Eine an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern angesiedelte Forschungsgruppe beteiligt sich am Schweizerischen Kompetenzzentrum für Energieforschung CREST. Für das Projekt konnten Drittmittel von mehr als 1,1 Millionen Franken eingeworben werden.

Übermorgen Donnerstag, 15. Mai, ist es so weit: Dann wird das Schweizerische Kompetenzzentrum für Energieforschung CREST (Competence Center for Research in Energy, Society and Transition) in Basel offiziell eröffnet. Das Zentrum steht unter der Leitung der Universität Basel und unter der Co-Leitung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Die Universität Luzern ist als eine von mehreren akademische Partnern an CREST beteiligt. Dies unter der Federführung von Sebastian Heselhaus, Professor für Europarecht, Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) der Universität Luzern. Gemeinsam mit Heselhaus befasst sich eine Gruppe aus Forscherinnen und Forschern der RF und der KSF (Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) in den nächsten Jahren interdisziplinär mit Fragen der Energiewende. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Energierecht. Unter anderem ist in Kooperation mit der Universität St. Gallen und der ZHAW eine rechtsvergleichende Datenbank zum Energierecht geplant. Für die Forschungsarbeiten hat das Team aus Luzern von der Kommission für Technik und Innovation des Bundes (KTI) für die erste Phase von 2014 bis 2016 570‘000 Franken zugesprochen bekommen. Einen etwa gleich grossen Betrag steuert der Kanton Luzern bei. Somit konnten für das Projekt über 1,1 Millionen Franken an Fördermitteln eingeworben werden.

Martin Baumann, Prorektor Forschung an der Universität Luzern, sagt zur Beteiligung an CREST: «Dieser Erfolg ist für die Universität sehr hoch einzuschätzen.» Damit werde auch deutlich, dass die Energiewende keineswegs nur eine technische Angelegenheit sei. «Vielmehr ist die Umsetzung der Energiestrategie 2050 mit massgebenden rechtlichen, sozialen und politischen Veränderungen verbunden.» Es freue ihn, dass sich die Universität Luzern nun im Auftrag des Bundes an der Erforschung gesellschaftlich wichtiger Fragen der energiepolitischen Wende beteiligen könne.

Bei CREST handelt es sich um eines von insgesamt sieben Schweizerischen Kompetenzzentren für Energieforschung, die von der KTI bis 2020 mit total 70 Millionen Franken finanziert werden. Hintergrund des ehrgeizigen Programms ist die Energiestrategie 2050 des Bundes. Mit dieser wird das Ziel verfolgt, zum einen aus der Atomenergie auszusteigen und zum anderen eine CO2-arme Energiewirtschaft zu etablieren. Die damit angestrebte weitgehende Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert erhebliche Anstrengungen in den verschiedenen Bereichen der Energieforschung.  

 

 

Weitere Informationen und Auskunft:

Professor Sebastian Heselhaus, CREST-Teilprojektleiter an der Universität Luzern,
T +41 41 229 53 84, sebastian.heselhausremove-this.@remove-this.unilu.ch,

Dave Schläpfer, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit Universität Luzern,
T +41 41 229 50 92, dave.schlaepferremove-this.@remove-this.unilu.ch

Mehr Informationen zu CREST: www.sccer-crest.ch

13. Mai 2014