Armeeseelsorge zu Gast an der Universität Luzern

Am 9. September 2026 fand der Jahresrapport der Armeeseelsorge an der Universität Luzern statt. Die Professur für Pastoraltheologie durfte gemeinsam mit der Armeeseelsorge die mehr als 200 Teilnehmenden im Zuge ihrer Zusammenarbeit herzlich willkommen heissen.

Teil des Programmes war auch ein Kurzvortrag von Prof. Preidel. Ausgehend von gegenwärtigen Debatten um Diversität und Kohäsion im militärischen Kontext zeigte er auf, welche Rolle die Armeeseelsorge in einer pluralen Gesellschaft einnimmt, und entfaltete dazu fünf Thesen: Die Armee spiegle die gesellschaftliche Vielfalt der Schweiz wider. Die Armeeseelsorge wiederum diene als Erprobungsfeld dafür, wie religiöse und existenzielle Fragen in einer zunehmend säkularen Gesellschaft angegangen werden können. Die Weiterbildung von Armeeseelsorgenden komme dabei nicht nur der Institution Armee zugute, sondern der Gesellschaft als Ganzes. Zudem brauche es eine stetige Weiterentwicklung der Armeeseelsorge, die sich am konkreten Alltag der Angehörigen der Armee orientiert. Besonderes Gewicht erhalte schliesslich der sogenannte «Ernstfall»: als existenzielle Grenzsituation, in der sich die Bedeutung seelsorgerlicher Präsenz am deutlichsten zeige.

In seinem Vortrag bewegte sich Prof. Preidel dabei zwischen kulturhistorischen, theologischen und sozialethischen Fragestellungen, die er mit den Thesen zu einem vielschichtigen Gesamtbild verknüpfte. Er machte deutlich, wie eng die Zukunft der Armeeseelsorge mit dem Zusammenwirken von Praxis und Wissenschaft verbunden ist, wie sie im gemeinsam verantworteten CAS Armeeseelsorge zum Ausdruck kommt. Die Veranstaltung bestätigte den Wert dieser Kooperation und lieferte zugleich Impulse für ihre Weiterentwicklung. Wir freuen uns, dass der Jahresrapport 2027 wiederum an der Universität Luzern stattfinden wird.