Neugestaltung Personalwesen an der Universität Luzern

Den wachsenden Herausforderungen an die Personalführung im Hochschulkontext begegnet die Universität mit einer organisatorischen Neugestaltung. Die Schaffung eines neuen Bereichs «Human Resources Management» führt zu klareren Zuständigkeiten im Personalwesen und zu einer Verschlankung der Führungsstruktur.

Blick auf den Eingang des Gebäudes zwischen Bahnhof, KKL und See, in dem die Universität Luzern beheimatet ist

Das Personalwesen ist ein für Universitäten strategisch relevanter Bereich, der mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist. In jüngerer Zeit sind dies an der Universität Luzern insbesondere das rasche Wachstum, die Internationalisierung, die erhöhte Komplexität von akademischen Anstellungen sowie die Tendenz zur dezentralen Weiterentwicklung durch die Schaffung extern getragener Institute und Kooperationen mit Partnerinstitutionen. In der operativen Umsetzung dieser komplexen Personalgeschäfte stösst die derzeitige Struktur zunehmend an Grenzen.

Deshalb wurde die geltende Organisationsstruktur im Bereich des Personalwesens grundlegend überdacht und ein Vorschlag für eine Neugestaltung erarbeitet. Am 25. Juni 2026 stimmte der Universitätsrat, das strategische Führungs- und Aufsichtsorgan der Universität Luzern, dem Vorschlag zu. Dieser sieht vor, dass ein neuer Dienst «Human Resources Management» (HRM) geschaffen wird, der für sämtliche Personalkategorien zuständig ist.

Organisatorisch umfasst der neue Dienst HRM den Personaldienst und die Fachstelle für Chancengleichheit. Er wird direkt dem Rektor unterstellt, der neu die oberste Personalverantwortung innehaben wird. Zudem wird die juristische Beratung und Unterstützung des Personalwesens durch juristische Fachpersonen in den zentralen Rechtsdienst integriert. Die Neustrukturierung wird in den erwähnten Diensten zu keinem Stellenabbau führen.

Im Zuge dieser Neugestaltung wird das Prorektorat Personal und Professuren per 1. Februar 2027 aufgehoben. Der neu zu schaffende Dienst HRM sorgt mit einer nicht-akademischen Leitung für klare Zuständigkeiten, fachliche Kontinuität und konsistente Prozesse für sämtliche Personalkategorien. Neue Delegationsmöglichkeiten und kürzere Entscheidungswege erhöhen künftig die Effizienz von Personalprozessen.

Das Organisationsmodell wurde durch ein Lenkungsgremium innerhalb der Universitätsleitung erarbeitet und stützt sich auf eine Problemanalyse, welche die amtierende Prorektorin Personal und Professuren, Prof. Dr. iur. Franca Contratto, im November 2025 erstellte. Rektor Prof. Dr. Martin Hartmann würdigt die Verdienste von Prorektorin Franca Contratto, die den Bereich in den letzten zwei Jahren mit hoher Fachkompetenz und ausserordentlichem Engagement nachhaltig geprägt und weiterentwickelt hat. Als Mitglied der Universitätsleitung unterstützt sie das Reformprojekt und wird ihre Funktion als Prorektorin bis Ende Januar 2027 ausüben, um die Kontinuität in der Personalverantwortung während der Übergangsphase zu gewährleisten.