"Wirtschaft und Regulierung" stellt ein rechtliches Querschnittsthema dar. Es steht im Wesentlichen für diejenigen Gebiete des Rechts, welche die Beziehungen der Unternehmen zu ihren Kunden, zu ihren Mitarbeitenden, zu anderen Unternehmen sowie zur Gesellschaft und zum Staat regeln. Der Staat lenkt und korrigiert das freie Spiel der Marktkräfte und den Handlungsspielraum von Unternehmen, um gewisse öffentliche Interessen zu schützen, wie etwa Konsumentenschutz, Nachhaltigkeit, Sozialpolitik, Grundversorgung, fairer Wettbewerb u.a. Die verschiedenen Regulierungsziele stehen oftmals in einem Spannungsverhältnis mit dem ordnungspolitischen Grundentscheid für eine freie Marktwirtschaft und dem freien Wettbewerb. Die Fragen nach der richtigen Regulierung und der richtigen Regulierungsdichte sind deshalb zentral für die Wirtschaft.

Aktuell stellen sich eine Vielzahl von Regulierungsfragen, wie etwa die Regulierung und Selbstregulierung von einzelnen Wirtschaftssektoren (Finanzmarkt, Energie, Verkehr, Telekommunikation, Agrar- und Ernährungswirtschaft u.a.), die Regulierung von global verfassten digitalen Märkten und Plattformindustrien (Google, Facebook, Uber, Airbnb u.a.), Datenschutz, Wettbewerbsregulierung, internationale Handelsregulierung, differenzierte Regulierung zugunsten von KMU usw. Zu diesen Fragen leistet das Institut für Wirtschaft und Regulierung einen wissenschaftlichen Beitrag, sei es durch fachbereichsübergreifende Systematisierungen von Regulierungsinstrumenten, die Entwicklung von Regulierungsschranken, rechts- und sektorenvergleichenden Analysen, ökonomischen Analysen des Rechts oder klassische Auslegung des positiven Wirtschaftsrechts. 

News

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17. Mai 2019
«Der alles regulierende Staat ist letztlich eine Fiktion»

Das neu geschaffene Institut Wirtschaft und Regulierung sorgt im Dschungel von Vorschriften und Sanktionen für mehr Durchblick. Denn neue Technologien und ein globalisierter Markt erfordern andere Arten von Regulierungen. Die Rolle des Staates muss dabei völlig neu definiert werden.

13. März 2019
Neues Mitglied am Institut für Wirtschaft und Regulierung

Auf den 1. Februar 2019 wurde Ass.-Prof. Dr. Franca Contratto an die Universität Luzern berufen. Sie trägt u.a. in den Bereichen Finanzmarktrecht, Bilaterale Beziehungen Schweiz-EU und Wirtschaftsethik zur interdisziplinären Forschung am Institut für Wirtschaft und Regulierung bei.

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23. Februar 2019
Tagung zum Submissionskartell

Am 13. Februar 2019 fand an der Universität Luzern die vom Institut für Wirtschaft und Regulierung sowie der Staatsanwaltsakademie durchgeführte Konferenz «Das Submissionskartell – eine rechtliche Auslegeordnung» statt. Dass Submissionskartelle gleichzeitig unterschiedliche Rechtsgebiete tangieren, zeigten mehrere Expertenreferate. Sie deckten neben kartellrechtlichen Aspekten mögliche vergaberechtliche Sanktionen, die zivilrechtliche Haftung bis hin zur Strafverfolgung ab.

Kontakt

Universität Luzern
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Frohburgstrasse 3
Postfach 4466
6002 Luzern

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