Dr. Walter Weibel erhielt den Preis der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft Sektion Bern für herausragende Arbeiten zum Dialog zwischen Christentum und Judentum.

Grosse Ehre für die Universität Luzern und ihre Theologische Fakultät: Am 30. Mai 2013 verlieh die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft Sektion Bern erstmals den mit 2000 Franken dotierten Preis für herausragende Arbeiten zum Dialog zwischen Christentum und Judentum. Die 1946 gegründete CJA Schweiz umfasst zehn regionale Sektionen und engagiert sich für das Verständnis zwischen Christen und Juden.

Als Erster durfte der Pädagoge und Theologe Walter Weibel (69) in Gelfingen LU den Preis aus den Händen von Andreas Wagner, Präsident der CJA Bern und Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Bern, entgegennehmen. Er wurde für seine Dissertation "In Begegnung lernen. Der jüdisch-christliche Dialog in der Erziehung" ausgezeichnet. Innert der kürzestmöglichen Zeit hatte Weibel an der Universität Luzern von 2008 bis 2012 nicht nur ein Zweitstudium in Theologie und Judaistik absolviert, sondern daneben bei Frau Professorin Verena Lenzen auch noch die genannte Doktorarbeit geschrieben, die von der Theologischen Fakultät Luzern mit der Höchstnote angenommen wurde.

In dieser jüngst als Buch (LIT-Verlag Zürich, 320 Seiten) erschienenen Arbeit untersucht Weibel nach einem kompakten Überblick über die Geschichte des Judentums in der Schweiz die Darstellung des Judentums in den Lehrplänen der Volksschule der 21 Deutschschweizer Kantone. Aufgrund des ernüchternden Befundes, dass darin das Judentum nur einseitig bis kaum berücksichtigt ist, unterbreitet er im Hinblick auf den neuen Lehrplan 21 auch eigene Vorschläge. In einem Schlussteil finden sich inhaltliche und methodische Anregungen für den Unterricht. 

Homepage der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft Bern

30. Mai 2013