Berufung einer Professur für Neurologie und translationale Versorgungsforschung
Die Universität Luzern hat Thomas Nyffeler zum ordentlichen Professor für Neurologie und translationale Versorgungsforschung berufen. Die bestehende Brückenprofessur wird in ein vollamtliches Ordinariat an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin umgewandelt.
Prof. Dr. med. Thomas Nyffeler, geboren 1969, ist per 1. September 2026 zum ordentlichen Professor für Neurologie und Translationale Versorgungsforschung berufen worden. Nach seinem Medizinstudium in Bern sowie seiner Assistenzarztzeit an verschiedenen Schweizer Spitälern wurde er 2003 Oberarzt an der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital in Bern. Von 2008 bis 2009 war er für einen Forschungsaufenthalt am Institut national de la santé et de la recherche médical (INSERM) am Hôpital de la Salpêtrière in Paris. Anschliessend war er von 2009 bis 2012 als Leitender Arzt an der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital in Bern tätig. Seit 2012 ist Thomas Nyffeler Chefarzt Neurorehabilitation an der Klinik für Neurologie und Neurorehabilitation am Neurozentrum des Luzerner Kantonspitals (LUKS) und seit 1. Februar 2025 ordentlicher Professor für medizinische Wissenschaften im Rahmen einer Brückenprofessur zwischen der Universität Luzern und dem Luzerner Kantonsspital. Mit dieser Berufung wird die bisherige Brückenprofessur in eine vollständig an der Universität Luzern angesiedelte Professur überführt. Seine Rolle als strategischer Co-Leiter des Zentrums für Klinische Forschung am LUKS, ein extern getragenes Institut der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, behält Thomas Nyffeler bei.
Mit der Professur stärkt die Universität Luzern ihre akademische Profilierung im Bereich der Medizinischen Wissenschaften. Die Professur fokussiert auf die Erforschung neuronaler Mechanismen und neurologischer Schädigungen sowie deren Übertragung – also «Translation» – in klinisch wirksame Rehabilitationsstrategien und eine effektive und effiziente Patientenversorgung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich das Gehirn insbesondere nach einem Schlaganfall reorganisiert und wie diese Anpassungsfähigkeit gezielt zur Verbesserung der funktionellen Erholung und Integration im Alltag genutzt werden kann.
Mit diesem Kapazitätsausbau reagiert die Universität Luzern auf das fortlaufende Wachstum der Fakultät und stärkt zugleich ihre Rolle als akademische Partnerin in der Gesundheitsversorgung der Zentralschweiz. Die enge Verbindung zwischen klinischer Praxis und universitärer Forschung sowie die Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen der Fakultät bleiben zentrale Pfeiler der Professur.
