Rückenschmerzen: Studie zu individualisiertem Trainingsprogramm

Forschende untersuchen die Auswirkungen eines individualisierten Rückentrainingsprogramms auf Rückenschmerzen und die Funktionsfähigkeit Betroffener. Nun werden für die Studie Teilnehmende gesucht.

Symbolbild: generiert mit Adobe Firefly (KI)

Rückenschmerzen sind bei Erwachsenen weit verbreitet. In über 90 Prozent der Fälle ist die genaue Ursache jedoch unbekannt. Hier spricht man von «unspezifischen Rückenschmerzen». Diese können die Funktionsfähigkeit einschränken, also die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen und soziale Kontakte zu pflegen. Zudem können sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität reduzieren.

Zur Behandlung von unspezifischen Rückenschmerzen werden unter anderem Medikamente oder Rückenübungen eingesetzt. Eine an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin angesiedelte Studie untersucht nun die Wirkung eines individualisierten Rückentrainingsprogramms. Die Studie soll dazu beitragen, besser zu verstehen, wie Rückenschmerzen am effektivsten behandelt werden können.

Rückenübungen als Therapieoption

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass Rückenübungen Schmerzen reduzieren können und dazu beitragen, dass Betroffene im Alltag wieder aktiver werden. Allerdings ist bislang unklar, welche Übungen am wirksamsten sind und wie solche Rückentrainingsprogramme optimal zusammengestellt werden sollten. 

In der Studie untersucht ein Forschungsteam der Universität Luzern daher, ob ein individualisiertes Rückentrainingsprogramm Rückenschmerzen verringern und die Funktionsfähigkeit im Alltag verbessern kann. Das Projekt läuft bis Ende 2027 und wird von Dr. Andrea Aegerter und Prof. Dr. Claudio Perret geleitet und in Kooperation mit dem Hochschulsport Campus Luzern (HSCL) umgesetzt. Die Stiftung der Universität Luzern fördert das Projekt.

12-wöchiges Trainingsprogramm

Nun werden Studienteilnehmende gesucht, die unter unspezifischen Rückenschmerzen leiden (siehe Link unten). Die Teilnahme ist kostenlos. Die Studie besteht aus einer 12-wöchigen Trainingsphase und einer 12-wöchigen Nachbeobachtungsphase. Zunächst starten die Teilnehmenden mit einer 1.5-stündigen Untersuchung des Rückens. Nach einer ca. zweiwöchigen Wartezeit, in der ihr Rückentrainingsprogramm erstellt wird, startet die Trainingsphase. Während der Trainingsphase werden die Teilnehmenden gebeten, insgesamt eine Stunde pro Woche zu trainieren: 30 Minuten in kleinen Gruppen an der Universität Luzern in Zusammenarbeit mit dem HSCL und weitere 30 Minuten zuhause. Dazu erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einer Smartphone-App, in der das individuelle Rückentrainingsprogramm gespeichert ist. Zudem werden im Studienverlauf vier Fragebogen ausgefüllt.

Registrierung für interessierte Personen

Wer dieses Vorhaben unterstützen will und unter unspezifischen Schmerzen des unteren Rückens leidet, kann unter nachfolgendem Link sein Interesse an einer Teilnehme bekunden. Das Projektteam kontaktiert Interessierte anschliessend telefonisch und teilt weitere Informationen zur Studie mit.

Weitere Informationen und Registrierung für die Studie