Healthy Ageing: fünf Jahre Forschung mit Impact
Von 2021 bis 2026 förderte die Velux Stiftung den Aufbau eines Forschungsschwerpunkts zu Healthy Ageing an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin. Hieraus ergaben sich Fortschritte in Forschung, Lehre und internationaler Zusammenarbeit.
Menschen werden immer älter, verbringen aber auch mehr Jahre mit gesundheitlichen Einschränkungen. Diese Entwicklungen belasten nicht nur Gesundheitssysteme, sondern auch das Wohlbefinden Betroffener und deren Angehörigen. Damit wächst die Herausforderung, nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch die Funktionsfähigkeit und Unabhängigkeit der Bevölkerung optimal zu erhalten. Die Vereinten Nationen haben deshalb 2021–2030 als Dekade des gesunden Alterns («Decade of Healthy Ageing») ernannt.
Auch die Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin identifizierte Healthy Ageing als ein zentrales gesellschaftliches Handlungsfeld unserer Zeit. Ziel war es, eine neue Perspektive auf gesundes Altern zu etablieren, in der Rehabilitation als essenzielle, personenzentrierte Gesundheitsstrategie und -dienstleistung verstanden wird. Damit wurde bewusst eine Public-Health-Perspektive verfolgt, die sich von rein biologischen und auf Langlebigkeit fokussierten Forschung abgrenzt. Ein Ansatz, der lange wenig berücksichtigt wurde.
National und international wegweisender Forschungsschwerpunkt
Mit der Förderung der Velux Stiftung konnten über fünf Jahre zwei Brückenprofessuren (Prof. Carla Sabariego und Prof. Diana Pacheco) mit einem interdisziplinären Forschungsschwerpunkt zu Rehabilitation und Healthy Ageing aufgebaut werden. Im Zentrum standen Fragen zur Erhaltung der optimalen Funktionsfähigkeit im Alter, bestehenden Versorgungsmodellen der Rehabilitation sowie gesundheitsökonomische Fragestellungen. Die umgesetzten Projekte lieferten Erkenntnisse zu nationalen und internationalen Versorgungsstrukturen, wirtschaftlichen Auswirkungen und Gesundheitsverläufen im Alter.
Auch die internationale Vernetzung und der Wissenstransfer wurden gezielt gefördert. Forschungsergebnisse flossen in internationale Fachnetzwerke, WHO-Strategien und gesundheitspolitische Diskussionen ein. Das Projektteam arbeitete dabei eng mit der WHO zusammen, unter anderem im Rahmen des WHO Collaborating Center für Rehabilitation in Gesundheitssystemen der Fakultät. Darüber hinaus wurden im Rahmen eines Pilotprojekts in Armenien neue Trainings- und Weiterbildungsformate für Healthy Ageing und Rehabilitation entwickelt und umgesetzt. Dadurch entstanden langfristige Kooperationen und neue Strukturen für Wissensaustausch und Ausbildung.
Förderung mit langfristiger Wirkung
Die beiden Brückenprofessuren konnten erfolgreich in ordentliche Professuren überführt werden: Carla Sabariego als Professorin für Rehabilitation und Healthy Ageing und Diana Pacheco als Professorin für Economics of Ageing. Damit bleiben Healthy Ageing und Rehabilitation langfristig institutionell an der Fakultät verankert.
Auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses war ein wichtiges Element des Projekts. Doktorierende und Nachwuchsforschende waren eng in die Forschungsarbeiten eingebunden und konnten ihre akademischen Karrieren weiterentwickeln. Gleichzeitig entstanden neue Lehrangebote und Weiterbildungsformate, die Healthy Ageing dauerhaft in der Lehre der Fakultät integrieren.
Bleibender Schwerpunkt der Fakultät
Am 6. Mai 2026 würdigte die Fakultät im Rahmen der Veranstaltung «Healthy Ageing – Five Years of Impact» die Ergebnisse der Förderperiode. Forschende gaben Einblicke in zentrale Erkenntnisse ihrer Projekte wie auch persönliche Entwicklungsschritte, die durch die Förderung ermöglicht wurden.
Auch nach Abschluss der Förderperiode bleiben Healthy Ageing und Rehabilitation wichtige Schwerpunkte der Fakultät. Insbesondere der Fachbereich für Rehabilitation und Funktionsfähigkeitswissenschaften wird die Forschung und Lehre in diesen Bereichen weiter vorantreiben.
