Die Universität Luzern hat bis heute Drittmittel von gegen 4,1 Mio. Franken für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät eingeworben. Erfreulich ist auch die Nachfrage nach dem ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftswissenschaften im Herbstsemester.

Vier Fakultäten unter einem Dach: Blick auf die Fassade der Universität Luzern.

Die Universität Luzern hat bei Stiftungen, Firmen und Privaten Drittmittel in der Höhe von aktuell 4'090'000 Franken eingeworben. Damit ist ein wichtiges Ziel erreicht: Voraussetzung für den Start der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WF) war, dass die Finanzierung ohne zusätzliche Mittel des Kantons Luzern sichergestellt ist. Die Universität hatte dafür Kosten von rund vier Millionen Franken veranschlagt. Mit der Sammlung war Ende November 2014 begonnen worden. Dies nachdem die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Luzern der Revision des Universitätsgesetzes und damit der Schaffung einer Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zugestimmt hatten.

Auch wenn die Marke von vier Millionen Franken nun erreicht ist, geht die Einwerbung von Drittmitteln weiter: Je höher der Gesamtbetrag ist, desto besser sind die Startbedingungen für die neue vierte Fakultät. Diese kann gemäss dem Finanzierungsplan ihre Kosten nach vier Jahren selbst decken, und zwar aus Beiträgen der Herkunftskantone für ihre Studierenden, Grundbeiträgen des Bundes für die Studierenden und für die Forschung sowie aus Studiengebühren. 

Generell läuft mit den Vorbereitungen für die neue Fakultät alles nach Plan. Alle Professuren für den Start im Herbstsemester sind besetzt. Mit dem Inkrafttreten des Fakultätsreglements besteht die WF seit Anfang Juli formell. Die offizielle Eröffnung mit geladenen Gästen wird am 6. September gefeiert. 

Das Interesse am ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftswissenschaften, der im bevorstehenden Herbstsemester startet, ist erfreulich: Die Anmeldungen liegen im Rahmen der Erwartungen. Nachmeldungen sind noch bis Ende August möglich. 

Das Studium im Bachelor Wirtschaftswissenschaften umfasst zum einen Themen aus den Bereichen Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Hinzu kommt eine für die Ökonomie grundlegende Ausbildung in Methoden, zum Beispiel Mathematik und Statistik. Zum anderen beinhaltet das Bachelorstudium Grundlagen des Rechts sowie Lehrveranstaltungen der Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ethik. Dank der Kooperation mit den bestehenden Fakultäten werden wirtschaftliche Fragen im gesellschaftlichen, rechtlichen und auch ethischen Kontext betrachtet – in einer zunehmend vernetzten Welt eine notwendige Kompetenz. Das Bachelorstudium vermittelt die für den Arbeitsmarkt wesentlichen wirtschaftswissenschaftlichen Grundkompetenzen und bereitet die Studierenden zugleich auf weiterführende Studien vor.

Auf der Masterstufe, die in einem zweiten Schritt eingeführt wird, sind die Vertiefungsrichtungen Politische Ökonomie, Unternehmerische Führung mit den Bereichen Human Resource Management und Unternehmerschule sowie Integriertes Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie unter Einschluss von Versicherungsökonomie vorgesehen.

Auskunft:
Zur Finanzierung: Prof. em. Dr. Paul Richli, Rektor, +41 41 229 50 05, 
paul.richliremove-this.@remove-this.unilu.ch  

Dave Schläpfer, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit Universität Luzern, +41 41 229 50 92, dave.schlaepferremove-this.@remove-this.unilu.ch

27. Juli 2016