Leadership in Practice – Führen an der Universität Luzern
Das Pilotprogramm für Professorinnen und Professoren der Universität Luzern schafft Raum, um über Führung nachzudenken: mit drei praxisnahen Impulsen und zwei Workshops zu konkreten Situationen aus dem akademischen Führungsalltag.
Wie lassen sich unterschiedliche Rollen, Erwartungen und Interessen ausbalancieren? Was bedeutet es, Verantwortung für Mitarbeitende und den wissenschaftlichen Nachwuchs wahrzunehmen? Welche Routinen und Methoden unterstützen die Zusammenarbeit in Teams? Und wie gelingt es, Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zu gestalten? Eine Einladung, die eigene Führungspraxis aus neuen Perspektiven zu betrachten, Ansätze zu erproben und sich im Kollegium über gute Führung im Hochschulkontext auszutauschen.
Die einzelnen Module sind frei wählbar.
Wie lassen sich hochqualifizierte Expertinnen und Experten führen? Wie können Führungspersonen die fachspezifischen Kompetenzen von Mitarbeitenden stärken und zugleich die teamorientierte Zusammenarbeit fördern? Wie gelingt es, verschiedene Denkweisen miteinander in eine kreative und effiziente Kooperation zu bringen?
Leadership Sounds! lädt ein, die Herausforderungen von Führung aus einer ungewohnten Perspektive zu betrachten und praktisch zu erproben. Die Dirigentin Graziella Contratto zeigt Gemeinsamkeiten zwischen der Kunst der Orchesterdirektion und moderner Führung in Expertenorganisationen auf. Die Kombination aus Keynote und praktischem Workshop bietet die Möglichkeit, selbst am Dirigierpult zu stehen und unmittelbar zu erleben, wie sehr Präsenz, Körpersprache und Kommunikation das Zusammenspiel eines professionellen Musikensembles beeinflussen.
Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Austausch bei einem Apéro.
Datum: 19. November 2026
Zeit: 17.15–19.00 Uhr
Ort: 3.A05
Zielgruppe: Professorinnen und Professoren der Universität Luzern
Zur Anmeldung. Die Anzahl Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss: 12. November 2026
Graziella Contrattoverbindet als Dirigentin und Leadership-Expertin seit über zwanzig Jahren die Welten der Orchesterdirektion und der modernen Führungskultur. Sie vermittelt Führung bei nationalen und internationalen Wirtschaftsunternehmen sowie politischen und administrativen Institutionen. Nach ihrer Ausbildung in Dirigieren, Musiktheorie und Klavier an den Hochschulen von Luzern, Winterthur, Zürich und Basel wirkte sie als Intendantin verschiedener Festivals und übte von 2010 bis 2022 als Leiterin des Fachbereichs Musik an der Hochschule der Künste Bern (HKB) selbst eine Führungsrolle in einem Expertenkontext aus.
Ein abgelehnter Antrag, wachsender Publikationsdruck, der Ausfall einer Schlüsselperson kurz vor der Projektfrist: Kritische Situationen gehören zum Führungsalltag in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung. Die Mittagsveranstaltung zeigt Wege, das eigene Team und sich selbst resilienter aufzustellen. Auf Grundlage der St. Galler Academic Leadership Studie lernen die Teilnehmenden die zentralen Dilemmata resilienter Führung kennen. Anhand typischer Situationen aus dem universitären Alltag loten sie ihren Handlungsspielraum aus und entwickeln Optionen für das eigene Führungshandeln.
Datum: 18. Februar 2027
Zeit: 12.15–13.45 Uhr
Ort: 4.B54
Zielgruppe: Professorinnen und Professoren der Universität Luzern
Zur Anmeldung. Die Anzahl Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss: 4. Februar 2027.
Prof. Dr. Julia Nentwich ist Sozialpsychologin an der Berner Fachhochschule und forscht zu Führung und Gleichstellung in Organisationen, zuletzt im Projekt «Leaders for Equality» zum Gleichstellungsengagement von Führungskräften. Ihre aktuellen Schwerpunkte sind Resilienz und Konfliktmanagement, Konflikte in Wissenschaft und Hochschule sowie inklusive Führung.
Ob in der Personalführung, der Betreuung, der Gremienleitung oder der kollegialen Zusammenarbeit: Professorinnen und Professoren bewegen sich in ihrem Führungsalltag in wechselnden Rollen, an die unterschiedliche Erwartungen geknüpft sind. Im Zentrum des Praxisworkshops steht der Umgang mit unklaren, widersprüchlichen oder überfrachteten Rollen. Anhand typischer Situationen reflektieren die Teilnehmenden ihre Führungspraxis und entwickeln konkrete Handlungsoptionen. Fachliche Impulse wechseln sich mit moderiertem kollegialem Austausch ab. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, eine ausgewählte Fragestellung in einem Coaching zu vertiefen.
Datum: 13. April 2027
Zeit: 9.15–12.30 Uhr / Optionales Coaching am Nachmittag
Ort: Raum folgt
Zielgruppe: Professorinnen und Professoren der Universität Luzern
Zur Anmeldung. Die Anzahl Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss: 30. März 2027.
Optionales Follow-up-Angebot: Informationen zur Anmeldung für das Coaching mit Dagmar Engfer erhalten Sie nach der Anmeldung zum Praxisworkshop.
Prof. Dr. Franziska Zellweger und Dagmar Engfer arbeiten am Zentrum für Hochschuldidaktik und -entwicklung der PH Zürich. Franziska Zellweger leitet den Workshop. Sie ist Professorin für Hochschuldidaktik und beschäftigt sich insbesondere mit Fragen an der Schnittstelle von Didaktik und Management sowie mit lateralem Führen und Teamlernen. Dagmar Engfer begleitet das Angebot mit individuellen Coachings im Anschluss an den Workshop. Sie ist seit mehr als zwanzig Jahren als Coach und Beraterin für Führung, Team- und Laufbahnentwicklung tätig, zertifiziertes Mitglied des BSO (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung) sowie Dozentin und Trainerin an Hochschulen und in verschiedenen Organisationen und Unternehmen.
Vom 31. Mai bis 2. Juni 2027 ist das H.I.T.-Programm zu Gast in Luzern. Im Rahmen des Pilotprogramms findet eine Keynote zu einem Führungsthema gemeinsam mit den Teilnehmerinnen des H.I.T.-Programms statt.
Das Programm wird in Kürze hier veröffentlicht.
Zum Abschluss des Pilotprogramms findet Ende Sommer 2027 ein zweiter Praxisworkshop statt.
Die Ausschreibung wird in Kürze hier veröffentlicht.
Das Pilotprogramm «Leadership in Practice – Führen an der Universität Luzern» ist Teil des von swissuniversities geförderten Projektes «Inklusive Führungskultur» der Fachstelle Chancengleichheit der Universität Luzern. Mehr zum Thema erfahren sie auf der Projektseite «Inklusive Führungskultur».



