Kör­per im öffent­li­chen Raum

"Trans* im öffentlichen Raum: Sichtbarkeit als Risiko und Ressource": Ein Workshopbericht

Am 08. Mai war Stephanie Bayer als Referentin im Rahmen eines interdisziplinären Netzwerktreffens an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck eingeladen. Die Veranstaltung, organisiert von Carolin Hohmann, Sarah Delling und Johannes Härting, zielte darauf ab, insbesondere Nachwuchsforschende aus der Religionspädagogik sowie weiteren theologischen Disziplinen miteinander zu vernetzen und in einem Think Tank in den fachlichen Austausch zu bringen.

“Während am Vormittag nach einem inhaltlichen Problemaufriss drei Workshops in Präsenz angeboten wurden, öffnete man nach der Mittagpause bewusst den Raum, um im hybriden Modus weitere im Themenfeld forschende Nachwuchswissenschaftler:innen aus Deutschland, Polen und Österreich virtuell in Innsbruck begrüßen zu dürfen. Durch diese Möglichkeit ergaben sich unterschiedliche Austauschformate und Konstellationen, die neben einer Vorstellung aktueller körperbezogener Forschungsprojekte auch Vernetzungsmöglichkeiten boten. Unter anderem wurden an dem Workshoptag körperliche bzw. körperbezogene Darstellungen in virtuellen und analogen Settings (Memes) thematisiert […] und anhand eines Vergleichs von Körperdarstellungen in Kinderzeichentrickserien die intersektionale Kategorie Körper angefragt.”

In ihrem Workshop gab Stephanie Bayer Einblicke in ihr Dissertationsprojekt. Im Zentrum standen Fragen nach der Bedeutung von Sichtbarkeit für trans* Personen im öffentlichen Raum und den damit verbundenen Spannungsfeldern zwischen Risiko und Ressource.
Ein methodischer Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Analyse von Interviewausschnitten aus dem empirischen Material ihrer Forschung. Die Teilnehmenden waren eingeladen, die Erfahrungen und Perspektiven der Interviewpartner*innen wahrzunehmen und diese im Hinblick auf theologische Fragestellungen zu reflektieren. Dabei entstand ein intensiver Austausch über die Rolle von Körperlichkeit, Öffentlichkeit und Anerkennung in kirchlichen und gesellschaftlichen Kontexten.

Der Workshop bot einen produktiven Raum für interdisziplinäre Perspektiven und zeigte zugleich die Relevanz pastoraltheologischer Forschung in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen auf. Die Veranstaltung unterstrich das Potenzial solcher Netzwerktreffen, um Nachwuchswissenschaftler*innen miteinander ins Gespräch zu bringen und innovative Denkansätze zu fördern.