Alt Rektor und Gründungs­dekan Paul Richli gewürdigt

Am heutigen Mittwoch, 21. Januar, darf Paul Richli seinen 80. Geburtstag feiern. Dies an seiner alten Wirkungsstätte, die er als Rektor, Gründungsdekan und Professor während 15 Jahren stark mitgeprägt hat.

Paul Richli (l.) erhält vom aktuellen Rektor Martin Hartmann ein Buch geschenkt.

«Ich bin sprachlos – damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet und möchte mich bei Ihnen allen sehr herzlich bedanken!» Überraschung geglückt: Wohl wusste Paul Richli, dass am Nachmittag anlässlich seines runden Geburtstags ihm zu Ehren ein Kolloquium an der Universität Luzern stattfinden würde. Ihm gegenüber geheim gehalten wurde indes, dass sich bereits vorgelagert ein Kreis aus Leitungsmitgliedern der Universität und aus den Fakultäten sowie von alten und neuen Weggefährten aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft vor Ort einfinden würde. Dies, um seine Verdienste zugunsten der Universität Luzern zu würdigen. So waren es neben dem aktuellen Rektor Martin Hartmann Andreas Eicker, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Christoph A. Schaltegger, Gründungsdekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, und Anton Schwingruber, ehemaliger Bildungsdirektor des Kantons Luzern, die in kurzen, pointierten Reden Paul Richli hochleben liessen und mit Anekdoten und damaligen Fotos aufwarteten.

Andreas Eicker (l.), Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, bei seiner Laudatio

Der Gewürdigte wirkte von 2001 bis zu seiner Emeritierung 2016 an der Universität Luzern. Dies, nachdem er nach verschiedenen anderen Stationen als Ordinarius für öffentliches Recht, Agrarrecht und Rechtsetzungslehre hierhin berufen worden war und bis 2005 zugleich das Amt des Gründungsdekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät versah. Diese darf in diesem Herbst nun ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Als Gründungsdekan habe Paul Richli, wie Andreas Eicker betonte, entscheidende Weichen gestellt: So stellten der Fokus auf eine klare Verbindung von Theorie und Praxis und auf qualitativ hochstehende Lehre nach wie vor das Markenzeichen der Fakultät dar. Von 2002 bis 2006 war Richli zudem Prorektor und Strategiebeauftragter und von 2010 bis 2016 schliesslich Rektor. Er hatte grossen Anteil daran, dass 2016 die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ihre Türen öffnen konnte, wofür Christoph A. Schaltegger in seiner Rede seinen Dank aussprach. In Anerkennung von Richlis Verdiensten auf verschiedenen Ebenen hatte dieser bereits 2016 den Titel des Ehrensenators zugesprochen erhalten. Anton Schwingruber, Regierungsrat von 1995 bis 2011, resümierte: «Paul Richli war und ist ein enormer Gewinn – für die Universität, für die Luzerner Bildungslandschaft und für Luzern.»

Noch bis am frühen Abend findet nun der wissenschaftliche Teil statt, das vom Institut für Wirtschaft und Regulierung veranstaltete Geburtstags-Kolloquium «(Markt)machtlose Landwirtschaft: Agrarwettbewerbsrecht im Fokus». Am Anlass diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Behörden zentrale Fragen zum Agrarwettbewerbsrecht.