Mobilität
Die Mobilität der Universität Luzern umfasst das alltägliche Pendelverhalten der Universitätsangehörigen und Dienstreisen im Inland und Ausland. Dazu kommen unter anderem mehrmonatige Studien- und Forschungsaufenthalte. Die Universität Luzern strebt eine nachhaltige Mobilität an. Sie restriktiert klimaschädliche Reisemittel und fördert klimafreundlichere Alternativen.
Pendelmobilität
Im Nahverkehr können Angehörige und Besucher*innen der Universität Luzern von der unmittelbaren Bahnhofsnähe und dem Luzerner Velonetz profitieren. An der Universität Luzern stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Damit wird der Verkehr in der Innenstadt entlastet und Umweltauswirkungen reduziert.
Studierendenmobilität
An der Universität Luzern gibt es derzeit das Programm Greener Mobility, dass sich sowohl an Incoming als auch Outgoing Studierende des Swiss European Mobility Programme (SEMP) richtet. Die Zuschüsse werden im Rahmen der Schweizer Programme zu Erasmus+ von der Movetia - Austausch un Mobilität zugesprochen. Mit den finanziellen Beiträgen in Höhe von CHF 100 an die jeweilige Bahnreise soll die umweltfreundliche Mobilität innerhalb Europas gefördert werden.
Geschäftsreisen
Geschäftsreisen sind ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit einer Universität – sie ermöglichen den Austausch mit internationalen Forschungspartnern, die Teilnahme an Konferenzen sowie die Weiterentwicklung von Projekten und Kooperationen. Gleichzeitig haben insbesondere Flugreisen einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasbilanz.
Um das Netto-Null-Ziel bis 2040 zu erreichen und damit ihrer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht zu werden, verpflichtet sich die Universität Luzern zur Reduktion ihrer Flugemissionen und fördert nachhaltigere Alternativen.
Bei der Wahl des Verkehrsmittel bei einer allfälligen Reise müssen Forschende und Mitarbeitende der Universität Luzern die im Spesenreglement und im dazugehörigen Merkblatt "Spesen" aufgeführten Regelungen beachten. Flugreisen werden nur vergütet, wenn die Reise zum Reiseziel mit dem Zug mehr als 7 Stunden dauern würde. Die Fachstelle für Nachhaltigkeit stellt eine Liste mit wichtigen Reisezielen in Europa und den dazugehörigen Zugreisezeiten ab Bahnhof Luzern zur Verfügung. Darin ist ersichtlich, ob die jeweilige Zugreise obligatorisch oder fakultativ ist.
Zur Unterstützung der Universitätsangehörigen vor und bei einer Reiseplanung wurde der Entscheidungsbaum Mobilität der Universität Luzern entwickelt. Dieser dient als Orientierungshilfe und unterstützt Mitarbeitende dabei, vor einer Anmeldung oder Reise systematisch zu prüfen,
- ob eine Teilnahme an einer Veranstaltung notwendig, sinnvoll und zielführend ist,
- ob eine physische Reise erforderlich ist oder eine virtuelle Teilnahme in Frage kommt,
- und - falls eine Reise notwendig ist - welches Verkehrsmittel unter Berücksichtigung des Spesenreglements, fakultätsinterner Reiserichtlinien sowie von Nachhaltigkeitsaspekten gewählt werden soll.
Weniger Flugmeilen sparen Treibhausgasemissionen. Folgend finden Sie Tipps und Tools, die Sie bei der Planung nachhaltiger Geschäftsreisen unterstützen.
Virtuell teilnehmen
Wenn eine Dienstreise durch eine digitale Teilhabe ersetzt werden kann, sparen Sie Zeit und Geld - und tun etwas Gutes für das Klima, denn virtuelle Meetings verursachen deutlich weniger Treibhausgasemissionen als Reisen per Flugzeug, Auto oder Zug.
- Für hybride und virtuelle Formate stehen Konferenzeulen zur Verfügung, die automatisch sprechende Personen im Raum fokussieren. Der IT-Support der Universität Luzern unterstützt bei Fragen und Schwierigkeiten.
- Tools wie Miro unterstützen kreatives Zusammenarbeiten auch im virtuellen Raum.
Mit Bahn oder Bus reisen
Innerhalb Europas sind Bahn und Fernreisebus umweltfreundliche Reiseoptionen - und die Zeit im Zug lässt sich häufig sinnvoll zum Arbeiten nutzen.
- Mit Tools wie Chronotrains lässt sich schnell abschätzen, wie lange eine Zugreise innerhalb Europas dauert.
- Nachtzüge sind eine klimafreundliche Alternative, insbesondere auf längeren Strecken. Die Nachtzug-Karte bietet eine gute Übersicht über bestehende Verbindungen.
- Mit Ecopassenger lässt sich die Umweltbelastung verschiedener Reisemittel einfach vergleichen.
- Dienste wie SimpleTrain unterstützen eine einfache und komfortable Buchung von Zugreisen.
Reisen kombinieren
Planen Sie Reisen möglichst effizient, indem Sie mehrere Termine oder Zwecke in einer Reise bündeln. So lassen sich Einzelreisen vermeiden und Zeit, Budget sowie Treibhausgasemissionen reduzieren.
- Kombinieren Sie eine notwendige Dienstreise wenn möglich mit einem Besuch einer nahegelegenen Partneruniversität. Auskünfte erteilt Ihnen die Mobilitätsstelle der Fakultät.
- Mit einem Interrail-Pass lassen sich Termine an unterschiedlichen Destinationen kostengünstig kombinieren.
Anzahl Reisende reduzieren
Prüfen Sie vor der Anmeldung, wie viele Teammitglieder an einer Veranstaltung teilnehmen müssen, und wählen Sie bewusst aus - unter Berücksichtigung der Fairness gegenüber Nachwuchsforschenden.
Bei unvermeidbaren Flugreisen
Nicht immer lassen sich Flüge vermeiden. Ist ein Flug notwendig, können Sie durch eine bewusste Wahl zu einer möglichst klimafreundlichen Reise beitragen.
- Fliegen Sie Economy, wie es auch gemäss Spesenreglement Standard ist.
- Bevorzugen Sie nach Möglichkeit Direktflüge. Insbesondere in Europa sind Nonstopflüge Flügen mit Zwischenstopps vorzuziehen, da Start- und Landephasen besonders emissionsintensiv sind.
- Ersetzen Sie Teilstrecken wenn möglich durch den öffentlichen Verkehr. Zubringerflüge lassen sich häufig durch Bahnfahrten ersetzen.
- Berücksichtigen Sie die Effizienz der gewählten Airline. Durch die Wahl vergleichsweise effizienter Fluggesellschaften können die verursachten Flugemissionen deutlich reduziert werden. Der atmosfair Airline-Index vergleicht mehr als 200 Fluggesellschaften weltweit nach ihrem CO₂-Ausstoss pro Passagier und bietet Ihnen eine Orientierung, welche Airlines auf Ihrer Strecke vergleichsweise klimafreundlicher fliegen können.
