Luzerner Hochschulen bauen Angebot für Geflüchtete aus

Der «Campus Luzern für Geflüchtete» wird weiterentwickelt: Dank finanzieller Unterstützung kann das Angebot ab dem kommenden Herbst ausgebaut werden.

Student searching books
(Symbolbild; ©istock.com/demaerre)

Im Zuge der Förderung durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und das Staatssekretariat für Migration (SEM) via swissuniversities ist das Projekt «Campus Luzern für Geflüchtete» bis 2028 finanziell gesichert und kann erweitert werden. Dies im Rahmen der Projektgebundenen Beiträge (PgB), Handlungsline «Potentiale nutzen – chancengerechter Zugang von Geflüchteten zu den Hochschulen». Künftig tritt das Angebot unter dem Namen «Campus Luzern für Geflüchtete PLUS» (CLuG+) auf.

Mit dem Ausbau reagiert das Gemeinschaftsprojekt der Universität Luzern, der Hochschule Luzern und der Pädagogischen Hochschule Luzern auf einen konkreten Bedarf: Viele bereits in der Schweiz ansässige qualifizierte Geflüchtete erfüllen die Voraussetzungen für das bestehende Integrationsvorstudium noch nicht, insbesondere aufgrund fehlender Deutschkenntnisse auf Niveau B2. Neu können Interessierte bereits mit Deutschkenntnissen auf Niveau B1 im Rahmen eines Schnupperstudiums erste Erfahrungen an einer Schweizer Hochschule sammeln und sich gezielt auf ein allfällig späteres Studium vorbereiten.

Abgestuftes Angebot für Studium und Integration

CLuG+-Visual

CLuG+ umfasst künftig drei aufeinander abgestimmte Stufen: das Schnupperstudium, das schon bestehende Integrationsvorstudium sowie Unterstützungsangebote für geflüchtete Personen, die bereits ein reguläres Studium an einer der drei Luzerner Hochschulen absolvieren. Begleitend stehen Sprachförderung, Mentoring und individuelle Beratung zur Verfügung. Die neuen Angebote starten mit dem bevorstehenden akademischen Jahr 2026/27. Mit CLuG+ schaffen die Luzerner Hochschulen neue Bildungs- und Integrationsperspektiven für Menschen mit Fluchthintergrund. Bis zum 31. August können sich Studierende des Campus Luzern als Mentorin oder Mentor anmelden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Einrichtung eines sogenannten Impact Hub. Dieses Kompetenzzentrum soll die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Behörden, Unternehmen und weiteren Akteuren im Integrationsbereich stärken. Geplant sind unter anderem gemeinsame Netzwerkaktivitäten, Kommunikationsmassnahmen, Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Studierenden der drei Hochschulen sowie die Entwicklung nachhaltiger Finanzierungsmodelle für die Zeit nach dem Ablauf der Förderperiode.

Mehr Infos zum Projekt (Website der HSLU)

Am 3. November findet an der  Hochschule Luzern, Inseliquai 12b, 6002 Luzern von 9–13 Uhr ein Vernetzungsanlass statt. Es besteht die Gelegenheit, mehr über den aktuellen Stand des Projekts zu erfahren und sich mit Beteiligten und Interessierten auszutauschen. Interessierte melden sich unter campusgefluechtete@hslu.ch