Die Universität Luzern priorisiert Wissenschaftskommunikation
Der Schweizer Jahreskongress der Wissenschaftskommunikation, die ScienceComm, findet dieses Jahr erstmals in Luzern statt. Das Engagement der Universität Luzern als lokale Partnerin geht einher mit ihrem Bekenntnis zur Stärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Rolle der Hochschulen hat sich in den letzten Jahren gewandelt. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Fakt und Fake zunehmend verschwimmen, muss sich eine Universität auch als Drehscheibe für fundiertes Wissen verstehen – sowie als Partnerin für die Gesellschaft, um gemeinsam Lösungen für drängende Probleme zu entwickeln.
Über die wachsende Bedeutung der Wissenschaftskommunikation für Universitäten sagt Rektor Martin Hartmann: «Manches Vorurteil über Wissenschaft kann nur abgebaut werden, wenn es gelingt, wissenschaftliches Arbeiten und die Ergebnisse dieser Arbeit verständlich zu vermitteln.» So werde sichtbar, dass Universitäten heute mitten in der Gesellschaft stehen und auf Themen und Probleme reagieren, die sie mit ihren Instrumenten und Methoden bearbeiten. «Letztlich geht es immer um den Wunsch, die Welt besser zu verstehen und Wege zur Beantwortung drängender Fragen anzubieten.»
Die Universität Luzern hat deshalb beschlossen, die Wissenschaftskommunikation und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu priorisieren. In einer breit angelegten Initiative, die vom Rektor und von der Universitätskommunikation initiiert wurde und in der sich zahlreiche Uni-Angehörige aus allen Fakultäten engagieren, sucht die Universität nach Wegen, Wissen noch wirksamer zu vermitteln, zusätzliche Anspruchsgruppen zu erreichen und für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität die Instrumente und Unterstützung bereitzustellen, die sie benötigen.
Kongress erstmals in Luzern
Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Uni Luzern dieses Jahr als lokale Partnerin an der ScienceComm, dem Schweizer Jahreskongress für Wissenschaftskommunikation, der am 9. September im Neubad Luzern stattfindet. Unter dem Motto «CHECK» dreht sich die 15. Ausgabe der ScienceComm um Wahrheit, Vertrauen und die Rolle der Wissenschaft in einer turbulenten Welt. Die ScienceComm, die jeweils Fachleute aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland anzieht, wird von Science et Cité gemeinsam mit verschiedenen Partnern veranstaltet.
In seiner Eröffnungs-Keynote wird Professor Martin Hartmann «Warum Wissenschaft Skepsis verdient und die Rolle der Wissenschaftskommunikation» thematisieren. Professorin Sara Rubinelli gibt einen Talk zum Thema «Die Sirenen und das Paradoxon der Anziehungskraft in der Wissenschaftskommunikation», und Professor Peter G. Kirchschläger fragt, was Wissenschaftskommunikation gegen Manipulation durch künstliche Intelligenz tun kann. Viele weitere Keynotes, Workshops und interaktive Formate machen den Kongress zu einem lohnenswerten Anlass für alle, die sich für Wissenschaftskommunikation begeistern.
Kurzweiliges Quiz im Pool rund um Facts und Fakes
Wer sich eher auf spielerische Weise mit Wissen und Desinformation befassen möchte, merkt sich den Abend des 8. September vor. Für alle und gratis findet nämlich am Vorabend der ScienceComm «Hey, checksch? Das Quiz im Pool» statt – ebenfalls im Luzerner Neubad, 19–22 Uhr. Das unterhaltsame Quiz rund um Facts und Fakes, Vertrauen und Misstrauen, Wissen und Mythen wurde in Zusammenarbeit mit der Uni gestaltet. Quizmasterin ist Julia Steiner. Für alle, die gern gemeinsam rätseln, hirnen und argumentieren.
