Peter G. Kirchschläger am Council ”Ethics in Action“ in der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan (Bild: Gabriella C. Marino)
Teilnehmende der LSUE 2018 diskutieren ethische Fragen von globaler Relevanz
Peter G. Kirchschläger mit einem Roboter des Modells Pepper (Bild: Universität Luzern/Roberto Conciatori)
Prof. Dr. Jennifer Herdt (Yale University) an einem Kolloquium der LGSE

Theologische Ethik umfasst die Moraltheologie (Fundamentalmoral sowie spezielle Moraltheologie, u. a. Angewandte Theologische Ethik) und die Sozialethik. Sie widmet sich der wissenschaftlichen Reflexion von Fragen auf individualethischer Ebene (Moraltheologie), von ethischen Themen auf gesellschaftlicher Ebene (Sozialethik) sowie von der Interaktion zwischen beiden Ebenen.


Theologische Ethik arbeitet mit wissenschaftlichen Methoden und Standards vor einem vom Glauben gestifteten Sinnhorizont. Wie jedes konkret-inhaltliche ethische Urteilen und Handeln bedarf sie eines umgreifenden Sinnhorizonts, den sie transparent macht. Damit verbunden beachtet Theologische Ethik auch die Anschlussfähigkeit an den philosophisch-ethischen Diskurs.


Das Profil der Professur für Theologische Ethik prägen die Forschung und Lehre der Mitarbeitenden zu den Forschungsschwerpunkten, die Lucerne Graduate School in Ethics LGSE sowie die Lucerne Summer University: Ethics in a Global Context LSUE unter dem Patronat der UNESCO.

 

Geschichtliches

Das Institut für Sozialethik an der Theologischen Fakultät Luzern besteht seit 1981. Initiator und Gründungsdirektor war Prof. Dr. Dr. Franz Furger.

Furger (1935-1997) war bereits seit 1967 Inhaber einer Professur für Philosophie (mit den Schwerpunkten Anthropologie, Ethik und Zeitgenössische Philosophie), die 1969 in eine Professur für Philosophische Ethik und Moraltheologie umgewandelt wurde.

Ebenfalls seit 1969 lehrte als Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Luzern Prof. Dr. Dr. Friedrich Beutter (1925-2010).

Nach der Wegberufung Furgers an die Universität Münster i. W. 1987 wurde der Lehrstuhl für Theologische und Philosophische Ethik von Prof. Dr. Hans J. Münk übernommen. Nachfolger von Beutter wurde nach dessen Emeritierung 1990 Prof. Dr. Hans Halter, der den Lehrstuhl für Moraltheologie bis 2004 innehatte.

Seither gehört zum Institut für Sozialethik der Universität Luzern nur noch ein Ordinariat (jetzige Umschreibung: Professur für Theologische Ethik/Sozialethik). Dem Inhaber obliegt auch die Leitung des Instituts.

Nach der Emeritierung von Professor Münk 2011 ging die Leitung 2014 auf Prof. Dr. Monika Bobbert über. Frau Bobbert erhielt bereits im Herbst 2015 einen Ruf auf die Professur für Moraltheologie an der Universität Münster i.W., den sie zum 1.2.2016 angenommen hat.