Luzerner Fachtagung Palliative Care
Luzerner Fachtagung Palliative Care
Mit zwei Keynote Referaten, einer Auswahl von vier Workshops und einer Paneldiskussion wird einen Aspekt der Palliative Care behandelt. Die Teilnehmenden können eigene Schwerpunkte setzen und sich in zwei ausgewählten Handlungsfelder bzw. Kernthemen der Palliative Care fachlich vertiefen sowie ihre eigenen Erfahrungen und Fragen einbringen.
Diese Fachtagung soll die regionale Vernetzung zu Palliative Care fördern und den Teilnehmenden Gelegenheit zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch bieten.
Die Organisation dieser Tagung ist eine Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Luzern Soziale Arbeit, der Universität Luzern und XUND in Kooperation mit Palliativ Luzern.
Helene Meyer-Jenni
Präsidentin Palliativ Luzern
ehem. Gemeinderätin und- präsidentin Kriens Kantonsrätin, Beraterin für öffentliche Verwaltungen, ehem. Geschäftsleiterin Kinderspitex Zentralschweiz
KD Dr. med. Beat Müller
Co-Chefarzt Onkologie und ärztlicher Leiter Palliative Care, Luzerner Kantonsspital;
Studienleitung und Klinischer Dozent, CAS Palliative Care, Universität Luzern
Prof. Dr. Sara Rubinelli
Pro-Dekanin & Professorin Gesundheitskommunikation, Studienleitung CAS Palliative Care
Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
Das gezeigte Hintergrundbild auf der Postkarte der Luzerner Fachtagung zu Palliative Care, zeigt eine Malerei die im Rahmen eines Workshops mit Urs Heinrich durchgeführt wurde. Das Team der Palliative Care des Luzerner Kantonsspitals malte im Atelier des Künstlers grossformatige Malereien, aus denen später Ausschnitte im Bettenhaus gezeigt wurden.
Die Workshops wiederum stammen aus dem Projekt «Kunst im Spital» das seit acht Jahren im LUKS wirkt.
Haben wir das gemacht?
Das ist eine Frage, die oft von Teilnehmern ausgesprochen wird, wenn sie die fertigen Kunstwerke sehen.
Seit Jahren ist der Künstler Urs Heinrich im Bereich Workshops und Performances unterwegs und gleichzeitig arbeitet er als Heiler. Diese Kombination von Fähigkeiten nutzt er, um gezielt ein Setting zu schaffen in dem es möglich ist, Werke von einer Kraft und Schönheit entstehen zu lassen, wie wir es hier sehen. Die Teilnehmer arbeiten intuitiv aus den Händen heraus, im Vertrauen, dass «Es» selber malt, ohne den Verstand übermässig einzusetzen. Die Hände malen zu lassen ist ein sehr eindrückliches Erlebnis, das in unserer rationalen Welt viel zu kurz kommt. Wenn die Teilnehmer der Workshops sich auf dieses Abenteuer einlassen, werden sie reich beschenkt und die Augen beginnen zu leuchten.
In diesen Momenten passiert Heilung. Eins sein mit der unmittelbaren Tätigkeit des Lebens.
Die Arbeit des Künstlers in den Workshops und die Tätigkeit in einem Palliative Care Team zeigen Parallelen auf. Vertrauen zu haben in den Fluss von Werden und Vergehen. Loslassen können, um neue Erfahrungen zu machen. Hingabe üben, um wieder in die Ganzheit der Schöpfung einzutreten. Zu realisieren, dass der jetzige Moment das wichtigste und einzige ist, auf das es im Leben ankommt.
Die grosse Freude und das lichtvolle Strahlen, dass Urs Heinrich durchdringt, ist die grösste Antriebsfeder seines Lebens. Wenn es uns gelingt, eine stille Freude in uns zu tragen und diese nach aussen zu strahlen, erleichtert das auch unseren Gang im letzten Abschnitt unseres Lebens ganz erheblich. Sei es als Begleiter oder als Mensch der Begleitet wird.
Tante Anni, sagte an ihrem 80. Geburtstag 10 Tage vor ihrem unerwarteten Tod dem Künstler am Stubentisch, als ob sie es geahnt hat.
«Sterben ist nicht schwer, wir kommen vom Licht und gehen ins Licht»
Lassen wir doch unser Licht im Leben erstrahlen, sei es im Pflegeberuf, als Künstler oder sonst wie.
Urs Heinrich
KUNST MACHT GLÜCKLICH
Rückblick und Impressionen auf die gelungene dritte Luzerner Fachtagung Palliative Care - eine Zusammenarbeit der Universität Luzern, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, XUND Bildung Gesundheit Zentralschweiz in Kooperation mit Palliativ Luzern und Palliative Zentralschweiz.
Wenn die Medizin an ihre Grenzen stösst – was dann?
Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der 3. Luzerner Fachtagung Palliative Care vom 11. Juni 2026.
Über 150 Fachpersonen aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen kamen zusammen, um sich mit dieser Herausforderung auseinanderzusetzen und gemeinsam Perspektiven weiterzuentwickeln. Den inhaltlich starken Auftakt gestaltete Corina Wirth (palliative.ch) mit einem Impuls, der den Ton für einen Tag voller Offenheit, fachlicher Tiefe und lebendigem Austausch setzte.
Besonders in Erinnerung bleiben:
- Inspirierende Keynotes von Prof. Dr. med. Steffen Eychmüller (Chefarzt Palliative Care am Universitären Zentrum für Palliative Care des Inselspitals, Universitätsspital Bern, sowie ausserordentlicher Professor für Palliativmedizin an der Universität Bern) und Prof. Dr. iur. Regina Aebi-Müller (Ordentliche Professorin für Privatrecht und Privatrechtsvergleichung sowie Gründungsmitglied und Mitglied der Geschäftsleitung des Zentrums für Recht und Gesundheit (ZRG) an der Universität Luzern).
- Fünf praxisnahe Workshops, die intensive Diskussionen und vielfältige Perspektiven ermöglichten
- Eine engagierte Podiumsdiskussion, die unterschiedliche Sichtweisen zusammenführte
- Zahlreiche informelle Begegnungen, Gespräche und neue Vernetzungen – nicht zuletzt beim gemeinsamen Apéro
Die Fachtagung zeigte eindrücklich, wie wichtig der interprofessionelle Austausch in der Palliative Care ist – und wie wertvoll Räume sind, in denen Fragen offen gestellt und gemeinsam weitergedacht werden können.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referierenden, Workshopleitenden, Mitwirkenden und Teilnehmenden sowie unseren Sponsoren und Ausstellern. Ihr Engagement, Ihre Offenheit und die hohe fachliche Qualität haben diese Tagung zu einem bereichernden Anlass gemacht.
Unsere Sponsoren
Katholische Kirche im Kanton Luzern
Reformierte Kirche Kanton Luzern
Möchten Sie auch Sponsor oder Aussteller werden?
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!



























