Im Januar 2018 ist der von Herrn Prof. Wolfgang W. Müller mitherausgegebene fünfte Band der Schriftenreihe "TeNOR - Text und Normativität" erschienen: "Inspiriertes Schreiben? Islamisches in der zeitgenössichen arabischen, türkischen und persischen Literatur". Die Publikation wurde von der gleichnamigen Tagung im Jahre 2014 angestossen.

Literatur als Seismograph gesellschaftlichen Lebens lässt spüren, wie weit dieses Leben von religiösen Vorstellungen durchtränkt ist. Verschiedene Islamwissenschaftler gehen in ihren Beiträgen der Frage nach, wie 'der Islam' oder 'Islamisches' im literarischen Schaffen arabischer, türkischer und persischer Autoren sichtbar wird. In literaturwissenschaftlicher Perspektive untersuchen sie den Einfluss der Religion auf die Gestaltung des täglichen Lebens in den fiktionalen Lebensgeschichten. Unter sprachwissenschaftlichem Gesichtspunkt befassen sie sich mit religiös assoziirten Metaphern und generell der sprachlichen Präsenz des Religiösen in den Texten. Es dreht sich um die Frage, in welchem Ausmass 'Islamisches' sozusagen 'automatisch' in literarischen Werken auftaucht, weil das dargestellte Leben eben durch eine 'islamische' Lebensführung bestimmt oder beeinflusst ist und weil das verfügbare sprachliche Instrumentarium 'islamisch' unterlegt ist.

 

Dové, Peter; Fähndrich, Hartmut; Müller, Wolfgang W. (Hrsg.): Inspiriertes Schreiben? Islamisches in der zeitgenössischen arabischen, türkischen und persischen Literatur (TeNOR - Text und Normativität; Bd. 5). Basel: Schwabe Verlag, 2018.

Mit Beiträgen von Karl Gabriel, Bruce Fudge, Rachid El-Daïf, Hartmut Fähndrich, Khalid Zekri, Ferial J. Ghazoul, Katja Föllmer, Heidi Toelle, Katia Ghosn, Alanoud Alsharekh, Claus Valling Pedersen, Catharina Dufft sowie Richard van Leeuwen.

 

23. Januar 2018