Privilegierte Vergaben innerhalb der Staatssphäre

Eine Rechtsvergleichung von In-house-, Quasi-in-house- und In-state-Geschäften in der EU und der Schweiz

Unter welchen Voraussetzungen darf der Staat öffentliche Aufträge ausnahmsweise ohne Anwendung des öffentlichen Beschaffungsrechts und folglich ohne Durchführung einer Ausschreibung direkt an Leistungserbringer innerhalb der Staatssphäre vergeben? Die rechtsvergleichende Dissertation nimmt die Erstkodifikation der sog. In-house-, Quasi-in-house- und In-state-Ausnahme im Rahmen der Revision des Schweizer Beschaffungsrechts zum Anlass, die Ursprünge und Weiterentwicklung der drei Bereichsausnahmen zu beleuchten. Dabei wird die umfassende Rechtsprechung des EuGHs und die darauf aufbauende Regelung in den EU-Vergaberichtlinien detailliert untersucht und dem Schweizer Gesetzesentwurf gegenübergestellt. Die grafisch aufgearbeiteten Ergebnisse sind sowohl für Vergabestellen als auch für Anbieter, welche sich Zugang zu staatlichen Beschaffungsmärkten erhoffen, von grösster praktischer Bedeutung.