1996 gründeten Chinesen und Taiwanesen, die in der Schweiz leben, die «International Buddhist Progress Society of Switzerland» als gemeinnützigen Verein. Die Vereinigung gehört dem taiwanesischen Fo-Guang-Shan-Orden an, 1967 vom chinesischen Meister Hsing Yun gegründet. Heute gehören dem Orden über 1'000 Mönche und Nonnen weltweit an. Er gehört zur Li-Chi Ch'an-Schule des chinesischen Mahayana-Buddhismus, dessen Schwerpunkt auf Meditation und Erleuchtungserfahrung liegt. Hsing Yun lehrt einen «Humanistischen Buddhismus» mit dem Ziel, den Nachwuchs buddhistisch zu bilden, den Buddhismus durch kulturelle Aktivitäten zu verbreiten und wohltätig zu sein. Hsing Yun rief die Laienorganisation «Buddha's Light International Association» (BLIA) ins Leben. Der Schweizer BLIA-Verein entstand 1992.

1997 konnte in Gelfingen ein ehemaliges Sägewerk erworben und dort der Fo Guang Shan-Tempel eingerichtet werden. Auf einer Fläche von 2'200 Quadratmetern befinden sich ein grosser Tempelraum, Esssaal, Bibliothek, Konferenzsaal sowie ein Gedenkraum für Verstorbene und Ahnen. Im Tempel finden regelmässig Meditationen, buddhistische Festivitäten und Unterricht statt. Zudem bieten die wechselnden ein bis drei Nonnen buddhistische Schulungen in Mandarin und Kanton-Dialekt, Ch'an-Seminare, Jugendgruppe zum Erlernen und Vertiefen der buddhistischen Lehre sowie Kurse wie vegetarisches Kochen, Tai-Chi und Stecken von Blumenarrangements an. Der Tempel in Gelfingen war lange Zeit das Zentrum der Aktivitäten des Fo-Guang-Shan-Ordens in der Schweiz und Süddeutschland. Mit dem Bau des neuen Tempels und Konferenzzentrums in Genf und dessen Einweihung 2006 ist die Zentrale nunmehr in Genf und nicht mehr in Gelfingen angesiedelt.

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6284 Gelfingen
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«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 02.12.2016