Alexandra Dal Molin-Kränzlin und Heinz Nauer absolvieren im Rahmen ihres Doktoratsstudiums einen Forschungsaufenthalt im Ausland. Dies wird durch eine Förderung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) möglich.

Alexandra Dal Molin-Kränzlin und Heinz Nauer.

Die SNF-Forschungskommission (FoKo) an der Universität Luzern hat zwei Doc.Mobility-Stipendien an Alexandra Dal Molin-Kränzlin und an Heinz Nauer vergeben. Diese Karriereförderung richtet sich an Doktorierende, die ihre Dissertation im Rahmen eines Forschungsaufenthalts an einer Universität im Ausland weiterführen möchten.

Alexandra Dal Molin-Kränzlin (Rechtswissenschaft, Bereich: Privatrecht und Privatrechtsvergleichung), Doktorandin bei Prof. Dr. Jörg Schmid, absolviert ihren sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der Stanford Law School der Stanford-Universität im US-Bundesstaat Kalifornien. Ihr Dissertationsprojekt trägt den Titel "Die Verknüpfung von gesicherter Forderung und grundpfandbezogenen Sicherungsrechten. Eine rechtsvergleichende Untersuchung des schweizerischen Rechts und des Rechts der USA unter besonderer Berücksichtigung des Rechts des Bundesstaates Kalifornien". Alexandra Dal Molin-Kränzlin hat sich für Stanford als Gastinstitution entschieden, weil sie dort für ihre Forschung optimalste Bedingungen vorfinde, die dortige Rechtsfakultät als Top3-Law School der USA weltweit einen ausgezeichneten Ruf geniesse und da das kalifornische Recht für ihre Fragestellung besonders interessant sei.

Heinz Nauer (Geschichte, Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Doktorand bei Prof. Dr. Jon Mathieu, begibt sich für sieben Monate ans KADOC (Dokumentations- und Forschungszentrum für Religion, Kultur und Gesellschaft) der Katholischen Universität Leuven in Belgien. In seinem Dissertationsprojekt beschäftigt er sich mit dem Thema "'Fromme Industrie': Die Geschichte des Benziger Verlags Einsiedeln 1760–1960". Heinz Nauer möchte den Aufenthalt dazu nutzen, um anhand von Recherchen in der Bibliothek und in den historischen Sammlungen des KADOC die Geschichte des Benziger Verlags – ein bedeutendes Verlagsunternehmen mit Sitz im schwyzerischen Einsiedeln – in einem internationalen katholischen Umfeld zu erforschen. "Durch diesen Auslandaufenthalt wird eine Perspektivenverschiebung auf das eigene Thema ermöglicht, von dem meine Arbeit nur profitieren kann", so Nauer. Dazu ebenfalls beitragen soll die Gelegenheit, die Befunde mit Historikerinnen und Historikern vor Ort zu diskutieren.

Die Doc.Mobility-Stipendien umfassen Beiträge für die Deckung der Lebenshaltungskosten, Reisespesen, der Forschungs- und Kongresskosten sowie der Einschreibegebühren. Der nächste Termin für das Einreichen von Gesuchen an die SNF-Forschungskommission der Universität Luzern ist der 1. März 2015. Forschende können sich bei Fragen dazu an die der FoKo zugehörige Stelle für Forschungsförderung wenden. Deren Leiter Dr. Bruno Z’Graggen sieht im Doc.Mobility-Förderinstrument ein grosses Potenzial: "Diese Stipendien bieten eine einmalige Chance für eine wissenschaftliche und persönliche Horizonterweiterung." Er weist darauf hin, dass die Erfolgschancen für Doc.Mobility-Anträge mit rund 65 Prozent verhältnismässig hoch seien. 

4. November 2014