

Im Rahmen der Sommer-Universität findet am Dienstag, 5. Juni ein öffentliches Referat von Prof. Manfred Nowak, ehemaliger UNO-Sonderberichterstatter über Folter, statt. Er spricht zum Thema "Wie lässt sich das absolute Folterverbot begründen?" (18.30 Uhr, Hörsaal 5).

 

4. Juni 2018