Neu: BA/MA Jüdisch-Christliche Beziehungen
Die Theologische Fakultät der Universität Luzern lanciert den neuen Bachelor- und Masterstudiengang «Jüdisch-Christliche Beziehungen». Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Judentum und Christentum – historisch, theologisch und gesellschaftlich.
«Keine Religion ist eine Insel», schreibt Rabbiner Abraham J. Heschel. Judentum und Christentum sind seit ihren Ursprüngen eng miteinander verbunden und haben die europäische Kultur nachhaltig geprägt. Zugleich ist ihre Beziehung von Spannungen und Konflikten gezeichnet. Die neuen Studiengänge vermitteln die Kompetenz, diese komplexe Geschichte zu verstehen und den Dialog in der Gegenwart verantwortungsvoll mitzugestalten. Erstmaliger Studienstart ist ab dem kommenden Herbstsemester möglich.
Studierende erwerben fundiertes Wissen zu Bibelauslegung, Geschichte, Theologie und Philosophie beider Traditionen sowie zur Entwicklung des jüdisch-christlichen Dialogs. Themen wie religiöse Identität und gesellschaftliche Herausforderungen stehen dabei im Fokus. Ziel ist es, analytische und dialogische Fähigkeiten für Tätigkeiten in Bildung, Kirche, Kultur und Politik zu entwickeln. Das Studium bietet zudem Orientierung für eine reflektierte Einordnung aktueller Konfliktlagen, insbesondere im Kontext des Nahostkonflikts, und stärkt die Kompetenz zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Darüber hinaus wird der Bezug zum Islam systematisch einbezogen und in spezifischen Lehrveranstaltungen vertieft. Der Studiengang wird von Christian M. Rutishauser, Professor für Judaistik und Theologie sowie Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung, verantwortet, der für sein Engagement im christlich-jüdischen Dialog jüngst mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde.
Der Studiengang baut auf den ausgewiesenen Lehr- und Forschungsschwerpunkten der Universität Luzern auf: Die Lehre wird durch die beteiligten Professuren der Theologischen Fakultät und der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät sowie durch das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung getragen und durch die jährliche Gastprofessur ergänzt. Diese enge Vernetzung schafft ein profilbildendes Studienangebot, das durch punktuelle Beiträge externer Fachpersonen zusätzlich erweitert wird.
Internationale Kooperationen, Seminare und Konferenzen sowie geförderte Sprachaufenthalte in Israel ergänzen das Studium. Das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung und das breite Angebot der Jüdischen Studien in Luzern bieten dafür ein attraktives Umfeld.
Der Bachelor kann als Major oder Minor studiert und ideal mit Theologie oder Ethik kombiniert werden, der Master ist als Monofach konzipiert. Beide Studiengänge sind im Fern- und Präsenzmodus möglich, mit Studienbeginn im Herbst- oder Frühjahrssemester.
Online-Infoveranstaltungen
Interessierte Personen haben die Möglichkeit, sich an einer Online-Infoveranstaltung detaillierter über den Bachelor- und Masterstudiengang Jüdisch-Christliche Beziehung zu informieren. Die nächsten Daten: Dienstag, 22. April und 7. Juli 2026, jeweils um 17.00 Uhr. Anmeldung
BA Jüdisch-Christliche Beziehungen
MA Jüdisch-Christliche Beziehungen
