Blockchain: Forschungs­institut des Kantons Zug und der Universität Luzern eröffnet

Das «Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR) an der Universität Luzern» wird heute offiziell eröffnet. Der Kanton Zug finanziert das neue Forschungsinstitut während fünf Jahren mit 25 Millionen Franken.

Regierungsrat Heinz Tännler, Finanzdirektor des Kantons Zug (Mitte), Alex H. Trechsel, Vorsitzender der Institutsleitung und Prorektor Forschung an der Universität (r.), und Bernhard Rütsche, stv. Vorsitzender der Institutsleitung und Prorektor Universitätsentwicklung, an der dem Eröffnungsanlass vorgelagerten Medienkonferenz im Casino Theater Zug

Am Eröffnungsanlass am Nachmittag des heutigen Freitags, 23. Januar, im Casino Theater Zug nehmen über 200 Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland teil. Auch die interessierte Bevölkerung ist zur Veranstaltung eingeladen. Beim ZIBR handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Kantons Zug und der Universität Luzern. Träger des akademisch der Universität zugeordneten, externen Instituts ist der Verein «Blockchain Zug: Forschungsinstitut an der Universität Luzern», dessen Präsidium von Finanzdirektor Heinz Tännler wahrgenommen wird. 

Im Fokus der Forschung stehen die weitreichenden Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf Gesellschaft, Wirtschaft, Recht und Politik. Ziel ist es, weltweit eines der führenden Institute für die interdisziplinäre Erforschung dieser Technologie zu werden. Alexander H. Trechsel, Vorsitzender der Institutsleitung und Prorektor Forschung an der Universität, erläutert: «Das ZIBR ist einzigartig in seiner Ausrichtung. Wir verbinden Rechtswissenschaften, Soziologie, Philosophie und weitere Disziplinen, um die gesellschaftlichen Dimensionen der Blockchain-Technologie umfassend zu erforschen.» Für die Aufbauphase sind neun Lehrstühle geplant. Fünf davon sind bereits besetzt: Max Baumgart (Energierecht), Adam Hayes (Soziologie), Claude Humbel (Privatrecht), Patrik Hummel (Philosophie) und Markus Schreiber (Öffentliches Recht). Zwei weitere Berufungsverfahren in Politischer Ökonomie und Politikwissenschaft laufen derzeit, Ausschreibungen für Gesundheits- und Verhaltenswissenschaften folgen im Laufe des Jahres. Für eine am Institut bearbeitete Studie zu Blockchain und Sicherheit konnten bereits EU-Drittmittel in der Höhe von 1,5 Mio. Euro eingeworben werden.

Das ZIBR ist Teil der vom Kanton Zug mit total 39,35 Millionen Franken finanzierten Gesamtinitiative «Blockchain Zug – Joint Research Initiative». In diesem Rahmen werden auch die bereits bestehenden Blockchain-Forschungstätigkeiten an der Hochschule Luzern (HSLU) gestärkt. Zur Entwicklung gemeinsamer Projekte mit der Universität wurde die Kooperationsplattform «Blockchain Joint Research Hub» geschaffen.

Communiqué des Kantons Zug vom 23. Januar 2026