Dr. Martin Ludin analysiert in seiner Dissertation zum Thema "Privilegierte Vergaben innerhalb der Staatssphäre" die Voraussetzungen, nach denen öffentliche Aufträge an staatsnahe Betriebe direkt und ohne Ausschreibung vergeben werden dürfen. Die Dissertation ist nun als Buch erschienen.

Unter welchen Voraussetzungen darf der Staat öffentliche Aufträge ausnahmsweise ohne Anwendung des öffentlichen Beschaffungsrechts und folglich ohne Durchführung einer Ausschreibung direkt an Leistungserbringer innerhalb der Staatssphäre vergeben? Die rechtsvergleichende Dissertation von Dr. Martin Ludin nimmt die geplante Erstkodifikation der sog. In-house, Quasi-in-house- und In-state-Ausnahmen im Rahmen der Revision des Schweizer Beschaffungsrechts zum Anlass, die Ursprünge und die Weiterentwicklung dieser drei Bereichsausnahmen zu beleuchten. Dabei wird die umfassende Rechtsprechung des EuGHs und die darauf aufbauende Regelung in den EU-Vergaberichtlinien detailliert untersucht und dem Schweizer Gesetzesentwurf gegenübergestellt. Die grafisch aufgearbeiteten Ergebnisse sind sowohl für Vergabestellen als auch für Anbieter, die sich Zugang zu staatlichen Beschaffungsmärkten erhoffen, von grosser praktischer Bedeutung.

Dr. Martin Ludin hat seine Dissertation am Lehrstuhl von Prof. Dr. Nicolas Diebold verfasst.

Link zum Buch und zum Projektbeschrieb

 

14. August 2019