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    Prof. Dr. Ursula Schumacher

    Ursula: Mit Aristoteles gegen Platon? Aristotelisch inspirierte, nichtphysikalistische Ansätze zur

    www.unilu.ch/fakultaeten/tf/professuren/dogmatik/mitarbeitende/prof-dr-ursula-schumacher/

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    CV Publist Rudolph Word oLink 2021 02 18

    Zürich 2009 "Eros und Ironie. Zu Platons Sokrates-Kritik im Symposion", in: Kaegi, Dominic (Hg.),

    Grösse: 342 KB

    Erstellungsdatum: 18.02.2021

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    Forschung im Fokus - Archiv

    2023 Auszeichnung für zwei rechtswissenschaftliche Dissertationen Dr. iur. Angela Hefti und Dr. iur. Vanessa Gerritsen haben den Professor Walther Hug-Preis für ihre Doktorarbeiten erhalten, die sie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern verfassten. weiterlesen Neue Stiftung für «Kulturen der Alpen» errichtet Für das «Urner Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern» ist eine Stiftung als Trägerschaft errichtet worden. Diese hat mit dem Kanton Uri eine Programmvereinbarung für die nächsten vier Jahre abgeschlossen. weiterlesen «Je ähnlicher, desto schützenswerter» Tiere – nicht mehr länger nur Objekte, sondern eigenständige Akteure: Darauf zielt der neuere kulturwissenschaftliche Blick ab. Damit verbunden: die Erkenntnis der untrennbaren Verflechtung von Mensch und Tier. weiterlesen Königliche Falken Falken wurden von den Mächtigen über Jahrhunderte als Jagdhelfer eingesetzt. An den barocken Fürstenhöfen erhielten sie eine besonders grosse Bühne. Dahinter steckten eine komplexe Logistik und globale Tier-Biografien. weiterlesen Tiere – einige ethische Überlegungen Wie soll der Mensch mit Tieren umgehen? Aus ethischer Sicht sollte der Eigenwert der Tiere respektiert sowie gleichzeitig der Würdebegriff für Menschen vorbehalten bleiben. Eine Herleitung, welche die Komplexität der Thematik aufzeigt. weiterlesen Das Tier im Recht Die Bezüge der Rechtsordnung zum Tier sind vielfältig. Gerade in letzter Zeit werden verschiedene Aspekte vertieft und mitunter leidenschaftlich diskutiert. weiterlesen «Eine Wissenschaft der Musse» Philosoph Giovanni Ventimiglia forscht zu Aristoteles’ Metaphysik. Wie sie nach Europa kam, wie sie sich wandelte und totgesagt wurde, weshalb sie heute noch wichtig ist – und was Luzern damit zu tun hat. weiterlesen Bergende Berge Das Reduit, das die Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg bezog, prägt das nationale Selbstbild bis heute. Gerade die damit einhergehenden ambivalenten Fantasien geraten in literarischen Werken auf überraschende Weise zum Ausdruck. weiterlesen Unterstützung bei Long Covid? Sebastian Heselhaus, Ordinarius für Europarecht, Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung, fragt – Balthasar Hug, Professor für Community Medicine und Chefarzt Innere Medizin am Luzerner Kantonsspital (LUKS), antwortet. weiterlesen Buchvernissage "Shadow of the Tree" - Abschlussfeier eines grossen Projektes Diagramme werden seit langem verwendet, um die Verwandtschaft von menschlichen Individuen und Gruppen, Tieren und Pflanzen zu beschreiben, zu behaupten und darzustellen. weiterlesen Neuer Sammelband von Nachwuchsforschenden «Neue Adressaten des Rechts» bespricht in einem interdisziplinären Ansatz den normativen Umgang mit neuen Formen der Rechtssubjektivität. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Nachwuchsforschende der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. weiterlesen Open Science in der Human-Ressource-Management-Forschung Das Projekt «Karrieren 4.0 – erfolgreich in der Gig Economy» hat untersucht, wie flexible Arbeitskräfte beim Erreichen ihrer beruflichen Ziele besser unterstützt werden können. Die Projektleiterin Dr. Manuela Morf erklärt, welche Rolle Open-Science-Praktiken in ihrer bisherigen Forschung spielen und gibt einen Ausblick zu deren zukünftigen Anwendung. weiterlesen Neuberufen: Gleb J. Albert im Gespräch Seit hundert Tagen ist Gleb J. Albert Assistenzprofessor für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte. Im Interview berichtet er, wie er seinen Start in Luzern erlebt hat und was ihn in Forschung und Lehre beschäftigt. (Dezember 2023) weiterlesen Konsumentenpräferenzen für KI-gesteuerte Produkte Eine neue Studie, an der die Universität Luzern beteiligt ist, hat die Präferenzen von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Bezug auf KI-gesteuerte Technologien untersucht. Die Untersuchung zeigt, wie adaptive und vorprogrammierte Algorithmen Produktpräferenzen und Kaufentscheidungen beeinflussen können. (Dezember 2023) weiterlesen Universitäten Luzern und Salamanca vereinbaren Zusammenarbeit Die Universität Luzern und die Universität Salamanca (Spanien) wollen künftig zusammenarbeiten. Die beiden Institutionen haben dazu in diesem Herbst eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. (Dezember 2023) weiterlesen Waldrechtstagung thematisiert Regeln für das Mountainbiken im Wald Die Rechtslage für den Mountainbike-Verkehr im Wald ist unklar und teils veraltet, die Behörden müssen sich neu organisieren – dies waren einige der Erkenntnisse der diesjährigen Waldrechtstagung an der Universität Luzern. (Dezember 2023) weiterlesen Engpässe in der Palliativ­versorgung bei Kinder­krebs Eine internationale Forschungsgruppe unter der Leitung der Universität Luzern hat europaweit die Verfügbarkeit von Palliativ-, Sterbe- und Trauerbegleitung in Kinderkrebskliniken untersucht. Die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Krebsforschung Schweiz geförderte Studie stellt einen Mangel an Kapazitäten fest. (November 2023) weiterlesen Religionslandschaft im Wandel – überraschend ohne Corona-Folgen Die Religionslandschaft im Kanton Luzern verändert sich weiter. So entstehen etwa neue Freikirchen oder jüngst auch ukrainische Gemeinschaften. Wenn einzelne Gruppen ihre Tätigkeit beendeten, geschah dies meist nicht als Folge der Corona-Pandemie, wie das Religionswissenschaftliche Seminar der Universität Luzern feststellt. (November 2023) weiterlesen Neue Ansätze für die medizinische Diagnostik Eine internationale, an der Universität Luzern geleitete Forschungsgruppe hat neuartige Ansätze für die medizinische Bildgebung entwickelt. Diese bergen grosses Potenzial für die frühere Diagnose, genauere Lokalisierung und das bessere Verständnis vieler menschlicher Erkrankungen. (November 2023) weiterlesen Open Science Policy: Be­kennt­nis zu of­fe­ner Wis­sen­schaft Mit der Einführung der «Open Science Policy» unterstreicht die Universität Luzern ihr Engagement für transparente und zugängliche Forschung. Die Richtlinien und Empfehlungen haben zum Ziel, Offenheit, Transparenz, Reproduzierbarkeit sowie Austausch und Zusammenarbeit zu fördern. (November 2023) weiterlesen Geschlechter­unterschiede in der Gesundheits­versorgung Wie unterscheidet sich der Zugang zu Gesundheitsversorgung zwischen den Geschlechtern bei Personen mit Rückenmarkverletzungen? Prof. Dr. Armin Gemperli und KD Dr. med. Tanja Volm gehen dieser Frage in einer vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Studie nach. (November 2023) weiterlesen Vier neue Foto-Portraits zu Luzerner Religionen Ein Einblick in die Glaubenspraxis von zwei römisch-katholischen Bewegungen, Adoray und Vater-Wolf-Stiftung, Bilder von der Eröffnung des tibetischen Zentrums Zurmang Kagyü und ein Update zur Eyüb Moschee sind neu zu den Foto-Galerien in der Web-Dokumentation «Religionsvielfalt im Kanton Luzern» hinzu gekommen. (November 2023) weiterlesen Religion und Tourismus: geförderte Forschung Wie nehmen Touristinnen und Touristen aus nicht-christlichen Kontexten Räume und Orte mit christlichen Inhalten wahr? Mit dieser Frage beschäftigt sich Anna-Lena Jahn im Rahmen ihrer entstehenden Dissertation. (November 2023) weiterlesen «Open Science Preis» für Datenanalyse-Projekt Prof. Dr. Alrik Thiem und sein Team erhalten den «Open Science Preis» der Universität Luzern. Das Siegerprojekt «CORA» zeigt exemplarisch den Mehrwert von Open-Source-Software für die Wissenschaft. (Oktober 2023) weiterlesen «Wissenschaft muss transparent sein» Im Rahmen der «International Open Access Week» wurde Alrik Thiem der «Open Science Preis» der Universität Luzern verliehen. Im Interview gibt er Einblicke in sein Projekt und erklärt, weshalb Wissenschaft nicht spektakulär sein muss. (Oktober 2023) weiterlesen Neuberufen: Melanie Huber-Lehmann im Gespräch Seit hundert Tagen ist Melanie Huber-Lehmann Assistenzprofessorin für schweizerisches und internationales Zivilverfahrensrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Im Interview berichtet sie, wie sie Ihren Start in Luzern erlebt hat und was sie in Lehre und Forschung beschäftigt. (Oktober 2023) weiterlesen Bundesstipendiat am Ethnologischen Seminar Finanziert durch ein «Bundes-Exzellenz-Stipendium», forscht Dr. Nidhin Donald für ein Jahr am Ethnologischen Seminar. Im Zentrum steht die Frage, wie die WHO in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Aspekten des Wohnens umgegangen ist. (September 2023) weiterlesen Augmented Reality hilft beim Schutz vor Röntgenstrahlen Forschende der Hochschule Luzern, des Luzerner Kantonsspitals und der Universität Luzern entwickeln innovative Augmented-Reality-Trainings, um medizinisches Fachpersonal besser vor Röntgenstrahlen zu schützen. (Oktober 2023) weiterlesen «Ambizione»-Projekt zu queerer Elternschaft Dr. Carole Ammann untersucht, wie Personen ihre Elternschaft erleben, die nicht in das vorherrschende Familienbild passt. Die Realisierung der Studie wird durch den Schweizerischen Nationalfonds gefördert. (September 2023) weiterlesen Versicherungen: Online-Interaktionen im Vormarsch, Zurückhaltung bei KI Der Trend zur Nutzung von Online-Kanälen beim Kontakt mit Versicherungen hält in der Schweiz an. Skepsis überwiegt beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), wie aus der dritten Ausgabe des «Swiss Insurance Monitors» der Universität Luzern hervorgeht. (September 2023) weiterlesen Auszeichnung für geschichtswissenschaft­liche Dissertation Rachel Huber hat den «Brigitte-Schnegg-Preis» 2023 der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (SGGF) erhalten. Dies für ihre Doktorarbeit zu Frauen des indigenen Widerstandes in den USA. (September 2023) weiterlesen «Ich möchte das Unsichtbare sichtbar machen» Nadja El Kassar ist seit diesem April Professorin für Theoretische Philosophie an der Universität Luzern und startet im demnächst beginnenden Herbstsemester mit der Lehre. Die Studierenden dürfen sich auf klassische Texte, neue Forschung und gemeinsame Diskussionen freuen. (September 2023) weiterlesen Als Schweizer (Kloster-) Gymnasien Philosophie­geschichte schrieben In ihrem SNF-Projekt haben Marco Lamanna und Chiara Paladini untersucht, wie Lehrer in reformierten und Mönche in katholisch-klösterlichen Gymnasien der Zentralschweiz zur Neudefinition eines Bereichs der Philosophie beigetragen haben. (August 2023) weiterlesen Studie zeigt Hürden der Schweizer Corona-Kommunikation Forschende der Universität Luzern und der Schweizer Paraplegiker-Forschung haben die Behördenkommunikation während der Corona-Pandemie untersucht. Die Studie zeigt, was die grössten Hürden in der Kommunikation für die Gesundheitsämter waren und wie sich die Ämter für die nächste Pandemie wappnen sollen. (August 2023) weiterlesen Hemmt das Recht Innovation? Die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis stösst oft auf rechtliche Hürden. Dem müssen sich Forschende und Gesetzgeber bewusst sein. Gleichzeitig muss die Denkweise überwunden werden, die Regulierung stehe der Innovation ihrer Natur nach feindlich gegenüber. (August 2023) weiterlesen Künstliche Intelligenz ausser Kontrolle Durch Anwendungen wie ChatGPT ist «Künstliche Intelligenz» verstärkt in den öffentlichen Fokus gerückt. Peter G. Kirchschläger forscht zu «Ethik der Künstlichen Intelligenz» und erklärt, warum im Bereich «KI» dringender Regulierungsbedarf besteht. (August 2023) weiterlesen Mobilitätsbeiträge für Nachwuchs­forschende vergeben Die Graduate Academy gewährt Beiträge zur Mobilität für Doktorandinnen und Doktoranden von bis zu 50'000 Franken. Diese ermöglichen den Nachwuchsforschenden einen Teil ihrer Dissertation im Ausland zu realisieren. (August 2023) weiterlesen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut Smriti Sharma erhält ein Mobilitätsstipendium der Graduate Academy der Universität Luzern in Höhe von 50'000 Franken. Im Rahmen ihrer Dissertation über indische Krankenversicherungssystem wird sie ein Jahr in Halle am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung verbringen. (August 2023) weiterlesen Internationaler KI-Wettbewerb mit Luzerner Beteiligung Wissenschaftliche Teams aus aller Welt haben das geplante EU-Rahmengesetz für künstliche Intelligenz einem Stresstest unterworfen. Zu den Gewinnern des Wettbewerbs gehört ein Team mit Luzerner Beteiligung. (August 2023) weiterlesen Religion und soziales Vertrauen – ein «eigenwilliges» Verhältnis Für eine funktionierende Gesellschaft ist zwischenmenschliches Grundvertrauen wichtig. In seiner Dissertation hat Anastas Odermatt u.a. untersucht, wie Religion bzw. Religiosität das soziale Vertrauen in der Schweiz beeinflusst und somit positiv oder negativ auf die Gesellschaft wirkt. (Juli 2023) weiterlesen Wie wirkt sich Religion auf die Schweizer Gesellschaft aus? Schadet Religion dem generellen Vertrauen in der Gesellschaft oder hilft sie, es aufzubauen? Das kann so nicht verallgemeinert werden, erzählt Anastas Odermatt im Interview über seine kürzlich publizierte Doktorarbeit. Eine wichtige Rolle spielt die Ausrichtung der jeweiligen Gemeinschaft. (Juli 2023) weiterlesen Der Deutsche Juristentag 1933 Die eben erschienene Monographie «Der Deutsche Juristentag 1933» von Silvan Schenkel untersucht ein zentrales Ereignis für die Konstitution der juristischen Berufselite in der NS-Zeit. (Juli 2023) weiterlesen «Für Mitgefühl brauchen wir Vorstellungskraft» Was haben soziale Ungleichheiten mit Gefühlen zu tun? Philosoph Martin Hartmann geht diesen unterschätzten Einflüssen nach – und schärft den Blick dafür, wie unser Innerstes mit sozialen, kulturellen und normativen Rahmenbedingungen verquickt ist. (Juli 2023) weiterlesen Ungleichheit im virtuellen Raum Seit über drei Jahrzehnten gibt es das Internet – mit massiven Wirkungen auf die analoge Welt. Viele Hoffnungen und Ängste haben diesen fortlaufenden Prozess begleitet, gerade auch mit Blick auf Ungleichheit. (Juli 2023) weiterlesen Paulus als Mediator «Dann hungert der eine, während der andere betrunken ist.» Apostel Paulus (* vermutlich vor dem Jahr 10 n. Chr.) weist in seinem «1. Korintherbrief» auf Missstände hin und versucht, zwischen «Starken» und «Schwachen» zu vermitteln. (Juli 2023) weiterlesen Therapien: Handel mit Erwartungen Jährlich wird weltweit bei zwei Millionen Frauen Brustkrebs diagnostiziert, über 650'000 sterben daran. Die Soziologin Sophie Mützel hat am Beispiel von neuartigen Therapien mittels «Big Data» untersucht, wie Geschichten für die Entstehung neuer Märkte wesentlich sind. (Juli 2023) weiterlesen Zunehmend Notrecht – legitim? Manuel Oechslin, Professor für Internationale Ökonomie, fragt – Sebastian Heselhaus, Ordinarius für Europarecht, Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung, antwortet. (Juli 2023) weiterlesen Funktionsfähigkeit als neuer Indikator für Gesundheit Mit dem Konzept der Funktionsfähigkeit kann Gesundheit ganzheitlich beurteilt und gefördert werden, was dem Wohlergehen Einzelner und der Gesellschaft als Ganzes zu Gute kommt. Was es braucht, damit das Konzept als wichtiges Gesundheitskriterium akzeptiert und eingeführt werden kann, zeigt ein Team aus Forschenden der Universität Luzern und der Schweizer Paraplegiker-Forschung in einer aktuellen Publikation. (Juni 2023) weiterlesen Neue Fakultät feierlich eröffnet Auf den 1. Februar 2023 wurde das Departement für Gesundheits­wissenschaften und Medizin in eine Fakultät umgewandelt. Mit einem Festakt ist die neue Fakultät gestern offiziell eröffnet worden. (Juni 2023) weiterlesen Melanie Clegg ist BVM-Nachwuchsforscherin des Jahres Dr. Melanie Clegg, Forschungsmitarbeiterin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, ist vom Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM) zur Nachwuchsforscherin des Jahres gekürt worden. Dies für ihre Dissertation «AI, Algorithms, and the Consumer. How Transparency Affects Perception and Adoption of Algorithmic Technologies». (Juni 2023) weiterlesen Die Frauenfrage in der katholischen Kirche Nadja Waibel erforschte Biografien von katholischen Gemeindeleiterinnen. In Interviews befragte sie diese nach ihren Erfahrungen als berufstätige Frauen in der Kirche – damit wird auch ein Stück Zeitgeschichte festgehalten. (Juni 2023) weiterlesen Studie beleuchtet Trends in der Integrationspolitik Die rechtliche Gleichstellung von Eingewanderten in westlichen Demokratien ist während des vergangenen Jahrzehnts insgesamt leicht verstärkt worden, so auch in der Schweiz. Es gibt aber wichtige Ausnahmen, wie eine Studie unter Mitarbeit von Samuel D. Schmid vom Politikwissenschaftlichen Seminar zeigt. (Juni 2023) weiterlesen Drei Forschungsprojekte vom SNF gefördert Für drei Forschungsprojekte an der Universität Luzern hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Förderbeiträge gesprochen. Die von Forschenden an der Rechtswissen­schaftlichen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingeworbenen Mittel betragen insgesamt rund 1.5 Millionen Franken. (Juni 2023) weiterlesen Söldner, Sklave, Schriftsteller Nordafrikanische Piraten versklavten in der Frühen Neuzeit Dutzende Eidgenossen, darunter den Appenzeller Johannes Rohner. Seine aussergewöhnliche Lebensgeschichte liest sich, vielleicht nicht ganz zufällig, wie ein Thriller. (Juni 2023) weiterlesen Theologie in der ökologischen Krise In aktuellen Krisen erscheint die Kirche oft weit weg vom Konkreten. Dabei hätte sie Potenzial, nicht nur das jenseitige, sondern auch das diesseitige Heil zu thematisieren. Was es dazu im Verständnis der Theologie von der Welt braucht, untersucht Franca Spies. (Mai 2023) weiterlesen Auch Scheitern kann zu Innovation führen Bereits zum zwölften Mal zeigt der «Schweizer HR-Barometer» auf, wie Angestellte in der Schweiz ihre Arbeitssituation erleben. Basierend auf einer repräsentativen Stichprobe des Bundesamtes für Statistik, wurden über zweitausend Angestellte befragt. (Mai 2023) weiterlesen Klimapolitik durch die Augen der Wählenden In den letzten Jahren hat die politische Polarisierung bei konkreten Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zugenommen. Welche Massnahmen bei den Wählerinnen und Wählern wie ankommen, hat Professorin Lena Maria Schaffer erforscht. (Mai 2023) weiterlesen Studie zeigt Asymmetrie zwischen Anerkennung und Verantwortung bei KI-generierten Texten Ein neuer Beitrag der internationalen Zeitschrift «Nature Machine Intelligence» diskutiert ethisch-rechtliche Herausforderungen von Sprachmodellen wie ChatGPT. Mitverfasst hat ihn Monika Plozza von der Universität Luzern. (Mai 2023) weiterlesen Recht und Kreislaufwirtschaft: Studie abgeschlossen Am 16. Mai hat an einer Abschlussmedienkonferenz in Bern die Präsentation der Ergebnisse aus dem Nationalen Forschungsprogramm «Nachhaltige Wirtschaft» stattgefunden. Eine der verschiedenen Studien wurde an der Universität Luzern durchgeführt. (Mai 2023) weiterlesen Von Babyboomer bis Gen Z: Was bewegt die Schweiz? Mobilitätspräferenzen sind generationenabhängig und die flächendeckende Verfügbarkeit von Ladestationen ist ein entscheidender Treiber der Verbreitung von Elektromobilität. Dies zeigt eine repräsentative Studie der Universitäten Luzern und St. Gallen zum Mobilitätsverhalten in der Schweiz. (Mai 2023) weiterlesen Islamunterricht in Schul­räumen fördert Toleranz Die wachsende religiöse Diversität in der Schweiz stellt auch Schulen vor neue Anforderungen. Eine Studie von Forschenden der Universitäten Fribourg und Luzern zeigt unter anderem, dass sich islamischer Religionsunterricht in Schulräumen integrativ auswirkt, da er die Lebenswelten von Schule und Religion in einen Austausch bringt. (März 2023) weiterlesen Wahlhilfeplattform fördert das Panaschieren «Smartvote» verändert das Wahlverhalten in der Schweiz nur minim, wie neue Forschungsergebnisse zeigen. Die Beteiligung steigt nicht. Und auch das Panaschieren, das zwar häufiger zur Anwendung kommt, macht am Ende bei den Wahlresultaten keinen Unterschied. (März 2023) weiterlesen Bericht über Salafismus in der Deutschschweiz Während drei Jahren hat ein Team des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern zu jenen Musliminnen und Muslimen geforscht, die als besonders strenggläubig gelten. Nun liegt der Bericht vor. Er zeigt, wie heterogen diese Richtung ist und wie an der Salafiyya orientierte Personen zu Staat und Gesellschaft stehen. (Februar 2023) weiterlesen Corona: über 1 Million Zeitungsartikel analysiert Im Rahmen einer Studie wurde die Berichterstattung der Schweizer Printmedien während der Corona-Pandemie untersucht. Die Forschenden gelangen zu einem grundsätzlich positiven Urteil und sprechen Empfehlungen aus. (Februar 2023) weiterlesen Indikatoren zur Spitalqualität werden nationaler Standard An der Universität Luzern entwickelte Qualitätsindikatoren und eine dazugehörige Software sind schweizweit in Spitälern eingeführt worden. Die Software erlaubt tiefgehende Analysen zur Behandlungsqualität und setzt Verfahren aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz ein. (Februar 2023) weiterlesen Omikron vs. Influenza: Studie vergleicht Spitalsterblichkeit Eine repräsentative Studie unter Leitung der Universität Luzern hat die Sterblichkeit von hospitalisierten Personen mit der Corona-Variante Omikron und von solchen mit Influenza (saisonale Grippe) verglichen. Bei Omikron zeigte sich eine signifikant höhere Spitalsterblichkeit. (Februar 2023) weiterlesen Dem Umgang mit Staats­geheimnissen auf der Spur Der Historiker Nadir Weber untersucht zusammen mit seinem Team, wer in der Frühen Neuzeit Zugang zu Staatsgeheimnissen hatte, wie sie bewahrt und versteckt, aber auch als politische Mittel eingesetzt wurden. Dies ermöglicht neue Blicke auch auf den Luzerner Wasserturm. (Februar 2023) weiterlesen Nutzung von Qualitäts­informa­tionen im Schweizer Ge­sund­heits­system Wie wird Qualität im Gesundheitswesen gemessen? Wie und welche Qualitätsinformationen werden veröffentlicht? Wer benötigt welche Information und wozu? Diesen Fragen geht die Plattform «Swiss Learning Health System» (SLHS) im Auftrag der Eidgenössischen Qualitätskommission nach. (Februar 2023) weiterlesen Alle anzeigen Alle Sektionen des Akkordeons öffnen 2022 Auszeichnung für Malaria-Studie Dr. Samuel Lordemus hat untersucht, inwiefern Malaria-Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo auf den lokalen Bedarf abgestimmt ist. Seine Studie liefert Hilfsorganisationen wichtige Hinweise für die Ausrichtung ihrer Hilfsmassnahmen und wurde dafür mit dem «International Geneva Award» ausgezeichnet. (Dezember 2022) weiterlesen Den digitalen Trends auf der Spur Als es zum Volkssport wurde, im Internet zu surfen, gehörte Reto Hofstetter bereits jener Gruppe an, die ganz vorne auf der digitalen Welle ritt. Heute analysiert er als Professor für digitales Marketing unser Verhalten als Konsumentinnen und Konsumenten. (Dezember 2022) weiterlesen Wie Gesundheits-Apps Teil unseres Lebens werden Schlaf, Schritte, Puls: Mit Smartwatches und sonstigen Trackern verbundene Apps ermöglichen die Auswertung und Darstellung unzähliger Körperdaten. Dies führt zu einem anderen Blick auf die Gesundheit. (Dezember 2022) weiterlesen Mit Rehabilitation gesund altern Nicht nur für Spitzensportler, nicht nur Physio, Optimierungsbedarf auch in der Schweiz: Im Zusammenhang mit Rehabilitation gibt es viele Missverständnisse. Zeit, Fakten sprechen zu lassen und die wichtige Rolle für ein gesundes Altwerden aufzuzeigen. (Dezember 2022) weiterlesen Sportsucht: «Forschung steckt in den Anfängen» Flora Colledge pendelt zwischen Spitzensport und Universitätskarriere. Die Belgierin forscht zu Sportsucht und erklärt, warum sie trotz 30 Stunden Training pro Woche nicht betroffen ist. (Dezember 2022) weiterlesen Meisterung aktueller Krisen: Beitrag der Wirtschaft? Margit Wasmaier-Sailer, Professorin für Fundamentaltheologie, fragt – Manuel Oechslin, Professor für Internationale Ökonomie, antwortet. (Dezember 2022) weiterlesen Vier juristische Dissertationen ausgezeichnet Für ihre an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern verfassten Doktorarbeiten haben Filippo Contarini, Sarah Kehl, Martin Meier und Marc Winistörfer den Professor Walther Hug-Preis erhalten. (Dezember 2022) weiterlesen «Starting Grant»: Forschung zu Computer und Europa im Wandel Dr. Gleb J. Albert hat vom Schweizerischen Nationalfonds ein «SNSF Starting Grant» erhalten. Damit kann der Historiker an der Universität Luzern eine grossangelegte Studie realisieren. (Dezember 2022) weiterlesen Recht im Bild: Forschungsprojekt gefördert Wie werden Recht und Justiz zur Zeit der Weimarer Republik in bildlicher Form abgebildet bzw. thematisiert? Hierzu hat der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ein Forschungsprojekt bewilligt. (Dezember 2022) weiterlesen Wieviel Innovationspotential hat die digitale Gesundheits­versorgung? Die Studie «Swiss Health Monitor 2022» des Instituts für Marketing und Analytics (IMA) der Universität Luzern zeigt: Ein Grossteil der Befragten würde sich für eine digitale Begleitung in der Nachsorge interessieren. (November 2022) weiterlesen Auszeichnung für religions­wissen­schaft­liche Dissertation Anne Beutter hat für ihre Doktorarbeit den «Fritz Stolz-Preis» erhalten. In ihrer Studie, die demnächst als Buch erscheint, geht es um die Wechselwirkungen zwischen Religion, Recht und Zugehörigkeit. (Oktober 2022) weiterlesen «Femizid»: ein blinder Fleck in der Statistik Dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts strukturell Gewalt erfahren, ist auch in der Schweiz eine Realität. Derweil fehlen offizielle «Femizid»-Zahlen. Andrea Isabel Frei hat dazu eine Masterarbeit geschrieben – und wurde dafür ausgezeichnet. (Oktober 2022) weiterlesen Schweizer Wald: «Klimawandel als Herausforderung» Mit dem «Kommentar zum Waldgesetz» liegt erstmals seit Erlassung des Bundesgesetzes über den Wald 1991 eine vertiefte Kommentierung vor. Mitherausgeber Roland Norer über aktuelle und künftige Herausforderungen in der Waldpolitik – und die Herausforderungen, die das rechtswissenschaftliche Kommentieren mit sich bringt. (Oktober 2022) weiterlesen Religion: Masterarbeit ausgezeichnet In seiner Masterarbeit untersucht Milan Weller die Rolle der Religion in der Schweizer Gesellschaft. Die Studie wurde vom Springer-Verlag ausgezeichnet und in das Verlagsprogramm aufgenommen. (Oktober 2022) weiterlesen Konstruktiver Umgang mit Fehlern fördert Innovation Der Fokus des diesjährigen «Schweizer HR-Barometer» liegt auf Arbeitsbedingungen, die innovatives Handeln von Beschäftigten fördern. Der in der Schweiz vorherrschende offene Umgang mit Fehlern wirkt sich positiv auf die Innovationskraft und die generelle Arbeitseinstellung aus. (Oktober 2022) weiterlesen Der diskrete Jihadismus-Experte Johannes Saal ist von Haus aus nicht religiös. Vielleicht erforscht er gerade deshalb am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik die radikalste Art des Glaubens: den Jihadismus. (September 2022) weiterlesen Wie kann man intensiven Serienkonsum erklären? Binge-Watching, also das intensive oder gar exzessive Schauen mehrerer Episoden einer TV-Serie am Stück, beschäftigt Forschende in den letzten Jahren zunehmend. Bei zwei aktuellen Studien mit Beteiligung von Dr. Alexander Ort stand die Frage im Fokus, welche Rolle Cliffhanger dabei spielen. (September 2022) weiterlesen Forschungsprojekt zu «Verantwortung» gefördert Ein neues Forschungsprojekt am Institut für Sozialethik ISE der Universität Luzern untersucht das Prinzip der Verantwortung. Dies mit Unterstützung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI. (Juni 2022) weiterlesen Schweizer Versicherungsmarkt im (digitalen) Wandel? Nach Informationen zu Versicherungen wird in der Schweiz vorwiegend online gesucht. Geht es um Vertragsabschlüsse oder Kündigungen, werden jedoch Offline-Wege bevorzugt, wobei Altersunterschiede ersichtlich sind. Diese und weitere Erkenntnisse gehen aus dem «Swiss Insurance Monitor» hervor. (Juni 2022) weiterlesen Kinderkrebs: bessere Behandlung dank Qualitätskriterien Eine Studie am Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin untersucht, wie die Behandlung von Kinderkrebs in der Schweiz verbessert werden kann. Das Projekt wird von der Stiftung Krebsforschung Schweiz gefördert. (Juni 2022) weiterlesen «Von Selbstauskunft ist nie genug da!» Wir alle müssen uns zeigen – ob mehr oder weniger gefiltert in den sozialen Medien, hochgradig strukturiert im Vorstellungsgespräch oder ganz auf den Körper fokussiert im Freibad. Der Historiker Valentin Groebner im Gespräch darüber, was wir wo über uns verraten müssen und welche Rolle dabei die Beichte spielt. (Juni 2022) weiterlesen Soziale Identität: 100% «Wir»? Identitätspolitik ist in aller Munde, doch an profunden quantitativen Untersuchungen mangelt es. Eine Studie schafft verlässliche Daten und zeigt unter anderem: Zentral für das «Ich» und «Wir» der Schweizerinnen und Schweizer ist die Familie. (Juni 2022) weiterlesen Religionsfreiheit oder Körperverletzung? Der strafrechtliche Umgang mit medizinisch nicht notwendiger männlicher Genitalbeschneidung im Kindesalter ist umstritten. Ein Strafrechtsprofessor, ein Judaist und ein Professor für Islamische Theologie erklären, warum das so ist. (Juni 2022) weiterlesen Der verborgenen Struktur von Daten auf der Spur Alrik Thiem forscht im Rahmen einer SNF-Förderprofessur am Politikwissenschaftlichen Seminar zu empirischen Methoden. Mit seinem Team entwickelt er auch Software zur Datenanalyse, die in den Sozial- und Naturwissenschaften Anwendung findet. (Juni 2022) weiterlesen Corona: Auswirkungen auf religiöse Praktiken? Sandra Bärnreuther, Assistenzprofessorin für Ethnologie, fragt – Margit Wasmaier-Sailer, Professorin für Fundamentaltheologie, antwortet. (Juni 2022) weiterlesen Auszeichnung für Forschung zu erweiterter Realität David Finken ist von der «European Marketing Academy» für seinen Konferenzbeitrag zur Forschung zum Thema erweiterte Realität («Augmented Reality») im Kaufprozess ausgezeichnet worden. Darin befasst er sich mit der Frage, welchen Einfluss die reale Welt auf den Kaufentscheid hat. (Mai 2022) weiterlesen Hände frei dank Sprach­assistenten Das jüngste «Voice First Barometer» des Instituts für Marketing & Analytics (IMA) der Universität Luzern, der Swisscom und der VUI.agency zeigt: Jede zweite Person in der Schweiz spricht mit Sprachassistenten auf dem Smartphone, im Auto oder zu Hause mit dem Smart Speaker. Hauptsächlich, um die Hände frei zu haben und mehrere Dinge parallel zu machen. (Mai 2022) weiterlesen Dialog der Religionen Das neue Zentrum für Theologie und Philosophie der Religionen widmet sich den mannigfaltigen Verbindungslinien zwischen Christentum, Judentum und dem Islam. Es geht darum, so die Zentrumsleitenden, ein «gemeinsames Gedächtnis» zu schaffen. (Mai 2022) weiterlesen Neue Werkzeuge für die Soziologie Die Soziologie kann im Umgang mit «Big Data» eine wichtige Brückenfunktion einnehmen. Gleichzeitig erfordert der Umgang mit den grossen Daten auch, das bewährte methodische Repertoire zu erweitern, so Professorin Sophie Mützel. (Mai 2022) weiterlesen Wenn universitäre Lehre auf die Praxis trifft Die «Law Clinic Wirtschaftsrecht» bietet Studierenden auf Masterstufe die Möglichkeit, sich unter professioneller Betreuung mit realen Fällen auseinanderzusetzen. Das Lehrformat schlägt eine Brücke zwischen der theoretischen Ausbildung und der praktischen Anwendung. (Mai 2022) weiterlesen Datenkompetenzen für die Zukunft Die digitale Transformation bietet weitreichende Chancen und erfordert gleichermassen vielfältige Kompetenzen. Die Studienprogramme der Wirtschaftswissenschaften tragen dem mit einer breiten Basis an Grundlagen sowie zusätzlichen Spezialisierungsmöglichkeiten in «Data Science» Rechnung. (Mai 2022) weiterlesen Premieren am Departement Viel Neues im Fachbereich «Gesundheitswissenschaft und Gesundheitspolitik»: Zum einen wurde ein Bachelorprogramm in Gesundheitswissenschaften lanciert. Zum anderen gibt es neu kombinierte «Lehr- und Forschungsbeauftragten»-Stellen. (Mai 2022) weiterlesen Wieso ist Rehabilitation für ein gesundes Altern zentral? Carla Sabariego, Assistenzprofessorin für Rehabilitation und Gesundes Altern, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Vor welche Heraus­forder­ungen stellt die Informations­gesell­schaft die institutionelle Gesund­heits­kom­munikation? Sara Rubinelli, ausserordentliche Professorin für Gesund­heits­kom­munikation, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Wie sorgt die Verletzbarkeit der Menschen dafür, dass sie sich für Menschenrechte aussprechen? Peter G. Kirchschläger, Professor für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik (ISE), antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Warum missbrauchen Eltern ihre Kinder im Scheidungskampf? Tanja Ivanovic, Anwältin und Notarin, Doktorandin an der Universität Luzern, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Warum treffen intelligente Menschen dumme Entscheidungen? Dr. Anja Feierabend, Oberassistentin und Dozentin am Center für Human Resource Management, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Wieso kümmern wir uns erst um unsere Gesundheit, wenn wir krank werden? Gisela Michel, Professorin für Gesundheits- und Sozialverhalten, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Wird die Digitalisierung das internationale Handelsrecht revolutionieren? Mira Burri, ausserordentliche Professorin für Internationales Wirtschafts- und Internetrecht, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Wie wirken sich personalisierte Algorithmen auf die Demokratie aus? Dr. Andrea De Angelis, Forschungsmitarbeiter und Lehrbeauftragter am Politikwissenschaftlichen Seminar, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Wie werden wir in Zukunft (digital) bezahlen? Sophie Mützel, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Medien und Netzwerke, antwortet. (Mai 2022) weiterlesen Windräder und ihre politischen Auswirkungen Visualisierungen könnten die Akzeptanz von Windrädern erhöhen. Dies haben Resul Umit (Universität Oslo) und Lena Maria Schaffer (Universität Luzern) in einer Studie über Windenergieprojekte und deren Einfluss auf Schweizer Wahlen herausgefunden. (Mai 2022) weiterlesen 15,73 Mio. Franken für die Forschung Doppelrekord bei der Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung: Noch nie seit der Gründung der Universität Luzern im Jahr 2000 wurden in einem Jahr so viele Fördergelder für Projekte und Karrieren sowohl beim Nationalfonds als auch insgesamt eingeworben. (Mai 2022) weiterlesen Dissertation zur ethischen Bedeutung von Privacy und Kryptographie Der Theologe und Informatiker Laurence Lerch verbindet in seiner Doktorarbeit Ethik und Technologie. Dabei wird er von der Hanns-Seidel-Stiftung mit einem Promotionsstipendium unterstützt. (Mai 2022) weiterlesen Früherkennung psycho-sozialer Probleme nach Kinderkrebs Menschen, die im Kindes- oder Jugendalter an Krebs erkrankt waren, leiden häufiger an psychischen Problemen und Schwierigkeiten in Ausbildung und Beruf. Ein internationales Team unter Luzerner Co-Leitung hat Richtlinien für die Früherkennung solcher Probleme erarbeitet. Damit sollen die Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. (Mai 2022) weiterlesen Digitale Genossenschaft: Forschungsprojekt gestartet Sind Userinnen und User bereit, mehr von ihren persönlichen Daten preiszugeben, wenn sie dafür im Gegenzug etwas erhalten? Dieser Frage geht Dr. Bernhard Lingens vom Institut für Marketing und Analytics (IMA) der Universität Luzern in einem durch Innosuisse geförderten Forschungsprojekt nach. (April 2022) weiterlesen Doktorarbeit zu geflüchteten Studierenden an Schweizer Hochschulen In seiner Dissertation erforschte Marino Ferri den Umgang von Schweizer Hochschulen mit geflüchteten Studierenden zwischen 1945 und 1975. Durch den Krieg in der Ukraine gewinnt das Thema traurigerweise an Aktualität. Was aus der Geschichte (nicht) gelernt werden kann, erklärt Ferri im Interview. (April 2022) weiterlesen Forderung nach einem «Right to Customization» Online-Dienste verlangen in der Regel eine Zustimmung zu ihren Nutzungsbedingungen. Sonst kann der Dienst nicht genutzt werden. Vor diesem Hintergrund fordert Zaïra Zihlmann mit Forschenden der Universität St. Gallen ein «Right to Customization», also ein Recht auf Anpassung von Online-Diensten. (April 2022) weiterlesen Töchter und Söhne übernehmen politische Orientierung unterschiedlich Töchter stimmen gemäss einer Studie der Politikwissenschaftlerin Mathilde van Ditmars eher mit linksorientierten Elternteilen überein. Männliche Nachkommen übernehmen hingegen gleich häufig linke oder rechte Einstellungen der Eltern. (April 2022) weiterlesen Human Resource Management in Bewegung Schweizer Unternehmen haben ihre interne Kommunikation intensiviert – dabei richten sich vermehrt auch Geschäftsleitungsmitglieder direkt an die Mitarbeitenden: Unter anderem dies zeigt die neueste CRANET-Erhebung. (April 2022) weiterlesen Schliessung der «Winter­lücke» durch Alpen­strom Die Studie «Alpenstrom jetzt!» sieht in alpinem Solarstrom Potenzial für die Versorgungssicherheit, ohne auf Erdgas angewiesen zu sein. Energierechtsexperte Markus Schreiber empfiehlt eine rechtliche Regelung für Photovoltaikanlagen auf Richtplanebene. (März 2022) weiterlesen «FaMiGlia»: Forschungsschwerpunkt verlängert Seit fünf Jahren befassen sich Forschende der Universität Luzern mit den Auswirkungen von Migration und Globalisierungsprozessen auf unterschiedliche Familienformen. Nun wurde der Forschungsschwerpunkt bis Ende 2022 verlängert. (März 2022) weiterlesen Der Bauch entscheidet mit: Emotionen treiben Entscheid für neue Mobilitätsformen Eine repräsentative Studie der Universitäten Luzern und St. Gallen zeigt auf, wie es um die neuen Mobilitätsformen in der Schweiz steht und inwieweit Motive und Bedürfnisse die Akzeptanz und Nutzung beeinflussen. (März 2022) weiterlesen Smarte Produkte halten Einzug in Schweizer Haushalte Eine repräsentative Studie unter der Leitung der Universitäten Luzern und St. Gallen zeigt auf, wie es um Akzeptanz und Wahrnehmung von smarten Produkten in der Schweiz steht. (März 2022) weiterlesen Studie zu Klimapolitik: Auszeichnung für Lena Maria Schaffer Im Rahmen eines SNF-Forschungsprojekts untersuchten Ass.-Prof. Dr. Lena Maria Schaffer und zwei Mitforschende den Einfluss der öffentlichen Meinung auf die Klimapolitik. Für die Studie sind sie nun mit dem Preis für den besten publizierten Artikel des «Journal of Public Policy» (JPP) ausgezeichnet worden. (März 2022) weiterlesen Gesundheitswisse­­n­­schaften: Doktorierende an der Expo in Dubai Sollte die Gesundheitsversorgung von älteren Menschen zu Hause oder in Einrichtungen erfolgen? Ana Lucía Oña Macías und Ezra Valido vom Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin debattieren darüber live an der «Expo 2020» in Dubai. (Januar 2022) weiterlesen «Big Data» und Handelsrecht: Projekt abgeschlossen Zur Regulierung von zwischenstaatlichen Datenströmen können internationale Handelsabkommen als wichtiges Rahmenwerk dienen. Zu diesem Schluss kommt ein im Rahmen eines Nationalen Forschungsprogramms durchgeführtes Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Mira Burri. (Januar 2022) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2021 Corona Immunitas: Ende der Studie in Luzern Ein Jahr lang wurden die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Kanton Luzern untersucht. Nun geht der zentral koordinierte Teil der nationalen Studie zu Ende und die gewonnenen Daten werden analysiert. (Dezember 2021) weiterlesen Neues An-Institut erforscht und vermittelt Schweizer Wirtschaftspolitik Das «Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik an der Universität Luzern» (IWP) hat offiziell seine Tätigkeit aufgenommen. Fragen der Einkommensverteilung, des Staatshaushalts, der sozialen Aufstiegschancen und des Erfolgsmodells Schweiz stehen im Fokus der Forschung. (Dezember 2021) weiterlesen «Mit dem Recht Marktversagen korrigieren» Kleider, Lebensmittel, Plastik – viele wertvolle Produkte werden weggeworfen. Die Nachfrage nach Gütern steigt, die Nutzungszeit sinkt. Mit welchen rechtlichen Instrumenten kann Gegensteuer gegeben werden hin zu einer Kreislaufwirtschaft? (Dezember 2021) weiterlesen Abfall als Türöffner zur Nachhaltigkeit Wer über Nachhaltigkeit nachdenkt, tut dies primär am Phänomen des Abfalls und mit Blick auf das diesbezügliche Verhalten seiner Mitmenschen: Dies ist einer der Befunde aus einer Lehrveranstaltung mit Luzerner Soziologie-Studierenden. (Dezember 2021) weiterlesen Bewahrung der Schöpfung «Macht euch die Erde untertan!» Die jahrhundertelange Fehlinterpretation dieses Bibelverses hat die Vorstellung des Verhältnisses des Menschen zur Natur in drastischer Weise mitgeprägt. Zeit für eine Korrektur. Und Zeit für die Religionspädagogik, einen Beitrag zu leisten. (Dezember 2021) weiterlesen «Glück» in der NS-Zeit Diktatur, Krieg, Holocaust: Wer an den Nationalsozialismus denkt, denkt wohl kaum zuerst an Glück. Inwiefern Glück aber gerade während dieser Zeit eine Rolle spielte, hat Isabelle Haffter in ihrer Dissertation untersucht – und dabei auch die Schweiz beleuchtet. (Dezember 2021) weiterlesen Sind «Schwarze Listen» legitim? Reto Babst, Professor für Medizin, fragt – Bernhard Rütsche, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, antwortet. (Dezember 2021) weiterlesen Forschen am anderen Ende der Welt Über ein Jahr lang lebte Willem Church in einem Dorf in Papua-Neuguinea und erforschte dort die Auswirkungen einer geplanten Mine. Der 31-jährige Neuseeländer ist ein akademischer Nomade: Nach Graz und Luzern schlägt er seine Zelte bald in Leipzig auf. (Dezember 2021) weiterlesen Erste «Eccellenza»-Assistenzprofessur an der Universität Luzern Dr. Nadir Weber erforscht ab Mitte 2022 am Historischen Seminar das Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Diskretion im frühneuzeitlichen Europa. Sein Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds mit gesamthaft 1,56 Mio. gefördert. (Dezember 2021) weiterlesen Vier juristische Dissertationen ausgezeichnet Phil Baumann, Fabian Gähwiler, Philipp Rebsamen und Patrick Vogler haben den Professor Walther Hug-Preis für ihre an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern verfassten Doktorarbeiten erhalten. (Dezember 2021) weiterlesen Fokussiert in die Zukunft Verhaltenswissenschaften und Psychologie, Gesundheit, Digitalisierung: Mit diesen drei Entwicklungsschritten will die Universität Luzern ihr humanwissenschaftliches Profil stärken und ihren Beitrag zu gesellschaftlichen Herausforderungen leisten. (Dezember 2021) weiterlesen Geschlechterunterschiede bei der beruflichen Vorsorge Ein von der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG) in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten liegt nun vor. Es offenbart gleichstellungsrechtliche Ungleichheiten bei der beruflichen Vorsorge und unterbreitet Verbesserungsvorschläge. (Dezember 2021) weiterlesen Mobilitätsbeiträge für Forschungsaufenthalte Die Graduate Academy der Universität Luzern hat erstmalig Mobilitätsstipendien an Doktorierende vergeben. Für Forschungsaufenthalte im Ausland wurden Beträge zwischen 24'000 und 50'000 Franken gesprochen. (Dezember 2021) weiterlesen SNF fördert fünf Forschungsprojekte Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat Förderbeiträge für fünf Forschungsprojekte an der Universität Luzern bewilligt. Die von Forschenden an der Theologischen, Wirtschaftswissenschaftlichen sowie der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät eingeworbenen Mittel betragen insgesamt über drei Millionen Franken. (November 2021) weiterlesen Auszeichnung für Dissertation Dr. Willem Church, Mitarbeiter des Ethnologischen Seminars der Universität Luzern, ist für seine Dissertation mit dem Forschungsförderungspreis des Frobenius Instituts in Frankfurt am Main ausgezeichnet worden. (November 2021) weiterlesen Wie soll die künftige ambulante Grund­­versorgung aussehen? Die Schweizer Bevölkerung wünscht sich eine ambulante Versorgung, in der die Behandlungspersonen gut über die Krankengeschichte ihrer Patientinnen und Patienten informiert sind. Unter anderem dies zeigt eine am Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin durchgeführte Umfrage. (Oktober 2021) weiterlesen Infodemie: WHO-Projekt mit Luzerner Beteiligung Um der mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Infodemie begegnen zu können, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen entsprechenden Referenzrahmen dazu veröffentlicht. Diesen hat Prof. Dr. Sara Rubinelli vom Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin entwickelt. (Oktober 2021) weiterlesen Big Data: «Soziologie als Brückenbauerin» Die im Rahmen eines Nationalen Forschungsprogramms durchgeführte Studie «Facing Big Data» ist abgeschlossen. Die Resultate zeigen, so Projektleiterin Prof. Dr. Sophie Mützel, dass für einen kompetenten Umgang mit «Big Data» auch die Geistes- und Sozialwissenschaften essenziell sind. (September 2021) weiterlesen Wissenschaftsforschung: Zusprache Ambizione-Projekt Die Faszination und Obsession im Zusammenhang mit einer riesigen Filmsammlung steht im Fokus einer geplanten Studie von Sarine Waltenspül. Nun wurde das Forschungsprojekt durch den Nationalfonds bewilligt. (September 2021) weiterlesen Forschung zur Religiosität von Thai-Migrantinnen Auch nach ihrer Migration in die Schweiz setzen sich die meisten Thailänderinnen weiterhin mit der kulturell-religiösen Tradition ihres Herkunftslandes auseinander. Deren Bedeutung kann für die Frauen jedoch sehr unterschiedlich sein, wie eine religionswissenschaftliche Doktorarbeit zeigt. (September 2021) weiterlesen «Big Data»: Doktorarbeit ausgezeichnet Philippe Saner hat seine Dissertation «Daten. Wissenschaft. Gesellschaft» kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Nun wurde er für diese von der Gesellschaft für Hochschulforschung mit dem Ulrich-Teichler-Preis auszeichnet. (September 2021) weiterlesen Krisenstäbe: Untersuchung zur Effizienz und Leistungsfähigkeit In Rahmen seiner Dissertation ging Reto Wegmann der Frage nach, wie Krisenstäbe ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen können. Eine der Erkenntnisse: Schnelligkeit ist häufig wichtiger als sorgfältige Vorbereitung. (September 2021) weiterlesen Kontinuierliche Befragung zur Schweizer Markenlandschaft Das Marktforschungsinstitut LINK lanciert per 1. September den Swiss Brand Observer. Es handelt sich dabei um das erste Studienformat, welches wöchentlich die Konsumentenwahrnehmung zur Schweizer Markenlandschaft segmentübergreifend erhebt. Das Institut für Marketing und Analytics der Universität Luzern leistet als wissenschaftlicher Beirat einen wichtigen Beitrag zu dessen Konzeption und Durchführung. (September 2021) weiterlesen Öffentliche Meinung treibt Klimapolitik voran Um die Jahrtausendwende traten in demokratisch regierten Ländern viele Massnahmen zum Klimaschutz in Kraft. Auch wegen Forderungen aus dem Volk, wie eine Studie unter Beteiligung der Universität Luzern zeigt. (August 2021) weiterlesen Queere Elternschaft: SNF-Beitrag für Forschung Dr. Carole Ammann hat einen «Return CH Postdoc.Mobility»-Beitrag des SNF eingeworben. Damit kann sie ihre Forschung über Vaterschaft ab 2022 an der Universität Luzern fortsetzen, wobei sie sich nun auf queere, sich nicht als Frauen identifizierende Personen fokussiert. (August 2021) weiterlesen Studie zur Verletzungsprävention im Eishockey Eishockeyspieler leiden besonders häufig unter Hüftbeschwerden, sei dies durch eine unfallbedingte Verletzung oder durch jahrelange Abnützung. Ein darauf ausgerichtetes Trainingsprogramm könnte hier als Prävention dienen, wie Studien am Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin zeigen. (August 2021) weiterlesen Corona Immunitas: 58 Prozent mit Antikörpern in Luzern Die Resultate der vierten Phase der schweizweiten Langzeitstudie zur Ausbreitung des Coronavirus zeigen den Einfluss der Impfkampagne: 58% der Studienteilnehmenden im Kanton Luzern haben Antikörper entwickelt. (August 2021) weiterlesen Banken im Sturm Gesellschaftliche Herausforderungen, politische Konflikte und ökonomische Transformationen: Der Schweizer Finanzplatz durchlebte turbulente 1970er- und 1980er-Jahre. (August 2021) weiterlesen Studie zur Diskriminierung bei Schweizer Wahlen Wie politikwissenschaftliche Forschung zeigt, werden die Wahlchancen von Kandidierenden mit ausländisch klingenden Namen in zweifacher Hinsicht geschmälert. Parteien haben aber die Möglichkeit, solchen Effekten entgegenzuwirken. (Juli 2021) weiterlesen «Majestätische Berge»: Abschluss Forschungsprojekt Die Dissertation «Habsburg als Touristenmagnet» ist soeben als Buch erschienen. Dies markiert die erfolgreiche Beendigung einer vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten geschichtswissenschaftlichen Studie. (Juli 2021) weiterlesen «Klöster sind Teil und gleichzeitig Spiegel der Gesellschaft» Die Rolle der Frau in der Kirche wandelt sich – auch im Kloster, wie kirchengeschichtliche Forschung zeigt. Wissenschaftliche Interviews, die zurzeit geführt werden, geben einen tiefen Einblick in die Lebensgeschichten von Benediktinerinnen und Benediktinern. (Juli 2021) weiterlesen Frauenbenachteiligende Familienbesteuerung In den Sommermonaten treten viele Heiratswillige wieder vor den Traualtar. Doch aufgepasst: Gerade bei Doppelverdiener-Ehepaaren kommt die «Heiratsstrafe» unweigerlich zum Tragen. Abhilfe würde die Individualbesteuerung schaffen. (Juli 2021) weiterlesen Mutterschaft sans papiers Während der Schwangerschaft: Geburtsvorbereitungskurse und Wahl einer Kinderärztin. Nach der Geburt: Stillberatung und Hebamme. Das scheint in der Schweiz selbstverständlich – nicht aber für Mütter ohne Aufenthaltsbewilligung, sogenannte «Sans Papiers». (Juli 2021) weiterlesen In-vitro-Fertilisation: Weshalb so grosser Markt in Indien? Bernhard Rütsche, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie, fragt – Sandra Bärnreuther Assistenzprofessorin für Ethnologie, antwortet. (Juli 2021) weiterlesen Den CEOs den Spiegel vorhalten Der Hofnarr, die Hofnärrin ist eine widersprüchliche Figur und genau deshalb gut geeignet, um mit Widersprüchlichkeiten in organisatorischen Kontexten umzugehen. Inwieweit kann diese Figur auch das moderne Personalmanagement inspirieren? (Juli 2021) weiterlesen Kinderkrebs: «Es gibt Neuland zu entdecken» Die gute Nachricht: Krebs bei Kindern ist meist heilbar. Die weniger gute: Nicht wenige leiden unter sozialen und psychischen Folgeerscheinungen. Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Gisela Michel untersucht die Spätfolgen solcher Erkrankungen. (Juli 2021) weiterlesen «Sinergia»-Forschungsprojekt: Doktorarbeiten erschienen Forschende der Universität Luzern waren an der Nationalfonds-Verbundstudie «Doing House and Family» beteiligt. Nun sind die beiden in diesem Rahmen entstandenen Dissertationen erschienen; sie sind open access abrufbar. (Juni 2021) weiterlesen Augmented Reality ist in der Schweiz angekommen Mehr als die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung hat bereits Augmented Reality-Anwendungen verwendet. Dies geht aus dem «Swiss Augmented Reality Barometer», einer neuen Studie unter Leitung der Universität Luzern, hervor. (Juni 2021) weiterlesen Wie wichtig Empathie wirklich ist Sich mit anderen freuen, gemeinsam trauern oder wütend sein: Der Mensch kann auf verschiedene Arten mitfühlen. Das ist in der digitalisierten Welt – und auch in Zeiten von Corona – allerdings nicht einfacher geworden, so Philosophie-Doktorand Manuel Camassa. (Juni 2021) weiterlesen Schweizer Holocaust-Opfer: Dissertation gefördert Dass es im Zuge der Nazi-«Euthanasie» auch Opfer mit Bezug zur Schweiz gibt, ist kaum bekannt und erforscht. Dies möchte Sophie Küsterling mit ihrer Doktorarbeit ändern und hat dafür von der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (KSF) eine Anschubfinanzierung erhalten. (Juni 2021) weiterlesen «Ziel ist es, ein gemeinsames Gedächtnis zu schaffen» Mit der Berufung von Erdal Toprakyaran, Professor für Islamische Theologie, wird in Luzern die Erforschung des Dialogs zwischen Christentum, Judentum und Islam möglich. Bei allen Unterschieden der Religionen gebe es auch viel Verbindendes. (Juni 2021) weiterlesen Ein Plädoyer, Vertrauen zu wagen «Wir tun viel dafür, einander nicht vertrauen zu müssen», konstatiert Martin Hartmann, Professor für Philosophie, mit Schwerpunkt Praktische Philosophie. Sein jüngstes Buch «Vertrauen. Die unsichtbare Macht» wurde als «Wissenschaftsbuch des Jahres» ausgezeichnet. (Juni 2021) weiterlesen Warum die soziale Mobilität in der Schweiz funktioniert Hängt der Erfolg der Kinder vor allem vom sozialen Status der Eltern ab, wie manche Studien behaupten? Wer die soziale Dynamik in der Schweiz über mehrere Generationen untersucht, kommt zu einem anderen Schluss. (Juni 2021) weiterlesen «Es ist ein Geschenk, dass wir hier forschen dürfen» Das Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin ist stark international ausgerichtet – zudem setzt man auf Zusammenarbeit von Mitgliedern verschiedener Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ein Beispiel: die beiden Doktorandinnen Eddy Carolina Pedraza Salcedo und Asma Abdelgafar Osman Mohamedsharif. (Juni 2021) weiterlesen «Seit meiner Kindheit hege ich eine grosse Neugier» Johannes Saal arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik an der Universität Luzern. Dies, nachdem der 34-Jährige hier auch seinen Master absolviert und seine Doktorarbeit abgeschlossen hat. Das Thema: religiöser Extremismus. (Juni 2021) weiterlesen SNF unterstützt fünf Forschungsprojekte An der Universität Luzern werden fünf Projekte vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit Beiträgen gefördert. Forschende an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Theologischen Fakultät haben Mittel in der Höhe von insgesamt über vier Millionen Franken eingeworben. (Juni 2021) weiterlesen Digitaler Handel: zwischen Freiheit und Schutz Für die zunehmenden Datenströme braucht es globale Regeln. Mittels einer EU-Förderung untersucht Mira Burri, ausserordentliche Professorin für Internationales Wirtschafts- und Internetrecht, die Auswirkungen des Datenverkehrs auf das internationale Handelsrecht. (Juni 2021) weiterlesen Studie: Kinderkrebs-Betroffene brauchen Unterstützung in Versicherungsfragen Ehemalige Patientinnen und Patienten einer Krebserkrankung im Kindesalter (Survivors) fühlen sich in Versicherungsfragen diskriminiert und unzureichend informiert. Eine Studie zum Thema zeigt Möglichkeiten auf, um die Betroffenen zu unterstützen. (Mai 2021) weiterlesen Corona Immunitas: nächste Phase in Luzern Die schweizweite Langzeitstudie zur Ausbreitung des Corona-Virus geht in die vierte Phase. Nebst den Auswirkungen von Schutzmassnahmen, Immunität und weiteren Faktoren wird neu auch der Einfluss von Impfungen betrachtet. Weitere 600 Luzernerinnen und Luzerner werden hierzu untersucht. (Mai 2021) weiterlesen Verschiebung planbarer Spitalbehandlungen bei Ressourcenknappheit Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Tausende Operationen wegen Ressourcenknappheit verschoben. Eine Professorin und zwei Professoren der Universität Luzern setzen sich in einem juristischen Fachartikel kritisch mit den Auswirkungen auf andere medizinische Eingriffe auseinander. (April 2021) weiterlesen Digitalisierung und Trends im Versicherungsmarkt Mehr als ein Drittel der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung kann sich vorstellen, künftig ausschliesslich online mit Versicherungen zu interagieren. Gleichzeitig schätzen Kundinnen und Kunden weiterhin den traditionellen Kontakt, etwa per Telefon. Dies geht aus dem «Swiss Insurance Monitor 2021», einer neuen Studie unter Leitung der Universität Luzern, hervor. (April 2021) weiterlesen Auszeichnung an Essay-Wettbewerb Philipp Renninger, wissenschaftlicher Assistent an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, erlangt an der internationalen «Baxter Family Competition on Federalism» den vierten Rang. (April 2021) weiterlesen Joint Master Medizin: erste Masterarbeit abgeschlossen Chiara Imbimbo ist die erste Studentin im Joint Master Medizin, die ihre Masterarbeit abgeschlossen hat. In dieser geht es um die auch als «Hasenpest» bekannte Tularämie bei Kindern und Jugendlichen. (April 2021) weiterlesen Spitexpflege: Studie zu Qualitätsindikatoren Die Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege ist im Vergleich zu anderen Sektoren des Gesundheitswesens zu wenig etabliert. Dies zeigt eine Studie der ZHAW unter Mitarbeit einer Doktorandin der Universität Luzern. (März 2021) weiterlesen Gottesvorstellungen: Doktorarbeit gefördert Gott – als das Sein selbst: Diese Idee wurde bereits vom altgriechischen Philosophen Platon entwickelt, wie sein Schüler Aristoteles berichtet. David Anzalone untersucht die Lesarten im Mittelalter; für sein Projekt hat er vom Nationalfonds einen Doc.CH-Beitrag erhalten. (März 2021) weiterlesen Corona: 15 Prozent der Luzerner haben Antikörper Erste Ergebnisse des Luzerner Teils der schweizweiten «Corona Immunitas»-Studie liegen vor: Demnach hat im Kanton Luzern mehr als jeder siebte Erwachsene die Corona-Erkrankung durchgemacht – ein etwa gleich hoher Anteil wie im Kanton Bern, aber möglicherweise ein geringerer als etwa in Genf. (Februar 2021) weiterlesen «Voice First Barometer»-Studie 2020 erschienen Das Institut für Marketing & Analytics der Universität Luzern veröffentlicht zum dritten Mal den «Voice First Barometer», eine repräsentative Studie zu Voice User Interfaces. (Februar 2021) weiterlesen «Corona Immunitas»: Teilnahme an Studie Wie viele Personen haben sich im Kanton Luzern bereits mit dem Corona-Virus angesteckt? Dies möchten Forschende des Departements Gesundheitswissenschaften und Medizin im Rahmen eines Teils einer nationalen Studie zusammen mit dem Luzerner Kantonsspital herausfinden. (Februar 2021) weiterlesen Der lange Weg zum Frauenstimmrecht Vor 50 Jahren, am 7. Februar 1971, wurde in der Schweiz auf eidgenössischer Ebene das Frauenstimmrecht eingeführt. Bis der gleichberechtigte Zugang zur Urne Realität wurde, brauchte es mehrere Anläufe – Widerstand gab es teils selbst von Frauenseite. (Januar 2021) weiterlesen Projekt zu Politiksatire gefördert Tim Holleman forscht in seinem Dissertationsprojekt zur politischen Wirkung von Schweizer Satirikerinnen und Satirikern. Dafür erhält er eine Anschubfinanzierung der Graduate School der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. (Januar 2021) weiterlesen SNF: Zwei Mobilitäts-Stipendien vergeben Ankita Shanker hat ein Doc.Mobility-Stipendium und Dr. Sebastian De Pretto ein Early Postdoc.Mobility-Stipendium vom SNF erhalten. Die Fördermittel ermöglichen einen mehrmonatigen Aufenthalt an Forschungsinstituten im Ausland. (Januar 2021) weiterlesen Schleier: «Die Angst ist subjektiv» Über die Vollverhüllung in der Schweiz wird emotional debattiert. Religionswissenschaftler Andreas Tunger-Zanetti zeigt Fakten auf und bezieht auch eine bislang vernachlässigte Perspektive mit ein: diejenige der betroffenen muslimischen Frauen. (Januar 2021) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2020 Ethik der digitalen Transformation – Forschungsprojekt erhält SBFI-Förderung Das Institut für Sozialethik (ISE) erhält vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) eine Förderung von 288'000 Franken für ein Forschungsprojekt. ISE-Leiter Prof. Dr. Peter G. Kirchschläger ist zudem in zwei Gremien gewählt worden. (Dezember 2020) weiterlesen Analyse zur Burka-Debatte in der Schweiz Am Zentrum Religionsforschung (ZRF) wurde eine Studie zu Fragen der Verhüllung realisiert. Diese beleuchtet zum einen die Praxis des muslimischen Gesichtsschleiers in der Schweiz und in Westeuropa und untersucht zum andern die Debatte darüber in Deutschschweizer Publikumsmedien. (Dezember 2020) weiterlesen «Die Indianerpolitik Kanadas ist total gescheitert» Weit oben in Nordamerika, wo es keine Strassen und Städte gibt, leben Cree und Ojibwe, indigene Völker. Die teils drastischen Zeitzeugenberichte, die der Historiker Manuel Menrath zusammengetragen hat, zeigen die bisher ignorierte Tragweite der Kolonialisierung Kanadas. (Dezember 2020) weiterlesen EU-Förderung für Forschung im Handelsrecht Als erste Forschende der Universität Luzern erhält Privatdozentin Dr. Mira Burri eine Förderung des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von 1.6 Mio. Euro gesprochen. Sie untersucht damit die Auswirkungen des zunehmenden Datenverkehrs auf das internationale Handelsrecht. (Dezember 2020) weiterlesen TA-SWISS-Studie zu neuen Anwendungen der DNA-Analyse Neue Anwendungen der DNA-Analyse eröffnen Chancen, beinhalten aber auch Herausforderungen und Risiken. TA-SWISS, die Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung, hat dies untersucht und gibt dazu Empfehlungen ab. Forschende der Universität Luzern haben an der Studie mitgewirkt. (November 2020) weiterlesen Nationalfonds fördert drei Forschungsprojekte Forschende der Universität Luzern haben Beiträge des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für Projekte an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen sowie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingeworben. Insgesamt wurden Mittel in der Höhe von über 671’000 Franken bewilligt. (November 2020) weiterlesen Je digitaler die Arbeit, desto unzufriedener die Beschäftigten Der diesjährige Schweizer HR-Barometer verknüpft zwei wesentliche Entwicklungen: Digitalisierung und Alterung unserer Gesellschaft. Etwa 40 Prozent der Befragten können sich vorstellen, über ihr Rentenalter hinaus zu arbeiten. Wenn die eigene Arbeit zu stark digitalisiert ist, geht das mit tieferer Arbeitszufriedenheit einher. (Oktober 2020) weiterlesen Wie Schweizerinnen und Schweizer über Grenzgänger denken Während des Abstimmungskampfes über die Begrenzungsinitiative war das Thema Personenfreizügigkeit omnipräsent. Ass.-Prof. Dr. Lena Maria Schaffer und Prof. Dr. Gabriele Spilker haben die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zu verschiedenen Aspekten von Migration und Freizügigkeit untersucht. (Oktober 2020) weiterlesen Früherkennung krebsbezogener chronischer Müdigkeit Ein internationales Team unter Luzerner Co-Leitung hat Richtlinien für die Früherkennung von krebsbezogener Fatigue entwickelt. Diese werden helfen, die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen zu verbessern, die im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter an Krebs erkrankt waren. (September 2020) weiterlesen Doc.CH: zwei Nachwuchsforscher gefördert Philipp Anton Burri und Lukas Posselt haben für ihre Dissertationsprojekte Doc.CH-Beiträge des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erhalten. Die Studien werden in der Rechtswissenschaft und der Soziologie geschrieben. (September 2020) weiterlesen Totengedenken – mit Haaren Die Erinnerungen, die mit einem im Historischen Museum Luzern aufbewahrten Trauerandenken verbunden sind, bleiben uns heute verschlossen. Im Gegenzug gibt es Aufschluss über die Trauerkultur des 19. Jahrhunderts und über ein beinahe vergessenes Kulturgut: die Haarkunst. (September 2020) weiterlesen Was sind Identität(en)? Was Identität und Identitäten anbelangt, erleben sich heutige Menschen, Gemeinschaften und Gesellschaften in einer Gestaltungsverantwortung. Sie sehnen sich nach dem Einem und begegnen dem Vielen und sich Wandelndem, das gerade ihre Identitäten ausmacht. (September 2020) weiterlesen Blockchain: Qualitätsmanagement optimieren Prof. Dr. Andreas Furrer und Jeremias Wartmann sind an einem Projekt beteiligt, in dem es um die Verbesserung des Qualitätsmanagements durch den Einsatz von Blockchain-Technologie geht. Gefördert wird dieses von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung. (Juni 2020) weiterlesen Flexworker – Motive, Chancen und Herausforderungen Die Gründe, warum Menschen flexible Arbeitsformen wählen, sind vielfältig. Die hohe Flexibilität bietet viele Möglichkeiten, erfordert aber auch Selbstverantwortung. Dies zeigt eine Studie von Dr. Lea Rutishauser und Dr. Anja Feierabend zu Motiven. (Juni 2020) weiterlesen Nationalfonds fördert drei Forschungsvorhaben Durch Drittmittel des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) in der Höhe von rund 616'000 Franken kann zum einen eine Forschung zur Ontologie weitergeführt werden. Zum anderen erhalten zwei Nachwuchsforschende die Möglichkeit, ihre Studien im Ausland zu vertiefen. (Juni 2020) weiterlesen Die Versorgungsforschung aktiv mitgestalten Eine Kultur schaffen, in der wissenschaftliche Grundlagen kontinuierlich ins Gesundheitssystem integriert und darauf gestützte Lösungsansätze erarbeitet und umgesetzt werden: Unter anderem dies wird mit dem «Swiss Learning Health System» beabsichtigt. (Juni 2020) weiterlesen Gig-Work: der Schlüssel zum Erfolg Die Forschung hat die sogenannten Gig-Worker, also unabhängige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Festanstellung, bislang weitgehend von der Betrachtung ausgeschlossen. Jetzt geraten sie mit einem innovativen Ansatz in den Fokus. (Juni 2020) weiterlesen Die Zukunft vor den Türen des Privatrechts Wenn es für die Mehrheit aller Klimafälle offenbar keinen gangbaren Rechtsweg gibt, welche Mittel bleiben, um die legitimen Ziele des Klimaschutzes zu berücksichtigen? Das ist der Ausgangspunkt eines rechtswissenschaftlichen Forschungsprojekts. (Juni 2020) weiterlesen Im Schatten des Baumes Das «Baumdenken» ist in der westlichen Kultur tief verwurzelt. Allerdings hat es, historisch betrachtet, immer auch alternative Darstellungsweisen gegeben. Mit diesen befassen sich die Forschenden im Verbundprojekt «In the Shadow of the Tree». (Juni 2020) weiterlesen Dialog zwischen Judentum und Christentum Gerade in den deutschsprachigen Ländern werden traditionell-jüdische Quellen zum Christentum und entsprechende jüdisch-orthodoxe Positionen kaum wahrgenommen. Das möchte Jörg Ahrens mit seiner Forschung ändern. (Juni 2020) weiterlesen «Veränderungen können sehr schnell passieren» Um bis 2050 die Energiewende zu schaffen, braucht es in der Gesellschaft die Bereitschaft zu einem tiefgehenden Wandel. Prof. Dr. Andreas Balthasar hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt. (Juni 2020) weiterlesen Organisationen von gestern in der Welt von heute Zünfte, Logen, Burschenschaften: Manche Organisationen scheinen resistent gegenüber dem gesellschaftlichen Wandel, lassen etwa Frauen als Mitglieder nicht zu und geben sich intransparent. Dass sie damit durchkommen, hat mit ihrer Wandelbarkeit zu tun, schreibt Dr. Roman Gibel. (Juni 2020) weiterlesen Anerkennung und Wandel Bildungsgerechtigkeit und das Anerkennen von Unterschieden schliessen sich nicht aus, sondern bedingen sich gegenseitig: In dieser neuen Perspektive auf Differenz gründet sich das heutige Potenzial des Begriffes der Anerkennung, schreibt Prof. Dr. Monika Jakobs. (Juni 2020) weiterlesen Sexualstrafrecht: überfälliger Paradigmenwechsel Ass.-Prof. Dr. Anna Coninx beschäftigt sich mit dem Sexualstrafrecht. Ihr Fazit: Geschlechtsverkehr gegen den Willen einer Person kann in der Schweiz bis heute nur angemessen bestraft werden, wenn Gewalt angewendet wird. Eine Gesetzesänderung ist notwendig. (Juni 2020) weiterlesen Wenn Vertrauen unser Vertrauen verliert Fake News, alternative Fakten, Lügenpresse – es steht nicht gut um unser Vertrauen in Politik, Medien, Wissenschaft und Gesellschaft. Aber wieso eigentlich? Und stimmt das überhaupt? Prof. Dr. Martin Hartmann befasst sich in seiner Forschung damit. (Juni 2020) weiterlesen Erkennungszeichen: Pentagramm Wenn bei Heavy Metal über die Apokalypse gesungen wird, auf T-Shirts Dämonen abgedruckt sind oder auf Konzertbühnen Weihrauch geschwenkt wird, liegt oft eine Frage auf der Zunge: Ist das Spiel oder Ernst? Anna-Katharina Höpflinger forscht dazu. (Juni 2020) weiterlesen Fehlverhalten von Mitarbeitenden unter der Lupe Mitarbeitende neigen eher zu Fehlverhalten, wenn sie ihr Unternehmen verlassen möchten und problemlos eine neue Stelle finden können. Das zeigt eine Studie am Center für Human Resource Management. (Juni 2020) weiterlesen Händehygiene als Herausforderung Um Infektionskrankheiten zu vermeiden, ist die Händehygiene in Spitälern schon lange standardisiert. Weshalb sie trotzdem nicht immer konsequent umgesetzt wird, untersuchte Larissa Haas in ihrer Masterarbeit. (Juni 2020) weiterlesen Studie zum Influencer Marketing in der Schweiz Eine gross angelegte Studie unter Leitung der Universität Luzern liefert umfassende Angaben zum Influencer Marketing in der Schweiz. Die Ergebnisse der Befragung belegen die wachsende Bedeutung dieser Werbeform. (Mai 2020) weiterlesen Verantworten gemeinsam das Projekt: Prof. Dr. Sara Rubinelli und Dr. Nicola Diviani Corona-Forschung: SNF unterstützt Luzerner Projekt Ein Team unter der Leitung von Forschenden der Universität Luzern und der Schweizer Paraplegiker-Forschung schafft ein Instrumentarium, das Behörden und Institutionen bei der Kommunikation in gesundheitlichen Notfällen unterstützt. Das Projekt wird vom SNF gefördert. (Mai 2020) weiterlesen Auszeichnung für Luzerner Studierenden-Team Glanzresultat für vier Jus-Studierende der Universität Luzern: am Willem C. Vis Moot erhielten sie eine «Honourable Mention». Damit knüpft das Team an die bisherigen Luzerner Erfolge an diesem internationalen Studierenden-Wettbewerb an. (Mai 2020) weiterlesen Corona: Wie geht es der Schweizer Bevölkerung? Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Gesundheit, Lebensqualität, Wohlbefinden und das soziale Leben in der Schweiz aus? Dies untersucht ein Team aus Forschenden der Universitäten Luzern und Bern mit einer Online-Umfrage. (Mai 2020) weiterlesen Bild von Luzerner Forscherin ausgezeichnet Dr. Anika König gewinnt beim Fotowettbewerb des Schweizerischen Nationalfonds in der Kategorie «Die Orte und Werkzeuge». Mit dem Preis werden Forschende für Bilder ausgezeichnet, welche ihr Arbeitsumfeld und andere Forschende bei der Arbeit dokumentieren. (April 2020) weiterlesen Freihandelsabkommen: neues Datenset Internationale Handelsabkommen regulieren immer öfter auch Datenströme. Das von Forschenden der Universitäten Luzern und Bern erarbeitete Datenset TAPED (Trade Agreements Provisions on Electronic-commerce and Data) bildet die Entwicklungen in diesem Bereich umfassend ab. (März 2020) weiterlesen Klimaforschung: Dissertation ausgezeichnet Kris Decker hat für seine Doktorarbeit den Merkur-Preis erhalten. In seiner im Bereich der Science Studies verorteten Studie beschäftigt er sich mit den Arbeitsweisen und Denkstilen von Klimaforschenden. (März 2020) weiterlesen Wie die Digitalisierung neue Quellen schafft Auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften nutzen Forschende zunehmend das Potenzial von Internet und «Big Data». Dass durch den Miteinbezug von Social Media noch mehr möglich ist, zeigt Historikerin Rachel Huber mit ihrem Dissertationsprojekt zur Red-Power-Bewegung. (März 2020) weiterlesen Institut «Kulturen der Alpen» offiziell eröffnet Am Samstag wurde in Altdorf das Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern offiziell eröffnet. Das Institut befasst sich mit der Geschichte und der Kultur des Kantons Uri sowie des gesamten Alpenraums. (März 2020) weiterlesen Leid trotz gutem Gott? Dissertationsprojekt gefördert Martin Schacher verbindet in seiner Doktorarbeit Theologie mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Dafür wird er vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einem Doc.CH-Beitrag unterstützt. (Februar 2020) weiterlesen Hohe Akzeptanz für smarte Produkte 72 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer besitzen heute smarte Produkte. Die Mehrheit der Bevölkerung ist diesen gegenüber eher positiv eingestellt. Eine zentrale Rolle spielt das Vertrauen in die Geräte, wie die erste repräsentative Studie der Schweiz zum Thema zeigt. (Februar 2020) weiterlesen Luzerner Professor für Forschung in Italien geehrt Prof. Dr. Michele Luminati hat den Kulturpreis «Premio Noto Antica» für seine langjährige Forschungs- und Publikationstätigkeit zur sizilianischen Barockstadt Noto erhalten. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten aus den Gebieten der Archäologie, Kultur und Geschichte geehrt. (Februar 2020) weiterlesen Jetzt spricht «Generation Smartphone» Abhängig von WhatsApp und Fortnite verfallen? Den Diskurs über Kinder und Handys dominieren Sucht-Diagnosen und elterliche Sorgen. Kinder selbst kommen darin kaum zu Wort. Doch haben sie viel zu sagen – und verstehen sich keineswegs als passive Nutzerinnen und Nutzer. (Januar 2020) weiterlesen SNF vergibt vier Mobilitätsstipendien Durch Mobilitätsstipendien des Schweizerischen Nationalfonds können ein Postdoktorand sowie drei Doktorierende ihre Forschungen respektive ihre Dissertationen im Ausland vorantreiben. (Januar 2020) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2019 "Religion ist gesellschaftlich erstaunlich bedeutend" Identität ist ein Zauberwort der Gegenwart. Der Wunsch nach "Zugehörigkeit" bewegt. So spielt für viele Menschen auch Religion immer dann eine wichtige Rolle, wenn es gilt, zu sagen, wer man ist. Dies zeigen die Ergebnisse eines deutsch-schweizerischen Forschungsprojekts. (Dezember 2019) weiterlesen Ehre – länderübergreifend betrachtet Sowohl vom Konzept Ehre als auch vom Schutz der Ehre können je nach kultureller und religiöser Prägung unterschiedliche Vorstellungen bestehen. Strafrechtsprofessor Andreas Eicker hat einen Vergleich zwischen der Schweiz und der Türkei vorgenommen. (Dezember 2019) weiterlesen Institut "Kulturen der Alpen" lanciert erstes Projekt Das Urner Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern steckt mitten in der Aufbauphase. Ab Februar 2020 befassen sich die Forschenden des Instituts intensiv mit Urner Seilbahnen. (Dezember 2019) weiterlesen Nationalfonds: drei neu bewilligte Forschungsprojekte Der SNF hat Drittmittel von rund 1,3 Millionen Franken gesprochen. Dies für zwei Forschungsprojekte in den Wirtschaftswissenschaften und eines in den Gesundheitswissenschaften. (November 2019) weiterlesen Swiss Sports History: Portal nun online Schweizer Sportgeschichte digital erlebbar machen, bewahren und erforschen: Dies wird mit "Swiss Sports History" möglich. Es handelt sich um ein nationales Projekt unter Beteiligung des Historischen Seminars der Universität Luzern – Der offizielle Start war im Oktober. (Oktober 2019) weiterlesen Warum brechen Organisationen Regeln? Sven Kette hat sich mit den Fallstricken der Regeleinhaltung in Unternehmen auseinandergesetzt. Der Soziologe kommt zum Schluss, dass organisationale Regelverletzungen eigentlich den Normalfall darstellen – und dass das nicht schlecht sein muss. (September 2019) weiterlesen Luzern und die Fremden vor dem Boom Alpine Idyllen in stürmischen Zeiten: Der englische Maler William Turner (1775–1851) hat im 19. Jahrhundert mit seinen Bildern unsere Vorstellungen von der pittoresken Innerschweiz geprägt – und den touristischen Blick gleich mit. (September 2019) weiterlesen Wie kann der Amazonas geschützt werden? Die Zerstörung des Regenwaldes im Amazonas-Gebiet schreitet voran. Mit der Stärkung indigener Landrechte läge eine nachhaltige Lösung bereit, doch die Durchsetzung gestaltet sich schwierig. (September 2019) weiterlesen Sie geht nach Calgary, er nach New York Fransiska Bossuyt und Benjamin Krebs können ihre Forschungen an einer Institution in Übersee vorantreiben. Möglich wird dies durch Mobilitätsstipendien des Schweizerischen Nationalfonds. (September 2019) weiterlesen Hin zur optimalen Leistungsfähigkeit Mitte 2019 startet das Departement für Gesundheitswissenschaften und Medizin an der Universität Luzern. Leiter Gerold Stucki gibt Einblick in Aufgaben, Ausrichtung und Forschung. (August 2019) weiterlesen IVR Kongress: "Grosse Chance" Forscherinnen und Forscher aus aller Welt diskutierten am IVR-Kongress über Rechts- und Sozialphilosophie. OK-Mitglied Klaus Mathis im Interview im Uni-Magazin "cogito". (Juli 2019) weiterlesen Neue Technologien und Recht Der rechtliche Rahmen hat erhebliche Auswirkungen auf den Einsatz neuer Technologien. So das Ergebnis einer Studie mit Beteiligung von Forschenden der Universität Luzern. (Juli 2019) weiterlesen "Nur ein kleiner Stupser" Menschen sind bequem und handeln oft irrational: Genau das nützt das sogenannte Nudging aus. Im Interview erklärt Rechtsprofessor Klaus Mathis diesen vielversprechenden Ansatz, weist aber auch auf Gefahren hin. (Juli 2019) weiterlesen Reizthema Gesundheitskosten Die Kosten im Schweizer Gesundheitssystem steigen schon seit Jahren. Das liegt auch an verschiedenen Fehlanreizen im System. Die Gesundheitsökonomie hilft, diese zu verstehen und effektive Lösungsvorschläge zu erarbeiten. (Juli 2019) weiterlesen "Ein Apolitischer äussert sich hochpolitisch" 1919, und damit vor hundert Jahren, erhielt Carl Spitteler den Nobelpreis für Literatur zugesprochen – dies primär für ein Mammut-Versepos. Aus heutiger Sicht zugänglicher und noch immer hochrelevant ist ein vom Schriftsteller gehaltener politischer Appell. (Juli 2019) weiterlesen Talentmanagement Schweiz – China Forscherinnen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät haben ein Konzept entwickelt, das Schweizer Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, die in China tätig sind, darin unterstützt, ihr Talentmanagement zu hinterfragen und zu überprüfen. (Juni 2019) weiterlesen Stipendium der "Villa I Tatti" für Marco Lamanna Marco Lamanna erhält ein Stipendium der Villa I Tatti für ein Forschungsjahr in Florenz. Das Stipendium gilt als weltweit wichtigstes im Bereich der Renaissance-Studien. (Juni 2019) weiterlesen Ananas-Standards: Ist weniger mehr? Dank unterschiedlichster Standards können wir perfekt anmutende Früchte konsumieren. Die Umsetzung auf der Produktionsseite ist jedoch organisatorisch voraussetzungsreich und schafft darum auch Verlierer. (Juni 2019) weiterlesen "Der alles regulierende Staat ist letztlich eine Fiktion" Das neu geschaffene Institut Wirtschaft und Regulierung sorgt im Dschungel von Vorschriften und Sanktionen für mehr Durchblick. Denn neue Technologien und ein globalisierter Markt erfordern andere Arten von Regulierungen. Die Rolle des Staates muss dabei neu definiert werden. (Mai 2019) weiterlesen Wählen – über Grenzen hinweg Joachim Blatter hat konkrete Vorschläge, wie man Wahlen in Europa revolutionieren könnte. Der Politikwissenschaftsprofessor propagiert grenzüberschreitendes Wählen als Rezept gegen abgehobenes Regieren und Abschottungstendenzen. (Mai 2019) weiterlesen Lebensqualität: erste Normdaten für die Schweiz Ein Team der Universität Luzern hat die Lebensqualität in der Schweiz in einer repräsentativen Studie mit dem standardisierten Fragebogen "SF-36" untersucht – eine Premiere. Die Ergebnisse erlauben künftigen Studien länderspezifische Vergleiche. (Mai 2019) weiterlesen Europawahl: Online-Wahlhilfe lanciert Das Europäische Hochschulinstitut (EUI) in Florenz und die Universität Luzern haben im Hinblick auf die Europawahl 2019 die Online-Wahlhilfe "euandi2019" entwickelt. Mit dem Tool kann die Übereinstimmung mit den Positionen der Parteien ermittelt werden. (Mai 2019) weiterlesen Nationalfonds: 1,08 Mio. Franken für die Forschung Drei neu bewilligte Projekte und die Verlängerung einer Förderungsprofessur: Drittmittel des SNF ermöglichen Forschung in den Gesundheitswissenschaften sowie in der Philosophie, der Rechtswissenschaft und in der Soziologie. (Mai 2019) weiterlesen Salafismus: Forschungsprojekt bewilligt Wissenschaftliche Grundlagen hinsichtlich orthodoxen Strömungen innerhalb des Islams – sogenanntem Salafismus – in der Deutschschweiz schaffen: Das ist das Ziel eines vom Bund unterstützten Forschungsprojekts des Zentrums Religionsforschung. (April 2019) weiterlesen Doc.CH: Doktorierende gefördert Die Dissertationen von Marino Ferri, Sandra Gratwohl und Clara Koller wurden vom SNF mit Doc.CH-Beiträgen unterstützt. Die Doktorierenden arbeiten zu Flüchtlingen an Hochschulen, neuen medizinischen Standards und Netzwerken philippinischer Migrantinnen und Migranten. (April 2019) weiterlesen Horizon 2020 – Universität Luzern erstmals beteiligt Das EU-Forschungsprojekt "PanCareFollowUp" untersucht die Organisation von Nachsorge-Untersuchungen bei Kindern, die eine Krebserkrankung überlebt haben. Mit dabei: ein Team der Gesundheitswissenschaften. (März 2019) weiterlesen "In einem Diagramm stecken viele Entscheidungen" Wie man Verwandtschaft darstellen kann, erforscht das Team von Marianne Sommer im Rahmen von "In the Shadow of the Tree". Im Interview erklärt die Kulturwissenschafts-Professorin das Verbundprojekt. (Januar 2019) weiterlesen Forschungsaufenthalte in Washington und Amsterdam Der Nationalfonds fördert zwei Nachwuchsforschende. Dank Stipendien können Cyrill Schäke und Leyre Urricelqui in den nächsten Monaten Forschungsaufenthalte an Universitäten im Ausland machen. (Januar 2019) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2018 25% aller Schweizer/-innen sind Doppelbürger Mit der Zunahme von Schweizer Doppelbürgern verwischen sich die Kategorien "Schweizer" und "Ausländer" zusehends. Eine neue Studie präsentiert erstmals einen umfassenden Überblick zum Thema. (Dezember 2018) weiterlesen Erstgeborenes beeinflusst den Lohn einer Frau negativ Frauen müssen mit der Geburt ihres ersten Kindes Lohneinbussen in Kauf nehmen. Zu diesem Schluss kommt Lucas Tschan, Master-Student der Politischen Ökonomie, in seiner Master-Seminararbeit. (Dezember 2018) weiterlesen Hochhausbau in europäischen Städten Andrea Glauser hat in ihrer Habilitationsschrift das vertikale Bauen in Wien, London und Paris einer soziologischen Analyse unterzogen. Und dabei auch Erkenntnisse für die Schweiz gewonnen. (Dezember 2018) weiterlesen Die Bibel – vom Himmel gefallen? Man mag die Bibel als "Wort Gottes" verstehen. Vom Himmel gefallen ist sie deswegen nicht. Erläuterungen dazu aus den Bibelwissenschaften. (Dezember 2018) weiterlesen Der Paragraf fliegt mit Ab wann besteht bei Flugverspätungen ein Anspruch auf eine Entschädigung? Und wie kommt man zu dieser? Privatdozentin Viola Heutger plädiert für einen besseren Rechtsschutz für Fluggäste. (Dezember 2018) weiterlesen Wie das Wetter Hotelbewertungen verzerrt An Sonnentagen sind viele Menschen zufriedener mit ihrem Leben als an Schlechtwettertagen. Beeinflusst das aktuelle Wetter daher auch die Beurteilung von vergangenen Ereignissen wie Hotelaufenthalten? (Dezember 2018) weiterlesen Ein Barometer für die Arbeitszufriedenheit Anja Feierabend, Co-Autorin des zehnten "Schweizer Human-Relations-Barometer", spricht über Trends, Arbeitszufriedenheit und das diesjährige Schwerpunktthema "Integration und Diskriminierung". (Dezember 2018) weiterlesen "Forschung hat viel mit Adrenalin zu tun" Für Sahra Lobina gibt es nichts Schöneres, als sich in Quellen zu vertiefen. Die Geschichts-Doktorandin empfindet Forschung als etwas Aufregendes – auch wenn dahinter viel staubtrockene Arbeit steckt. (Dezember 2018) weiterlesen Gespaltene Gesellschaften Die Polarisierung in der westlichen Hemisphäre nimmt zu. Die Mehrheit will Kompromisse. Zu solchen zu gelangen, ist möglich. Den existenzialistischen Kern von Gesellschaftskonflikten sollte man aber nicht lösen wollen. (Dezember 2018) weiterlesen Versagt hat, wer sich schämt Nichts bezeugt die Authentizität meines Selbst so sehr, wie wenn ich mich schäme. Dennoch geht der spätmoderne Mensch in seinem Streben nach Individualität dem Schamgefühl tunlichst aus dem Weg. (Dezember 2018) weiterlesen Lernen vom Anarchismus Anarchie wird oft als negative Folge einer gescheiterten staatlichen Ordnung betrachtet. Kann dieser bereits von Platon und Aristoteles kritisierte "Zustand der Sklaven ohne Herren" auch positive Effekte haben? (Dezember 2018) weiterlesen Pflegekosten: Umfrage zeigt massive Wissenslücken Beinahe 350'000 Personen in der Schweiz werden zuhause gepflegt. Daher wäre bezüglich der Pflegekosten eine gute Kenntnis zu Preisen, Leistungen und Finanzierungsmodi zentral – doch genau daran hapert es. (Dezember 2018) weiterlesen Sinergia: Lead erstmals bei der Universität Luzern Der Nationalfonds hat das Projekt "In the Shadow of the Tree" bewilligt. Geleitet wird die überinstitutionelle Forschung zu Verwandtschaftsdiagrammen von Marianne Sommer, Professorin für Kulturwissenschaften. (Dezember 2018) weiterlesen Sprachfunktion gewinnt immer mehr an Bedeutung Alexa, Siri und Google Search prägen unseren Alltag. Damit verändert sich auch die Kommunikation zwischen Kunden und Firmen enorm, wie die erste repräsentative Studie zur Situation in der Schweiz zeigt. (Dezember 2018) weiterlesen Migration: Teilnahme an Programm des Bundes Bewegen sich im Bereich Migration nicht nur Menschen, sondern auch Politiken? Dieser Frage geht eine Studie am Politikwissenschaftlichen Seminar als Teil des Nationalen Forschungsschwerpunkts "on the move" nach. (Dezember 2018) weiterlesen 4,66 Mio. Franken für neue Forschungsprojekte Erfolg für Forschende der Universität Luzern beim Schweizerischen Nationalfonds: Es wurden sechs neue Projekte bewilligt und eines verlängert. Ebenfalls verlängert wurde eine Förderungsprofessur. (November 2018) weiterlesen Uri und Universität schaffen Institut Es ist geplant, unter dem Namen "Kulturen der Alpen" ein universitäres Forschungsinstitut in Uri schaffen. Dieses soll zunächst bis Mitte 2022 betrieben werden, mit dem Ziel der definitiven Weiterführung. (November 2018) weiterlesen Neues Institut für Wirtschaft und Regulierung Das Institut bringt Forschung und Lehre unterschiedlicher Rechtsgebiete im Bereich des Wirtschaftsrechts zusammen. Im Zentrum stehen aktuelle Fragen im Spannungsfeld von freiem Wettbewerb und Regulierung. (November 2018) weiterlesen Wer singt, betet doppelt Glaube manifestiert sich auch in Musik – darüber herrscht Konsens. Der Aspekt des sinnlichen Erkennens wird in der Theologie aber noch zu wenig beachtet. Eine Tagung an der Theologischen Fakultät schafft Abhilfe. (November 2018) weiterlesen Ausländische Beschäftigte fühlen sich gut integriert Mehr als die Hälfte der ausländischen Beschäftigten in der Schweiz fühlt sich am Arbeitsplatz gut integriert. Dies geht aus der jüngsten Ausgabe des Schweizer "HR-Barometers" hervor. (Oktober 2018) weiterlesen Basler Lenkungsabgabe: kaum Auswirkungen Forschende der Universität Luzern fanden heraus, dass die Basler Elektrizitätsabgabe nur wenig Wirkung zeigte. Es könnte jedoch ein Zusammenhang zur Abschaffung einer Grundgebühr bestehen. (Oktober 2018) weiterlesen "Digital Lives": Teilnahme an nationalem Projekt Was macht die Digitalisierung mit den Menschen und mit der Gesellschaft? Gross angelegte SNF-Forschung soll darauf Antworten finden – unter anderem mit Forschung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. (Oktober 2018) weiterlesen Ethik und Digitalisierung: neues Drittmittel-Projekt Im Zuge der fortlaufenden Digitalisierung stellen sich diverse ethische Fragen. Die Forschung des Instituts für Sozialethik ISE in diesem Bereich erfährt durch eine finanzierte Habilitanden-Stelle weitere Verstärkung. (August 2018) weiterlesen Femizid: Staaten zur Verwantwortung ziehen Gewalt gegen Frauen, sogenannter «Femizid», soll als eigenständige Menschenrechtsverletzung anerkannt werden: Für dieses Ziel forscht Angela Hefti dank eines Nationalfonds-Stipendium in den USA. (Juli 2018) weiterlesen Zwei aussichtsreiche Dissertationsprojekte gefördert An der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät wurden zwei Anschubfinanzierungen vergeben. Die in der Wissenschaftsforschung und Geschichte verorteten Projekte greifen facettenreiche Themen auf. (Juli 2018) weiterlesen Künstliche Intelligenz und Ethik Ethik-Professor Peter G. Kirchschläger verortet in der zunehmenden Digitalisierung und Robotisierung ein grosses Potenzial – aber auch Risiken. Was moralische Aspekte anbelangt, sei es wichtig, jetzt zu handeln. (Juni 2018) weiterlesen Geschichten eines Personal Computers Die verbindenden Elemente zwischen einem historischen Objekt in einem Museum und seiner Aura sind seine Geschichten. Sie erzählen oft von grossen Zusammenhängen und kleinen persönlichen Erlebnissen zugleich. (Juni 2018) weiterlesen Maschinenrechte oder Maschinenpflichten? Menschenrechte für Roboter: Auch wenn Rechtsprofessor Malte Gruber darin Zukunftsmusik hört, möchte er auf die Zwischenstufen der technologischen Entwicklung und deren juristische Erfassung eingehen. (Juni 2018) weiterlesen Als die Monarchie die Alpen entdeckte Sinnbild für republikanische Freiheit – Ausdruck der Ergebenheit gegenüber den Herrschaften: Geschichtsprofessor Jon Mathieu zeichnet den im 19. Jahrhundert erfolgten Bedeutungswandel der Alpen nach. (Juni 2018) weiterlesen Beeinträchtigen Sozialwerke die Arbeitsanreize? Eine Studie am Lehrstuhl für Politische Ökonomie untersucht, inwiefern sich die Sozialwerke negativ auf das Arbeitsangebot auswirken und was sich dagegen tun liesse. (Juni 2018) weiterlesen Brisante Fragen zum Thema Sterben Wie kann mit öffentlich-rechtlichen Instrumenten sichergestellt werden, dass am Lebensende die bestmögliche Entscheidung für einen Menschen getroffen wird? Damit befasst sich Daniel Hürlimann in seiner Habilitationsschrift. (Juni 2018) weiterlesen Wenn Welterbe Menschenrechte auszuhebeln droht Ohne eine ganzheitliche Betrachtung kann der Schutz von Weltkultur- und Weltnaturerbe ungewollte Effekte nach sich ziehen. Hier setzt ein vom Ethnologischen Seminar aus koordiniertes Forschungsprojekt an. (Mai 2018) weiterlesen Nationalfonds unterstützt zwei Forschungsprojekte Forschende der Universität Luzern haben für ihre Projekte beim SNF rund 772'000 Franken eingeworben. In diesen geht es um Leitlinien für internationale Handelsverträge und um Gebirgskrieg und Réduit in der Literatur. (April 2018) weiterlesen Zwei neue vom SNF geförderte Forschungsprojekte Der Schweizerischen Nationalfonds (SNF) fördert mit rund 680'000 Franken zwei Projekte in denen es um die Einschätzung von Expertenwissen in der Politik und um die Effekte visueller Produktpräsentation in Online-Shops geht. (März 2018) weiterlesen Forschung zu sozialen Gruppen und religiöser Identität Zwei durch knapp 1,4 Millionen Franken geförderte Projekte der Universitäten Luzern, Leipzig und Göttingen erforschen "Soziale Gruppen und religiöse Identitäten in ziviler Gesellschaft". (März 2018) weiterlesen Neue Datenbank zur Religionszugehörigkeit Religion und religiöse Vielfalt sind ein Streitthema quer durch Europas Gesellschaften. Eine neue Datenbank von Forschenden der Uni Luzern bringt mehr Klarheit. (Februar 2018) weiterlesen Politische Einstellungen: immer tiefere Gräben? Polarisierung in der Politik: Zu diesem Thema kann Dr. Denise Traber, finanziert vom SNF, eigene Forschung durchführen. Die Politikwissenschaftlerin hat dafür die Universität Luzern ausgewählt. (Januar 2018) weiterlesen Lohntransparanz: "Wie", nicht "Wie viel" entscheidend Die Offenlegung der Gehälter ist ein Thema, das polarisiert. Eine aktuelle Studie zeigt, wie es um die Lohntransparenz in der Schweiz steht und inwiefern diese mit dem Firmenerfolg zusammenhängt. (Januar 2018) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2017 Gütliche Einigungen: Blick nach England Ein rechtsvergleichendes Forschungsprojekt untersucht mögliche Verbesserungen oder Ergänzungen des Schweizer Rechts durch ein Konzept des englischen Rechtssystems um Gerichte zu entlasten. (Dezember 2017) weiterlesen Bleibende Eindrücke bei temporär geteilten Selfies Auch wenn Inhalte auf Social-Media-Plattformen wie beispielsweise Instagram Stories oder Snapchat nur temporär geteilt werden, bleibt der Eindruck bestehen, so eine Studie. (Dezember 2017) weiterlesen 944'000 Franken für neue Forschungsprojekte Forschende haben Drittmittel für drei Projekte eingeworben. Darin geht es um verschiedene Arten von Entscheidungsfindung, ethische Fragen sowie die Besteuerung von Non-Profit-Organisationen. (Dezember 2017) weiterlesen Crowdsourcing: Vorsicht bei Community-Bewertungen Ideen, die auf Crowdsourcing-Plattformen am positivsten bewertet werden, sind nicht unbedingt die besten. Eine Studie zeigt, warum das so ist und worauf ein Unternehmen bei der Bewertung der Ideen achten sollte. (November 2017) weiterlesen Für Krebsforschung nach Kopenhagen Bisher ist wenig zu den beruflichen und finanziellen Beeinträchtigungen von ehemaligen Kinderkrebspatientinnen und -patienten bekannt. Um dies zu ändern, forscht Luzius Mader in Dänemark. (Oktober 2017) weiterlesen Macht Geld Organisationen glücklich? Der Soziologe Dr. Sven Kette zeigt in zwei neuen Publikationen auf, wie Organisationen sich Geld beschaffen – und welche Folgeprobleme sie sich damit einhandeln. (Oktober 2017) weiterlesen Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Erfolg Lohnen sich Geschäftsmodelle, die darauf ausgerichtet sind, alte Produkte wieder dem Produktionskreislauf zuzuführen? Dies untersucht ein praxisnah und anwendungsorientiert angelegtes Forschungsprojekt. (Oktober 2017) weiterlesen Intensivierung des Bereichs Sportgeschichte Ausschreitungen an Sportanlässen und Dopingversuche sind nichts Neues, wie Sporthistoriker Michael Jucker aufzeigt. Doch Sportgeschichte kann mehr als das und schafft auch in der Lehre neue Perspektiven. (September 2017) weiterlesen Philosophische Forschung zur Schönheit Kommt die Schönheit eines Menschen von innen? Was bedeutet es, jemanden als schön zu bezeichnen? Ist menschliche Schönheit eine eigenständige Art der Schönheit? Damit beschäftigt sich ein Habilitationsprojekt. (September 2017) weiterlesen Zusätzlicher Schub für Energieforschung An der Universität Luzern wird die Forschung im Energiebereich weiter verstärkt. Dies dank der Einwerbung von Bundesgeldern in der Höhe von rund 1,45 Mio. Franken. (August 2017) weiterlesen Schöpfer der Thesen von Seelisberg im Fokus 1947 fand in Seelisberg die Dringlichkeitskonferenz gegen Antisemitismus statt, aus der zehn bahnbrechende Thesen hervorgingen. Deren geistiger Urheber geriet hierzulande fast in Vergessenheit – das soll sich nun ändern. (Juli 2017) weiterlesen 1,4 Mio. Franken für die Forschung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Luzern haben Drittmittel für fünf Projekte eingeworben. In diesen geht es um Nachlassplanung, nationenübergreifendes Wählen, Sozialphilosophie und Krebs im Kindesalter. (Juni 2017) weiterlesen Nationalfondsprojekt zu Metaphysik und Ontologie Im Herbst 2016 startete die Untersuchung "Metaphysik und Ontologie in der Schweiz im Zeitalter der Reformation (1519–1648)". In dieser geht es um die Geburt der Ontologie anhand von vier Stadt-Fallstudien. (Mai 2017) weiterlesen Aufarbeitung der Murianer Klostergeschichte Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri-Gries sein tausendjähriges Bestehen feiern. Dies gibt Anlass zur Erforschung seiner Geschichte in einem gross angelegten Projekt u.a. mit Luzerner Beteiligung. (Mai 2017) weiterlesen Brückenschlag zwischen "Big Data" und Handelsrecht Inwiefern reguliert das internationale Handelsrecht Daten und ist dieses regulatorische Regelwerk angemessen? Mit diesen Fragen befasst sich ein NFP-Projekt zu "Big Data" aus juristischer Perspektive. (Mai 2017) weiterlesen Mögliche Auswirkungen einer Stimmpflicht Zwang zur Wahl: Würden Wahlen und Abstimmungen unter dieser Bedingung anders ausgehen? Dieser Fragen gingen drei Wissenschaftler nach – und blickten dazu in die Schweizer Geschichte. (Mai 2017) weiterlesen Geförderte Studie zu Temporärarbeit Temporärarbeit hat Vor- und Nachteile. Ein wirtschaftswissenschaftliches Forschungsprojekt möchte aufzuzeigen, wie die Arbeitsmarktfähigkeit und das Wohlbefinden von Temporärbeschäftigten gesteigert werden kann. (Mai 2017) weiterlesen Doc.CH-Forschung zu Buddhismus und Empathie Erfolg für Andrea Zimmermann und Manuel Camassa: Ihre Dissertationsprojekte in den Disziplinen Religionswissenschaft und Philosophie werden mit einem Doc.CH-Beitrag unterstützt. (April 2017) weiterlesen Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen? Gemeinhin heisst es, Unterschiedliches sei nicht miteinander vergleichbar. Doch! Aber auf die Kriterien kommt es an. Das gilt auch für die Forschungsevaluation, wie eine Studie des Generalsekretariats zeigt. (Februar 2017) weiterlesen China: Talentmanagement bei Schweizer Firmen Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler entwickeln ein Konzept, wie Schweizer Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in China Talente identifizieren und fördern können. (Januar 2017) weiterlesen Muslimische Jugend abwägend in Religionsfragen Laut einer religionswissenschaftlichen Studie gehen junge Musliminnen und Muslime in der Schweiz mit den Aussagen religiöser Autoritäten deutlich kritischer und selbstbestimmter um als bisher angenommen. (Januar 2017) weiterlesen Religionsvielfalt im Kanton Luzern Im Kanton Luzern gibt es über 200 religiöse Gruppen und Gemeinschaften. Grosse Vielfalt herrscht in Stadt und Agglomeration, die Landschaft ist christlich geprägt, wie die Studie "Religionsvielfalt im Kanton Luzern" zeigt. (Januar 2017) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2016 Zwei neue "Ambizione"-Projekte Personalisierung der Politik und Gesundheitskompetenz: Zu diesen Themen können Dr. Nicola Diviani und Dr. Diego Garzia dank eines SNF-Förderbeitrags eigene Forschungsprojekte durchführen. (Dezember 2016) weiterlesen "Big Data": Forschung im Auftrag des Bundesrats Wie kann Herausforderungen im Zusammenhang mit grossen Datenmengen begegnet werden? Diesen Fragen gehen zwei Forscherinnen im Rahmen eines Nationalen Forschungsprogramms auf den Grund. (Dezember 2016) weiterlesen Die Sioux und ihre Schweizer Missionare Ein Grossteil der Sioux in den USA ist katholisch. Im 19. Jahrhundert wurden sie vom Schweizer Missionar Martin Marty bekehrt. Während dieser Ruhm und Ehre erhielt, wurde die Bekehrung für viele Indianer zum Trauma. (Dezember 2016) weiterlesen Doktorierende erhalten Mobilitäts-Stipendium Alexandra Birchler und Jonas Perrin haben ein Doc.Mobility-Stipendium des SNF zugesprochen erhalten. Im Rahmen des Doktoratsstudiums forscht sie in Australien und er in Ecuador. (November 2016) weiterlesen Haus und Familie im Wandel der Zeit Wie haben sich die Begriffe Haus und Familie im Laufe der Jahrhunderte verändert und welche Rollen spielen dabei soziale Praktiken? Diesen Fragen geht ein Sinergia-Projekt mit Luzerner Beteiligung nach. (Oktober 2016) weiterlesen Umgang mit chronischen Krankheiten verstehen Welche Faktoren helfen chronisch kranken Menschen dabei, die psychischen Auswirkungen ihrer Krankheit zu bewältigen? (September 2016) weiterlesen Neuer universitärer Forschungsschwerpunkt Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung: Dieses Thema steht im ­Mittelpunkt fakultätsübergreifender Forschung an der Universität Luzern. (September 2016) weiterlesen Forschende schaffen "Lernendes Gesundheitssystem" Mit einem "Lernenden Gesundheitssystem" will eine von der Universität Luzern angeführte, schweizweite Forschungskooperation den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitssystem begegnen. (September 2016) weiterlesen Wie wird die Welt beobachtet? Wie hat sich die an UN-Weltkonferenzen und in UN-Statistiken artikulierte Sicht auf die Welt während sechs Jahrzehnten verändert? Dies wird im Rahmen eines wissenssoziologischen Forschungsprojekts untersucht. (Juni 2016) weiterlesen Sans-Papiers: Teilnahme an Forschungsschwerpunkt Was Sans-Papiers anbelangt, herrscht in der Schweiz eine Kluft zwischen Politik und Realität. Ein rechtswissenschaftliches NCCR-Forschungsprojekt möchte mögliche Lösungen im Umgang mit diesem Dilemma aufzeigen. (Juni 2016) weiterlesen Religiöse Frauen erzählen aus ihrem Leben Aufschlüsse erhalten zur Frömmigkeit und zum Alltag in kirchlichen Frauengemeinschaften, aber auch zur Veränderung von Religiosität in der Nachkriegszeit: Dies ist das Ziel eines SNF-Projekts in der Theologie. (Juni 2016) weiterlesen Forschung über "Glück" im Fadenkreuz der Macht Wie wurde Glück zur NS-Zeit konstruiert und wahrgenommen? Dieser Frage geht Isabelle Haffter in ihrem Dissertationsprojekt nach. Ein Doc.Mobility-Stipendium ermöglicht ihr, Forschung in Berlin zu betreiben. (Mai 2016) weiterlesen Gotthard entfacht Fantasien Am 1. Juni 2016 wird der längste Eisenbahntunnel der Welt eröffnet. Vor lauter Technik-Faszination droht ins Abseits zu geraten, dass ein kultur- und sozialwissenschaftlicher Blick auf den Gotthard ebenso spannend ist. (Mai 2016) weiterlesen Nationalfonds unterstützt zwei Forschungsprojekte Vietnamesischer Buddhismus und Berner Kommentar: Forschende der Universität Luzern haben beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) rund 570'000 Franken für ihre Projekte eingeworben. (Mai 2016) weiterlesen Doc.CH-Beitrag für zwei Nachwuchsforscher Johannes Saal und Lukas Tobler erhalten für ihre Dissertationsprojekte Unterstützung vom SNF. Daran zeigt sich auch, dass die Bemühungen zur Förderung des akademischen Nachwuchses in Luzern Früchte tragen. (Mai 2016) weiterlesen Forschung zu Nachhaltigkeit und Mediation Nadine Arnold und Anatol Itten haben vom SNF ein Mobilitätsstipendium erhalten. Dies ermöglicht den beiden Nachwuchsforschenden mehrmonatige Forschungsaufenthalte im Ausland. (März 2016) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2015 Seelisberg als Wiege des Religionen-Dialogs 1947 fand in Uri die "Dringlichkeitskonferenz gegen Antisemitismus" statt. Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich mit diesem Gründungsereignis jüdisch-christlicher Verständigung im 20. Jahrhundert. (November 2015) weiterlesen Rehabilitierung nach einem halben Jahrtausend "Machiavelli war kein Machiavellist": Dieser Feststellung möchten Prof. em. Dr. Enno Rudolph und Dr. Marzia Ponso mit ihrer kritischen Ausgabe von "Il Principe" Nachdruck verleihen. (November 2015) weiterlesen Kirchenrecht und Kinderrechte Menschenrechte gelten auch für Kinder und Jugendliche in der Kirche. Eine Dissertation untersucht die Konsequenzen daraus für das geltende Kirchenrecht und bezieht Missbrauchsfälle mit ein. (November 2015) weiterlesen "Demokratie braucht Störmomente" Die Bedeutung des Fremden als Bedingung für eine freiheitliche demokratische Praxis: Diesem Thema geht Christine Abbt, SNF-Förderprofessorin für Philosophie, mit ihrem Team auf den Grund. (November 2015) weiterlesen Schriftgut als Forschungsmaterial Wie kommt man von schriftlichen Aufzeichnungen zu geltungskräftigen wissenschaftlichen Erkenntnissen? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt "Schreibtischstudien" nach. (Mai 2015) weiterlesen Theologie im Schatten des KKL Luzern Der Frage nach der Verhältnisbestimmung von Musik und Theologie kam bislang eine eher untergeordnete Rolle zu. Hier setzt ein Forschungsprojekt an der Theologischen Fakultät an. (Mai 2015) weiterlesen Rechtsforschung zur Energiewende Die Rechtsfakultät leistet mit ihrer Forschung einen wesentlichen Beitrag zur Schweizer Energiewende. Dies im Rahmen der Beteiligung an einem von sieben Schweizer Kompetenzzentren zur Energieforschung. (Mai 2015) weiterlesen Religionszugehörigkeit: Datenbank wird konkret Verlässliche Daten zur Religionszugehörigkeit in Europa sind für viele Länder nicht verfügbar. Das Projekt "Swiss Metadatabase of Religious Affiliation in Europe (SMRE)" soll dies ändern – und geht jetzt in die heisse Phase. (Mai 2015) weiterlesen Religion und gesellschaftliche Integration Werden demokratische Gesellschaften durch Religionen eher zusammengeschweisst oder destabilisiert? Dieser Frage geht der universitäre Forschungsschwerpunkt REGIE nach, der neu bis 2016 läuft. (April 2015) weiterlesen Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst Boris Previšic, SNF-Förderprofessor für Literatur- und Kulturwissenschaften, geht mit seinem Team musikalischen Paradigmen in Literatur und Kultur auf den Grund. Dabei sucht er den Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. (April 2015) weiterlesen Daniel Speich Chassé: SNF-Förderprofessur verlängert Die Förderprofessur von Daniel Speich Chassé läuft neu bis 2017. Der Historiker wird sein Forschungsprojekt "Statistik zwischen Kolonialherrschaft und 'Global Governance'" weiterführen. (März 2015) weiterlesen Graduate School vergibt vier Anschubstipendien Im April 2015 beginnen vier neue Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Arbeit an der Graduate School der Universität Luzern (GSL). Die Dissertationsprojekte greifen vielfältige und aktuelle Forschungsthemen auf. (März 2015) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2014 "Agora": Ethnologie im Dialog Forschung geschieht im Elfenbeinturm: Diese verkürzte Sichtweise hält sich bisweilen hartnäckig. Zwei über das Förderinstrument Agora finanzierte Projekte räumen mit derartigen Vorstellungen auf. (Februar 2015) weiterlesen Nationalfonds fördert sieben Projekte Forschende der Universität Luzern haben beim SNF im dritten Quartal 2014 über 1,5 Millionen Franken eingeworben. Eines der Projekte ist in einem Nationalen Forschungsschwerpunkt angesiedelt. (Dezember 2014) weiterlesen Imame, Rapper, Cybermuftis Wie gehen junge muslimische Frauen und Männer in der Schweiz mit den Orientierungsangeboten islamischer Autoritäten um? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forschungsprojekt. (Dezember 2014) weiterlesen "Ambizione": Diskriminierung bei Wahlen Finanziert durch das Karriereförderungsinstrument Ambizione, kann Nenad Stojanovic ein Forschungsprojekt zu rassistischen Motiven bei Wahlen durchführen. Als Gastinstitution hat der Politikwissenschaftler die Universität Luzern gewählt. (Dezember 2014) weiterlesen Sie forscht in den USA, er in Belgien Alexandra Dal Molin-Kränzlin und Heinz Nauer absolvieren im Rahmen ihres Doktoratsstudiums einen Forschungsaufenthalt im Ausland. Möglich macht dies ein SNF-Doc.Mobility-Stipendium. (Dezember 2014) weiterlesen Leihmutterschaft im deutschsprachigen Raum Leihmütter tragen im Auftrag von Wunscheltern Kinder aus – das ist hierzulande verboten. Dr. Anika König beschäftigt sich mit diesem kontroversen Thema und gibt Einblick in ihr Habilitationsprojekt. (September 2014) weiterlesen Doc.CH-Dissertationsprojekt zu Paul Celan Der Schweizerische Nationalfonds vergibt einen Doc.CH-Beitrag (GSW) an Meret Eliezer. Dies, um sie beim Verfassen ihrer Dissertation zum Werk des Dichters Paul Celan zu unterstützen. (September 2014) weiterlesen Forschung zwischen Luzern und Jerusalem W. G. Sebald, seine Entwicklung vom Literaturwissenschaftler zum Schriftsteller und seine eigenwillige Wahrnehmung vom Judentum: Damit beschäftigt sich ein Forschungsprojekt zwischen Luzern und Jerusalem. (Juni 2014) weiterlesen Umweltökonomie – am Beispiel des Bahnausbaus Verringert ein Ausbau des Bahnangebots tatsächlich die negativen Konsequenzen des Strassenverkehrs? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt am Ökonomischen Seminar nach. (Juni 2014) weiterlesen Schnittstelle von Recht, Ökonomie und Philosophie Das Forschungsprojekt "Economic Analysis in Regulation and Legal Reasoning" ist interdisziplinär angelegt. Im Zentrum steht die Ökonomische Analyse des Rechts. (Juni 2014) weiterlesen Zwei neue SNF-Förderungsprofessuren Boris Previšic und Christine Abbt haben eine SNF-Förderungsprofessur erhalten. Für ihn geht ein Wunsch in Erfüllung – und sie freut sich auf ein Klima, das Forschung über den Tellerrand hinaus gedeihen lässt. (Juni 2014) weiterlesen Nationalfonds unterstützt vier Forschungsprojekte Forschende der Universität Luzern haben beim SNF im ersten Quartal 2014 über 1,1 Millionen Franken für ihre Projekte eingeworben. Sämtliche Projekte starten im Verlauf dieses Jahres und dauern drei Jahre. (Mai 2014) weiterlesen Blick auf das Fremde Fotografien und Filme aus fernen Ländern als vermeintlich authentische Zeugen aussereuropäischer Lebensweisen: Bei einem Projekt am Historischen Seminar steht dieses Thema im Fokus. (Mai 2014) weiterlesen Gleichstellung: Wissen bleibt ungenutzt Die Befunde der Geschlechterforschung fliessen kaum in kantonale Gesetzgebungen ein. Das zeigt eine vom Politikwissenschaftlichen Seminar und vom Büro Interface gemeinsam durchgeführte Studie. (Mai 2014) weiterlesen Demokratische Regieren – jenseits des Staates Wichtige politische Entscheidungen werden immer häufiger von Institutionen und immer seltener von Nationalstaaten getroffen. Der SNF unterstützt Projekte mit vier Universitätsangehörigen zu diesem Thema. (Februar 2014) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen 2013 Theologische Forschung sichtbar machen Welche Leistungen vollbringen Geisteswissenschaften? Ein Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Luzern und Freiburg geht dieser Frage am Beispiel der Theologie auf den Grund. (November 2013) weiterlesen "Ambizione"-Projekt zum Bankenwesen Leon Wansleben erhält eine Förderung im Rahmen des Programms "Ambizione". Dies ermöglicht ihm, unabhängig und unter optimalen Bedingungen ein Forschungsprojekt durchzuführen. (September 2013) weiterlesen Klima und Gesellschaft Als Stipendiat der Graduate School Lucerne geht Julius Riese in seiner Dissertation der Frage nach, wie sich langfristige Klimaveränderungen auf menschliche Gesellschaften auswirken. (September 2013) weiterlesen LuBiLiKOM: Forschung zur Eucharistiefeier Mit dem Luzerner Biblisch-Liturgischen Kommentar (LuBiLiKOM) zum Ordo Missae wird die Wechselbeziehung zwischen Liturgie und Bibel in den Texturen der Eucharistiefeier erstmals aufgedeckt und erschlossen. (Juni 2013) weiterlesen Muslimische Jugendgruppen in der Schweiz Wird Eingliederung in die Schweizer Gesellschaft durch die Zugehörigkeit zu einer muslimischen Jugendgruppe eher gefördert oder behindert? Diese Frage steht im Zentrum eines Projekts an der KSF. (Juni 2013) weiterlesen Rechtswissenschaftliche Forschung zum Lebensende Selbst bestimmen dürfen – selbst bestimmen müssen: Dieses Spannungsfeld am Lebensende aus rechtlicher Sicht beleuchtet ein ins Nationale Forschungsprogramm 67 eingebettetes Projekt. (Juni 2013) weiterlesen "Hinter Mauern": Fürsorge und Gewalt Verding- und Heimkinder haben zwischen 1930 und 1970 in kirchlich geführten Erziehungsanstalten im Kanton Luzern grosses Unrecht erfahren. Dies dokumentiert die Studie "Hinter Mauern". (Februar 2013) weiterlesen Akkordeon-Panel schließen

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    Nachgedanken zum Begriff der Verantwortung

    Monographische Publikationen u. a. zu Platon, Hegel, Cassirer, Heidegger (extrem kri- tisch). Er bemüht sich

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    Erstellungsdatum: 20.05.2014

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    Luzerner Universitätsreden 39: 450 Jahre Wissenschaft und Bildung in Luzern

    Luzerner Universitätsreden 38: 450 Jahre Wissenschaft und Bildung in Luzern JANUAR 2025 ISBN 978-3-9525749-1-1 39 450 JAHRE WISSENSCHAFT UND BILDUNG IN LUZERN VORTRÄGE DES JUBILÄUMSANLASSES VOM 22. MAI 2024 DR. ARMIN HARTMANN, BILDUNGS- UND KULTURDIREKTOR DES KANTONS LUZERN PROF. DR. MARKUS RIES, PROFESSOR FÜR KIRCHENGESCHICHTE PROF. DR. NADJA EL KASSAR, PROFESSORIN FÜR PHILOSOPHIE MIT SCHWERPUNKT THEORETISCHE PHILOSOPHIE PROF. DR. BRUNO STAFFELBACH, REKTOR DER UNIVERSITÄT LUZERN REKTORAT LUZERNER UNIVERSITÄTSREDEN IMPRESSUM Herausgeber Rektor der Universität Luzern Herausgeberbeirat Dekaninnen und Dekane der Fakultäten Redaktion Dave Schläpfer Gestaltung Daniel Jurt ISBN 978-3-9525749-1-1 Januar 2025 Publiziert mit freundlicher Unterstützung von Prof. Dr. Peter von Moos 39 REKTORAT LUZERNER UNIVERSITÄTSREDEN 450 JAHRE WISSENSCHAFT UND BILDUNG IN LUZERN VORTRÄGE DES JUBILÄUMSANLASSES VOM 22. MAI 2024 DR. ARMIN HARTMANN, BILDUNGS- UND KULTURDIREKTOR DES KANTONS LUZERN PROF. DR. MARKUS RIES, PROFESSOR FÜR KIRCHENGESCHICHTE PROF. DR. NADJA EL KASSAR, PROFESSORIN FÜR PHILOSOPHIE MIT SCHWERPUNKT THEORETISCHE PHILOSOPHIE PROF. DR. BRUNO STAFFELBACH, REKTOR DER UNIVERSITÄT LUZERN Inhalt Dr. Armin Hartmann Jesuiten in Luzern: Bildungspioniere und politische Akteure 7 Prof. Dr. Markus Ries Wissen und Weltanschauung. Wie Luzern auf die Weltkarte kam 13 Prof. Dr. Nadja El Kassar Zeitgenössische Überlegungen zum Verhältnis von Wissen und Nichtwissen in Wissenschaft und Bildung 25 Prof. Dr. Bruno Staffelbach Die aktuellen Schritte der Universität Luzern 37 Frühere Universitätsreden 43 Die Universität Luzern ist mit ihrer Gründung im Jahr 2000 die jüngste Univer- sität der Schweiz. Die Geschichte der höheren Bildung in Luzern reicht aller- dings bis 1574 zurück, als am Jesuitenkollegium der Lehrbetrieb aufgenom- men wurde. Das 450-Jahr-Jubiläum wurde zum Anlass genommen, um einen Blick auf die Entwicklung von Wissenschaft und Bildung in Luzern zu werfen. Es bot gleichzeitig den Rahmen für die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Mar- kus Ries, Professor für Kirchengeschichte. Er wirkte ab 1994 – zunächst noch an der Vorgängerinstitution, der Theologischen Fakultät Luzern – an der Uni- versität Luzern. Dieser stand Ries von 2001 bis 2006 als Rektor vor. Mehr Informationen zum Anlass vom 22. Mai 2024: www.unilu.ch/450-jahre 6 7 Jesuiten in Luzern: Bildungspioniere und politische Akteure Dr. Armin Hartmann, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern Es ist mir eine Freude und Ehre, an der heutigen Veranstaltung dabei zu sein und diesen Anlass mit hochkarätigen Rednerinnen und Rednern mit einigen Gedanken zu eröffnen. Ich freue mich über den grossen Aufmarsch und darf Ihnen die besten Grüsse des Luzerner Regierungsrates überbringen. Diese sind mit einem speziellen Dank an Professor Markus Ries verbunden, der diese Universität über viele Jahre mitgeprägt hat. Es dürfte unüblich sein, dass ein Bildungs- und Kulturdirektor über eine katholische Ordensgemeinschaft spricht – insbesondere, wenn er selbst weder Theologe noch Historiker ist. Dennoch nehme ich diese Herausforde- rung an. Schliesslich ist die Gesellschaft Jesu, im Volksmund kurz Jesuiten genannt, untrennbar mit der Geschichte, der Gesellschaft, insbesondere der Bildung und der Politik im Kanton Luzern verbunden. «Die Jesuiten waren geschäftstüchtige Provokateure – fast ihr ganzes Haus besteht aus Steinen des Anstosses.» Dieses abgewandelte Zitat des deutschen Philosophen Sigbert Latzel soll meine Gedanken einleiten. Es sind, wie könnte es auch anders sein, politische Betrach- tungen. Ich möchte der Frage nachgehen, was die Politik dazu trieb, die Jesuiten zu lieben – und zu hassen. Es soll auch darum gehen, wer hier letztlich wen viel- leicht provoziert hat – und wer ganz einfach einen willkommenen Sündenbock fand, auf dessen Rücken man seine eigene Agenda durchsetzen konnte. Beginnen wir mit der Frage, warum die Politik daran interessiert war, dass die Jesuiten Ende des 16. Jahrhunderts nach Luzern kamen. Luzern war damals noch klein. In zahlreichen Ortschaften gab es Schullehrer bezie- hungsweise Schulmeister, die vor Ort unterrichteten. Es fehlte aber an einer höheren Bildung. Es ist nur verständlich, dass die Politik diesen Mangel beseitigen wollte – und richtig beseitigen wollte. Die Wahl der Jesuiten war naheliegend. Die Jesuiten verstanden sich auf die Bildung. Sie lehrten Reli- gion – aber nicht nur. Die Beschäftigung mit Mathematik gehörte ebenso zu ihrem Lehrplan wie die Schriften der grossen Dichter und Denker. Sie waren in vielerlei Hinsicht erfolgreich: insbesondere in der effektiven und nachhaltig organisierten Vermittlung von Wissen und Werten. Sie waren, kurz gesagt, Bildungspioniere. 8 Es wäre unmöglich gewesen, dass Luzern ein solches Angebot damals in Eigenregie hätte auf die Beine stellen können. Rein sachpolitisch waren die Jesuiten eine gute Lösung. Sie passten aber auch ideologisch ins Bild. Ihre Ankunft und spätere Tätigkeit in Luzern war durchaus konsistent mit den vorherrschenden Ideen der Gegenreformation. Der Beschluss des Kleinen Rats von 1573 zur Gründung einer von Jesuiten geführten Schule war deshalb einerseits sicher ein klug eingefädelter Schach- zug von Ludwig Pfyffer von Altishofen. Er war aber auch ein Entscheid, der sich politisch gesehen gut in die damalige Zeit einbetten liess. Victor Hugo lehrte uns erst im 19. Jahrhundert, dass nichts mächtiger ist als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Doch der Mechanismus dahinter galt schon im 16. Jahrhundert. So nahm das Projekt rasch Fahrt auf. Dem Start 1574 im heutigen Restaurant Schlüssel folgten der Einzug in den Ritterschen Palast 1575 und schliesslich der Stiftungsbrief für das Kollegium am 10. Mai 1577. 1579 konnte das von Ludwig Pfyffer erbaute Schulhaus bezogen werden: an der Bahnhofstrasse 18, vis-à-vis dem Regierungsgebäude – der Standort des heutigen Bildungs- und Kulturdepartements. Ich darf Ihnen in Klam- mern sagen, dass ich mir der Würde der Räume durchaus bewusst bin, wenn ich am Morgen ins Büro komme – schliesslich ist es ein Ort, an dem bereits vor 450 Jahren viel für die Bildung im Kanton Luzern getan wurde – etwas, was wir auch heute noch mit Freude und Leidenschaft übernehmen. Die Verbindung der Luzerner Politik mit den Jesuiten war symbiotisch. Die Ordensgemeinschaft war zunächst kritisch, überhaupt nach Luzern zu kom- men. Sie gingen generell nur dorthin, wo ihre Angebote finanziell gesichert waren. Auf maximalen Druck von Papst Gregor XIII. entschieden sie sich aber, in Luzern Fuss zu fassen. Mit Ludwig Pfyffer hatten sie einen Förderer im Kleinen Rat, der ihnen gute Rahmenbedingungen bot, was die darauf- folgende Entwicklung ermöglichte. So wuchs das Gymnasium – zuerst schleppend auf 200 Lernende. Doch das ruhige Luzern war gerade im Dreissigjährigen Krieg ein sicherer Hafen für die Jesuiten. Die Flucht junger Ordensangehöriger nach Luzern förderte die Einrichtung eines Philosophiestudiums ab 1633. Mitte des 17. Jahrhunderts waren es bereits 170 Studierende, je ungefähr hälftig in Theologie und Philo- sophie. Mit der Einweihung der Jesuitenkirche 1677 wurde diese Symbiose auch noch zu Stein. Der erste grosse sakrale Barockbau der Schweiz gab den Jesuiten eine Präsenz, die bis heute ausstrahlt. Er machte darüber hinaus aber auch die politische Führung stolz. Luzern wurde für diesen Bau wahr- genommen – etwas, das die Politik damals wie heute unbestritten hoch- schätzt. 9 Die Jesuitenkirche ist auch ein Zeichen dafür, dass der Kanton Luzern im Verhältnis zwischen Politik und den Jesuiten immer eine Sonderrolle ein- nahm. Zugegeben – jene Zeit war der Höhepunkt dieser Symbiose. Bis zu 600 Stu- dierende zählte Luzern damals, eine bemerkenswerte Zahl. Auch wenn diese später zurückging: Die Luzerner Politik schätzte und brauchte die Jesuiten. Das zeigt sich insbesondere nach dem Jesuitenverbot 1773. Während die Jesuiten international Opfer ihres Erfolges und Verschwörungstheorien zu ihrem Verhängnis wurden, wollte man sie in Luzern behalten. Hier gab es keine Hinweise darauf, dass eine Mehrheit den Jesuiten zu viel politischen Einfluss zuschrieb oder dass es gerechtfertigt erschien, sie als intellektuellen Stosstrupp des Papstes zu verbieten. Vielmehr beantragte der Kleine Rat in Rom, dass Jesuiten nach dem Verbot als Weltpriestergemeinschaft weiterhin zusammenleben und das Gymna- sium führen durften. Dies wurde auch bewilligt – nur ging der Besitz in die staatliche Verwaltung über. Hier zeigt sich der Pragmatismus der Politik in Zeiten der Transformation. Wichtig ist, dass die Aufgabe weiterhin erfüllt wird – notfalls von den gleichen Menschen, mit dem gleichen Programm –, einfach unter einem anderen Namen. «Die Aufgabe der Regierung ist es, sich aus Geschäften herauszuhalten – das heisst, bis die Geschäfte der Hilfe durch die Regierung bedürfen.» Die Worte des amerikanischen Schriftstellers Will Rogers würden auch hier gelten. Während zweihundert Jahren konnte Luzern erfolgreich einen wesentlichen Teil der Bildung an die Jesuiten auslagern. Auch das Verbot konnte den starken Strukturen nur wenig anhaben. Die Wiedererrichtung des Ordens 1814 hätte das Potenzial gehabt, ihm eine neue Blüte zu verleihen. Doch die aufkommenden liberalen Ideen und der Beginn des Kulturkampfs liessen Luzern politisch eine ganz andere Geschichte schreiben. Unverändert blieb, dass sich der Jesuitenorden nicht um eine Ausweitung seiner Präsenz in der Schweiz bemühte. Wie im Jahr 1574 kann die Eskalation allen, aber sicher nicht den Jesuiten zugeschrieben werden. Waren sie politi- sche Provokateure? Wenn Sie erfolgreiche, vielfältig vernetzte Gruppen mit einer klaren Haltung, mit Schutz von ganz oben und einer guten öffentlichen Präsenz als Provokateure bezeichnen wollen, müssen Sie die Frage mit Ja beantworten. Für alle anderen gilt: Die Provokation war eine politische Fest- stellung – und damit sicher die Schuld derjenigen, die sich provozieren lies- sen – oder noch pointierter ausgedrückt: derer, die sich um jeden Preis pro- 10 vozieren lassen wollten. Die Jesuiten hingegen wollten einen starken Orden und eine zielgerichtete Erfüllung ihrer Aufgaben in den Bereichen Bildung und Soziales. Die Politik ihrerseits suchte die Konfrontation. Sie rieb sich an der aufgeheiz- ten Stimmung zwischen Liberalen und Konservativen. Als der führende Konservative Josef Leu von Ebersol ab 1839 die Berufung von papsttreuen Jesuiten als Theologieprofessoren nach Luzern forderte, stand Luzern im Zentrum der schweizerischen Jesuitenfrage. So bildeten die Jesuiten eine Projektionsfläche aller anderen Probleme, denen sich der Staatenbund gegen- übersah. Was nun folgte, ist kein Ruhmesblatt für die schweizerische Politik. Gezielte Falschinformationen, falsche Übersetzungen von Vorgängen in anderen Kantonen und politische Kräfte, die sich diese Fake-News gezielt zunutze machten, führten die Schweiz in einen Bürgerkrieg. Der Luzerner Politik kann man dabei nicht viel vorhalten. Im August 1844 wurde ein Antrag auf Ausweisung der Jesuiten von der Tagsatzung klar abge- lehnt. Auf dieser Basis berief Luzern am 24. Oktober 1844 die Jesuiten nach Luzern. Es waren spätere Entscheide, namentlich die Gründung des Sonder- bunds, der die Schweiz in den Krieg führte. Den Jesuiten daran die Schuld zu geben, wäre schlicht falsch. Doch damit nicht genug. Obwohl weder politisch noch rechtlich angezeigt, wurde das Jesuitenverbot in die Verfassung des modernen Bundesstaates aufgenommen. Auch dafür wurden politische Winkelzüge angewandt, wie der Luzerner Professor Adrian Loretan überzeugend nachgewiesen hat. Aus politischer Sicht lässt sich das Jesuitenverbot nur so erklären, dass man den Verlierern des Krieges mit einer symbolischen Massnahme zeigen wollte, dass sie sich auch langfristig auf neue Gegebenheiten einstellen müssen. Dies gilt auch für die später folgende Verschärfung des Verbots. Die Politik tendiert naturgemäss zur Besitzstandwahrung. Wer etwas ändern will, braucht eine gute Begründung. Eine solche Begründung gab es für die Löschung des Jesuitenverbotes in den folgenden fast hundert Jahren nicht. Die späte Aufhebung in den 1970er-Jahren fiel in eine Zeit, in der eine Rück- kehr zur historischen Ausstrahlung nicht mehr möglich war, weder für den Jesuitenorden noch für irgendeinen anderen Orden in der Schweiz. Der Staat hatte in dieser Zeit die wichtigsten Aufgaben des Ordens längst übernom- men: Selbst das katholische Luzern war auf die Pioniere im Bildungs- und Sozialbereich nicht mehr direkt angewiesen. 11 Das führt uns zur Schlussfrage, welche Relevanz die Jesuiten für den Kanton Luzern heute noch haben. Als Regierungsrat darf ich sagen, wir verdanken den Jesuiten vieles, was heute noch relevant ist: • die frühe höhere Bildung in der Stadt Luzern, die eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung ermöglichte; • das Vorantreiben von Gymnasium und Studium; • die Schaffung der Wurzeln der Universität Luzern; • nachhaltige Strukturen in der Bildung, die Lücken und Rückfälle in alte Muster verhindert haben; • das bauliche Juwel Jesuitenkirche und andere Bauten, z.B. die Bahnhof- strasse 18; • ein reiches geschichtliches und gesellschaftliches Erbe in der Stadt und im Kanton Luzern. Die Jesuiten waren auch im Kanton Luzern erfolgreiche Bildungspioniere. Ihr Erfolg provozierte – sie waren aber trotzdem keine Provokateure. 12 13 Wissen und Weltanschauung. Wie Luzern auf die Weltkarte kam Prof. Dr. Markus Ries, Professor für Kirchengeschichte (Vortrag zugleich Abschiedsvorlesung; seit 31. Juli 2024 emeritiert) Als vor 450 Jahren in Luzern die höhere Bildung Fuss fasste, galt bereits das Wettbewerbsprinzip, damals bezogen auf Weltanschauungen. Gesellschaft und Staat erfuhren Entwicklungen, die getrieben waren von einer epochalen Polarisierung: hier die Katholischen – dort die Reformierten. Mitunter in bitterer Feindseligkeit ging es beiden Seiten um Durchsetzung dessen, was je als Wahrheit galt. Erziehung sollte innere Stärke erzeugen, deshalb kam Bil- dung sehr früh in den Blick. Zürich, Bern, Lausanne und Genf legten vor und richteten höhere Schulen ein – die Vorläuferinnen der modernen Universitä- ten.1 Die katholischen Orte kamen unter Zugzwang und suchten gleichzuzie- hen. Sie entwickelten Konzepte, begannen mit dem Fundraising und evalu- ierten Standorte. Infrage kamen unter anderem Locarno im sonnigen Untertanenland oder auch Rapperswil an der Achse nach Konstanz zum Bi- schofssitz. Das Rennen machte Luzern: Bei Papst Gregor XIII. erwirkten die Gnädigen Herren und Oberen die Entsendung von Lehrern aus den ersten kirchlichen Rängen, und das waren damals die Jesuiten, Mitglieder der 1540 gegründeten Gesellschaft Jesu. Am 7. August 1574 traf die erste Dreiergrup- pe in der Stadt ein – deshalb ist 2024 ein Jubiläumsjahr. 1577 erfolgte der formelle Beschluss, festgehalten im Stiftungsbrief. Um die «einfältige Jugend» gehe es, steht da zu lesen, sie bedürfe «der underwysung an christlicher zucht und guoten sitten»; denn sie sei religiös «verwahrloset».2 Gegründet war da- mit eine höhere Schule, nach heutigem Begriff eine Art Gymnasium. Der Schritt gelang in erster Linie dank Initiative des Schultheissen Ludwig Pfyf- fer von Altishofen (1524–1594), welcher seinen Einfluss geltend machte und sich als reicher Mann mit hohen Geldbeträgen als Sponsor engagierte. Nach und nach stellte Luzern die notwendige Infrastruktur bereit: ein Wohnhaus, ein Schulhaus, eine Kirche mit Friedhof, einen grosszügigen Garten und aus- serhalb der Stadt ein Ferienhaus am See. Als Unterkunft diente das durch 1 Karin Maag, Das Schul- und Bildungswesen zwischen 1500 und 1600, in: Amy Nelson Burnett – Emidio Campi (Hrg.), Die Schweizerische Reformation. Ein Handbuch, Zürich 2017, 527–548, bes. 541–548. 2 Sebastian Grüter, Das Kollegium zu Luzern unter dem ersten Rektor P. Martin Leubenstein 1574–1596 (= Beilage zum Jahresbericht für die höhere Lehranstalt in Luzern für das Schuljahr 1904/05), Luzern 1905, 63–72. – Zur Gründungsgeschichte siehe: Dominik Sieber, Jesuitische Missionierung, priesterliche Lie- be, sakramentale Magie. Volkskulturen in Luzern 1563 bis 1614 (= Luzerner Historische Veröffentlichun- gen 40), Basel 2005, 51–74; Markus Ries, Das Luzerner Jesuitenkollegium, in: Aram Mattioli – Markus Ries, «Eine höhere Bildung thut in unserem Vaterlande Noth». Steinige Wege vom Jesuitenkollegium zur Hochschule Luzern, Zürich 2000, 9–28; Aram Mattioli – Markus Ries (Hrg.), Weg der Universität Luzern. Historische Meilensteine der universitären Bildung und Forschung in Luzern (= Luzerner Universitätsre- den 35), Luzern 2020; Brigitte Degler-Spengler, Kolleg Luzern 1574–1774, in: Helvetia Sacra VII, Bern 1976, 114-160; Joseph Studhalter, Grundlegung und Entfaltung der Jesuitenschule zu Luzern, in: Gottfried Boesch – Anton Kottmann (Red.), 400 Jahre Höhere Lehranstalt Luzern 1574–1974, Luzern 1974, 25–85; ders., Die Jesuiten in Luzern 1574–1625. Ein Beitrag zur Geschichte der tridentinischen Reform (= Beiheft 14 zum Geschichtsfreund), Stans 1973. 14 Lux Ritter (†1559) erbaute Stadtpalais, das seit Beginn des 19. Jahrhunderts als Regierungs- und Parlamentsgebäude dient. Unmittelbar gegenüber wur- de 1579 ein erstes, 1731 durch einen Neubau ersetztes Schulhaus errichtet, in welchem heute das Bildungs- und Kulturdepartement untergebracht ist. Die erste Hauskapelle war im Westflügel des Palais untergebracht mit direktem Zugang von der Strasse her; 1588 liess die Stadt die St. Michaelskapelle als Westtrakt an das Haus anfügen. In den Jahren 1666 bis 1677 schliesslich er- folgte der Bau der heute bestehenden Jesuitenkirche St. Franz Xaver. Verein- barungsgemäss erhielten die Patres 1579 unmittelbar an die Stadt angren- zend einen Park mit Haus und Scheune zur Verfügung gestellt. Die ummauerte Anlage diente der Erholung und als Rückzugsgebiet in Pestzei- ten, sie befand sich auf dem Grundstück des späteren Seidenhofs. Als Ferien- haus diente der «Jesuitenhof», der heute zum Hotel Seeburg an der Strasse nach Meggen gehört. Die Regierung verpflichtete sich, für Kost und Logis von 20 Lehrern aufzukommen und ihnen alle Rechnungen für Arzt und Apotheker zu bezahlen. Die Schule erreichte eine bemerkenswerte Ausstrahlung. Sie war möglich dank entschlossener Förderung durch Patrizierfamilien, welche exklusiv die Mitglieder der Stadtregierung stellten, und insbesondere durch die Integra- tion in das Bildungssystem der Gesellschaft Jesu. Gegründet hatte diese nach einer schweren persönlichen Krise und einer religiösen Konversionserfah- rung der baskische Adelige Íñigo López de Oñaz y Loyola (1491–1556) zu- sammen mit den sechs Gefährten Pierre Favre (1506–1546), Francisco de Xavier y Jassu (1506–1552), Simon Rodrigues de Azevedo (1509/10–1579), Diego Laínez (1512–1565), Alfonso Salmerón (1515–1585) und Nicolás Boba- dilla (1509/10–1590). Grundlage bildete ein feierliches gegenseitiges Verspre- chen, das sie sich 1534 in Paris gegeben hatten. Daraus entstand ein neuarti- ger Orden, welcher 1540 die kirchliche Anerkennung erhielt.3 Ignatius und seine Gemeinschaft entwickelten ein spezifisches Verständnis zur Nachfolge Christi: eine streng strukturierte, angeleitete Form von Gebet und Askese, wörtlich bezeichnet als «exercitium». Es handelt sich um eine formalisierte Suche nach einem eigenen inneren Weg. Die primär angestrebte spirituelle Kompetenz ist umschrieben als Unterscheidung der Geister («discretio»). Ig- natius wollte «Gesundheit nicht mehr als Krankheit begehren, Reichtum nicht mehr als Armut, Ehre nicht mehr als Ehrlosigkeit, langes Leben nicht mehr als kurzes», wie er im heute noch verwendeten Exerzitienbuch festhielt.4 Die Mitglieder liessen sich von den Päpsten in Dienst nehmen zur Stärkung der Kirche, welche auf dem Konzil von Trient eine neue Gestalt gewonnen hatte. Sie wirkten in der Seelsorge als Prediger, Volksmissionare und Beichtväter, und sie engagierten sich für die Übersee-Mission. In den katholischen Län- dern Europas betrieben sie nach einheitlichem Muster als «collegia» bezeich- 3 Rita Haub, Die Geschichte der Jesuiten, Darmstadt 2007, 8–35; Manfred Weitlauff, Die Gründung der Gesellschaft Jesu und ihre Anfänge in Süddeutschland, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen 94 (1992), 15–66, hier: 21–32. 4 Ignatius von Loyola, Die Exerzitien, übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 61979, 15. 15 nete Lehranstalten, deren Zahl rasch wuchs und bald mehrere Hundert er- reichte. Die neue Luzerner Schule machte die Stadt zum Ort der Bildung. Die Lehrer und ihre Herkunft öffneten einen weiten Horizont; denn als Patres der Gesellschaft Jesu waren sie Teil eines europaweiten Netzwerkes. Schon im 17. Jahrhundert verwirklichten sie Elemente jener Vision, welche Generatio- nen später das Europäische Universitätssystem nach der Bologna-Reform prägen sollte.5 Denn: Seit 1599 unterrichteten sie nach der «Ratio atque Insti- tutio Studiorum», einer Studienordnung, welche für sämtliche Kollegien in allen Ländern einheitlich galt: gleicher Studienaufbau, gleiche Lernziele, gleiche Lehrmittel, gleiche Unterrichtssprache. Auch eine überregionale Qualitätssicherung gab es, und sie beruhte schon damals auf standardisier- ter, regelmässiger Berichterstattung. Die Rapporte hiessen «litterae annuae» und sind zu Hunderten in den historischen Archiven überliefert. Die Ein- heitlichkeit bewirkte auch maximale Mobilität, allerdings für Lehrer, nicht für Schüler, und sie war zentral gesteuert durch die Ordensoberen. Folge war eine permanente Rotation; Professoren wechselten im Schnitt alle fünf Jahre ihre Stelle, so dass der Lehrkörper meist aus Ausländern bestand. Längst nicht alle konnten sich damit anfreunden: Im Jahr 1610 beschwerten sich ei- nige Luzerner darüber, dass «fast alle schwaben und frembde» seien. Man spüre bei ihnen «wenig Liebe und affection» gegen das Vaterland.6 Die mit 25 Klagepunkten überzogenen Jesuiten rechtfertigten sich mit Verweis auf die lokalen Umstände und auf Instruktionen, die sie von ihren Oberen er- halten hatten. Dass der Rat die Beschwerdeschrift auch ohne Absenderanga- be und Unterschriften entgegennahm, gehörte zur frühneuzeitlichen Praxis – auch Inquisitionstribunale gingen mit Erfolg in dieser Weise vor. Das Inst- rument der anonymen Denunziation wurde in der Moderne noch überboten durch systematisch betriebene verdeckte Überwachung von Personen. Wo beides überwunden ist und sich niemand mehr davor fürchten muss, gilt dies zu Recht als zivilisatorischer Fortschritt.7 Die überregionale Einbindung der neuen Bildungsanstalt entfaltete sogleich eine grosse Wirkung: Die Schule machte Luzern sichtbar. Jetzt wurde die Stadt über die eigene Region hinaus wahrgenommen. Und dies ganz hand- fest. In der Frühen Neuzeit verhalf die Gründung von Kolonien in der «Neu- en Welt» und damit in Nord- und Südamerika, in Indien und in China der 5 Markus Ries, Vierhundert Jahre Bologna-Reform, in: Fokus der Universität Luzern (= Luzerner Universi- tätsreden 36), Luzern 2021, 8–13. – Vgl. Barbara Müller, Die Anfänge der Bologna-Reform in der Schweiz (= Bildungsgeschichte und Bildungspolitik 2), Bern 2012, 162–187. 6 Klagpuncten wider die patres Jesuitas. Anno 1610. Gedruckt: Sieber, Jesuitische Missionierung (wie Anm. 2) 208–211, hier: 208. Zum Vorgang siehe ebd. 69–73. 7 Die Zulassung anonymer Denunziation erfährt seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Neubelebung, wenn es darum geht, Fehlverhalten auf die Spur zu kommen und Anzeige erstattende «Whistleblower» gegen Benachteiligung zu schützen. In der Schweiz sind Bemühungen zum Erlass eines Gesetzes bisher drei Mal im Parlament stecken geblieben – am 10. September 2015, am 3. März 2020 und am 27. Februar 2024. Deutschland hingegen kennt seit kurzer Zeit eine Regelung, die ausdrücklich auch anonyme Mel- dungen zulässt. Siehe: Gesetz für einen besseren Schutz hinweisgebender Personen […]. Bundesgesetz- blatt 2023 I Nr. 140 vom 2. Juni 2023, § 16. 16 Die von Johann Baptist Cysat 1619 gezeichnete Weltkarte, auf der auch Luzern seinen festen Platz hat. (Quelle: Historisches Museum Luzern, HMLU 05471) 17 18 Kartografie zu einem epochalen Aufschwung. Es etablierte sich eine verän- derte Sicht auf die Welt, und sie schlug sich in visuellen Darstellungen nieder. Jesuiten waren von Anfang an als Missionare an der Kolonisierung beteiligt, dies gehörte zu ihren zentralen Aktivitäten. Und weil sie in Luzern das Kol- legium führten, kam die Stadt auf solche Abbildungen: Luzern erschien auf der Weltkarte! Ein sehr schönes Exemplar, dessen Entstehung direkt mit dem Lehrbetrieb verbunden war, hat sich erhalten: die «Tabula Cosmogra- phica Provinciarum omnium Societatis Jesu»8 (siehe Abbildungen Seiten 16 und 17). Es handelt sich um einen Druck, der für Unterrichts- und Informa- tionszwecke auf eine Holztafel aufgezogen wurde. Gezeichnet hat die Karte im Jahr 1619 ein Mann aus prominenter Luzerner Familie: Johann Baptist Cysat (1587–1657), Sohn des Stadtschreibers Renward Cysat (1545–1614), welcher zu den treibenden Kräften der Schulgründung gehört hatte. Johann Baptist studierte in Luzern, liess sich in Landsberg am Lech in die Gesell- schaft Jesu aufnehmen und wurde 1618 in Ingolstadt Professor für Mathema- tik.9 In diesem Zusammenhang stellte er den Plan her: Die Aktivität der Je- suiten, so die Botschaft, erstreckt sich zu jeder Zeit über den ganzen Erdkreis. Die Karte ist gerahmt von einer Skala mit 24 Stunden, sie lässt sich drehen, so dass die aktuellen Uhrzeiten für die einzelnen Orte ablesbar sind. Zu jeder Stunde singen Jesuiten irgendwo auf der Welt das Lob Gottes. Eingetragen sind die Städte, in denen es zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Niederlas- sung der Jesuiten gab: Konstanz, Pruntrut, Besançon, Como, Landsberg, München – und auch Luzern. Die Projektion ist ungewohnt: Die Betrachte- rin steht mitten in der Erdkugel, schaut also von innen her auf die Erdober- fläche; der Südpol befindet sich im Zentrum der Darstellung, so dass die Karte im Vergleich zum heute Gewohnten als spiegelverkehrt erscheint. Zu einer bemerkenswerten Assoziation kann gelangen, wer die doppelte Bedeu- tung von «Himmel» beachtet; denn der Begriff lässt sich sowohl geografisch als auch metaphysisch verwenden. In der alltäglichen Erfahrung erfordert Betrachtung von Erde und Himmel einen Wechsel der Blickrichtung – zuerst nach unten und dann nach oben. In theologischer Perspektive jedoch kön- nen Erde und Himmel durchaus auch auf der gleichen Beobachtungsachse liegen; denn im Traktat «Gotteslehre» sind Immanenz und Transzendenz aufeinander bezogen.10 8 Historisches Museum Luzern, HMLU 5471. – Hans-Peter Höhener, Die jesuitische Weltkarte Johann Bap- tist Cysats von 1619, in: Cartographia Helvetica 58 (2019) 16–24; Arthur Dürst, Die «Tabula Cosmographi- ca» des Johann Baptist Cysat S.J. (1586–1557). Ein Weltkarten-Unikat von ca. 1618, in: Wolfgang Scharfe, Gerhard Mercator und seine Zeit (= Duisburger Forschungen 42), Duisburg 1996, 130–120. 9 Rita Haub, Sonne, Mond und Sterne. Jesuiten als Entdecker, Kevelaer 2008, 35–37; Degler-Spengler, Kol- leg Luzern (wie Anm. 2) 139–141; Julius Oswald, Johann Baptist Cysat – Astronom und Mathematiker von europäischem Format, in: Sammelblatt des Historischen Vereins Ingolstadt 202 (2001) 149–162; Studhal- ter, Die Jesuiten (wie Anm. 2) 254–265. 10 «Die katholische Theologie geht von einem wechselseitigen In-Sein von Transzendenz und Immanenz, von Schöpfer und Geschöpf aus», stellte Kurt Koch fest unter dem Titel «Einheit von Transzendenz und Immanenz» und im Blick auf den sakramentalen Charakter der Schöpfung. Dabei stützte er sich u.a. auf Thomas von Aquin, Summa theologica I, 1 8. Kurt Kardinal Koch, Sakramentalität als Weise von Gottes Gegenwart in der Welt, in: Stefan Laurs u.a. (Hrg.), Gott für die Welt I, Freiburg im Breisgau 2021, 199–217, hier: 204. – Vgl. Rainer Carls SJ, Mensch und Gott. Eine Religionsphilosophie (= Innsbruck Studies in Phi- losophy of Religion 1), Paderborn 2020, 137–152. 19 Kurze Zeit nachdem Johann Baptist Cysat sein Werk fertiggestellt hatte, wurde er in die Heimatstadt versetzt und übernahm hier 1623 die Leitung des Kollegiums. Er war damit der siebente Rektor in der Reihe und der erste mit Herkunft aus der Eidgenossenschaft. Die Sukzessionslinie hatte begon- nen mit Martin Leubenstein (1533–1596), der es in den Jahren 1577 bis 1587 zu hohem Ansehen brachte, und sie führte lückenlos bis zur Aufhebung der Gesellschaft Jesu im Jahr 1773. Danach erfuhr sie eine Fortsetzung mit den Rektoren der Höheren Lehranstalt, seit 1924 mit jenen der Theologischen Fakultät und seit dem Jahr 2000 mit jenen der Universität Luzern. Obwohl Cysat als Sohn der Stadt über exzellente Verbindungen verfügte, geriet er an- gesichts seines offenbar mitunter wenig konzilianten Wesens häufig in Span- nungen und Streit mit der Regierung. Sie mündeten 1625 in einen handfesten Konflikt um die Übertragung des Landgutes Seeburg an die Jesuiten, so dass nach drei Jahren die Ordensoberen den Rektor aus Luzern abziehen muss- ten.11 Der Karriere hat es nicht geschadet: Cysat kam als Lehrer nach Madrid, danach als Architekt nach Amberg, als Rektor nach Innsbruck und in der gleichen Funktion nach Eichstätt. Im Herbst 1650 kehrte er nach Luzern zu- rück und wurde Professor für Kontroverstheologie (bis 1651) und für die Heilige Schrift (bis 1656), zugleich wirkte er als Spiritual und Beichtvater am Kollegium. Die elitäre Ausrichtung, die Verankerung in der Spiritualität des Jesuitenor- dens und die europaweite Vernetzung ermöglichten im 17. Jahrhundert ein bedeutendes Wachstum, und bald machten die Studenten zehn Prozent der Stadtbevölkerung aus. Treiber war stets die konfessionelle Konkurrenz. Ei- ner der drei ersten Patres, Christoph Ziegler, schrieb Ende 1575: «Zwietracht und Unkenntnis, die sehr gross sind, und immer grösser zu werden drohen, bedrängen die kirchliche Disziplin, weil Luzern von allen Seiten von der Ketze- rei umzingelt ist.»12 Die Konstellation zwang zur Schliessung der Reihen, durchaus zum Nutzen einer bunten, lebhaften, vielfältigen, und das heisst: barocken Praxis. Auf der anderen Seite aber mit hartem Zwang zu Konfor- mität und entsprechend finsteren Folgen. Weltliche und geistliche Obrigkei- ten erstickten gesellschaftliche und vor allem religiöse Devianz im Keim, Sozialdisziplinierung bis ins Extrem, und dies mit langer Dauer: Noch 1675 liess die Luzerner Justiz eine «Hexe» hinrichten, Julia Scherer von Meggen, erst 1747 gar den «letzten Ketzer», Jakob Schmidlin von Werthenstein. Das Individuum wurde zum Untertanen: überwacht, reglementiert und immer wieder diszipliniert. Mit Härte und mit unbeschreiblicher Gewalt: Unser pit- toreskes Wahrzeichen Wasserturm war einmal auch ein Foltergefängnis. 11 Cysat stritt auch mit anderen Jesuiten oder mit dem Nuntius. Auf der Grundlage der Korrespondenzen und Akten der Ordensoberen kam Studhalter zu einer wenig günstigen Einschätzung: «Cysat war von empfindsamem Gemüt, von sanguinischem Temperament; er empfand die Widerwärtigkeiten sehr leb- haft und neigte zu Übertreibungen; er war zu argwöhnisch und witterte Gegnerschaft, wo diese nicht vorhanden war.» Studhalter, Die Jesuiten (wie Anm. 2) 259 f. 12 «[…] aliu urget ecclesiasticam disciplinam desolutio et ignoratio, quae maxima est, et maximum malum brevi allatura videtur, urget obruens et undique cincgens eruditior fama heresis.» Christoph Ziegler an Provinzial Paul Hoffäus, Luzern, 22. Dezember 1575. Sieber, Jesuitische Missionierung (wie Anm. 2) 206. 20 Wer bei diesem Anblick – oder auch generell schon beim Thema Barock – an Michel Foucault vorausdenkt, kann durchaus richtig liegen: «surveiller et punir».13 Die Blütezeit des Kollegiums weckte den Ehrgeiz nach Höherem; Gründung einer Akademie war das nächste Ziel. Die Zeit war günstig – an anderen Orten machten Jesuiten diesen Schritt ebenfalls: 1563 in Dillingen oder 1669 in Innsbruck. Vom 3. September 1647 datiert der Antrag an Papst Innozenz X., verfasst vom Luzerner Ratsschreiber Ludwig Hartmann.14 Das allein half allerdings wenig; denn es kam zu Differenzen betreffend Aufsicht: Wem soll- te kirchlich die Kontrolle der Hochschulangelegenheiten zustehen: dem Apostolischen Nuntius in Luzern oder den Oberen des Jesuitenordens? Ver- bissen wurde gestritten. Die Urkunden für die Verleihung der Gradrechte waren bereits ausgefertigt und spediert, doch die Meinungsverschiedenheit blockierte alles. Das Vorhaben blieb auf der Strecke – ein erstes Mal war in Luzern ein Universitätsprojekt gescheitert! Weltanschauliche Profilierung allein reichte nicht aus, um eine Hochschule zu gründen. Erst recht galt dies für den zweiten Versuch. Er fiel in die ver- hängnisvollen Jahrzehnte der Polarisierung am Anfang des 19. Jahrhunderts. «Rote Konservative gegen schwarze Liberale», lautete die Kampfaufstel- lung.15 Am Ende ging der Prozess produktiv aus und führte zu unserem heu- te bestehenden Staatswesen. In Luzern gab es wechselnde Mehrheiten – zwei- mal stand auch eine Akademiegründung vor Augen. Zuerst nach 1819. Die höhere Lehranstalt, welche seit Aufhebung der Gesellschaft Jesu im Jahr 1773 von Weltgeistlichen geführt wurde, war in die Jahre gekommen, ihre päda- gogischen Prinzipien überholt. Erziehungsrat Eduard Pfyffer setzte eine um- fassende, an aufgeklärten Prinzipien orientierte Reform ins Werk. Kurzer- hand entliess er mehrere Professoren alter Ordnung und eröffnete eine polytechnische Abteilung – 30 Jahre vor Gründung der ETH Zürich. Auf die vakanten Lehrstühle kamen Persönlichkeiten ersten Ranges: der Arzt Ignaz Paul Vital Troxler aus Beromünster, später für kurze Zeit Rektor der Uni- versität Basel, und der Historiker Joseph Eutych Kopp. Für Höheres aller- dings war die Zeit nicht reif: Die Konservativen drängten Pfyffer und seine Leute aus den Ämtern.16 Ohnehin wären die notwendigen Mittel nicht vor- handen gewesen; denn der Agrarkanton Luzern wies Rückstände auf 13 Stefan Jäggi, Hexen im Rontal und im Habsburgeramt, in: Rontaler Brattig 6 (2004) 73–76; Gregor Emmen egger u.a., Kirche, Macht und der letzte Ketzer. Der Fall Jakob Schmidli 1747, Zürich 2022. – Zur Ambivalenz des Barock und zur Kritik an der Sozialdisziplinierungsthese siehe: Peter Hersche, Musse und Verschwendung. Europäische Gesellschaft und Kultur im Barockzeitalter I-II, Freiburg-Basel-Wien 2006, bes. I 55–64. 14 Studhalter, Die Jesuiten (wie Anm. 2) 144–162; Markus Ries, Akademieprojekte 1647 und 1847, in: Mattio- li-Ries, Weg der Universität (wie Anm. 2) 12 f. 15 Heidi Bossard-Borner, Im Spannungsfeld von Politik und Religion. Der Kanton Luzern 1831 bis 1875 I-II, (= Luzerner Historische Veröffentlichungen 42/1-2), Basel 2008, I 19–246. 16 Aram Mattioli, Die Zeit der Experimente 1819–1847, in: Ders., Eine höhere Bildung (wie Anm. 2) 29–68; ders., Die beiden Aushängeschilder am Lyzeum, in: Mattioli-Ries, Weg der Universität (wie Anm. 2) 19f.; ders., Eduard Pfyffer – eine kleine Akademie als Ziel. Ebd. 17 f. 21 hinsichtlich Industrialisierung, Alphabetisierung und Verkehrsinfrastruk- tur. Aram Mattioli hat es auf den Punkt gebracht: «Den meisten Luzernerin- nen und Luzernern […] war es in dieser Zeit wichtiger, ein einfaches, gottes- gefälliges Leben zu führen als mit einer akademischen Ausbildung in der entstehenden Leistungsgesellschaft erfolgreich zu sein. […] Hier tickten die Uhren anders und langsamer als in der freisinnigen Schweiz der Fabriken, des Handels und der Banken.»17 Der Unterschied ist sozialgeschichtlich mit einer Anwendung von Max Webers These erklärbar: Handel und Banken machten Zürich und Genf gerade deswegen stark, weil Bürgerfleiss und klingende Kasse dort einst als Zeugnis eines gottgefälligen Lebens galten.18 Geplatzte Akademieträume gab es auch in den nachfolgenden Jahrzehnten – nun allerdings mit weltanschaulich umgekehrten Vorzeichen. 1841 brachte ein konservativer Wahlsieg eine verhängnisvolle Radikalisierung – Heidi Bossard-Borner hat die Vorgänge in ihrer umfassenden Arbeit zu Politik und Religion detailliert beschrieben.19 Regierungsrat Constantin Siegwart-Mül- ler betrieb mit viel Energie den Kampf gegen alles Liberale und nahm dafür selbst die bewaffnete Konfrontation in Kauf. Als sich 1847 der Krieg anbahn- te, rechnete er allen Ernstes mit einem Sieg auf dem Schlachtfeld und mit neuer Grösse Luzerns. Die unterlegenen Zürcher und Berner mit ihren Ver- bündeten, so stellte er es sich vor, würden Reparationen bezahlen müssen – und von diesem Geld wollte er eine Million Franken für die Gründung einer Universität reservieren.20 Das Vorhaben ging gründlich daneben: Die Kon- servativen verloren den Krieg, der Geldsegen blieb aus, in Luzern gab es kei- ne neue Hochschule – wiederum war ein Anlauf erfolglos geblieben. Zwei weitere Versuche scheiterten im 20. Jahrhundert: der erste am koordinierten Widerstand des Papstes und der Freiburger Regierung, der zweite 1978 in einer kantonalen Volksabstimmung. Erst das Jahr 2000 brachte die glückli- che Wende: Von den Frauen und Männern, die es damals möglich gemacht haben, sind heute viele immer noch der Universität verbunden. Sie beteilig- ten sich an Feierstunden und an Anlässen aller Art, was in besonderer Weise einen Grund zur Freude darstellt.21 Unsere heute bestehende Universität folgt einem Vorbild, das im 19. Jahr- hundert entwickelt wurde und mit Wilhelm von Humboldt in Verbindung 17 Ebd. 18 Max Weber, die protestantische Ethik und der «Geist» des Kapitalismus, in: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, München 1920, 1–206. 19 Bossard-Borner, Im Spannungsfeld (wie Anm. 15) I 247–397. 20 Alois Steiner, Die Akademie des Heiligen Karl Borromäus 1846/47. Ein Luzerner Universitätsprojekt in der Sonderbundszeit, in: Zeitschrift für Schweizerische Kirchengeschichte 60 (1966) 209–254, hier: 234 f. 21 Markus Ries, Universitas Benedictina Lucernensis, in: Mattioli-Ries, Weg der Universität (wie Anm. 2) 27 f.; Alois Steiner, Ein Luzerner Universitätsprojekt nach dem ersten Weltkrieg. Universitas Benedictina Lucernesis 1919–1922, in: Geschichtsfreund 122 (1969) 212–251; Hanns Fuchs, Der Aufbruch. Wie das Lu- zerner Volk zu seiner Universität kam, Luzern 2011. – Von den Personen, welche die Universitätsgrün- dung in den Jahren 1989 bis 2000 führend vorbereiteten und möglich machten, nennt Hanns Fuchs fol- gende namentlich: Hans Ambühl, Ulrich Fässler, Hans Halter, Alois Hartmann, Markus Hodel, Walter Kirchschläger, Karl Hofstetter, Franz Kurzmeyer, Helen Leumann, Brigitte Mürner, Frank Nager, Peter Schulz, Anton Schwingruber, Urs W. Studer, Bruno Stalder, Peter Steiner, Franz Wicki und Hans Widmer. Ebd. 33–65. 22 gebracht wird: Sie versteht sich als Gelehrtenrepublik mit der primären Auf- gabe, Wissen weiterzuentwickeln und neue Erkenntnis hervorzubringen. Damit verbunden ist das Angebot von Studiengängen. Primär ist die Uni- versität ein Ort der Forschung, sekundär ein Ort zum Lernen und Lehren. Im Ancien Régime war es gerade umgekehrt: zuerst Erziehung, dann For- schung; Weltanschauung stand vor dem Wissen. Auf diese Weise machte einst das Luzerner Kollegium die Stadt zu einem Zentrum katholischer Kul- tur und Politik. Gleichwohl war diese Hochschule – und das ist gerade an- lässlich des Jubiläums besonders deutlich in Erinnerung zu rufen – von An- fang an auch ein Ort der wissenschaftlichen Forschung. Die Lehrer engagierten sich in Philosophie, Theologie und Sprachwissenschaft, und sie forschten zugleich in Gebieten wie Mathematik, Botanik, Physik, Astrono- mie, Geografie oder Ethnologie.22 Johann Baptist Cysat, der Schöpfer der Weltkarte von 1619, verkörperte diese Verbindung ganz direkt. Sein wissen- schaftliches Hauptwerk galt der Erforschung der Kometenbahnen, und weil er den Orionnebel «Messier 42» als «albae nubis candidum lumen» zum ers- ten Mal in einer Druckschrift erwähnte, galt er während einiger Zeit gar als dessen Entdecker.23 Sein Lehrer Christoph Scheiner (1575–1650) in Ingol- stadt gehörte zu den bedeutenden Physikern seiner Zeit; öffentlich führte er mit Galileo Galilei einen Gelehrtenstreit über die Bewegungsrichtung der Sonnenflecken. Seine Theorie legte er dar im monumentalen Werk «Rosa Ur- sina», dessen Titel auf den Promotor Paolo Giordano Orsini hinweist. Darin enthalten ist eine Darstellung, welche zeigt, wie Scheiner mit Unterstützung seines Assistenten auf einem Projektionsschirm die Bewegung der Sonnen- flecken analysiert – «maculae et faculae». Die Beobachtungen hatten im Frühjahr 1611 in Ingolstadt stattgefunden, Assistent war zu dieser Zeit der spätere Luzerner Rektor Johann Baptist Cysat. Die Zusammenarbeit funkti- onierte nach vormodernem Muster: Der Lehrer denkt, notiert und gibt An- weisungen, der Schüler verrichtet auf den Knien knechtliche Arbeit.24 Mög- licherweise hinterliess die wissenschaftliche Kontroverse über die Sonnenflecken gar sichtbare Spuren auf der Bilderfolge der Luzerner Spreu- erbrücke, in deren Entstehungszeit Cysats Rektorat fiel. Gezeigt ist ein ein- drücklicher Totentanz, der in üblicher Weise daran mahnt, dass jedem und jeder einmal die letzte Stunde schlagen wird, unabhängig von Rang und Po- sition. Es sind 58 verschiedene Personen dargestellt – von der Herzogin und dem Bischof bis hin zum Bauern, zum Advokaten oder zur Dienstmagd. Auch vor dem Gelehrten erscheint der Sensemann, sein Fach ist die Astrono- mie. 22 Peter von Matt (Hrg.), Vestigia Temporum. Aus den Schriften der Professoren an der höheren Lehranstalt des Kantons Luzern seit 1578, Luzern 1968; Josef Brun-Hool (Hrg.), Vestigia temporum II Naturalia. Aus den naturwissenschaftlichen Schriften der Professoren an der Höheren Lehranstalt des Kantons Luzern, Luzern 1987; Josef Brun-Hool, Die Naturwissenschaften zur Zeit des Jesuitenkollegs 1573–1773, in: Boesch-Kottmann, 400 Jahre (wie Anm. 2) 180–185. 23 Johann Baptist Cysat, Mathemata Astronomica de loco, motu, magnitudine, et causis cometae qui sub finem anni 1618 et initium anni 1619 in coelo fulsit, Ingolstadt 1619, 75. – Harald Siebert, Peirescs Nebel im Sternbild Orion – eine neue Textgrundlage für die Geschichte von M42, in: Annals of Science 66 (2009) 231–246, bes. 233. 24 Christoph Scheiner, Rosa Ursina sive sol ex admirando Facularum & Macularum suarum Phoenomeno varius, Bracciano 1630, 150. 23 Dank der Häuser auf dem Bild ist der todgeweihte Forscher identifizierbar, wie der Luzerner Architekturhistoriker Ueli Habegger jüngst nachgewiesen hat. Es handelt sich um Galileo Galilei – jenen Mann, mit dem Cysat und Scheiner sich auf Augenhöhe wissenschaftlich angelegt hatten.25 Als Ort von Wissen und Forschung hat Luzern es vor 300 Jahren auf die Weltkarte geschafft, metaphorisch und sogar buchstäblich. Und noch weiter – bis auf den Mond. Dort gibt es Hunderte von Kratern; ungefähr 1000 sind nach Personen benannt, allerdings nur 20 nach solchen aus der Schweiz. Zu ihnen gehört der Jesuit Johann Baptist Cysat. Sein Mitbruder Giovanni Ric- coli (1598–1671) nahm bereits zu Lebzeiten des Luzerners diese Zuordnung vor. Die International Astronomical Union hat sie im Jahr 1932 offiziell an- erkannt auf der Grundlage eines Kataloges, welchen sie durch die englische Astronomin Mary Adela Blagg (1858–1944) erstellen liess.26 Der einzige Schweizer Hochschulrektor, der für wissenschaftliche Leistung je auf diese Weise geehrt wurde, stammte aus Luzern, leitete hier das Jesuitenkollegium und verkörperte die Frühzeit von Forschung und Bildung. Ihm verdankt sich der sichtbare Eintrag der Stadt Luzern auf der Weltkarte, und an ihn erinnert eine grosse Gesteinsformation am Südpol des Mondes. Die Alma Mater Lu- cernensis: ein Ort der Wissenschaft mit weltweiter und gar überirdischer Präsenz! 25 Ueli Habegger u.a., Luzerner Altstadt. Fischer Feuer Feste, [Luzern 2024], 39; Hans Georg Wehrens, Der Totentanz im alemannischen Sprachraum, Regensburg 2012, 191–196; Heinz Horat, Katalog der Brücken- bilder, in: Josef Brülisauer – Claudia Hermann (Red.), Die Spreuerbrücke in Luzern. Ein barocker Toten- tanz von europäischer Bedeutung, Luzern 1996, 123–286, hier: 200 f. 26 Giovanni Riccoli, Almagestum novum astronomiam I, Bologna 1651, 250; Mary A. Blagg – K[arl]. Müller. Named Lunar Formations, London 1935, 125. 24 25 Zeitgenössische Überle gungen zum Verhältnis von Wissen und Nichtwis- sen in Wissenschaft und Bildung (überarbeitete Fassung) Prof. Dr. Nadja El Kassar, Professorin für Philosophie mit Schwerpunkt Theoretische Philosophie 1. Einleitung Durch die Literatur und Diskurse zum Verhältnis von Wissen und Nicht- wissen zieht sich Blaise Pascals Bild einer Kugel im All (vgl. Mittelstrass 1996) oder im Universum (Gross 2009) – manchmal auch beschrieben als Kugel in einem Meer (Gross 2010). Die Kugel verkörpert das Wissen, das Universum verkörpert das (unendlich ausgedehnte) Nichtwissen. Das Bild ist zudem dynamisch: Die Kugel wird grösser. Und somit gilt in diesem Bild: Je grösser die Kugel, also das Wissen, wird, desto grösser wird das mit der Kugel in Kontakt stehende Nichtwissen. Es ist überraschend, dass dieses Bild aus dem 17. Jahrhundert noch immer verwendet wird, noch immer aktuell sein soll. Denn unser Verständnis von Wissen und Nichtwissen, unser Ver- ständnis von Wissenschaft und Bildung, hat sich in der Zwischenzeit durch- aus stark verändert. Und wie ich im Folgenden zeigen werde, erkennen wir bei einem genaueren Blick auf Pascals Bild tatsächlich, dass es nicht mehr zutrifft und nur eine oberflächliche Plausibilität hat. Man mag versucht sein, diese Änderungen auf die jüngsten digitalen Transformationen zurückzu- führen, doch dies wäre zu kurz gegriffen. Vielmehr gibt es Reduktionen und Idealisierungen in Pascals Bild, die dafür verantwortlich sind, dass das Bild nicht passt. Vielleicht hat es sogar im 17. Jahrhundert schon nicht gepasst. Ich werde Pascals Bild genauer analysieren und auf die Probe stellen. Geprüft wird, ob das Bild das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen angemessen erfasst. Und wie schon angekündigt, zeigt sich, dass das Bild unzureichend ist. Den Einstieg liefert Jürgen Mittelstrass’ Analyse von Pascals Bild (1996). Da diese wissenschaftstheoretische Analyse, wie sich zeigen wird, nur ein erster Schritt ist, werde ich im Anschluss einen sozialerkenntnistheoretisch geprägten Blick auf das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen werfen. So kommt das sozial situierte Subjekt, der:die Wissende, in den Blick. Es gibt nicht nur eine Kugel in einem Meer. Das Bild eines Boots in einem Meer wird alternativ vorgeschlagen und geprüft. Auch dieses Bild ist nicht ohne Prob- leme, doch es liefert relevante Einsichten zum Verhältnis von Wissen und Nichtwissen: Wissen und Nichtwissen sind äquioriginär und setzen sich gegenseitig voraus. Zudem sind sie nicht individualistisch zu verstehen. Im letzten Schritt deute ich entstehende Einsichten für Wissenschaft und Bil- dung an. 26 2. Wissenschaftstheoretischer Zugang mit Mittelstrass Jürgen Mittelstrass verortet Pascals Bild in Wissensgesellschaften, in denen es so scheint, als ob immer mehr Wissen produziert werde.1 Doch Mittel- strass betont, dass «diese Vorstellung trügt. Tatsache und alltägliche Erfah- rung des Wissenschafters [sic] ist, dass mit jedem gelösten Problem neue Probleme entstehen, mit jeder gewonnenen Einsicht neue Fragen» (1996, 34). Genau diese Dynamik bildet Pascals Bild ab. Aber die Bewertung der Dyna- mik hängt davon ab, wie man das Bild im Detail interpretiert. Mittelstrass unterscheidet eine pessimistische und eine optimistische Interpretation der wachsenden Kugel im All von Nichtwissen. Pessimistisch ist die Interpreta- tion, nach der das Nichtwissen schneller wächst als das Wissen. Optimistisch ist die Interpretation, nach der Wissen schneller wächst als Nichtwissen. Die beiden Interpretationen werden durch die Ambiguität des Bilds der Kugel «Wissen» im «Nichtwissen» ermöglicht. Bei der pessimistischen Interpretation entspricht das Wissen, das Menschen besitzen, dem Radius r der Kugel. Und das Nichtwissen entspricht der Ober- fläche A der Kugel. Mathematisch ist in dieser Rekonstruktion die Oberflä- chenformel A = 4πr2 relevant. Und mit dieser Formel gilt: Je grösser der Radius r wird, desto grösser wird die Oberf läche der Kugel. Und noch genauer: Die Oberfläche wächst quadratisch in Relation zum Radius r. Und damit wächst das Nichtwissen quadratisch zum Wissen (vgl. Mittelstrass 1996, 34). Bei der optimistischen Interpretation entspricht das Wissen, das Menschen besitzen, dem Volumen V. Und das Nichtwissen entspricht wieder der Oberfläche A der Kugel. Wir brauchen also die Volumenformel V = 4/3πr3 und die Oberflächenformel A = 4πr2 und setzen diese ins Verhältnis. Wenn das Volumen der Kugel, d.h. Wissen, wächst, so wächst auch die Oberfläche der Kugel. Aber das Volumen der Kugel wächst schneller als die Oberfläche (r3 vs. r2). Und somit wächst Wissen schneller als Nichtwissen (vgl. Mittel- strass 1996, 34). Egal, welche Interpretation man wählt, die Koppelung von Nichtwissen und Wissen ist nicht vermeidbar: «Das wachsende Wissen macht die Welt des noch nicht Gewussten, noch nicht Erforschten nicht kleiner, sondern grös- ser» (Mittelstrass 1996, 34). Innerhalb einer Wissensgesellschaft ist Nicht- wissen damit so etwas wie ein deprimierender Stachel, der das erfolgreiche Fortschreiten und Anwachsen von Wissen mit einer negativen Note versieht, denn das Nichtwissen ist ganz wortwörtlich Nicht-Wissen. Aber Nichtwissen ist auch ein motivierender Stachel, der daran erinnert, dass «Wissen und ein wissensgestütztes Können» als Ziele zu kurz greifen, und damit anregt, die 1 Mittelstrass spricht von einer Kugel, «die im All schwimmt» (1996, 34), Matthias Gross von einer Kugel in einem Meer (2010) oder einer «Kugel im Universum» (2009). 27 Praktiken und Ziele anders zu wählen. Es gibt immer Nichtwissen und Wis- sen, und das heisst, dass es nicht ausreicht, sich auf Wissen zu beschränken, um sich (erfolgreich) in der Welt zu orientieren. Mittelstrass formuliert seine Überlegungen zum Verhältnis von Wissen und Nichtwissen als Antworten auf Herausforderungen für Wissensgesellschaf- ten, z.B. «Wie kann … ein Nichtwissen gehandhabt werden, das mitten im Wissen wächst?» Diese Vorschläge bleiben dann aber im Unpersönlichen, Drittpersonalen, scheinbar Neutralen hängen, sodass seine Überlegungen einen vagen Charakter haben, wie die folgende Passage zeigt – das Ende des kurzen Aufsatzes: «Schon das Suchen nach Antworten auf diese Fragen wird eine Ant- wort sein, nämlich Ausdruck der Einsicht, dass Wissen nicht ohne Nichtwissen zu haben ist, dass wachsenden Orientierungsdefiziten nicht durch ein wachsendes Wissen allein und schon gar nicht durch das Wissen des Experten und des Spezialisten beizukommen ist. Das Nichtwissen, für sich genommen, hat in einer Gesellschaft, die auf das Wissen und ein wissensgestütztes Können baut, die Funktion, eben dies immer wieder aufs Neue vor Augen zu führen.» (Mittelstrass 1996, 35) Das Fazit ist sehr allgemein und scheint für alle und jeden zu gelten. Für die Frage nach dem Umgang mit Nichtwissen im Wissen etwa antwortet Mittel- strass: «[D]as Suchen nach Antworten … wird … eine Antwort sein.» Hier ist zurückzufragen: Für wen gilt das? Für wen wird dieses Suchen eine Antwort sein? Mittelstrass scheint anzunehmen, dass diese Einsicht einfach für alle epistemischen Subjekte gilt. Die passivisch formulierte Aussage deutet auf ein neutrales, epistemisches Subjekt, «man» oder «wir». Doch so ein neutra- les Subjekt ist aus Perspektive der sozialen und feministischen Erkenntnis- theorie problematisch. Die feministische Erkenntnistheorie hat überzeugend dafür argumentiert, dass es dieses neutrale Subjekt nur als idealisierende und verfälschende Illusion gibt (vgl., u. a., Code 1991). Wissende:r sein ist immer ein spezifischer Status, immer an spezifische Bedingungen und Gegeben- heiten gebunden. Und Wissende, oder auch epistemische Subjekte, leben in hierarchischen, ungerechten Gesellschaften. Sie sollten also nicht idealisiert abstrakt, sondern als fallible, nichtideale Subjekte konzeptualisiert werden (vgl. El Kassar 2024). Und selbst wenn es für Theorien schwierig sein dürfte, die Spezifizität von einer Vielzahl jeweils einzigartiger, einzelner Subjekte abzubilden, so können sie doch zumindest Raum lassen für diese Einzigar- tigkeiten und sie beispielsweise durch Variablen einbeziehen. Meine Überle- gungen sollen dieses Desiderat einlösen. Schauen wir uns Mittelstrass’ Vorschlag zum Umgang mit Nichtwissen im Wissen im Detail an. Seine erste Antwort lautet: Mehr Wissen liefert nicht 28 eine bessere Orientierung. Diese Antwort ist negativ, sie zeigt, wo sich die Orientierung nicht findet. Aber Mittelstrass liefert auch noch einen anderen, etwas versteckteren Vorschlag, in der folgenden Passage: «Was wir folglich in einer Welt wachsenden Wissens, zunehmenden Nichtwissens und wachsender Probleme brauchen, sind Leute, die im Wissen das Nichtwissen sehen, die das Wissen mit den richtigen Pro- blemen und diese mit einem Wissen verbinden, das nicht nur zerlegt und dadurch neue selbstgemachte Probleme schafft, sondern in Zusammenhängen zu denken versteht, das Einzelne mit dem Ganzen verknüpft, das Allgemeine mit dem Konkreten. Gesucht ist mit ande- ren Worten eine synthetische Kraft, über die weder der Spezialist noch der Generalist allein verfügen. … Die Probleme liegen … in der Unfähigkeit, mit einem wachsenden Wissen und mit einem am Rand des Wissens mitwachsenden Nichtwissen umzugehen.» (Mittelstrass 1996, 35, meine Hervorhebung) In Mittelstrass’ zweiter Antwort findet sich die Orientierung in synthetisie- renden Zugängen. Es gibt eine Synthetisierung des Gegenstands und eine Synthetisierung der erkennenden Subjekte. Das heisst, die Orientierung fin- det sich einerseits in «Leute[n]» und andererseits in einer «synthetischen Kraft», die nicht in einem einzelnen Subjekt («weder der Spezialist noch der Generalist») steckt. Laut dieser zweiten Antwort ist die Orientierung also in Menschen und insbesondere in kollektiv oder zumindest intersubjektiv han- delnden Menschen zu finden. Mit diesen Vorschlägen geht Mittelstrass weit über Pascals Bild und die pes- simistische und optimistische Interpretation hinaus, denn bei Pascal gibt es ja nur Wissen und Nichtwissen als Kugel und als All oder Universum. Da sind keine Menschen, keine Wissenden, keine kollektiv agierenden Subjekte. Hier sehe ich das erste zentrale Problem mit Pascals Bild von Wissen und Nichtwissen als Kugel im All: Es enthält keine Erkenntnissubjekte und hat auch keinen Platz für solche Subjekte. Dies ist ein erster Indikator dafür, dass dieses Bild heutige Überlegungen zum Verhältnis von Wissen und Nichtwis- sen nicht abbilden kann. Der Fehler ist, dass es eine mangelhafte Auswahl von Beteiligten beinhaltet. – Kann man das Bild vielleicht anpassen, indem man die fehlenden Beteiligten hinzufügt? Diesem Versuch gehe ich im nächsten Abschnitt nach. 3. Ein Raumschiff im All? Die bisherigen Überlegungen haben gezeigt, dass Pascals Bild unpassend ist, weil es nur auf Wissen und Nichtwissen beschränkt ist und nicht ein Erkenntnissubjekt oder ein wissendes Subjekt, geschweige denn mehrere Subjekte, enthält. An der Grundidee, dass Wissen und Nichtwissen in ihrer 29 Entwicklung zusammenhängen, scheint aber etwas dran zu sein. Und so bie- tet es sich an, einfach das Subjekt zur Kugel und zum All hinzuzufügen. Aber so leicht ist das nicht, denn es gibt keinen plausiblen, designierten Platz für eine weitere Komponente, d. i. das Subjekt. Das Bild war ja gerade durch die Einfachheit der zwei Komponenten bestimmt und dadurch auch anspre- chend. Ein erster Vorschlag wäre, das Subjekt in die Kugel zu setzen. Aber damit ist das Subjekt erstmal nur ein passives; es ist unklar, wie es in die Verbindung von Wissen und Nichtwissen eingreift oder eingreifen kann. Und selbst wenn man ablehnt, dass Subjekte eine aktive Rolle im Wissen oder für Wis- sen haben, so ist das Subjekt doch nicht nur ein Träger oder ein Behälter für Wissen und Nichtwissen. Es ist nicht einfach eine Entität in einer Kugel. Das Bild ist schlicht nicht plausibel. Naheliegend ist es, die Weltall-Metapher um ein Raumschiff mit einer Astro- nautin, die das Raumschiff steuert, zu erweitern. Dann wäre Wissen viel- leicht der Raum, den die Kapitänin mit dem Raumschiff durchflogen hat bzw. durchfliegt, und Nichtwissen der noch nicht durchflogene Raum. Und je weiter die Astronautin fliegt, desto grösser ihr Wissen und desto grösser ihr Nichtwissen, d.i. ihr Kontakt mit dem All des Nichtgewussten. Das Bild lässt sich nicht so leicht mathematisch in Formeln abbilden wie die Kugel im All, aber anekdotisch erschliesst sich doch auch das Grundprinzip: Je mehr Wissen, desto mehr Nichtwissen. Je mehr man durchflogen hat, desto besser weiss man, dass man vieles noch nicht gesehen hat oder durchflogen hat. Aber das Raumschiff-Bild hat auch problematische Unschärfen. Ist Nichtwis- sen nur die Umgebung der durchflogenen Strecke? Oder alles nicht Durchflo- gene? Passt der Begriff des «durchflogenen Raums»? Was gilt als durchflogen? Das, was mit dem Raumschiff in Kontakt war? Oder das, was mit den Geräten des Raumschiffs erfasst wurde? Oder das, was die Astronautin gesehen hat? Und was ist das Verhältnis zwischen Raumschiff und Astronautin? Ist das Raumschiff wie bei der «extended mind»-Theorie als Erweiterung der Astro- nautin zu verstehen? Wo ist das Wissen verortet, in der Astronautin oder im Raumschiff mit der Astronautin oder in einer weiteren Konstellation? Durch die Einfügung des epistemischen Subjekts wird nicht nur das Subjekt hinzu- gefügt, sondern auch eine ganze Reihe mit einem epistemischen Subjekt asso- ziierter Eigenschaften und Komponenten, wie etwa ein Meta-Bewusstsein, z.B. Wissen über das eigene Wissen und das eigene Nichtwissen. Die Astronau- tin verhält sich zu ihrem Wissen und Nichtwissen, u. a. vermittelt durch das Raumschiff und seine Geräte. Ich kehre zu den Meta-Ebenen des Wissens über das eigene Wissen im Verlauf noch einmal zurück. Die angepasste Metapher kann die Probleme also nicht beheben. Sie deutet stattdessen sogar auf neue Probleme. Was heisst es überhaupt, dass Wissen 30 mehr wird? Was heisst es, dass Nichtwissen mehr wird? Vor allem: Wie sind diese Entwicklungen zu konzeptualisieren? Pascals Bild und Mittelstrass’ geometrische Interpretationen legen es nahe, quantitative Einheiten zu ver- wenden. Aber das hat Auswirkungen auf Wissen und Nichtwissen: Sie müs- sen dann auch irgendwie quantifizierbar sein. Nick Treanor nennt dies ein enumeratives oder aggregatives Modell (2013). Ich werde hier nicht die Frage nach den Einheiten oder Konzeptualisierungen von Wissen und Nichtwissen beantworten können. Für den vorliegenden Kontext reicht es, dass es sich bei Wissen und Nichtwissen nicht offensichtlich um diskrete Einheiten handelt, bei denen ein Mehr dann ein numerisches Mehr konstituierte, so dass ein aggregativer Zugang unpassend ist.2 Das Raumschiff-Bild hat einen weiteren Mangel, denn es nimmt eine der Beobachtungen von Mittelstrass nicht ernst. Mittelstrass sprach von einer synthetischen Kraft für den Umgang mit Wissen und Nichtwissen und betonte, dass diese Kraft nicht von einzelnen Subjekten hervorgebracht wer- den konnte. Die Astronautin im Raumschiff ist aber erst einmal nur eine einzelne Person, und von der synthetischen Kraft ist auch nichts zu sehen. Anpassungsversuche könnten die Umgebung in diesem Bild stärker machen. So kann es die Astronautin im Raumschiff nicht ohne weitere Personen geben, die das Raumschiff und die Geräte für den Start herstellen, den Start überwachen etc. Auch das Wissen für diese Weltraumexpedition hätte die Astronautin nicht allein bzw. individuell und die kognitive Verteiltheit des Wissens (und des Nichtwissens) müsste eingeholt werden. Mit solchen Anpassungen würde das sozialerkenntnistheoretische Programm umgesetzt, da es Wissen und Nichtwissen und epistemische Akteurschaft als sozial ein- gebettet versteht. Aber diese Versuche bleiben im Rahmen des Bildes stets eher ad hoc. Und schlussendlich ist die Herausforderung, das Verhältnis zufriedenstellend bildlich abzubilden, zu gross. Vor allem die Tatsache, dass das Verhältnis dynamisch ist und dass Wissen und Nichtwissen nicht ein- zeln und in einzelnen Subjekten verortet sind, erschwert es, eine Metapher und passende Bildlichkeit zu finden. Das naheliegendste Bild ist sicherlich das eines dreidimensionalen Netzes mit vielen Verbindungen. Die Idee von Wissen als Netz oder Netzwerk ist nicht neu (vgl. etwa Vogelmann 2022), aber das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen so zu erfassen, wird auch eigene Nachteile haben. Um einen weiteren Schritt vorwärtszumachen, sammle ich im Folgenden stattdessen Anforderungen an und Beschreibun- gen des Verhältnisses, denn auch so können wir das Verhältnis besser ver- stehen und Einsichten für Anwendungen formulieren. 2 Treanor (2013) entwickelt ein Modell von Ähnlichkeiten mithilfe von kontrafaktischen, möglichen Welten. Mir reicht die Einsicht, dass Wissen und Nichtwissen prima facie nicht zählbar sind. 31 4. Wissen, Nichtwissen und …? Die Diskussion des Kugel-Bildes von Pascal hat gezeigt, dass das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen nicht auf Wissen und Nichtwissen beschränkt ist. Kein Wissen und Nichtwissen ohne epistemische Subjekte. Und diese epistemischen Subjekte sollten nicht idealisiert abstrakt, sondern als fallible Subjekte, die in hierarchischen, ungerechten Gesellschaften leben, konzeptu- alisiert werden. Solche Subjekte haben noch eine wichtige Fähigkeit: Reflexion und vor allem Selbstreflexion. Diese Fähigkeit haben wir beim Raumschiff-Bild gesehen, weil die Astronautin weiss, dass sie manche Bereiche noch nicht durchflogen hat und deswegen noch nicht kennt. Ihr Zustand ist damit einer der sokrati- schen Unwissenheit: Das Subjekt weiss nicht und hat höherstufiges Wissen über das eigene Nichtwissen. Auch für Mittelstrass’ Frage nach dem Umgang mit Nichtwissen im Wissen liefert die «sokratische Unwissenheit» weitere Anhaltspunkte. Diese spezielle und berühmte Form von Unwissenheit formuliert Sokrates in Platons Apo- logie. Sokrates war angeklagt wegen Gottlosigkeit und Verführung der Jugend, und wir lesen in der Apologie drei Verteidigungsreden von ihm. In der zweiten Rede erklärt Sokrates, wie es seiner Ansicht nach dazu kam, dass die anderen Bewohner so genervt von ihm waren. Das Orakel von Delphi hatte gesagt, dass Sokrates weiser als alle sei, also der weiseste aller Men- schen. Und Sokrates wunderte sich über das Urteil, denn er hielt sich selbst nicht für weise. Um das Urteil zu untersuchen, spricht er mit einem Staats- mann, einem Dichter und einem Handwerker, weil er diese für weise Men- schen hält. Aber er merkt jeweils, dass diese sich für wissend halten, obwohl sie nicht wissen. Die falsche Einschätzung des eigenen epistemischen Status zeigt, dass sie nicht weise sind. «Ich will euch doch über den Ursprung meiner Verleumdung aufklä- ren. Nachdem ich nämlich [den Orakelspruch, dass Sokrates der wei- seste aller Menschen sei, N.E.] gehört hatte, überlegte ich mir Folgen- des: Was meint der Gott und was ist wohl der verborgene Sinn dieses Ausspruchs? Denn ich bin mir bewusst, weder im Grossen noch im Kleinen weise zu sein. Was also meint der Gott, wenn er behauptet, ich sei der Weiseste? Mit Sicherheit nämlich lügt er nicht, denn das ist ihm nicht erlaubt. Und über eine lange Zeit hinweg war ich ratlos, was der Gott wohl sagen wolle. Daraufhin entschied ich mich endlich, allerdings erst nach viel Überwindung, dies näher zu untersuchen, und ging dabei wie folgt vor: Ich ging zu einem von denen, die im Rufe stehen, weise zu sein, um an ihm, wenn überhaupt an jeman- dem, den Spruch des Orakels zu widerlegen und dem Orakel zu beweisen: «Dieser ist weiser als ich, du aber hast erklärt, dass ich der Weiseste sei.» Also habe ich mir diesen angeschaut; einen Namen zu 32 nennen ist ja nicht notwendig. Es genügt zu sagen, dass es einer der Staatsmänner war. Als ich ihn ins Auge fasste und mich mit ihm unterhielt, meine Athener, machte ich folgende Erfahrung: Dieser Mann schien mir zwar in den Augen vieler anderer Menschen und vor allem in seinen eigenen weise zu sein. Er war es in Wahrheit aber gar nicht. Daraufhin versuchte ich, ihm [durch weitere Fragen] zu zei- gen, dass er zwar weise zu sein meine, es aber nicht sei. Seither nun wurde ich von ihm und von vielen der damals Anwesenden gehasst. Beim Weggehen aber dachte ich bei mir: Ich bin weiser als dieser Mensch. Denn es ist zwar zu befürchten, dass niemand von uns bei- den etwas Bedeutendes weiss; aber dieser bildet sich ein, etwas zu wis- sen, obwohl das gar nicht der Fall ist. Ich aber – genauso wie ich nicht wissend bin – glaube auch nicht wissend zu sein. Ich scheine also um eine Kleinigkeit weiser zu sein als dieser, da ich nicht glaube zu wis- sen, was ich nicht weiss.» (Platon 2019, 21b–21e) Sokrates ist sich der eigenen Unwissenheit bewusst, indem er sich bewusst ist, dass er in manchen Belangen nicht wissend ist. Die anderen epistemi- schen Subjekte sind für ihn «Prüfsteine», mit denen er den eigenen epistemi- schen Status prüfen und einschätzen kann.3 Wissen und Nichtwissen eines Subjekts sind damit relational, d.h. in Beziehung mit oder auch in Abgren- zung zu anderen Subjekten, bestimmt. Das heisst, der epistemische Status eines Subjekts ist nicht individualistisch oder gar atomistisch zu verstehen. Wir können noch einen Schritt weiter gehen, denn die anderen kommen nicht nur als Prüfsteine dazu. Sie sind auch schon vorher, grundsätzlicher vorausgesetzt in das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen von epistemi- schen Subjekten. In dem Moment, in dem ein epistemisches Subjekt da ist, sind mehrere epistemische Subjekte da. Ein epistemisches Subjekt ist ein Teil einer Gattung und es ist Teil einer epistemischen Gemeinschaft. Und noch mehr: Epistemisches Subjekt sein heisst, einen normativen Status als Wis- sende zu haben (vgl. z.B. Haslanger 1999, Fricker 2007, 2023). Für diesen Sta- tus muss es auch andere geben, die den Status anerkennen. – Hier können ähnliche Überlegungen wie in der Debatte um Expert:innen angewendet werden: Es kann Expert:innen nur dann geben, wenn es andere epistemische Subjekte gibt, die Nicht-Expert:innen. Expert:innen sind somit nur relational zu verstehen (vgl. Martini 2019, 120). Dieses relationale Verhältnis ist zunächst ein rein begriff licher Punkt, der sich logisch aus dem Begriff des epistemischen Subjekts ableitet. Aber es kann auch noch mehr sein, wenn epistemische Subjekte sich austauschen oder sogar zusammen agieren: Das Verhältnis kann empirisch bestimmt intersubjektiv oder gar kollektiv sein. Dann gibt es gemeinsame epistemische 3 Vgl. Kants Rede von anderen als «Probiersteine[n]» (Kant 1923, AA IX, 57). 33 Produkte oder gemeinsame epistemische Unternehmungen. Wenn Sokrates etwa seinen Zuhörern von seinen Versuchen, den Spruch des Orakels zu ver- stehen, berichtet, dann spricht er sie an, spricht zu ihnen und mit ihnen und ist damit in einer intersubjektiven Interaktion. Wenn sie gemeinsam versu- chen, die Situation zu verstehen, Gründe für die Situation zu finden oder auch Lösungen zu formulieren, dann ist ihre Interaktion kollektiv. Hier findet sich schliesslich, so behaupte ich, die Quelle der synthetischen Kraft, die Mittelstrass für den Umgang mit Wissen und Nichtwissen sucht: Es ist nie ein Subjekt allein, das dieses Verhältnis theoretisch oder praktisch erfassen und synthetisieren kann. Auf einer begrifflichen Ebene ist der Ort der Kraft die vorausgesetzte Relation zwischen epistemischen Subjekten als epistemische Subjekte. Auf einer praktischen Ebene findet sie sich im inter- subjektiven oder gar im kollektiven Agieren. Für das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen heisst das, dass es nicht an sich, d. h. ohne epistemische Subjekte, zu verstehen ist. Und noch mehr: dass es nicht ohne eine Vielzahl von epistemischen Subjekten, die verschiedent- lich verbunden sind, existiert. Wissen und Nichtwissen sind also nicht eine Kugel im Weltall, sondern in einer Welt mit epistemischen Subjekten und allem weiteren, was Gesellschaften ausmacht. Ich beende diesen Text mit einigen Anmerkungen dazu, wie sich diese Ein- sichten für Wissenschaft und Bildung übersetzen und anwenden lassen. Sicherlich ist für Wissenschaft und Bildung die zentrale Einsicht, dass es im Umgang mit Wissen nie immer nur um Wissen geht. Nichtwissen ist min- destens implizit, wenn nicht sogar explizit dabei. Dass Nichtwissen nicht gesehen wird, erklärt sich dadurch, dass der Fokus nur auf Wissen liegt und dann Nichtwissen nicht gesehen wird oder auch erstmal nicht sichtbar ist. Wenn man sich trotz dieser zentralen Einsicht weiterhin in Forschung und Bildung auf Wissen beschränkt, dann ist das prima facie eine problematische Idealisierung. Problematisch ist die Idealisierung zunächst, weil sich Wissen nicht ganz erfassen lässt, denn Wissen ist vernetzt mit Nichtwissen und wenn das nicht gesehen wird, erfasst man Nichtwissen nur teilweise. Proble- matisch ist sie auch, weil sie Fortschritte und Entwicklungen in beiden Berei- chen einschränkt. Denn Wissen wird nicht richtig erkannt und kann somit auch nicht korrekt verfolgt (Forschung), vermittelt (Bildung) oder erworben (Forschung und Bildung) werden. Die Fragestellungen und Zugänge ändern sich, wenn der intrinsische Zusammenhang von Wissen und Nichtwissen abgebildet wird. Die zweite zentrale Einsicht betrifft die notwendige synthetische Kraft, die erforderlich ist, um Wissen und Nichtwissen zusammen zu beachten: Episte- mische Subjekte müssen als soziale, relational bestimmte Wesen verstanden werden, und nur als solche können sie sich Wissen und Nichtwissen zusam- 34 men, im Wechselspiel, nähern. Forschung und Bildung sind intersubjektive und kollektive epistemische Unternehmungen. Und dies gilt aufgrund der Beschaffenheit von Wissen und Nichtwissen sowie der Beschaffenheit von epistemischen Subjekten. Alle brauchen gemeinsame Forschungs- und Lern- orte. Und diese Orte sollten gelungenen Austausch ermöglichen, z.B. indem Wissen und Nichtwissen wertgeschätzt werden, in ihrer jeweiligen Funktion für das Zusammenspiel von Wissen und Nichtwissen, und indem gleichbe- rechtigte, respektvolle nichthierarchische Interaktionsformen gelebt werden. Referenzen – Code, Lorraine. 1991. What Can She Know? Feminist Theory and the Construction of Knowledge. Ithaca: Cor- nell University Press. – El Kassar, Nadja. 2024. «Non-Ideal Theory and Ignorance». In Routledge Handbook of Non-Ideal Theory, he- rausgegeben von Hilkje C. Hänel und Johanna Müller, 259–72. London: Routledge. – Fricker, Miranda. 2007. Epistemic injustice: power and the ethics of knowing. Oxford; New York: Oxford Uni- versity Press. – Fricker, Miranda. 2023. Epistemische Ungerechtigkeit: Macht und die Ethik des Wissens. Übersetzt von Antje Korsmeier. München: C.H. BECK. – Gross, Matthias. 2009. «Die Wissensgesellschaft und das Geheimnis um das Nichtwissen». In Soziologie als Möglichkeit: 100 Jahre Georg Simmels Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, heraus- gegeben von Cécile Rol und Christian Papilloud, 105–14. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-91437-4_6. – Gross, Matthias. 2010. Ignorance and Surprise: Science, Society, and Ecological Design. The MIT Press. https://doi.org/10.7551/mitpress/9780262013482.001.0001. – Kant, Immanuel. 1923. Logik, Physische Geographie, Pädagogik. Kants gesammelte Schriften (Akademie Ausgabe), IX. Berlin: de Gruyter. – Martini, Carlo. 2019. «The Epistemology of Expertise». In The Routledge Handbook of Social Epistemology, herausgegeben von Miranda Fricker, Peter J. Graham, David Henderson, und Nikolaj J. L. L. Pedersen, 1. Aufl., 115–22. Routledge. https://doi.org/10.4324/9781315717937-3. – Mittelstrass, Jürgen. 1996. «Nichtwissen: Preis des Wissens?» Schweizerische Technische Zeitschrift 93 (6): 32–35. – Platon. 2019. Apologie des Sokrates. Übersetzt von Rafael Ferber. München: Verlag C.H.BECK Literatur – Sachbuch – Wissenschaft. https://doi.org/10.17104/9783406737664. – Treanor, Nick. 2013. «The Measure of Knowledge». Noûs 47 (3): 577–601. https://doi.org/10.1111/j.1468- 0068.2011.00854.x. – Vogelmann, Frieder. 2022. Die Wirksamkeit des Wissens: eine politische Epistemologie. Erste Auflage. Suhr- kamp Taschenbuch Wissenschaft 2372. Berlin: Suhrkamp. 35 36 37 Die aktuellen Schritte der Universität Luzern Bruno Staffelbach, Rektor der Universität Luzern (Rektorsamt bis 31. Juli 2024; seither weiterhin Professor für Betriebs- wirtschaftslehre, bis 31. Juli 2026) In seinem posthum erschienenen Werk «Citadelle» (1948) schrieb Antoine de Saint-Exupéry: «Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr, sondern um Kraft für den Alltag. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.» Die Uni- versität Luzern ist nicht durch Wunder oder Visionen entstanden, sondern sie entwickelte sich durch viele kleine Schritte. Viele Schritte ergeben einen Marsch. Dieser Beitrag ist ein kurzer Marschhalt, wo auf die letzten Schritte zurückgeblickt und ins Auge gefasst wird, wohin die nächsten Schritte füh- ren. Dabei werden die Entwicklungsschritte der Universität in vier Aspekte grup- piert, wie sie in den Lehrbüchern zur Führung von Unternehmen Standard sind, nämlich in die «Strategie», die «Struktur», die «Kultur» und das «Umfeld». Für jeden Aspekt werden die Schritte der letzten Jahre skizziert und beschrieben, welches die nächsten sind. Zum Schluss werden die aktuel- len Schritte in einen grösseren Zusammenhang gestellt. Die Universitätsstrategie In den letzten Jahren formierte sich die Universität Luzern zu einer abgerun- deten humanwissenschaftlichen Universität, die einzige in der Schweiz, aber nicht allein in Europa. Damit waren viele neue «Produkte» verbunden, im Bereich der Studien zum Beispiel die neuen Masterprogramme in Ethik, in Philosophy, Theology and Religions, in Computational Social Sciences, in Klimapolitik, -ökonomie und -recht oder in Humanmedizin. Vor dem Hin- tergrund, dass zwei Drittel unserer Absolventinnen und Absolventen in Berufen pensioniert werden, die es heute noch gar nicht gibt, wurde parallel zur Gestaltung einer abgerundeten humanwissenschaftlichen Universität neben der Graduate Academy – zweitens – eine Weiterbildungsakademie gegründet. In dieser werden die Weiterbildungsangebote der Fakultäten marktlich, organisatorisch und administrativ gebündelt. Zudem begann die Universität Luzern sich – drittens – systematisch mit anderen humanwissen- schaftlichen Universitäten in Europa zu verbinden, so etwa mit dem Euro- päischen Universitätsinstitut in Florenz, mit der ältesten Universität in Spa- nien, der Universität Salamanca, und mit dem Geneva Graduate Institute, das die Studierendenpopulation der Universität Luzern bezüglich Internatio- nalität komplementiert. Daneben bestehen heute weltweit mit 141 Universitä- ten Austausch- und Kooperationsprogramme. 38 Nun geht es darum, die Weiterbildungsakademie im Verbund mit der Gra- duate Academy konsequent umzusetzen. Sie fokussiert 45 Berufsjahre, also ein Mehrfaches der Dauer von Bachelor- und Masterprogrammen. Zudem soll das Netzwerk mit humanwissenschaftlichen Universitäten mit je einer führenden humanwissenschaftlichen Universität aus ganz Europa ergänzt werden, also mit humanwissenschaftlich fokussierten Universitäten in unse- ren Nachbarländern und aus dem nordischen, slawischen und britischen Raum. Die Struktur der Universität In den vergangenen acht Jahren wurden ausgehend von zwei Prorektoren vier wirkungsvolle Prorektorate gebildet, das Generalsekretariat und die Verwaltungsdirektion in einem effizienten Universitätsmanagement zusam- mengefasst sowie die Ebenen des Rektorates, der Universitätsleitung, der Erweiterten Universitätsleitung und des Senates organisatorisch für sich und in ihrer Zusammenarbeit strukturiert und optimiert. Zweitens wurden extern getragene Institute als Vehikel für die Drittmittel-finanzierte For- schung geschaffen. Diese werden durch die Zentralschweizer Kantone, von Stiftungen und den Landeskirchen getragen. Und drittens wurden heuer sogenannte Universitäre Forschungszentren gegründet – dies vor dem Hin- tergrund, dass die sechs Fakultäten der Universität Luzern nach ihren akade- mischen Disziplinen strukturiert sind, wonach sich aber die konkreten He- rausforderungen der praktischen Lebenswelt nicht richten. Mit den beiden universitären Forschungszentren, eines für «Gesundheit und Gesellschaft» und eines für «Digitale Transformation», sollen Doppelspurigkeit vermie- den, Forschende vernetzt und die themenspezifische Visibilität nach aussen gestärkt werden. Strukturell geht es nun darum, die Personalrotation in der akademischen Selbstverwaltung tief zu halten, um Amateurismus zu vermeiden, die beiden universitären Forschungszentren kraftvoll zu positionieren und die organi- satorische Entwicklung konsequent am humanwissenschaftlichen Fokus der Universität auszurichten, um Synergien zu realisieren und Verwässerungen zu vermeiden. Die Universitätskultur Im Bereich der Organisationskultur wurde die Führung dezentralisiert, indem seit 2017 zwischen den Leistungseinheiten der Universität (Fakultäten, Prorektorate, Universitätsmanagement, Rektorat, künftig auch die universi- tären Forschungszentren) und der Universitätsleitung Leistungsvereinba- rungen und Globalbudgets geplant und umgesetzt werden, wie es solche auch zwischen dem Trägerkanton Luzern und der Gesamtuniversität gibt. So wur- den die Autonomie und auch die finanzielle Verantwortung vor allem der Fakultäten gestärkt. Mit dem «Leitbild», der «Strategie 2023–2026» und den «Standards» wurde zweitens ein gemeinsames Grundverständnis unserer 39 Universität gefestigt. Drittens wurde durch ein massgeschneidertes Cockpit mit entscheidenden Messgrössen ein begleitendes Controlling entwickelt und so die Möglichkeit geschaffen, die Universität Luzern mit anderen Uni- versitäten in der Schweiz zu vergleichen. Für die Zukunft geht es darum, die delegative Führung zu stabilisieren und Rückdelegationen nach oben und Mikropolitik nach unten zu vermeiden, die direkten Vergleiche mit anderen Universitäten zu nutzen, um das eigene Aspirationsniveau zu kultivieren, und sich mit dem nötigen Selbstvertrauen auf geeignete Rankings und in die Entwicklung einer eigenen europäischen Liga führender humanwissenschaftlicher Universitäten einzulassen. Das Umfeld In ihrem relevanten Umfeld hat sich die Universität Luzern als Universität der Zentralschweiz in Luzern positioniert, indem sie die Zentralschweizer Kantone als Gastkantone an den Dies Academicus einlud, diese zur Grün- dung von eigenen Instituten ermunterte und für das Projekt «Fokus Matura- arbeit» in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern alle Gymnasien der Zentralschweiz gewann und das Patro- nat dazu übernahm. Zweitens wurden Voraussetzungen geschaffen, um ver- mehrt Drittmittel zu gewinnen, etwa durch Brückenprofessuren mit dem Paraplegiker-Zentrum in Nottwil und mit dem Luzerner Kantonsspital, durch die Akkreditierung extern getragener Institute, durch die Reaktivie- rung der Stiftung der Universität, durch die Intensivierung und Fokussie- rung der strategischen Kommunikation, des Marketings und des Brand- Managements sowie durch die Schaffung eines wirkungsvollen Grants Office. Drittens versuchte die Universität die öffentliche Wahrnehmung in der Zentralschweiz zu stärken, indem sie die Beziehungen mit Medienver- tretern intensivierte, neue Formate wie etwa die «Presidential Lectures» oder die Vorlesungen der Luzerner Kantonalbank schuf und indem jährlich eine Alumna und ein Alumnus des Jahres erkürt wird. Nun geht es insbesondere darum, weitere Zentralschweizer Kantone als Trä- ger von externen Instituten zu gewinnen, die Universität Luzern in nationa- len Leitmedien besser zu profilieren und in allen Fällen die Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Neutralität in Forschung und Lehre zu wahren. Fazit In ihrer heutigen Gestalt ist die Universität Luzern in der Lage, achtfach Mehrwert zu schaffen: • für die Studierenden, weil sie sich in Bereichen vertiefen können, in denen es eine grosse Nachfrage gibt; • für den Arbeitsmarkt, weil er an der Universität Luzern Fachkräfte findet, die er dringend braucht; • für den Bildungs- und Gesundheitsversorgungsraum Zentralschweiz, weil 40 die Universität Luzern diesen ergänzt und stärkt; • für alle Fakultäten der Universität, weil sich viele zusätzliche Kombinati- onsmöglichkeiten für Haupt- und Nebenfächer ergeben; • für die Universität insgesamt, weil mit der Abrundung zu einer human- wissenschaftlichen Universität ihre Attraktivität in Forschung und Lehre steigt; • für den Trägerkanton, da er jetzt eine wettbewerbsfähige Universität hat, deren Erweiterung ihn im Aufbau nichts gekostet hat; • für den Wirtschaftsraum Luzern und Zentralschweiz, weil sich dessen Standortattraktivität erhöht; und • für die Gesellschaft, weil die Universität wichtige Beiträge zur Bewältigung von zentralen Herausforderungen leisten kann. Als humanwissenschaftliche Universität führt die Universität Luzern die Tradition der im 17./18. Jahrhundert geschaffenen Hochschule weiter. In der Brückenstadt Luzern forscht sie zu Brücken zwischen Menschen und Institu- tionen, sie baut Brücken zwischen akademischen Disziplinen und sie ist Brü- cke für akademische Berufe, Talente und Organisationen. In Luzern mit sei- ner Mauer, welche die Stadt sicher machte vor finsteren Gestalten und Übeltätern, wird an der Universität geforscht und gelehrt, und zwar unab- hängig, unparteiisch und neutral zu «Spannungen zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zum Verhältnis des Einzelnen zur Masse, zur Verführbarkeit der Macht und dem Umgang mit dem Anderen». So steht es am Eingang zum Auditorium, das dem Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler gewidmet ist, der mit Luzern eng verbunden war. Obwohl an der Frohburgstrasse behei- matet, baut die Universität keine Burgen, sondern sie vernetzt sich mit inter- nationalen Organisationen, mit führenden universitären Institutionen und mit regionalen, nationalen und europäischen Partnern. Dies ermöglicht ihr, ihre wissenschaftliche Kraft im Vergleich zu ihrer Grösse überproportional zu entfalten. An der Universität Luzern sind wir überzeugt, dass ein Leben mit Wissen besser ist als ein Leben ohne Wissen. Und weil Wissen gut ist für das Leben, bezweckt Wissenschaft ein gutes Leben. Damit ist es unsere Aufgabe an und mit der Universität, die Welt besser zu machen – nicht mit Politik, sondern mit Wissenschaft. Antoine de Saint-Exupéry formulierte: «Ich bitte nicht um Wunder und Visi- onen, Herr, sondern um Kraft für den Alltag. Lehre mich die Kunst der klei- nen Schritte.» In Luzern geschahen in den letzten Jahren keine Wunder und Visionen. Aber wir hatten die Kraft für viele kleine Schritte. Und daraus ist etwas Wunderbares entstanden. Dafür gebührt allen Dank. Ich wünsche uns auch für die Zukunft viel Kraft, Gesundheit und das erforderliche Vertrauen in uns, um uns und über uns. 41 42 43 Universitätsreden Die Universitätsreden sind auf der Website der Universität Luzern abrufbar: www.unilu.ch/unireden Die neuesten Ausgaben: 38 Mirjana Spoljaric Egger Recht, Moral und Politik Bernhard Rütsche Festvorträge an den Dies Academici 2023/2022 37 Julia Hänni Einblick in die Tätigkeit einer Bundesrichterin 36 Markus Ries Fokus der Universität Luzern Martin Baumann Festreferate der Prorektorinnen und Prorektoren an den Martina Caroni Dies Academici 2014–2020 Alexander H. Trechsel Regina E. Aebi-Müller 35 Aram Mattioli Weg der Universität Luzern. Markus Ries Historische Meilensteine der universitären Bildung und Forschung in Luzern 34 Peter von Matt Spittelers Mut 33 Peter Maurer Allianzen für humanitäre Aktionen 32 Tito Tettamanti 65 Jahre Erinnerungen 31 Valentin Groebner Tell – ein Held unterwegs Michael Blatter 30 Gerhard Schwarz Weder gottgleich noch dämonisch: Argumente für die Vereinbarkeit des Kapitalismus mit dem Christentum 29 Josef Ackermann Zerstörerische Schöpfung: Lehren aus der Finanzkrise und die Zukunft Europas 28 Sir Anthony Kenny Determinismus und Freiheit: Eine lebenslange Auseinandersetzung 27 Kaspar Villiger Schuldenbremsen: Undemokratische Einschränkung der parlamentarischen Budgethoheit oder notwendige Selbst- bindung der Politik? www.unilu.ch

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    Titularprof. Dr. Boris Previšić

    in die Ecke schmeissen möchte – Platon, Nietzsche. In Johannes Fehr (Hrsg.), Pragmatik der Gefühle (Bd

    www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute/seminar-fuer-kulturwissenschaften-und-wissenschaftsforschung/kulturwissenschaften/mitarbeitende/boris-previsic/

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    Vorlesungsverzeichnis 2019 FS

    sich um die klassische, auf Platon zurückgehende Wissensdefinition: Wissen als wahre, gerechtfertigte [...] klassischen Auseinandersetzung Platons (Menon), springen dann zu Edmund Gettiers is justified true

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    Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001

    Jahresbericht 2001.indd 2OOO/2OO1 Jahresbericht Universität Luzern www.unilu.ch Jahresbericht 2OOO/2OO1 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 1. Oktober 2000 bis 31. Dezember 2001 Herausgeber: Universität Luzern Redaktion: Universität Luzern Stelle für Öffentlichkeitsarbeit Judith Lauber Nadja Kümin Gibraltarstrasse 3 6003 Luzern Telefon 041 228 78 11 Telefax 041 228 73 37 e-mail: judith.lauber@unilu.ch Gestaltungskonzept: Hilfiker AG, Werbeagentur BSW, Luzern Fotos: Diverse Quellen Druck: UD Print AG, Luzern Weitere Informationen: www.unilu.ch INHALTSVERZEICHNIS Inhalt Aufbruch in eine neue Epoche ................................................................................................................... 6-11 Start geglückt nun konsolidieren und weiter planen! .............................................................................. 8 Zukunftschance Universität ........................................................................................................................... 10 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter .......................................................................................................12-23 Ethik oder: Was sollen wir tun? ..................................................................................................................... 14 Jürgen Habermas in Luzern ........................................................................................................................... 16 Sie ist da, die neue Rechtsfakultät ................................................................................................................ 18 KörperSinnE. Körper im Spannungsfeld von Diskurs und Erfahrung ......................................................20 Kommunikation, Innovation und Knowledge Transfer ...............................................................................22 Zeitfragen im Zentrum der Forschung .........................................................................................................23 Studium .......................................................................................................................................................24-27 Studienabschlüsse ..........................................................................................................................................26 Erträge der Wissenschaft ........................................................................................................................ 28-45 Wissenschaftliche Aufsätze und Beiträge ...................................................................................................30 MonograÞ en und Sammelbände ..................................................................................................................42 Ehrenpromotionen ..........................................................................................................................................45 Universitätsleben ...................................................................................................................................... 46-53 Gastprofessuren, Vorträge, Symposien ...................................................................................................48 Zentral- und Hochschulbibliothek Bereich Fakultät I & II ........................................................................... 51 Science et Cité .................................................................................................................................................52 Campus Luzern ................................................................................................................................................53 Personen Fakten Zahlen ..................................................................................................................... 54-67 Berufungen ......................................................................................................................................................56 Universitätsstiftung und Universitätsverein ...............................................................................................59 Dienste und Verwaltung .................................................................................................................................60 Studierendenstatistik .....................................................................................................................................62 Rechnung .........................................................................................................................................................64 Standorte .........................................................................................................................................................66 Aufbruch in eine neue Epoche 8 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Aufbruch in eine neue Epoche Start geglückt nun konsolidieren und weiter planen! Was die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger unseres Kantons am 21. Mai 2000 eindrücklich bejaht haben, ist Wirklichkeit geworden: Luzern hat seine Universität! Die wichtigsten Grundlagen sind geschaffen, Führungsorgane sind bestellt und arbeiten, Professorinnen, Professoren, wis- senschaftliche Assistentinnen und Assistenten, Studentinnen und Studenten sind gekommen, es herrscht ein guter Geist. Ich danke all jenen, die zum erfolgreichen Start beigetragen haben. Die nächste Phase der Universitätsentwicklung ist geprägt von einer ersten Konsolidierung. Gleich- zeitig ist aber die mittel- bis langfristige Ent- wicklung zu planen. Die ganze Universität, insbe- sondere aber Universitätsrat, Rektor und Verwal- tungsdirektor, Dekane sind durch diese Aufgabe gefordert, geht es doch darum, die Universität die ein lebendiger und dynamischer Organismus ist in die Zukunft zu führen. Wichtige Stichworte sind in diesem Zusammenhang: Sicherstellung des Raumbedarfs für die nächsten Jahre Planung und Bau des neuen Universitäts- gebäudes Erarbeitung einer zuverlässigen Finanzplanung Akkreditierung der Universität nationale und internationale Verankerung der Universität Konzeption für die künftige strategische Aus- richtung der Universität Campus Luzern Vor der Universitätsabstimmung im Jahre 2000 haben wir versprochen, dass Universität und Fach- hochschulen, die gesamte tertiäre Bildung, nicht nur den Studierenden dienen, sondern dass sie zu einem Werk für Gesellschaft und Volkswirtschaft der gesamten Region werden sollen. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass der CAMPUS LUZERN dieses Versprechen einlöst. Dabei kommt der Universität eine ganz besondere Bedeutung zu. Ich erwarte, dass entscheidende Impulse für den Campus von ihr ausgehen. Wir alle, die wir für das Gedeihen der Universität verantwortlich sind, stehen gegenüber dem Luzer- ner Volk in einer grossen Verpß ichtung. Wir haben den Vertrauensvorschuss einzulösen und die Uni- versität zu einem Erfolgsfaktor unserer Region zu machen. Gehen wir gemeinsam ans Werk! 1.1 START GEGLÜCKT Dr. Ulrich Fässler Regierungsrat, Präsident des Universitätsrates «Es ist Wirklichkeit geworden: Luzern hat seine Universität!» Universität Luzern Koordinationsstelle Campus Postfach 7456, Bruchstrasse 43/45 6000 Luzern 7 Telefon 041 228 77 71 e-mail: margrit.leisibach@unilu.ch 10 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Aufbruch in eine neue Epoche Zukunftschance Universität Am 1. Oktober 2000 trat das Universitätsgesetz in Kraft: Die Universität Luzern wird errichtet. Die neue Leitungsstruktur wird aufgebaut. Im Dezem- ber 2000 wählt der Regierungsrat den ersten Uni- versitätsrat. Dieses strategische Leitungsorgan der Universität kann am 18. Dezember 2000 seine konstituierende Sitzung abhalten. Das erste Jahr der Universität ist ein Jahr der Kon- solidierung. Die neue Struktur bringt neue Verant- wortung. Finanz- und Rechnungswesen als Vor- bereitung für das Globalbudget werden aufge- baut, die Personalverwaltung wird revidiert, um der neuen Selbständigkeit der Universität Rech- nung zu tragen. Für den Verwaltungsbereich wird Herr lic. rer. pol. Franz Hupfer als Verwaltungsdi- rektor eingestellt. Er entlastet den Rektor ab Sep- tember 2001 von diesem Bereich und führt ihn seither selbständig. Die Universität Luzern gibt sich ein Leitbild. Nach fast zweijähriger Vorarbeit unter breiter Einbin- dung aller Fakultäten und Gruppierungen wird dem Universitätsrat im Herbst 2001 das Universi- tätsstatut zur Beschlussfassung zugeleitet. Nach- geordnete Reglemente sind in Bearbeitung. Personalpendenzen können aufgrund der neuen gesicherten Rechtslage der Universität aufgear- beitet werden. Die vakanten Professuren an der Theologischen und der Geisteswissenschaftlichen Fakultät werden besetzt. Alle Institute und Semina- re verfügen über wenn auch teilweise bescheide- ne Sekretariatsunterstützung. Seit Januar 2001 ist eine Beauftragte für Gleichstellung von Frau und Mann an der Universität tätig. Das erste Jahr der Universität ist zugleich ein Jahr des Aufbruchs. Im Herbst 2001 ist der Beginn des Studienbetriebs an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und am Soziologischen Seminar an der Gei- steswissenschaftlichen Fakultät vorgesehen. Be- reits im Januar 2001 genehmigt der Universitätsrat die vom Senat getroffenen Berufungsentscheide für die Professuren der Rechtswissenschaftlichen Fa- kultät. Das zügige Vorgehen der vom Gründungsde- kan Prof. Paul Richli geleiteten gemeinsamen Beru- fungskommission unter Beteiligung von Fachleuten der anderen Schweizer Rechtswissenschaftlichen Fakultäten führt zu einem hervorragenden Ergeb- nis. Diesem früh formierten Team gelingt im Okto- ber 2001 ein optimaler Start. Im Mai 2001 kann mit Herrn Prof. Hans Joachim Hoffmann-Nowotny ein herausragender Wissen- schaftler als Gründungsdirektor für das Soziolo- gische Seminar gewonnen werden. Der zeitge- rechte Start ist gesichert, und er gelingt ebenfalls erfolgreich. Im Januar 2001 gründet der Univer- sitätsrat das Institut für Kommunikation und Kultur (IKK) an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät. Im Oktober 2001 beginnt das Liturgiewissenschaft- liche Institut an der Theologischen Fakultät seine Tätigkeit beides Institute, die in unterschiedlicher Weise für ihre Tätigkeit auf eine gemischte Finan- zierung zurückgreifen. Die Bibliothek sieht sich angesichts der Vorberei- tung auf die neue Fakultät und auf das Fach So- ziologie vor eine grosse Herausforderung gestellt. Personelle Umstellungen und Erweiterungen und ein unermüdlicher Einsatz der Beteiligten ermög- lichen in enger Zusammenarbeit mit der Univer- sitätsleitung die optimale Vorbereitung auf das kommende Studienjahr. Im September 2001 wird der Fachbereich Rechtswissenschaft der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) an den Standort Hirschengraben 43 transferiert. Die Studierendenzahl steigt im Herbst 2001 von bis- her 262 auf 434. Aufgrund von verschiedenen For- schungsprojekten ß iessen der Universität in die- sem Jahr CHF 299 000. an Drittmittel zu. Die Uni- versitätsstiftung steuert CHF 1784 000. ans Uni- versitätsbudget bei (das sind 16%). Walter Kirchschläger, Rektor 1. Oktober 1997 bis Herbst 2001 Markus Ries, Rektor ab Herbst 2001 11Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Die Universität beteiligt sich mit den anderen Schweizer Universitäten am Projekt Science et Cité. Eine Woche im Mai 2001 gehört auch in Lu- zern der Vermittlung von Wissenschaft an die in- teressierten Menschen. Die Universität sucht Gebäude. Die vom Regie- rungsrat eingesetzte Baukommission unter dem Vorsitz von Kantonsbaumeister Urs Mahlstein be- reitet unter Beiziehung von externen Fachleu- ten den Standortentscheid für das Universitäts- gebäude vor. Im Mai 2001 entscheidet der Re- gierungsrat: Die Universität wird ab 2008 am Ka- sernenplatz stehen. Die Stadt Luzern wird sich mit CHF 8 Mio beteiligen. Die Kommission arbei- tet weiter; die nächsten Etappen heissen: Archi- tekturwettbewerb und -entscheid, Raumplanung, Verhandlungen mit der Stadt Luzern, Abstim- mung über den Baukredit im Jahr 2005. Die Inve- stitionskosten werden aufgeteilt auf Kanton (mit Stadt) Luzern, Bund und private Geldgeber (Albert- Koechlin-Stiftung zugunsten der Rechtswissen- schaftlichen Fakultät). Die Universität lebt in Provisorien. Zu den bis- herigen Standorten (PÞ stergasse, Kasernenplatz) kommt im Herbst 2000 der Standort Gibraltarstras- se, sowie im Sommer 2001 die Standorte Hirschen- graben und Bruchstrasse hinzu. Erstmals haben im Jahr 2001 alle Professorinnen und Professoren an der Universität Luzern eigene Büros. Die Aula des Mittelschulzentrums Hirschengraben kann für die Rechtswissenschaftlichen Hauptvorlesungen gemietet werden. Gerade für die Lehrveranstal- tungen ist weitere Raumsuche angesagt. Stichtag 1. Oktober 2001 Das neue Studienjahr beginnt mit personellen Ver- änderungen. Der neue Rektor und die neuen De- kane der Fakultäten I und II beginnen ihre Amts- zeit, der Gründungsdekan der Fakultät III wech- selt vollamtlich von der Universität Basel an die Universität Luzern. Campus Luzern Wissenschaft bildet kein Ghetto, wissenschaftliche Institutionen sind keine isolierten Inseln. Die Uni Luzern betätigt sich federführend im «Campus Luzern». Die Vernetzung der tertiären Bildungsin- stitutionen bündeln das Angebot, schaffen Syner- gien, nutzen daher optimal die möglichen Ressour- cen, das Know-how und die Nachfrage. Ein ge- meinsamer Studienführer, ein Auftritt im Internet (www.campusluzern.ch) sind erste Schritte, Lehr- und Forschungszusammenarbeit, gemeinsame Ver- waltungs- und Bewirtschaftungssysteme werden folgen. Campus-Sport und Kinderkrippe am Cam- pus sind in Planung für das Jahr 2002. Im «Offenen Campus Luzern» wird seit Herbst 2000 allen inter- essierten Menschen aus der Region ein Überblick über zugängliche Bildungsveranstaltungen ermög- licht von der Universität über die Fachhochschule Zentralschweiz bis zum Armee-Ausbildungszen- trum AAL: Damit spürbar wird, dass die Universität Luzern und alle anderen Bildungsinstitutionen auf tertiärer Ebene zum Nutzen aller Menschen in die- ser Region tätig ist. Die Universität ist auf dem Weg Der Herausforderungen, auch der Chancen sind genug. Die ersten Schritte sind getan, die Grund- lagen der Universität sind konsolidiert. Gemein- sam mit allen an der Universität, mit allen, die uns begleiten wollen, gehen wir weiter. Aufbruch in eine neue Epoche 1.2 ZUKUNFTSCHANCE UNIVERSITÄT «Das erste Jahr der Universität ist ein Jahr des Aufbruchs.» Forschung und Lehre: 6 Streiflichter 14 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Theologische Fakultät Prof. Hans Halter, aktueller Leiter des Instituts für Sozialethik Ethik oder: Was sollen wir tun? In unserer gesellschaftlichen Entwicklung lässt sich eine eigentümliche Paradoxie feststellen: Je mehr Wissen sich die Wissenschaft in verschie- densten Fachbereichen erwirbt, je mehr technolo- gische Handlungsmöglichkeiten sich fast täglich auftun, je internationaler das Kommunikations- netz und je umfassender die Bühne menschlichen Entscheidens und Handelns wird, desto grösser wird das Nicht-mehr-Wissen oder die Unsicher- heit im Blick auf die Frage, ob wir denn dürfen, was wir jetzt schon oder vielleicht in absehbarer Zeit können. Die Unsicherheit zeigt sich in gesellschaft- lichen Diskussionen, die häuÞ g recht polarisiert verlaufen, was sich gegenwärtig insbesondere im weiten Bereich der Biotechnik und Medizin (z.B. Gentechnologie; Transplantationsmedizin; Embry- onen- und Stammzellenforschung, ärztlich assi- stiertes Sterben), der Wirtschaft (z.B. Globalisie- rung) oder auch der Politik (z.B. Bekämpfung des Terrorismus) verfolgen lässt. Die Unsicherheit wird verstärkt durch unvorhersehbare negative Ereignisse und Entwicklungen, wie wir sie im Jahr 2001 in oft beängstigender Weise erlebt haben. Sind wir einer blinden Entwicklung aus- geliefert oder können wir sie noch steuern? Dass der Glaube an die Möglichkeit und Notwendig- keit von Verantwortung noch lebt, zeigt sich auch daran, dass allenthalben der Ruf nach (mehr) Ethik (Moral) ertönt, seis im Sinne der individualethi- schen Frage, welche Handlungen (Zielsetzungen, Mittel, «Preis», Folgen?) verantwortbar sind, oder seis im Sinn der sozialethischen Frage, was wie rechtlich geregelt werden sollte, letzteres insbe- sondere, um gravierende Missbräuche und nega- tive Folgen für Mensch und Umwelt zu verhindern oder wenigstens einzuschränken. Lehre und Forschung: Kein Elfenbeinturm Das Institut für Sozialethik (ISE) an der Theologi- schen Fakultät der Universität Luzern versucht sich mit seinen zwei hauptamtlichen Professuren, den Assistierenden, Habilitierenden, Doktorierenden und den freien Mitarbeitern einigen ethischen Heraus- forderungen unserer Zeit zu stellen, was ohne inten- sive Forschungsarbeit nicht möglich ist. Und diese soll nicht im elfenbeinernen Turm stattÞ nden. Prof. Hans Jürgen Münk arbeitet neben der Ver- tiefung von philosophischen und theologischen Grundlagen und Grundfragen der Ethik seit Jahren am Problem, was Nachhaltigkeit in ihrer ökono- mischen, sozialen und ökologischen Komplexität im Kontext von Globalisierung und Biodiversität sowohl theoretisch als Prinzip wie in der prakti- schen Umsetzung bedeutet. Im Berichtsjahr kam als neuer Forschungsschwerpunkt die vor allem im deutschsprachigen Raum mit Blick auf die Transplantationsmedizin heftig diskutierte Proble- matik des Gehirntodes hinzu. Für Prof. Hans Halter stand im Zentrum der Forschungsarbeit neben Arbeiten zur Frage der Toleranz und der Solidarität vor allem das sowohl human- wie tierethisch sehr kontrovers diskutierte Projekt der Xenotransplan- tation (der artüberschreitenden Transplantation von Zellen, Geweben und Organen). Drei Habi- litanden forschen in folgenden Bereichen: Stefan Wirz, Dozent für Wirtschaftsethik an der FHS Aargau, arbeitet im Bereich Unternehmensethik als Management-Ethik. Markus Zimmermann, neuer Inhaber der auf drei Jahre befristeten, durch Drittmittel Þ nanzierten 50% Forschungs- und Lehr- stelle für Caritaswissenschaft und Bioethik am ISE, bearbeitet zum einen vor allem sozialpolitische 15 Fragen der in der Schweiz auf Universitätsebene bislang nicht vertretenen Caritaswissenschaft, zum andern fragt er nach möglichen Auswirkun- gen der internationalen bioethischen Grundsatz- debatte auf die auch in der Schweiz anstehende brisante Problematik der Rationierung medizini- scher Leistungen. Markus Babo, seit Herbst 2001 Assistent von Prof. Hans Jürgen Münk, war bis- lang dem Forschungsschwerpunkt Asylwesen verpß ichtet. Die Doktorierenden beschäftigen sich mit folgen- den Forschungsfragen, die hier aus Raumgründen nur stichwortartig angedeutet werden können. Bei Prof. Hans Jürgen Münk: Individual- und sozialethische Strukturen des Verantwortungsbegriffs (Andrea von Burg) Das Menschenbild in den Sozialenzykliken von Papst Johannes Paul II. (Rafal Czekalski) Bedeutung der Selbstliebe für das moralische Handeln (Markus Wehrli) Bei Prof. Hans Halter: Prostitution als sozialethisches Problem (Béatrice Bowald, Assistentin) Der Konflikt zwischen Nothilfe und Entwick- lungszusammenarbeit in Afrika, am Beispiel Ruanda (Markus Brun) Ist nach den Erfahrungen der 90er Jahre eine Neugestaltung der öffentlichen Sozialhilfe not- wendig? (Raymond Caduff) «Mit Geld Geld machen»: Gibt es ethische Grenzen und Differenzen zwischen verschie- denen Geldanlagen und Kapitalerträgen? (Karel Hanke-Wehrle) Forschen und Publizieren ist das eine, gehört wer- den und auch öffentliche Anerkennung erfahren, das andere. Im Dezember 2001 ist dem Soziolo- gen Hans Ulrich Kneubühler, freier Mitarbeiter des ISE, und dem Mitautor Alfred J. Gebert der re- nommierte Vontobel-Preis der Universität Zürich für ihre langjährige Forschungsarbeit, veröffent- licht im Buch: «Qualitätsbeurteilung und Eva- luation der Qualitätssicherung in Pß egheimen» (Huber Bern 2001), verliehen worden. Ethik: interdisziplinär und ganzheitlich Interdisziplinarität sowohl in der Forschung wie in der Lehre wird am ISE gross geschrieben, weil Ethik nur dann eine brauchbare Orientierungshilfe für individuelle und kollektive Verantwortung in Gesellschaft und Staat sein kann, wenn sich bei der kritischen Reß exion konkreter zeitgenössi- scher Probleme ethische Prinzipien mit dem nöti- gen Sachverstand verbinden. Das gebietet auch der Ansatz bei einem von jüdisch-christlicher Theologie getragenen Vernunftethos, welches nicht nur das menschliche Vermögen zu «grös- serer Gerechtigkeit» anspricht, sondern auch die Grenzen der Umsetzbarkeit in den Realitäten die- ser Welt ernst nimmt. Dass dieser ethische An- satz in der Öffentlichkeit nach wie vor auf ein beachtliches Interesse stösst, zeigt sich auch da- ran, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ISE gefragt sind für Referate auf allen Ebe- nen, an Podiumsgesprächen, in vielfältiger Kom- missionsarbeit und zur ethischen Beratung in Gesellschaft und Kirche auch über die Grenzen unseres Landes hinaus. 2.1 ETHIK ODER: WAS SOLLEN WIR TUN? Jahresbericht Universität Luzern 2001 «Je mehr Wissen sich die Wissenschaft erwirbt, desto grösser wird das Nicht-mehr-Wissen.» Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Theologische Fakultät 16 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Prof. Enno Rudolph, Prorektor der Universität Luzern Gastprofessur zum Thema: «Politische Theorie» Die Gastprofessur von Prof. Jürgen Habermas (Frankfurt/Starnberg) an der Universität Luzern, die in der zweiten Hälfte des Wintersemesters 2000/2001 stattfand, wurde als Veranstaltung der gesamten Geisteswissenschaftlichen Fakultät durchgeführt. Die Absicht war, einen Gelehrten von höchstem Rang zu gewinnen, der auf Grund seiner Kompetenzen mehreren in der Geisteswis- senschaftlichen Fakultät vertretenen Fächern in diesem Fall nicht allein der Philosophie, son- dern auch der Geschichtswissenschaft und der Soziologie neue Impulse für die anstehende For- schungs- und Lehrtätigkeit geben sollte. Die wichtigsten Demokratiemodelle im Vergleich Die Gastprofessur von Prof. Habermas hat die diesbezüglichen Erwartungen vollends erfüllt. Das generelle Thema, unter das Prof. Habermas seine Lehrveranstaltungen stellte (eine Vorlesung, ein Seminar und ein Kolloquium für Fortgeschrittene), lautete: «Politische Theorie». Prof. Habermas setz- te sich schwerpunktmässig mit den wichtigsten gegenwärtig auf dem internationalen Feld der So- zialphilosophie und der Politologie diskutierten Demokratiemodellen auseinander und führte einen scharf konturierten Vergleich zwischen dem libe- ralistischen, dem republikanistischen (auch kom- munitaristischen) und dem «deliberativen» Demo- kratiemodell durch. Mit dem letzteren proÞ lierte er zugleich seine eigene Position. Im Rahmen der Durchführung dieses Programms fehlte es nicht an ausführlichen und originellen Analysen zur Pro- blematik demokratischer Bewältigung von Multi- kulturalität oder zum Problem der europäischen Integration. Dies geschah immer wieder unter aus- drücklichen Bezugnahmen auf die Schweizer De- mokratiegeschichte. Jürgen Habermas zeigte Vorteile und Grenzen der erwähnten Konzeptionen von Demokratie im Allgemeinen und von sozialer Gerechtigkeit im Besonderen auf, so wie sie sich auf die beiden gegensätzlichen Positionen des Liberalismus und des Kommunitarismus, insbesondere im Kontext der US-amerikanischen Debatte, verteilen. Der Kommunitarismus erwies sich als das für über- schaubare und durch Traditionen, Sprache und Ethos integrierte Länder bzw. Ethnien, sensiblere Modell, das das Bedürfnis nach Respekt vor der eigenen Partikularität gegen den Universalismus verteidigt. Der Liberalismus, tendenziell seit je auf eine universalistische, globale Perspektive ausge- legt, erweist sich als grenzüberschreitend, weniger exklusiv, aber auch als wenig traditionsgebunden. Mit dem liberalistischen Modell teilt das «delibera- tive» von Jürgen Habermas die universalistische, ausdrücklich durch Immanuel Kants politische Phi- losophie legitimierte Perspektive. Anders aber als Kant und hier kompromissfähig mit der ansonsten wenig ß exiblen kommunitaristischen Position setzt Habermas an die Stelle des für den Libe- ralismus charakteristischen demokratischen For- malismus die Diskurs-Demokratie. Dieses Prinzip verlangt, die argumentative Auseinandersetzung als elementare Demokratie bildende Struktur auf Dauer zu institutionalisieren, und zwar sowohl über Jürgen Habermas in Luzern Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Geisteswissenschaftliche Fakultät Prof. Jürgen Habermas 17Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 er sie an der Universität gehalten hatte, konnte ihm als Bestätigung für sein Konzept der «Einheit der Vernunft und die Vielheit ihrer Stimmen» dienen. Das Echo auf die Gastprofessur von Prof. Jürgen Habermas war bei Lernenden und Lehrenden wie auch in der Öffentlichkeit bzw. in den Medien erfreulich nachhaltig und zeigte auf eindrucksvolle Weise, dass diese Veranstaltung in vielerlei Hin- sicht als ein grosser Gewinn für die Universität Luzern zu bewerten ist: wissenschaftlich, pädago- gisch, forschungsstrategisch und kulturpolitisch. Die Zusammenarbeit mit Jürgen Habermas wird fortgesetzt. zu treffende als auch über bereits getroffene poli- tische Entscheidungen. Damit erklärte Habermas sich ausdrücklich im Blick auf die Schweizer Tradi- tion einer permanent institutionalisierten plebiszi- tären Demokratie nahestehend. Nachhaltige Impulse für Lehrende und Lernende Im Werk und Wirken von Prof. Jürgen Habermas überschneiden sich zentrale Anliegen und Metho- den mehrerer an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern vertretener Dis- ziplinen: Philosophie, Soziologie, Geschichtswis- senschaften. Da seine Themenschwerpunkte auch rechtsphilosophische und wie an seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels erkennbar sogar religi- ons-philosophische Probleme in Geschichte und Gegenwart zentral betreffen, ist seine Arbeit für die Rechtswissenschaftliche und die Theologische Fakultät ebenfalls von grösstem Interesse. Als besonders integrierend erweist sich sein perma- nenter Versuch, wissenschaftliche Forschung und gesellschaftliches Engagement auf höchstem Niveau miteinander wechselwirken zu lassen. Wer die historischen und kulturellen Bedingungen der Möglichkeit für die Fortschreibung der Demokratie im Zeitalter der Globalisierung, die zugleich eine Phase der Verengung der Welt ist, erforscht, wer zudem Konzepte der Bewältigung von Konß ikten entwickelt, die mit diesem Prozess der Globali- sierung einhergehen, der greift über die Theorie ein in die Mitte des praktischen Geschehens. Auch dies war ein Beweggrund für die Volksrepublik China, Prof. Jürgen Habermas im Jahre 2001, nicht lange nach seiner Tätigkeit an der Universität Luzern, ins eigene Land einzuladen, um ihm Gelegenheit zu geben, seine «politische Theorie» vorzustellen. In der Volksrepublik China war Prof. Jürgen Habermas in den einschlägigen Kreisen literarisch längst gut bekannt. Die Aufgeschlossenheit, auf die er dort gerade auch mit denjenigen Vorlesungen stiess, wie Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Geisteswissenschaftliche Fakultät 2.2 JÜRGEN HABERMAS IN LUZERN «Diese Gastprofessur ist in jeder Hinsicht als ein grosser Gewinn für die Universität Luzern zu bewerten.» 18 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Rechtswissenschaftliche Fakultät Prof. Paul Richli, Gründungsdekan Sie ist da, die neue Rechtsfakultät! Am 1. Oktober 2001 begannen elf Professorinnen und Professoren (mit vorläuÞ g rund sechs Stellen) ihre Arbeit an der neuen Fakultät III für Rechts- wissenschaft der Universität Luzern. Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon vier Gastprofessoren sowie eine Gastprofessorin aus dem In- und Aus- land ernannt. Am 22. Oktober eröffnete die Fakul- tät mit einer grossen Feier den Studienbetrieb. Neben den Studentinnen und Studenten sowie der Belegschaft der Fakultät (Lehrkörper, Assisten- tinnen und Assistenten, Sekretärinnen) nahmen daran auch Vertreterinnen und Vertreter aus Bil- dung, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft aus der Region und der ganzen Schweiz teil. Die Immatrikulationen für das erste Studienseme- ster lagen mit 144 erheblich über den Erwartun- gen. Die hohe Zahl machte denn auch bereits die Suche nach einem grösseren Hörsaal, als ihn die PÞ stergasse 20 bietet, erforderlich. Er konnte in der Aula des Mittelschulzentrums am Hirschen- graben 10 erfreulich rasch gefunden werden. Von grosser Bedeutung war auch die Beschaffung von Räumlichkeiten für Büros und Bibliothek. Dank des guten Zusammenwirkens der kantonalen Liegen- schaftsverwaltung und der Universitätsbehörden war die Zumietung von Räumen in angemessenem Umfang am Hirschengraben 31 und 43 möglich. Vor dem erfreulichen Start in das fakultäre Leben leisteten der Gründungsdekan, Prof. Paul Richli, und Fakultätsmanager, Dr. Crispin Hugenschmidt, ab April 2001 unterstützt durch die Dekanatsse- kretärin, Frau Anna Chudozilov, eine erfolgreiche Aufbau- und Entwicklungsarbeit. Im Zentrum der Vorbereitungen standen anfangs 2001 noch die Berufungen, welche seit Herbst 2000 mit einer Berufungskommission vorbereitet worden waren. Der Kommission, welche unter der Leitung des Gründungsdekans stand, gehörten Vertreterin- nen und Vertreter aller grossen Deutschschweizer Rechtsfakultäten an. Die sorgfältige und fachkun- dige Kommissionsarbeit überzeugte die Univer- sitätsbehörden. Sowohl der Senat als auch der Universitätsrat folgten den Anträgen der Beru- fungskommission ohne Ausnahme. Dank der um- sichtigen Verhandlungen von Rektor Kirchschläger konnten die meisten Berufungen schon im Frühling 2001 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, so dass die Fakultät ihre Arbeit ohne Ver- zug im vorgesehenen Umfang aufnehmen konnte. Es gelang den Berufenen auch rechtzeitig, junge qualiÞ zierte Juristinnen und Juristen für die Assi- stenzstellen zu Þ nden. Das Dekanatssekretariat konnte auf den 1. Dezember 2001 mit Frau Karin Saturnino aufgestockt, und es konnten auch Sek- retärinnen für die Professuren gewonnen werden. Ende 2001 steht fest: Die neue Rechtsfakultät ist da. Sie hat ihre Arbeit erfolgreich begonnen. Besonderheiten der neuen Rechtsfakultät Es wäre gewiss fragwürdig gewesen, lediglich eine weitere Rechtsfakultät nach bisherigem Mus- ter zu gründen. Die Luzerner Rechtsfakultät bringt tatsächlich Neues und Besonderes, indem sie mit Bezug auf das Studienkonzept und das Fakultäts- konzept neue Wege geht. Erste Besonderheit Ein attraktives und moder- nes Studienkonzept Das Leitbild der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sieht vor, dass die Anliegen der Studentinnen und Studenten prioritär behandelt werden. Diese Bestim- mung ist für die Interpretation aller anderen Rege- lungen im Sinne einer Auslegungshilfe heranzu- ziehen. Sie wird auch institutionell in mehrfacher Hinsicht umgesetzt. So sieht das Leitbild weiter vor, dass alle Studentinnen und Studenten zu Be- ginn des Studiums aus dem Kreis der Professor- innen und Professoren eine Ansprechperson (Men- torin oder Mentor) erhalten. Periodisch soll ein Gespräch über Studienanliegen stattÞ nden, in dem sich Mentor oder Mentorin und Student oder Stu- dentin über den Studienfortschritt und allfällige Probleme aussprechen und Rechenschaft geben. Sodann sieht die Projektstudie für die neue Rechts- 19Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Eröffnungsfeier der Rechts- wissenschaftlichen Fakultät, 22. Oktober 2001 Schwerpunktbildungen Die Fakultät will sich durch die Bildung von Schwerpunkten gegenüber anderen Rechtsfakul- täten proÞ lieren. Reglementarisch vorgegeben ist, dass sie jedenfalls drei Schwerpunkte mit zuge- hörigen Instituten aufbaut, nämlich: Juristische Grundlagenfächer KMU- und Wirtschaftsrecht Kommunikations- und Kulturrecht Weitere Schwerpunktbildungen werden zurzeit ge- prüft (Sozialversicherungsrecht und Richteraus- bildung). Erste Evaluationen bei den Studentinnen und Studenten positiv Der Gründungsdekan und der Fakultätsmanager führen mit den Studentinnen und Studenten monat- lich Evaluationsveranstaltungen durch, um zu er- kunden, ob die Fakultät die in sie gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen vermöge. Die ersten Eva- luationsveranstaltungen zeigten in allen zentralen Punkten positive Ergebnisse. Soweit nötig, wurden unverzüglich Anpassungen eingeleitet. fakultät vor, dass das zahlenmässige Betreuungs- verhältnis zwischen Professorinnen und Professo- ren einerseits und Studentinnen und Studenten an- dererseits höchstens 1:60 betragen soll, d.h., dass für jeweils 60 Studentinnen und Studenten eine Pro- fessorin oder ein Professor zur Verfügung stehen soll. Das Studienkonzept setzt von Anfang an die Bologna-Deklaration der europäischen Bildungs- minister von 1999 um. Das bedeutet, dass das Rechtsstudium in zwei Stufen gegliedert ist, in eine sechssemestrige Bachelor- und in eine dreisemes- trige Masterstufe. Zu Beginn der Bachelorstufe steht ein Einführungsjahr, welches vor allem der Abklä- rung der Studieneignung dient. Nach dem Master- diplom, das gleichbedeutend mit dem Lizenziat ist, können wissenschaftlich begabte Studentinnen und Studenten eine Dissertation verfassen und das Doktorat erwerben. Mit Anreizen in der Studien- und Prüfungsordnung werden die Studentinnen und Studenten dazu angehalten, ihr Studium zügig zu absolvieren. Hingegen gibt es keinen Ausschluss bei einem gemächlicheren Tempo. Aus dieser Sicht ist sogar ein Teilzeitstudium möglich. Davon proÞ - tieren schon jetzt einzelne Spitzensportler. Zweite Besonderheit Dekanat nach Dean-Modell Herkömmlicherweise stehen Rechtsfakultäten un- ter der Leitung einer Dekanin oder eines Dekans mit ein- oder zweijähriger Amtsdauer. In diesem Kon- zept müssen grundsätzlich alle hauptamtlichen Pro- fessorinnen und Professoren die Dekanatsfunktion im Turnus übernehmen. Die Leitungsfunktion ist we- nig ausgeprägt. Repräsentation nach aussen und Sitzungsleitungen stehen im Vordergrund. Anders das Dekanatsmodell in Luzern. Es ist dem ameri- kanischen Dean-Modell nachgebildet. Die Amts- dauer beträgt für den Gründungsdekan vier Jahre. Und die Dekanin oder der Dekan hat zur Umset- zung der Ordnungen und Reglemente eine Richt- linien- und Weisungskompetenz. Auf diese Weise wird die ProÞ lbildung der Fakultät erleichtert. Es kann eine längerfristige Fakultätspolitik formu- liert und durchgehalten werden. 2.3 SIE IST DA, DIE NEUE RECHTSFAKULTÄT! Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Rechtswissenschaftliche Fakultät 20 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Interdisziplinarität Béatrice Bowald, Assistentin für theologische Ethik/Sozialethik KörperSinnE. Körper im Spannungsfeld von Diskurs und Erfahrung Ein würdiger Auftakt zum Start der neuen Universität Die Uni-Abstimmungsvorbereitungen motivier- ten drei Doktorandinnen, gemeinsam ein Projekt auszuarbeiten, das im Hinblick auf den Start der neuen Universität ein inhaltliches und program- matisches Zeichen setzen sollte. Ein von «Nachwuchs-Frauen» initiiertes Projekt Alexandra Binnenkade (lic. phil., Historikerin, wis- senschaftliche Mitarbeiterin an einem Forschungs- projekt der Universität Basel), Sandra Büchel- Thalmaier (Mag. theol., Assistentin Religionspäda- gogik/Katechetik, Luzern) und Béatrice Bowald (dipl. theol., Assistentin Theologie Ethik/Sozial- ethik, Luzern) wollten einerseits Ergebnisse aus der Frauen- und Geschlechterforschung aufgreifen und dies gleichzeitig unter einer interdisziplinären Per- spektive angehen. Andererseits galt es, eine Ver- anstaltungsform zu Þ nden, die sowohl die Öffent- lichkeit anzusprechen als auch in geeigneter Weise StudentInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen in ihrer Arbeit zu fördern vermochte. Schliesslich entschieden sie sich für eine Vortragsreihe mit Seminarhalbtagen, an denen die Thesen der Vor- träge im Gespräch mit den Referentinnen diskutiert und vertieft werden konnten. So angelegt, passte das Projekt auch zum Modul Mentoring des Chan- cengleichheitsprogramms des Bundes und wurde in diesem Rahmen Þ nanziell unterstützt. Die For- schungskommission der Universität Luzern über- nahm den restlichen Teil der Finanzierung. Prof. Monika Jakobs (Religionspädagogik/Katechetik) beteiligte sich am Projekt und verstand es, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, die Nachwuchs-Frauen aber auch gewähren zu lassen. Mit ihren Inputs setzte sie immer wieder anregende Akzente. Für diese Förderung sei ihr an dieser Stelle herzlich gedankt. Ein aktuelles Thema in der Frauen- und Geschlechterforschung Die Thematik des Körpers, genauer der mensch- lichen Körperlichkeit, steht heute paradigmatisch für die wissenschaftlichen Aporien der Moderne und Postmoderne und ist speziell für die femini- stische Theoriebildung und die Genderforschung zu einem zentralen Thema geworden. Ausgehend von Postmoderne und Konstruktivismus hat sich in den letzten Jahren eine Diskussion um die Kate- gorie «sex» als gleichsam unhinterfragbare Basis einer Geschlechtsidentität entwickelt. Körper und zweigeschlechtliche Leiblichkeit (sex) gelten nicht mehr länger als natürlich, denn bestehende Wert- vorstellungen beeinß ussen Körperwahrnehmun- gen in der Aussen- und Innenperspektive. In den Polemiken um feministische Körperkonzepte ver- unsicherte die poststrukturalistische These, dass auch der Leib diskursiven Praktiken unterworfen sei. Geschlecht lässt sich aus der Perspektive dieser Theorien beliebig inszenieren. Gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen Leiblichkeit unter dem Aspekt der Geschlechtlichkeit scheinbar nicht mehr von Belang ist. Angesichts dieser Debatten stellt sich die Frage, welche Bedeutung dem Kör- per und seiner «Materialität» zukommt, und ob es tatsächlich keine «unvermittelte» Körpererfahrung gibt. Welchen Einß uss hat (geschlechtlich ge- prägte) Leiblichkeit auf unser Denken und Fühlen? Wo und wie wird heute Körperlichkeit inszeniert und Geschlecht aktualisiert? Welche Faktoren strukturieren Körperdiskurse und wie wirken sie sich auf die Wahrnehmung der eigenen Leiblich- keit und die Konstruktion von Identität aus? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Geschlechterforschung und im Speziellen für die heutige sex/gender-Debatte? 21Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Interdisziplinarität 2.4 INTERDISZIPLINARITÄT Ein interdisziplinärer Zugang zur Thematik Die aktuellen Körper- und Geschlechterdiskurse wurden von allen an der Universität Luzern vertre- tenen Fächern her beleuchtet. Für die Lehrveran- staltung konnten renommierte Referentinnen aus der Schweiz, Frankreich, den USA und Deutsch- land gewonnen werden, wodurch nicht nur der Blick über die Grenzen der Fachdisziplinen, son- dern auch der Länder möglich wurde. Den Auftakt machte Dr. Gabrielle Hiltmann (Paris, Philoso- phie) mit dem Thema «Ausgehend vom zweige- schlechtlichen Körper denken Mann und Frau zwischen Natur und Kultur». Ihr folgte Dr. Gesa Lindemann (Frankfurt a.M., Soziologie) mit einem Referat über «Wissende Körper und Wissen über Körper». Wie schleppend solche Erkenntnisse Ein- gang in rechtliche Regelungen Þ nden, themati- sierte lic. iur. Christina Hausammann Achermann (Bern, Jurisprudenz) unter dem programmati- schen Titel «Der steinige Weg zur Integration der Geschlechterfrage in die Menschenrechte». Dass unser heutiger Umgang mit dem Körper seine Wurzeln in der Theologiegeschichte hat, darin aber auch Alternativen Þ nden kann, arbeitete PD Dr. Regina Ammicht Quinn (Frankfurt a.M., Theologie) in ihrem Vortrag «Körperkult und Körperverach- tung aus theologischer Perspektive» heraus. Schliesslich kam bei Prof. Kathleen Canning (Ann Arbor/USA, Geschichte) die politische Dimension des Körpers der Frauen zur Sprache, befasste sie sich doch mit dem «Körper der Staatsbürgerin als theoretisches und historisches Problem». Die Thesen der Referentinnen sowie der umfang- reiche Reader ermöglichten an den Seminar- halbtagen eine Vertiefung des interdisziplinären Zugangs zur Thematik. Durch das Seminar gewann die Reihe eine besondere Kontinuität. Es bot zu- dem die Gelegenheit zu einem intensiven Kontakt mit den internationalen Referentinnen und unter den angehenden WissenschaftlerInnen. Ein interdisziplinärer Zugang mit eigenem metho- dischem Akzent bot sich mit der Woche von Science et Cité an, an der ein passender Frauen- stadtrundgang in Luzern organisiert wurde. An die siebzig Personen folgten den Spuren von «Hautnah. Zur Körpergeschichte von Frauen». Bilanz Die Vorträge stiessen auf reges öffentliches Inter- esse (im Durchschnitt 30-40 Zuhörende). Insbe- sondere die Thematik und die gewählten Perspek- tiven (Geschlecht und Interdisziplinarität) ver- mochten anzusprechen. 11 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Fachgebieten und insgesamt drei Schweizer Universitäten haben am Seminar teilge- nommen. Sie und die Referentinnen fanden die Kombination der beiden Lehrformen äusserst an- regend. Die Veranstaltungsreihe motivierte denn auch zu einer Reihe von wissenschaftlichen Arbei- ten. Der Ertrag der Reihe wird im Spätherbst 2002 in einem Sammelband publiziert. Frauenstadtrundgang im Rahmen der Veranstaltungen von Science et Cité 22 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Neugründungen Kommunikation, Innovation und Knowledge Transfer Das neue Institut für Kommunikation und Kultur Das Institut für Kommunikation und Kultur (IKK) der Universität Luzern ist eine neuartige und inno- vative Forschungs- und Lehreinrichtung der Gei- steswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern mit betonter Praxis- und Öffentlichkeits- orientierung. Das Institut wurde vom Universi- tätsrat am 27. Januar 2001 gegründet und steht unter der Leitung von PD Dr. David J. Krieger und Dr. Andréa Belliger. Ende Jahr beschäftigte es 8 Mitarbeitende. Das Institut widmet sich der Erforschung, Ver- mittlung und Anwendung kommunikativer Kom- petenz in aktuellen Problembereichen der Gesell- schaft. Das Institut soll zu einem Ort lösungsorien- tierter, interdisziplinärer Projekte werden und im «knowledge transfer» zwischen Universität und anderen Bereichen der Gesellschaft eine bedeu- tende Rolle spielen. Die 20 laufenden Projekte werden zu rund 80% durch Drittmittel Þ nanziert. Auf der Basis eigener Grundlagenforschung in Kom- munikationswissenschaft und mit Schwerpunkt Neue Medien will das Institut für Kommunikation und Kultur neuartige und interdisziplinäre Problem- lösungen lancieren. Neben Ressorts für Lehre/ Forschung und Weiterbildung beheimatet das Institut ein Kompetenzzentrum Neue Medien mit Schwerpunkten in Webdidaktik und E-Learning. Unter den wichtigsten Projekten Þ ndet sich der «Virtuelle Campus Luzern», ein umfassendes E- Learning-Portal mit integrierter Lernplattform, an dem alle Bildungseinrichtungen der Region Zent- ralschweiz beteiligt sind, und ein grösseres Projekt im Rahmen des Virtuellen Campus Schweiz zum Thema «Systemtheorie und Systemanalyse für die Geisteswissenschaften» mit Beteiligung der Uni- versitäten Basel, Bern und Zürich sowie der Fach- hochschule Zentralschweiz. Die Tätigkeiten des Kompetenzzentrums Neue Medien des Instituts für Kommunikation und Kultur reichen mit Projek- ten wie dem Kunstforum Innerschweiz und dem Programm «E-Mentoring» (www.mentornet.ch) weit über das E-Learning hinaus. Das Programm E-Mentoring z.B. ist ein über elektronische Kommu- nikation laufendes nationales und internationales Netzwerk von Mentorinnen und Mentees zwecks Förderung von Frauen in akademischen Karrieren. Auch im Bereich universitärer Weiterbildung setzt das Institut für Kommunikation und Kultur Mass- stäbe. Die erfolgreichen Weiterbildungsangebote des IKK haben Pioniercharakter. Der Nachdiplom- studiengang «Interkulturelle Kommunikation» un- ter der Leitung von Dr. Christian Jäggi war der erste seiner Art in der Schweiz und behandelt Themen wie Kultur und Interkulturalität, Grundlagen der Kommunikation, Migration, Weltbilder, kulturelle Identität und interkulturelle Kommunikationsstö- rungen (http://www.nds-ik.ch). Genauso innova- tiv ist der «Nachdiplomkurs E-Learning», der den Teilnehmenden einen Überblick über die didakti- schen und technischen Möglichkeiten des Online- Lernens in drei Modulen vermittelt. Er unterstützt den Kompetenzaufbau in Online-Tutoring, Webdi- daktik, Online Education und E-Learning-Manage- ment. Der NDK wird gemeinsam mit der Hoch- schule für Wirtschaft Luzern durchgeführt. Der Nachdiplomkurs E-Learning wird auch diese eine Neuheit und ganz der Campus-Idee verpß ichtet von der Universität und der Fachhochschule ge- meinsam zertiÞ ziert. Andréa Belliger, Leitung Institut für Kommu- nikation und Kultur 2.5.1 INSTITUT FÜR KOMMUNI- KATION UND KULTUR «Es soll zu einem Ort lösungsorientierter, interdisziplinärer Projekte werden.» 23Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Forschung und Lehre: 6 Streiß ichter Neugründungen Zeitfragen im Zentrum der Forschung Das neue Soziologische Seminar Das Soziologische Seminar der Universität Luzern hat am 1. September 2001 unter der Gründungs- direktion von Prof. Hans-Joachim Hoffmann- Nowotny seine Arbeit aufgenommen. Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny schloss seine Studien als Diplom-Volkswirt an der Universität Köln ab, promovierte 1969 an der Universität Zürich und habilitierte dort 1973. 1974 wurde er zum Extraordi- narius, 1975 zum Ordinarius ernannt. Von 1983-1997 war er Direktor des Soziologischen Instituts der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der internationalen Migration und der Minderheiten und betreffen generell die sozio- kulturellen Determinanten und Konsequenzen der soziodemographischen Entwicklung. Einen zweiten Forschungsschwerpunkt bilden Partnerschaft, Ehe und Familie sowie deren Wandel. Von 1982-1988 war er Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, 1978-1986 Präsident des «Research Committee on Migration» der International Socio- logical Association und von 1982-1986 Mitglied des Vorstandes und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft. Nach einer intensiven Aufbauphase, in welcher organisatorische und administrative Vorarbeiten einen gewichtigen Stellenwert einnahmen, konn- ten den Studierenden am 22. Oktober 2001 die Türen geöffnet werden. Die aktuelle Planung sieht die Besetzung von ins- gesamt zwei Professuren vor. Die erste Professur (Soziologie mit Schwerpunkt Kommunikation) wurde inzwischen besetzt: Am 1. März 2002 wird Prof. Gaetano Romano die Stelle antreten. Gaetano Romano studierte an der Universität Zürich Geschichte, Soziologie und Philosophie, 1989 pro- movierte er mit der Dissertation «Diskontinuität der Moderne». Seit 1996, d.h. seit ihrer Gründung, lehrte er an der Università della Svizzera Italiana in Lugano und war dort massgeblich am Aufbau des Instituts für sozialwissenschaftliche Kommuni- kationsforschung an der Kommunikationswissen- schaftlichen Fakultät beteiligt. Von 1997 bis 1999 gehörte er der Planungskommission der Facoltà di scienze della comunicazione an, welche die Grün- dung der Universität Lugano begleitete. Die For- schungsschwerpunkte von Gaetano Romano liegen in den Bereichen der Kommunikationsmedien, Mas- senmedien und Neuen Medien, der Organisationsfor- schung sowie der Multikulturalität und Migration. Ein erster Schwerpunkt der Lehre und Forschung des Soziologischen Seminars ist mithin mit den Themen der Kommunikation, der Kommunikati- onsmedien, der alten und neuen Kommunikati- onstechnologien und ihrer Bedeutung für die Ent- wicklung der Gesellschaft gegeben. Bereits ab dem Sommersemester 2002, insbesondere aber ab dem Wintersemester 2002/2003 wird das Se- minar ein Lehrprogramm «Gesellschaft und Kom- munikation» anbieten: konzipiert als gesellschafts- wissenschaftliches Studium, mit den besonderen Schwerpunkten Kommunikationsmedien einer- seits, (insbesondere wirtschaftliche und politi- sche) Organisationen andererseits. Das Studium der Soziologie wird als Haupt- und Nebenfachstudium angeboten. Bis zum Sommer- semester 2003 wird Soziologie als Lizenziatsstu- diengang angeboten, das im Hauptstudium in Kombination mit zwei Nebenfächern absolviert werden muss. Ab Herbst 2003 wird das Sozio- logiestudium als Bachelor- und Masterstudium angeboten. Das Team des Soziologischen Seminars setzt sich gegenwärtig zusammen aus Prof. Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, der Sekretärin Franziska Müller- Springer sowie der wissenschaftlichen Assistentin Sandrine Schilling. Ab dem 1. März 2002 werden Prof. Gaetano Romano und die wissenschaftliche Assistentin Alessandra Corti dem Team beitreten. 2.5.2 SOZIOLOGISCHES SEMINAR Prof. Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Gründungsdirektor Sozio- logisches Seminar Studium 26 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Studium Studienabschlüsse Theologische Fakultät An der Theologischen Fakultät konnten für den Zeitraum zwischen Oktober 2000 und Dezember 2001 folgende Abschlüsse verzeichnet werden: Bühlmann Marc Pascal lic. theol. Duff Claudia lic. theol. Fries Lukas lic. theol. Helbling Dominik lic. theol. Kirchschläger Peter Gerhard lic. theol. Küng Markus-Emmanuel lic. theol. Menzinger Michael lic. theol. Nydegger Iris lic. theol. Ritter Daniel lic. theol. Schaufelberger Christine lic. theol. Wermuth Roland lic. theol. Nachdiplomstudium Berufseinführung Baumli Carmen Cattarina ZertiÞ kat Berufseinführung Bitterli Marius ZertiÞ kat Berufseinführung Bozic Jerko ZertiÞ kat Berufseinführung Emmenegger Beatrice ZertiÞ kat Berufseinführung Estermann-Renzler Guido ZertiÞ kat Berufseinführung Gehrig Bernhard ZertiÞ kat Berufseinführung Hasler-Elpers Johanna ZertiÞ kat Berufseinführung Kessler Peter ZertiÞ kat Berufseinführung Müller Mathias ZertiÞ kat Berufseinführung Quattrini Maja ZertiÞ kat Berufseinführung Schwartz-Adam Michèle ZertiÞ kat Berufseinführung Sigrist-Dahinden Ruedy ZertiÞ kat Berufseinführung Steiner Urs ZertiÞ kat Berufseinführung Vonarburg Hanspeter ZertiÞ kat Berufseinführung Wermeille Christophe ZertiÞ kat Berufseinführung Wohland Andrea ZertiÞ kat Berufseinführung Katechetisches Institut Harris-Bisig Claudia Spezialabschluss ohne Diplom Jung Katrine dipl. Katechetin Landolt Franziska dipl. Katechetin Rezzonico Anita dipl. Katechetin Rüthemann Esther dipl. Katechetin Rüttimann Ueli dipl. Katechet Stalder Markus dipl. Katechet Wettstein Christoph dipl. Katechet Zingg Michael dipl. Katechet 27 Studium Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg Bayard-Andenmatten Silvia Theologin DBW Bischof Gabriela Theologin DBW Fischer Gaby Theologin DBW Koch-Meyer Ruth Theologin DBW Wetterich Leonhard Theologe DBW ZengafÞ nen Remo Theologe DBW Geisteswissenschaften An der Geisteswissenschaftlichen Fakultät konnten für den Zeitraum zwischen Oktober 2000 und Dezember 2001 folgende Abschlüsse verzeichnet werden: Breslauer Richard Dr. phil. des. Kaeslin Ursula lic. phil. Spörndli Ursula lic. phil. Schreiber Oliver lic. phil. Lustenberger Beat lic. phil. Nachdiplomstudium Interkulturelle Kommunikation Brenner-Büker Susanne ZertiÞ kat Dällenbach Monique ZertiÞ kat Derungs-Brücker Heidi ZertiÞ kat Eugster Andrea ZertiÞ kat Galli Schmidhauser Barbara ZertiÞ kat Garibovic SeÞ ka ZertiÞ kat Hoffmann Eva-Henrike ZertiÞ kat Karaca Mustafa ZertiÞ kat Kayser Rosmarie ZertiÞ kat Merz Annemarie ZertiÞ kat Moser Jöri Annelis ZertiÞ kat Rauschenbach-Dallmaier Ursa ZertiÞ kat Reynolds Irene ZertiÞ kat Wüest-Schöpfer Heidi ZertiÞ kat 3.1 STUDIUM Erträge der Wiss senschaft 30 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Wissenschaftliche Aufsätze und Beiträge Edmund Arens Widerworte. Gedanken gegen den Zeitgeist, Luzern 2001 Theologie als Wissenschaft. Die Bedeutung des handlungstheoretischen Ansatzes von H. Peukert, in: S. Abeldt/W. Bauer et al. (Hg.), «...was es bedeutet, verletzbarer Mensch zu sein». Erziehungswissen- schaft im Gespräch mit Theologie, Philosophie, Gesellschaftstheorie (FS H. Peukert), Mainz (2000), 13-27 Befreiung, Erlösung, Heil: allein durch Jesus Christus? Religiöser Pluralismus oder eigener christlicher Standpunkt, in: E. Gross/K. König (Hg.), Religiöses Lernen der Kirchen im globalen Dialog. Weltweit akute Herausforderungen und Praxis einer Weggemeinschaft für Eine-Welt-Religionspä- dagogik, Münster (2000), 283-291 Glaube zwischen Pluralisierung und Fundamentalisierung, in: W. Bauer u.a. (Hg.) Rationalitäts- und Glau- bensvariationen (Jahrbuch für Bildungs- und Erziehungsphilosophie 3), Baltmannsweiler (2000), 35-54 Menschenbilder malen. Edmund Arens im Gespräch mit Michael Schmitt, in: M. Schmitt-Hermeskeil, Starke Töne (Kunstkatalog), Frankfurt a.M. (2000), 13-23 Kritik am Uni-Erscheinungsbild. So spottet der Dekan über das neue UniLogo, in: NLZ, 12.12.2000, 27 Elf unerbetene Thesen eines künstlerisch Unbedarften zum neuen Erscheinungsbild der Universität Luzern, in: KIPA Communiqué Welche Zukunft will die Theologie? Zwischen Verreligionswissenschaftlichung und Verbinnen- kirchlichung, in: Bulletin ET 11 (2000), 152-161 Ein Grosser zu Gast in Luzern. Der Theologe J. B. Metz, in: Pfarreiblatt Luzern Nr. 2, vom 16.01.2001, 13 Aufrütteln aus dem Schlaf der Gerechten Johann Baptist Metz, in: NLZ, 19.01.2001, 21 Gottesverständigung, in: Orientierung 65 (2001), 37-38 «Intentio textus» und «intentio auctoris», in: Linterpretazione della Bibbia nella Chiesa. Atti del Simposio promosso dalla Congregazione per la Dottrina della Fede. Roma, settembre 1999, Città del Vaticano (2001), 187-207 Religion als Kommunikation. Religionstheoretische Konzeptionen und religionspädagogische Konse- quenzen, in: T. Schreijäck (Hg.), Christwerden im Kulturwandel. Analysen und Optionen für Religions- pädagogik und Praktische Theologie. Ein Handbuch, Freiburg-Basel-Wien (2001), 142-161 Philosophie und Theologie, in: Schweizerische Kirchenzeitung 169 (2001), 695-698 El lugar de la teología en la esfera pública, en Suiza, in: Razón y Fe, Tomo 244 (2001), 261-273 «Manche Leute meinen, Orientierung käme von selbst». Interview von J. Bossart, in: Katholische Internationale Presseagentur vom 20.12.2001 Inkulturation: II. Systematisch-theologisch, in: H.D. Betz u.a. (Hg.), Religion in Geschichte und Gegen- wart Bd. 4, Tübingen (2001), 145-146 (Rez.) O.F. Summerell (ed.), The Otherness of God, Charlottesville/London 1998, in: Theologische Revue 96 (2000), 219-220 (Rez.) H. Bedford-Strohm, Gemeinschaft aus kommunikativer Freiheit. Sozialer Zusammenhalt in der modernen Gesellschaft. Ein theologischer Beitrag, Gütersloh 1999, in: Theologische Revue 96 (2000), 340-342 (Rez.) P. Ebenbauer, Fundamentaltheologie nach Hansjürgen Verweyen. Darstellung Diskussion Kritik, Innsbruck/Wien 1998, in: Theologische Literaturzeitung 125 (2000), 933-935 (Rez.) E.M. Bounds, Coming Together, Coming Apart. Religion, Community and Modernity, New York/ London 1997, in: Theologische Revue 96 (2000), 419-420 (Rez.) P. Berry/A. Wernick (eds.), Shadow of Spirit. Postmodernism and Religion, London/New York 1993, in: Theologische Revue 96 (2000), 467 31Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE (Rez.) J. D´Arcy May, After Pluralism. Towards an Interreligious Ethic, Münster/Hamburg/London 2000, in: Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft 57 (2001), 218-219 Markus Babo Mythologische Exempla als teleologische Elemente in den Metamorphosen des Apuleius, in: Maia 52 (2000), 485-496 Geschichte als Quelle humaner Möglichkeiten. Zu einem modellethischen Verständnis von Geschichte, in: Societas Ethica: Jahresbericht (2000), 177-189 Ein eigenes Asylkontingent für Kirchen und humanitäre Organisationen?, in: ZAR 21 (2001), 269-272 Ein eigenes Asylkontingent für die Kirchen?, in: StZ 219 (2001), 807-814 Flüchtlingsschutz durch «Kirchenasyl» Gefahr oder Chance für den Rechtsstaat?, in: AWR-Bulletin 39 (2001), 191-204 (Rez.) R. Kollek: Präimplantationsdiagnostik. Embryonenselektion, weibliche Autonomie und Recht (Ethik in den Wissenschaften; Bd. 11), in: Zeitschrift für medizinische Ethik 47 (2001), 208-210 Reinhold Bärenz Die Wahrheit der Fische. Neue Situationen brauchen eine neue Pastoral. Freiburg-Basel-Wien 2000 Martin Baumann Migration, Religion, Integration. Vietnamesische Buddhisten und tamilische Hindus in Deutschland, Marburg 2000 Global Buddhism. Developmental Periods, Regional Histories and a New Analytical Perspective, in: Journal of Global Buddhism 2 (2001), 1-43 Die kleinen Religionsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland ein Überblick, in: Christliches ABC heute und morgen, Bad Homburg 3 (2001), 365-380 Alte Götter in neuer Heimat. Hinduistische Traditionen und Organisationen in Europa, in: Herder Korrespondenz 55, 9, 2001, 460-465 Andréa Belliger Die wiederverheirateten Geschiedenen. Eine ökumenische Studie im Blick auf die römisch-katholische und die griechisch-orthodoxe (Rechts-)Tradition der Unauflöslichkeit der Ehe, Beihefte zum Münsteri- schen Kommentar, Bd. 26, Essen 2000 Ritual als Heilungsweg, in: Medizin, Religiöse Erfahrung und Ethik. Leben Leiden Sterben (Reihe: Interdisziplinärer Dialog Ethik im Gesundheitswesen, Bd. 1), hrsg. Ethik-Forum des Universitäts-Spitals Zürich, (2000) 61-78 Tendenzen der kantonalen Umsetzungen in der Deutschschweiz. Forschungsprojekt und Kompendium «Staatlicher und kirchlicher Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen der deutschschweizer Kantone», in: RU an der öffentlichen Schule, hrsg. v. A. Loretan und H. Kohler-Spiegel, Zürich (2000) Repräsentation und Selbst-Referenz, in: Kolmer, Lothar (Hrsg.), Mahl und Repräsentation. Der Kult ums Essen, Paderborn, (2000) 63-76 Die wiederverheirateten Geschiedenen, in: Intams 7/2 (2001), 194-212 32 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Wirklichkeit und Virtualität zur Zeit von Photoshop 6, in: Basispositionen im fotogr. Feld, Wien (2001) Gerhard Bodendorfer Die Spannung von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in der rabbinischen Auslegung mit Schwerpunkt auf der Psalmeninterpretation, in: R. Scoralick (Hg.), in: Das Drama der Barmherzigkeit Gottes. Studien zur biblischen Gottesrede und ihrer Wirkungsgeschichte in Judentum und Christentum (SBS 183), Stuttgart (2000), 157-192 Die Tora ist nicht im Himmel. Rabbinische Exegese und Hermeneutik, in: P. Michel/H. Weder (Hg.), Sinnvermittlung. Studien zur Geschichte von Exegese und Hermeneutik I, Zürich (2000), 115-140 Menschenrechte und Menschenwürde in der rabbinischen Literatur, in: JBTh 15 (2000), 67-92 Alfred Bodenheimer Bin ich meines Bruders Hüter? Kain und Abel als Modelle einer Dialektik der Brüderlichkeit, in: M. Gillis- Carlebach u. B. Vogel (Hgg.): «Und so zogen sie aus: ein jeder bei seiner Familie und seinem Vaterhaus». Die Vierte Joseph Carlebach-Konferenz. Familie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Hamburg (2000), 197-209 Das Problem des Bösen in der jüdischen Bibelexegese, in: Jahresbulletin der Schweizerischen Gesell- schaft für Judaistische Forschung Nr. 10 (2001), 9-21 Während der ganzen Berichtsperiode erschienen regelmässig (ca. 20 Mal jährlich) Artikel zum Tora- Wochenabschnitt oder zu jüdischen Feiertagen und anderen kulturellen Themen in: tachles. Das jüdi- sche Wochenmagazin Walter Bühlmann Wie Jesus lebte, Palästina vor 2000 Jahren. Wohnen Essen Arbeit Reisen, Luzern 2001 Berufseinführung als Nachdiplomstudium, in: SKZ 168 (2000), 80-82 Schwierige Zugänge zur Bibel, in: SKZ 168 (2000), 631-636 Patrick Dondelinger Gottesdienst zum Begriff, in: Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theo- logie und Religionswissenschaft (4. Auflage), Bd. 3 (2000), 1173 Le discours démonologique, in P.-M. Beaude/J. Fantino (Hrsg.), Le discours religieux, son sérieux, sa parodie, en théologie et en littérature. Actes du colloque international de Metz (1999), Paris, Cerf (2001), 99-121 Préface, in Mihai Fratila, Lintinéraire baptismal de la pureté. Aspects de purifications dans le rituel de baptême de la tradition byzantine, Cluj-Napoca, Viata Crestina (2001), 9-10 Rafael Ferber Herausgeber mit J. Barnes, Genf, und L. Rossetti, Perugia: M. Marcovic, Heraclitus, Greek text with a short commentary, International Preplatonic Studies, volume 2, Reprint of the 1967 edition, with new addenda, corrigenda and selected bibliography, St. Augustin 2001 33Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Zenos metrical paradox of extension and Descartes Mind-Body-Problem in: Méthexis. Revista interna- cional de filosofia antigua/International Journal for ancient philosophy, 13 (2000), 139-151 «The occurence of an essence: Dies aber ist die Ousia». Einige Bemerkungen zur aristotelischen Metaphysik, Z17, 1041b4-9 in: Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, 26 (2001), 61-75 Christoph Gellner Weisheit, Kunst und Lebenskunst: Hermann Hesse und Bertolt Brecht. In: D. Mieth (Hrsg.), Erzählen und Moral. Narrativität im Spannungsfeld von Ethik und Ästhetik, Tübingen (2000), 259-281 Ästhetik als Wahrnehmungs- und Lebenskunst. Neuerscheinungen zur ethisch-religiösen Relevanz der ästhetischen Erfahrung, in: Orientierung 64 (2000), 240-242 «was allen menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist». Hesse und die Weltreligionen, in: Religion an höheren Schulen 43 (2000), 355-362 Geheiligt werde dein zugefrorener Name. Moderne Psalmgedichte spirituell gelesen, in: Bibel und Kirche 1 (2001), 46-51 Nur seinen Schrei nehmen wir ihm noch ab Poesie und Spiritualität unter dem Kreuz, in: Schweizeri- sche Kirchenzeitung 169 (2001), 205-208 Die Antwort der Literatur ist: Keine Antwort. Theologie im Gespräch mit Günter Kunert, in: Orientierung 65 (2001), 79-84 Ich stehe ein für das unverlässliche Leben. Zum 100. Geburtstag von Rose Ausländer, in: Orientierung 65 (2001), 99-104 Grenzüberschreitungen zwischen Orient und Okzident. Literatur, Multikulturalität und Religionsdialog, in: B. Frischmuth. Fremdgänge Ein illustrierter Streifzug durch einen literarischen Kosmos, hrsg. v. D. Bartens u. I. Spök, Salzburg/Wien/Frankfurt (2001), 211-239 Religiöse Sprachlehrer, in: Schweizerische Kirchenzeitung 169 (2001), 639-640 «Literatur und Weltreligionen» Östlich-Westliches bei Hesse, Brecht, Grass und Muschg, in: Religion Literatur Künste III. Perspektiven einer Begegnung am Beginn eines neuen Millenniums, hrsg. v. P. Schuggnall, Salzburg (2001), 344-356 Modulare Aus- und Weiterbildung, in: Schweizerische Kirchenzeitung 169 (2001), 37 Karen Gloy Das Analogiedenken. Vorstösse in ein neues Gebiet der Rationalitätstheorie, hrsg. K. Gloy/M. Bachmann, Freiburg i. Br., München (2000), 370, darin: Das Analogiedenken der Renaissance. Seine Herkunft und seine Strukturen, 215-255; Das Analogiedenken unter besonderer Berücksichtigung der Psychoanalyse Freuds, 256-297; Versuch einer Logik des Analogiedenkens, 298-323 Bewusstseinstheorien. Zur Problematik und Problemgeschichte des Bewusstseins und Selbstbewusst- seins, Freiburg i. Br., München 2. Auflage (2000), 360 Differenz, in: Philosophisches Jahrbuch, Jg. 107 (2000), Nr. 1, 206-218 Zeitempfinden, in: UBS, Campus focus. Marketing, Jugend und Studenten, Mai (2000), 3 (dt., franz., ital.) Hen kai pan Unity as the Central Theme, in: Diotima. Revue de recherche philosophique, Athen, Bd. 28 (2000), 9-18 Holistisch-ökologisches Weltbild versus mechanistisches Weltbild, ins Russische übersetzt von Prof. P. Gaidenko, in: Die Rationalität am Kreuzweg. Moskau (1999), 443-461 An Aesthetic View of the Original and the Copy, in: Annales desthétique. Annals for Aestetics, Bd. 39/40 (1999/2000), 103-124 Erträge der Wissenschaft 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE 34 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Fichtes Dialektiktypen, in: Fichte-Studien, Bd. 17 (2000), 103-124 Platons Timaios und die Gegenwart, in: Le Timée de Platon. Contribution à lhistoire de sa réception/ Platons Timaios. Beiträge zu seiner Rezeptionsgeschichte, hrsg. von A. Neschke-Hentschke, Louvain, Paris (2000), 317-332 Philosophie als System?, in: System der Philosophie? Festschrift für H.-D. Klein, Frankfurt a.M., Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien (2000), 37-49 Vernunft und das Andere der Vernunft, Freiburg, München (2001), 351 Der Begriff der Einheit. Das gemeinsame Thema westlicher und östlicher Philosophie, koreanische Übersetzung, in: Hegel-Studien. Hegel und der Geist der Neuzeit. Bd. 9, Seoul (2001), 97-117 Philosophy as an answer to our global problems?, in: The 8th International Symposium on Christian Culture and Theology über das Thema «The Culture of the 21st Century and Evangelical Faith», Soong Sul University Seoul/Südkorea (2001), 112-124 Rezension zu Rudolf zur Lippe: Sinnenbewusstsein. Grundlegung einer anthropologischen Ästhetik, 2 Bd., Hohengehren 2000, in: Philosophischer Literaturanzeiger, Bd. 54, Heft 3 (2001), 250-254 Hans Halter Herausgeberschaft eines Bandes mit den Vorträgen der Veranstaltungsreihe Ketzer und Sekten in Kirche, Gesellschaft und Staat einst und heute. (März/April 2001) im Verlag der NLZ, darin mein Beitrag: Toleranz: Kerngehalt, Begründung, Forderungen, Grenzen «Überlegungen eines Sozialethikers» in: Hoffmann-Nowotny, Hans-Joachim (Hg.), Das Fremde in der Schweiz. Ergebnisse soziologischer Forschung, Seismo Zürich (2001), 266-272 Medizinische Ethik: Ist Xenotransplantation ein verantwortbares Projekt? in: Le practicien, le coeur et les poumons. Congrès médical Ärztekongress QUADIRMED 25-28 janvier 2001, Abstracts, Crans-Montana (2001), 7-9 Haben alte Menschen noch einen Platz im Gesundheitswesen? in: Fachzeitschrift Heim 72 (2001), 441-444 «Solidarität Aus ethischer Sicht» in: Gemeinschaft zur Unterstützung der Stiftung solidarische Schweiz (Hg.), Solidarität auf dem Prüfstand. Die Referate vom 12. Mai 2001 (Separatdruck der SKZ 169 [2001] Nr. 39, 533-539; Nr. 44, 616-620; Nr. 46, 646-653), Zürich (2001), 3-13 Die Würde des Tieres. Eine gemeinsame Stellungnahme der Eidg. Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich (EKAH) und der Eidg. Kommission für Tierversuche (EKTV) zur Konkretisie- rung der Würde der Kreatur beim Tier, BUWAL Bern 2001 Patente auf Tiere und Pflanzen. Ein Diskussionsbeitrag. Eidgenössische Ethikkommission für die Gen- technik im ausserhumanen Bereich, BUWAL Bern 2001 Sakral profan: Gibts das noch? in: Festschrift der Fak. II der Musikhochschule Luzern (Rez.) J. Ach/M. Anderheiden/M. Quante, «Ethik der Organtransplantation», Erlangen 2000, in: Zeitschrift ETHICA Innsbruck (Rez.) E. Dahl, «Xenotransplantation. Tiere als Organspender für Menschen?» Stuttgart 2000, in: Zeitschrift ETHICA Innsbruck (Rez.) R. Geisen/B. H. Mühlbauer (Hgg.), «Qualitätsmanagement im Krankenhaus», LIT Münster u.a. 2001; A. Gebert, «Qualitätsbeurteilung und Evaluation der Qualitätssicherung in Pflegeheimen», Bern u.a. 2001, in: Zeitschrift ETHICA Innsbruck Welche zentralen Werte müssen im Gesundheitswesen zum Tragen kommen? (Internet: http://www.unilu.ch/tf/6748.htm) Erträge der Wissenschaft 35Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny Das Fremde in der Schweiz. Ergebnisse soziologischer Forschung. Zürich (2001) Internationale Migration und das Fremde in der Schweiz, in: H.-J. Hoffmann-Nowotny (Hrsg.): Das Fremde in der Schweiz. Ergebnisse soziologischer Forschung. Zürich (2001), 11-30 Internationale Migration und das Fremde in der Schweiz, in: Edda Currle/Tanja Wunderlich (Hrsg.): Deutschland ein Einwanderungsland? Eine alte Frage neu gestellt. Festschrift für Friedrich Heckmann, europäisches Forum für Migrationsstudien, Bamberg (2001), 451-470 Mit Oliver Hämmig und Jörg Stolz: «Disintegration, anomie and adaptional patterns of second-genera- tion immigrants in Switzerland» in: Demographic and Cultural Specificity and Integration of Migrants. 1st Workshop organised by the Federal Institute for Population Research in cooperation with the Network for Integrated European Population Studies (NIEPS), 10-11 November 2000, Bingen, Germany. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung beim Statistischen Bundesamt (BiB), Wiesbaden, Heft 103, 179-188 Kulturförderung als Wirtschaftsförderung? in: das Kulturmagazin, Luzerner Monatszeitschrift Nr. 10 (2001), Luzern, 24 «Die Welt wandelt sich und mit ihr wandeln sich Lebensstile und Lebensformen» Editorial in: Forum. Magazin für mehr Lebensqualität, Zürich (2001), 2 Monika Jakobs Auferstehung ermutigt, aufzustehen, in: Neue Luzerner Zeitung 21.04.2000, 1 Wider den religiösen Analphabetismus, in: Neue Luzerner Zeitung 24.11.2000, 2 (Int.) Glaubensangelegenheiten sind heute tabu, in: Liechtensteiner Volksblatt 26. Januar 2001, 32 (Int.) Religions-Unterricht auf neuen Wegen, in: Aufbruch Zeitung für Religion und Gesellschaft (2001), 4 (Int.) Kindliche und jugendliche Lebenswelt(en) im Religionsunterricht. Anpassung an den Zeitgeist oder Erschaffung von Gegenwelten? in: T. Schreijäck (Hg.), Christwerden im Kulturwandel. Ein Handbuch. Freiburg/Br. (2001), 492-506 (Rez.) H. Kohler-Spiegel/A. Loretan (Hg.), «Religionsunterricht an der öffentlichen Schule», Zürich 2000, in: KatBl 126 (2001), 467 Walter Kirchschläger Hat Gott seinen Sohn in den Tod gegeben? Zum biblischen Verständnis von Erlösung: Erlöst durch Jesus Christus. Hrsg. v. E. Christen und W. Kirchschläger. (ThB 23), Fribourg (2000), 29-70 Heil und Heilung aus theologischer Sicht, in: Praxis 89 (2000), 351-354 Berufen zur Gemeinschaft mit Jesus Christus. Zum Verständnis von (Orts-)Kirche nach 1 Kor 1,4-9: Kirche der Hoffnung. Fs. K. Koch. Hrsg. v. R. Liggenstorfer/B. Muth-Oelschner, Fribourg (2000), 262-269 Johannes XXIII. und das Konzil, in: SKZ 168 (2000), 728-732 Ruf Gottes Antwort des Menschen. Zur biblisch-ekklesiologischen Grundlegung von Berufung: Eine Tür verändert die Welt. Arbeitsmappe. Hrsg. der Arbeitsstelle Kirchliche f. Berufe, Zürich (2000), Abschnitt 2 Mit der Bibel in das dritte Jahrtausend. Warum die Bibel auch heute noch aktuell ist: Jahrbuch für die Erzdiözese Wien 2001. Hrsg. vom Pastoralamt der Erzdiözese Wien, Wien 2000, 53-55 (Jahrbuch der Diözese Gurk 20. Hrsg. v. Bischöflichen Gurker Ordinariat, Klagenfurt (1997), 35-38) Fragen an die Evangelisten, in: Evangelium heute 37 (2000) 5.21.85.117.133.149 Gott spricht ins Heute. Die Aktualität biblischer Gemeindehoffnungen: Gemeinden der Zukunft Erträge der Wissenschaft 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE 36 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Zukunft der Gemeinden. Hrsg. v. W. Krieger/B. Sieberer, Würzburg (2001), 106-129 Volk Gottes unterwegs. Zur Weg-Dimension von Kirche: ThpQ 149 (2001), 17-25 Hoffnung für die Kirche! Eine biblische Skizze in die Zukunft: Diakonia 32 (2001), 55-61 Besessenheit in der Bibel. Biblische Bilder von Besessenheit: Besessenheit und Hysterie. Hrsg. G. Wahl/ W. Schmidt. (Wissenschaftl. Beiträge zur Geschichte der Seelenheilkunde 4), Reichenbach (2001), 41-55 Art. Ruckstuhl, Eugen: LThK3 11, Freiburg (2001), 229 Priesterkaste Sonderklasse? Kirchliche Dienste als Testfall für Kirche: Wir sind Kirche 32 (2001) 5-9; 33 (2001) 8-10 Kirche der Zukunft ein Profil, Kirche intern 15 (2001) Nr. 11, 44-46; Nr. 12, 46-47 Verstehst Du, was Du liest? (Apg 8,30). Angeleitetes Bibellesen als Herausforderung für Kirche und Theologie: Theologie aktuell 17 (2001), 2-7,18-23 Johannes XXIII und das Konzil, Miteinander 73/5-6 (2001) 4-5; 73/7-8 (2001) 4-5 (Nachdruck aus SKZ 168 [2000], 728-732) (Rez.) Positive Provokation, zu K. Wengst, das Johannesevangelium 1. (ThKNT 4,1), Stuttgart 2000, in: Reformierte Presse Nr. 31/32, 3. August 2001, 11; SKZ 169 (2001), 462 Fragen an die Evangelisten, in: Evangelium heute 38 (2001), 5.21.37.53.69.85.101.117.133.149 Gott spricht ins Heute. Österreichische Pastoraltagung 2000. Kassette, AV Medienstelle, Wien 2000 Der dreieine Gott. Biblische Spurensuche und Annäherung/Relationale Fülle. Das Gottesbild der johanneischen Schriften: Priesterstudientagung St. Pölten 21. Februar 2000; 2 Tonbandkassetten, AV Medienstelle, St. Pölten 2000 David Krieger Ritual als Heilungsweg, in: Medizin, religiöse Erfahrung und Ethik. Leben, Leiden, Sterben. Hrsg. von Ethik-Forum des Universitäts-Spitals Zürich (2000) Repräsentation und Selbst-Referenz oder Man ist, was man is(s)t, in: Mahl und Repräsentation. Der Kult ums Essen. Hrsg. von Lothar Kolmer und Christian Rohr. Schöningh: Paderborn (2000) Wirklichkeit und Virtualität zur Zeit von Photoshop 6, in: Basispositionen im fotografischen Feld, Wien (2001) Online Forum «Mythos u. Ritual. Die Wiederverzauberung der Welt», in: www.online-education.ch/forum Online Course «Systems Theory», in: www.online-education.ch/course (2000) Alessandro Lazzari Eine Fessel, die nicht schmerzt und nicht sehr hindert (§20). Fichtes Begründung des Strafrechts nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre, in: Merle, Jean-Christophe (Hg.): Johann Gottlieb Fichte. Grundlage des Naturrechts, Berlin (2001), 173-186 K. L. Reinholds Bearbeitung der Freiheitsthematik zwischen 1789 und 1792, in: Bondeli, M. (Hg.): Die Philosophie K. L. Reinholds, Amsterdam (2001) (Rez.) A. Winter: Der andere Kant, Hildesheim/New York 1999, erscheint in: Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie (Rez.) A. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System, Stuttgart: Frommann 1999; F. Fabbianelli: Antropo- logia trascendentale e visione morale del mondo, Milano: Guerini 2000; K. Ameriks: Kant and the Fate of Autonomy, Cambridge UP 2000, erscheint in: Philosophisches Jahrbuch 37Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE Verena Lenzen Schalom Ben-Chorin, «Jugend an der Isar», hg. mit einer Einleitung von Verena Lenzen, Gütersloh 2001 Wesen der Erinnerung und jüdische Gedächtniskultur, in: Lebendiges Zeugnis, Jg. 56, Heft 4 (2001), 254-264 Adrian Loretan Helga Kohler-Spiegel und Adrian Loretan (Hrsg.), Religionsunterricht an der öffentlichen Schule. Orien- tierungen und Entscheidungshilfen zum Religionsunterricht, Zürich 2000 F. Hafner, A. Loretan, A. Schwank, Gesamtschweizerische Rahmenbedingungen des Religionsunter- richts, in: H. Kohler-Spiegel und A. Loretan (Hrsg.), Religionsunterricht an der öffentlichen Schule. Orientierungen und Entscheidungshilfen zum Religionsunterricht, Zürich (2000), 55-81 Pfarrei und Kirchgemeinde ein ungleiches Paar. Zum Staatskirchenrecht in der Schweiz, in: R. Liggens- torfer und B. Muth-Oelschner (Hg.), (K) Ein Koch-Buch. Anleitungen und Rezepte für eine Kirche der Hoffnung (Festschrift zum 50. Geburtstag von Bischof Dr. K. Koch), Freiburg (Kanisius) (2000), 623-637 Verheiratete Personen in kirchlichen Ämtern, in: INTAMS review 6 (2000) 82-97 Plädoyer für eine Zukunft des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen, in: H. Kohler-Spiegel und A. Loretan (Hrsg.), Religionsunterricht an der öffentlichen Schule. Orientierungen und Entscheidungshilfen zum Religionsunterricht, Zürich (2000), 247-259 Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten in der Schweiz Ein ortskirchliches Amt, in: H. Hoping und H. J. Münk (Hrsg.), Dienst im Namen Jesu Christi. Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie, Freiburg Schweiz 2001 (Theologische Berichte, Band 24), 65-98 Abgrenzungsfragen zwischen geweihten und beauftragten Ämtern, in: H. Hoping und H. J. Münk (Hrsg.), Dienst im Namen Jesu Christi. Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie, Freiburg Schweiz 2001 (Theologische Berichte, Band 24), 145-167 Engagement aus ethischer Verantwortung, in perspektiven (Zeitschrift für Studien- und Berufspraxis), 24 (2001) Nr. 4, 58-62 Guy P. Marchal Les mémoires collectives de la Suisse, in: Barrelet, Jean-Marc, Henry, Philippe (Hg.), Neuchâtel, la Suisse, lEurope. Actes du colloque international de Neuchâtel-La Chaux-de-Fonds, 26-28 février 1998, Fribourg (2000), 255-276 Bildersturm schon 60 Jahre vor der Reformation «Got gruess dich frow metz, wes stest du da?», in: Bildersturm. Wahnsinn oder Gottes Wille? Katalog, Zürich (2000), 108-109 De la mémoire communicative à la mémoire culturelle. Le passé dans les témoignages dArezzo et de Sienne (1177-1180), in: Annales 3 (2001), 563-589 Fehltritt und Ritual. Die Königskrönung Friedrichs III. und Herrscherbegegnungen in Frankreich: Eine Recherche, in: Peter von Moos (Hg.), Der Fehltritt. Vergehen und Versehen in der Vormoderne (Struktur und Geschichte 15), Köln (2001), 109-138 Das Geschichtsbild vom Bauernvolk und der Mythos vom Tell: Alteritätsbehauptung und Auskristalli- sierung eines Identifikationskerns, in: Hans-Joachim Gehrke (Hg.), Geschichtsbilder und Gründungsmy- then (Identitäten und Alteritäten 7), Würzburg (2001), 119-144 Aram Mattioli Katholischer Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Ursachen und Traditionen im internationalen Vergleich, Zürich 2000 (Hg. O. Blaschke) 38 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Jacob Burckhardt und die Grenzen der Humanität, Wien, Linz 2001 (Bibliothek der Provinz) Vergangenheitsbewältigung auf römisch-katholisch, in: ZeitSchrift für Kultur, Politik, Kirche Reformatio 49 (2000), 277-284 Durch göttliche Güte erwürgt, in: Die Zeit, 11. April 2001, 72 «Gott erhalte unser freies Vaterland!» die Emanzipationspetition der Surbtaler Landjuden vom 7. Mai 1848, in: tachles. Das jüdische Wochenmagazin, 6. September 2001 Gabriele Schneider, Mussolini in Afrika. Die faschistische Rassenpolitik in den italienischen Kolonien 1936-1941, Köln 2000, in: SZG 51 (2001), 562-565 Carlo Moos, Ja zum Völkerbund Nein zur UNO. Die Volksabstimmungen von 1920 und 1986 in der Schweiz, Zürich 2001, in: SZG 51 (2001), 385-386 Die zwei Modernen im Geschichtsdenken von J. Burckhardt, in: Internationale Zeitschrift für Philosophie (2001), Heft 2, 199-206 Ein konservativer Aufklärer, in: Tages-Anzeiger, 12.12.2001, 61, Thema: J. R. Salis und die Schweiz Eine veritable Hölle, in: Die Zeit, 13.12.2001, S. 92, Thema: Die italienischen Kriegs- und Besatzungsver- brechen in Äthiopien 1935-1941 Ivo Meyer Der Grenzbereich Sprache-Musik in der biblischen Theologie. Erscheint im Kongressband zum Sympo- sium «Musik-Religion-Kirche» Ende 2001 Die Geschichte Gottes mit Israel im Alten Testament. Neufassung des Lehrbriefs 11.04.01 für Theologie im Fernkurs. Würzburg 2001 Wolfgang Müller Simone Weil: Das Wagnis eines Lebens, Freiburg i.Ue. 2001 Une relecture théologique de l´expérience mystique chez Simone Weil, in: Cahiers Simone Weil, t. XXIII, No. 1 (2000), 36-50 Das Fest als anthropologische Grösse liturgischen Handelns, in: Liggenstorfer, R./Muth-Oelschner (Hg.), (K) Ein Koch-Buch. Anleitungen und Rezepte für eine Kirche der Hoffnung. FS K. Koch, Freiburg i.Ue. (2000), 252-257 Das kirchliche Amt in katholischer Sicht, in: Kirchenblatt/Solothurn, 32 (2000) 4f (Heft 17, Aug. 2000) Was die Gemeinde zur Gemeinde macht, in: SKZ 169 (2001), 61-68 Musik und Theologie, in: SKZ 169(2001), 223/226 Dieser Brauch kann beibehalten werden Theologische Bemerkungen zur Gemeinde als Trägerin der Liturgie, in: H. Hoping/H.-J. Münk (Hg.), Dienst im Namen Jesu Christi. Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie, Freiburg i.Ue. (2001), 169-185 Simone Weil et la question de lhistoire du salut, in: Cahiers Simone Weil, t. XXIV, No.2, 89-102 Skript Liturgiewissenschaft und Sakramentenlehre, Theologie für Laien, Zürich 2001 (Rez.) B. Casper, Das Ereignis des Betens. Grundlinien des religiösen Geschehens, in: ThR 96 (2000), 160f (Rez.) Th. Zeilinger, Zwischen-Räume. Theologie der Mächten und Gewalten, Stuttgart 1999, in: Ref. Presse Nr. 47, 24.11.2000, 11; SKZ 168 (2000), 733 (Rez.) St. Orth, Das verwundete Cogito und die Offenbarung. Von P. Ricoeur und Jean Narbert zu einem Modell fundamentaler Theologie, in: MThZ 51 (2001), 186f Erträge der Wissenschaft 39Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Hans J. Münk (Hrsg. mit H. Hoping): Dienst im Namen Jesu Christi. Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie. Freiburg/Schweiz 2001 (Theologische Berichte, Bd. 24) Sustainable Development is a Task of the State. Ethical Aspects of Political-Legal Realisation, in: Studia Moralia Jg. 38/1 (2000), 217-228 Nachhaltige Entwicklung im Schatten der Globalisierung, in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissen- schaften 41 (2000), 105-129 Ist der Ethik-Experte (auch) ein Zeuge?, in: Roger Liggenstorfer/Brigitte Muth Oelschner (Hrsg.): (K) Ein Koch-Buch. Anleitungen und Rezepte für eine Kirche der Hoffnung. FS zum 50. Geburtstag von Bischof Dr. Kurt Koch, Freiburg/Schweiz (2000), 258-261 Das Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung in einer globalisierten Wirtschaft, in: Internationale Katholi- sche Zeitschrift COMMUNIO, 29 (2000), 222-233 Die Biodiversitätsproblematik als Prüfstein für Naturbewertungsverfahren, in: ETHICA 8 (2000), 241-266 Christliche Sozialethik vor den Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung in einer globalisier- ten Welt, in: T. Schreijäck (Hrsg.): Christwerden im Kulturwandel. Analysen, Themen und Optionen für Religionspädagogik und Praktische Theologie, Freiburg u.a. (2001), 226-247 Starke oder schwache Nachhaltigkeit?, in: H. Diefenbacher/H.J. Döring/M. Vogt (bearb.): Nachhaltigkeit als ethische Herausforderung. Eine ökumenische Lesemappe. Benediktbeuern (2001), 42-50 Schöpfungsauftrag, in: Lexikon für Theologie und Kirche, dritte, neu bearb. Aufl., Bd. 9 (2000), 239-240 Schreiber, Georg, in: Lexikon für Theologie und Kirche, dritte, völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9 (2000), 249 Technik II: Theologisch-ethisch, in: Lexikon für Theologie und Kirche, dritte, völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9 (2000), 1310-1311 Wanker, Ferdinand Geminian, in: Lexikon für Theologie und Kirche, dritte völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10 (2001), 975-976 Wald, in: Lexikon für Theologie und Kirche, dritte völlig neu bearb. Aufl., Bd. 10 (2001), 949-950 Wir haben etwas zu sagen zu den Schicksalsfragen der Menschheit, in: Pfarreiblatt St. Leodegar/Luzern, Nr. 16, 16.-30. Sept., 199, 15 Neun Leitsätze zum Schwangerschaftsabbruch. (Veröffentlichungen der Theologischen Kommission der Schweizer Bischofskonferenz, H. 1) 2001 (Rez.) J. Wiemeyer: Europäische Union und weltwirtschaftliche Gerechtigkeit. Die Perspektive der Christlichen Sozialethik (Schriften des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften/Münster, Bd. 39), Münster 1998, in: ETHICA 8 (2000), 98-101 (Rez.) B. Mensen(Hrsg.): Globalisierung, Nettetal 1998, in: Neue Zeitschrift für Missionswissenschaft 56 (2000), 155-156 (Rez.) K. Demmer: Fundamentale Theologie des Ethischen, Freiburg/Schweiz u.a. 1999 (Studien z. Theol. Ethik, Bd. 82) in: ETHICA 8 (2000), 210-215 Markus Ries Die Kirchenfinanzierung in der Schweiz, in: E. Gatz (Hrg.), Die Kirchenfinanzen (Geschichte des kirchli- chen Lebens VI), Freiburg u.a. (2000), 358-372 Katholische Einheitshoffnung und Entkonfessionalisierung, in: H. Hoping, J. H. Tück (Hrg.), Konfessio- nelle Identität und Kirchengemeinschaft (Studien zur system. Theologie/Ethik 25), Münster (2000), 53-69 A. Tschudi, J. Vadian, V. Wirren, P. Viret, G.A. Volpe; Zurzach, in: LThK3 Bd. 10 (2001) Bischöfe von Basel und Lausanne, in: E. Gatz (Hrsg.), Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon, Berlin (2001), 59-67, 323-331 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE Erträge der Wissenschaft 40 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Enno Rudolph Die Prägnanz der Religion in der Kultur, Religion und Aufklärung, (D. Korsch), Bd. 7, Tübingen 2000 A Soul for Europe. On the Political an Cultural Identity of the Europeans, (F. Cerutti), 2 Bd., Leuven 2001 Internationale Zeitschrift für Philosophie (IZPh), hrsg. von Andreas Graeser, Dominic Kaegi, André Laks, Enno Rudolph, Stuttgart, seit 1992 C. F. von Weizsäcker, Aufbau der Physik, in: Franco Volpi (Hg.), Dizionario delle opere filosofiche, Mailand (2000), 1115-1116 Teofrasto, Ta meta ta physika, in: F. Volpi (Hg.), Dizionario delle opere filosofiche, Mailand (2000), 1052 Religion als Aufklärung zwischen Cusanus und Schleiermacher, in: Henri A. Krop/Arie L. Mordendijk/ Hent de Vries (Hg.), Post-Theism: Reframing The Judeo-Christian Tradition, Leuven (2000), 65-80 Die sprachliche Kohärenz des symbolischen Universums. Der Weg zur ungeschriebenen Religionsphilo- sophie Ernst Cassirers, in: Dietrich Korsch/Enno Rudolph (Hg.), Die Prägnanz der Religion in der Kultur, Religion und Aufklärung, (Hg.), Bd. 7, Tübingen (2000), 76-90 Auf der Höhe der Zeit: Wieviel Tradition braucht die Moderne?, in: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 204, 2./3.9.2000, 82 Der neue Timaios nach Calcidius, in: Ada Neschke-Hentschke (Hg.), Le Timée de Platon. Contributions à lhistoire de sa Réception/Platos Timaios. Beiträge zu seiner Rezeptionsgeschichte, Bibliothèque Philosophique de Louvain, 53, Leuven/Paris 2000 Theophrast. Destruktion der Metaphysik?, in: A. Graeser/M. Erler (Hg.), Philosophen des Altertums, Darmstadt 2000 Der Blick, unter dem, was ist, in Bild sich verwandelt. Zur Tragik des Kunstwerks bei T. W. Adorno, in: Divinatio, Vol. 12, Sofia 2000 La crise du platonisme dans la philosophie de la Renaissance. Une nouvelle interprétation du «Timée et de la République», in: F. Mariani Zini (éd.), Penser entre les lignes. Philologie et Philosophie, Paris 2001 MacIntyres Kantkritik. «Zur Verteidigung des Kategorischen Imperativs» in: H.-U. Baumgarten/C. Held (Hg.), Systematische Ethik mit Kant, Freiburg i.Br./München (2001), 286-297 Politische Apokalyptik apokalyptische Politik, in: H. Holzhey/G. Kohler (Hg.), In Erwartung eines Endes. Apokalyptik und Geschichte, (Theophil, Bd. 7), Zürich (2001), 113-128 Fridolin Wechsler Ich habe nicht gegen das Licht gesündigt. Zum 200. Geburtstag von John Henry Newman, in: Schweize- rische Kirchenzeitung 169 (2001), 98f Hartmut Westermann Konzeption und Redaktion (gemeinsam mit G. Löhrer und Ch. Strub): Potentialität und Possibilität. Modalaussagen in der Geschichte der Metaphysik, hrsg. von T. Buchheim, C. H. Kneepkens und K. Lorenz, Stuttgart Bad Cannstatt: frommann-holzboog 2001 «Hippias», «Prodikos», «Protagoras», «Sokrates», in: K. Brodersen/B. Zimmermann (Hg.), Metzler Lexi- kon der Antike, Stuttgart Weimar: Metzler (2000), 244 f., 492, 496, 554-556 Unterschied, spezifischer, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. XI, Basel: Schwabe & Co. (2001), 313-325 Wachstum; wachsen I, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. XII, Basel Erträge der Wissenschaft 41Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Bernhard Willi Neue Situationen brauchen eine neue Pastoral, in: «Die Wahrheit der Fische», Reinhold Bärenz, Freiburg Basel Wien 2000 Simon Xalter Wolfgang Musculus und die Reformation in Donauwörth, in: Jahrbuch für Augsburger Bistumsge- schichte 35 (2001), 58-92 Markus Zimmermann-Acklin Perspektiven der biomedizinischen Ethik. Eine Standortbestimmung aus theologisch-ethischer Sicht, SGBE/SSEB: Genf 2000 (Folia bioethica 26) Der Schrecken nutzt sich ab Zur Wechselwirkung von Geschichte und Ethik in der gegenwärtigen Euthanasiediskussion, in: Andreas Frewer/Clemens Eickhoff (Hrsg.), «Euthanasie» und die aktuelle Ster- behilfedebatte. Die historischen Hintergründe medizinischer Ethik, Frankfurt a.M./New York (2000), 448-470 Zur Sterbehilfediskussion in der theologischen Ethik, in: Ethik in der Medizin 12 (2000), 2-15 Töten oder Sterbenlassen? Auseinandersetzung mit grundlegenden ethischen Denkfigurenethischen Denkfiguren der gegenwärtigengegenwärtigen Euthanasiediskussion, in: Matthias Mettner (Hrsg.), Wie menschenwürdigmenschenwürdig sterben? Zur Debatte um die Sterbehilfe und zur Praxis der Sterbe- begleitung, Zürich (2000), 51-69 Bioethik, Recht und Politik. 5. Weltkongress der «International Association of Bioethics» (IAB) 21.-24.9.2000, London, in: Ethik in der Medizin 13 (2001), 134-139 DNA-Chips und genetische Screenings Segen und Fluch der prädiktiven Medizin, in: Universitas Friburgensis, Oktober (2001), 12-14 Book-Review: Heinrich Ganthaler/Otto Neumaier (Hrsg.), Anfang und Ende des Lebens. Beiträge zur medizinischen Ethik, St. Augustin (1997), 246, in: Ethical Theory and Moral Practice 4 (2001), 311-313 (Rez.) Alberto Bondolfi, «Ethisch denken und moralisch handeln in der Medizin». Anstösse zur Verstän- digung, Zürich (2000), 236, in: reformierte presse, Nr. 38, 21.9.2001, 11 (Rez.) Alfred J. Schauer/Hans-Ludwig Schreiber/Zdzislaw Ryn/Janusz Andres (Hrsg.), Ethics in Medi- cine, Göttingen (2001), 583, in: Zeitschrift für medizinische Ethik 47 (2001), 328-331 Edith Zingg Menschen begegnen Jesus Jesus begegnet Menschen, in: Zeitschrift für Religionsunterricht und Lebenskunde (RL) 3/2001, 1-4 Anmerkung: Die Publikationen der Angehörigen der rechtswissenschaftlichen Fakultät werden ab dem Jahresbericht 2002 aufgeführt. Erträge der Wissenschaft 4.1 WISSENSCHAFTLICHE AUFSÄTZE UND BEITRÄGE 42 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Monografien und Sammelbände Edmund Arens, Widerworte. Gedanken gegen den Zeitgeist, Luzern (Edition Exodus) 2001 Die vorliegenden «Worte», gesprochen am Schwei- zer Fernsehen, greifen sowohl aktuelle Tagesfra- gen als auch hoch geputschte Zeitgeistprobleme auf. Sie werfen auf diese Themen einen speziellen religiösen Blick, nämlich einen von der jüdisch- christlichen Perspektive geprägten. Sie beleuchten heutige Zustände etwa durch ein biblisches Blitz- licht. Diese knappen Texte können und wollen kein ausladendes theologisches Menü bieten. Sie wollen vielmehr Appetit machen. Ihnen liegt daran, auf den Geschmack zu bringen. Sie laden dazu ein, die heutige Zeit geistig Prägendes, Pompöses wie Peinliches, genauer anzusehen. Sie suchen dieses im Horizont der biblischen Anrede und Zu- sage weiterzudenken, ihm entgegenzudenken. Die «Worte» sind von der Überzeugung gespeist, dass sich die biblisch-christliche Botschaft in den gegen- wärtigen Alltag einzuhaken hat. Dafür kann sie auf ein reichhaltiges Potenzial an Widerhaken und Widerworten zurückgreifen. Reinhold Bärenz, Die Wahrheit der Fische. Neue Situationen brauchen eine neue Pastoral. Freiburg-Basel-Wien 2000 Seelsorge ist schwieriger geworden. Die grössten Umwälzungen stehen erst noch bevor. Wie kann die Kluft zwischen Ideal und Realität, zwischen Glau- ben und Leben, zwischen Theologie und Gemeinde- alltag überwunden werden hin zu einem stimmi- gen Ganzen? Nicht Utopien sind gefragt, sondern Visionen. Der Autor legt hier eine Pastoraltheologie der «vier M» vor: «Man muss Menschen mögen». Ihm gelingt ein überzeugender Wurf, dem Leben abgeguckt und an der Bibel orientiert, mit ProÞ l und Tiefenschärfe. Aus gründlicher Reß exion der pastoralen Wirklichkeiten erwachsen einfache, aber klare und entschiedene Impulse für eine heute und in Zukunft tragfähige Seelsorge. Eine Ermutigung zu einer Pastoral, die spirituell ist, lebensnah und kompetent, die berührt und sich berühren lässt. Martin Baumann; Migration, Religion, Integra- tion. Buddhistische Vietnamesen und hinduisti- sche Tamilen in Deutschland. (diagonal-Verlag Marburg, 2000) Nicht nur Menschen islamischen Glaubens, auch Angehörige anderer Religionen sind durch Flucht, Vertreibung oder Arbeitssuche nach Deutschland gekommen. Es ist nicht nur Statistik: Die Zahl der Tempel und Pagoden ist stark angestiegen, öffentliche Prozessionen Þ nden zunehmend statt, fremde Religion wird sichtbar. Die nicht-christli- chen Religionen sind nicht nur eine Bereiche- rung, sondern auch eine Herausforderung für unsere Gesellschaft. Darauf weisen zahlreiche Konß ikte um die Einrichtung religiöser Stätten (Moscheen, Tempel) oder öffentlicher Umzüge hin. Das im diagonal-Verlag erschienene Buch bietet eine anschauliche Dokumentation und Ana- lyse dieser Prozesse. Zugleich gibt der Autor all- gemeinverständliche Hintergrundinformationen über die asiatischen Religionen Hinduismus und Buddhismus, um so dem Leser ein Verständnis der Bedeutung der Religionen im Alltag der Gläu- bigen zu ermöglichen. Die rund 40 Abbildungen enthalten Statistiken, Karten und Baupläne von Tempeln sowie zahlreiche Fotos aus dem reli- giösen Leben. Sie eröffnen damit einen auch bildhaften Einblick in das Leben dieser fremden Religionen. 43Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft 4.2 MONOGRAFIEN UND SAMMELBÄNDE Ursula Struppe/Walter Kirchschläger, Jak Porozu- met Bibli. Prag (Verlag Vysehrad) 2000 Tschechische Übersetzung der deutschsprachi- gen Ausgabe (Einführung in das Alte und Neue Testament, Stuttgart 1998). Helga Kohler-Spiegel; Adrian Loretan (Hg.): Religi- onsunterricht an der öffentlichen Schule. Orien- tierungen und Entscheidungshilfen zum Religi- onsunterricht. Zürich (NZN Buchverlag) 2000 In keinem deutschsprachigen Land ist die Vielfalt an Formen des religiösen Lernens so gross wie in der Schweiz. Das Buch gibt einen breiten Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des gegenwärtigen Religionsunterrichts aus staats- kirchenrechtlichem und religionspädagogischem Blickwinkel. Soll der Religionsunterricht konfes- sionell sein? Oder religionskundlich? Oder kon- fessionell kooperierend? Die Begründung und Legitimation des Religionsunterrichts stehen zur Debatte. Wer hat welche Form religiöser Bildung zu verantworten, der Staat und/oder die Kirchen? Dabei geht es doch um die Kinder und Jugendli- chen, ob Religion und welche Art von Religion in der Schule Platz Þ ndet. Karen Gloy; Vernunft und das Andere der Vernunft (Alber, 2001) Seit mehr als 2000 Jahren hat sich die Philosophie und Geistesgeschichte in Absetzung von dem teils unzugänglichen Übersinnlichen, teils indifferen- ten, diffusen Sinnlichen, Triebhaften, Natürlichen dem Programm einer Einheit der Vernunft ver- schrieben. Erst die Postmoderne hat an die Stel- le der einen Vernunft eine Pluralität von Vernunft- typen gesetzt, ohne diese jedoch zu deÞ nieren. Das Buch analysiert erstmals in der Geschichte verschiedene Denkformen, die zu unterschiedli- chen Weltbildern führen: neben dem klassiÞ ka- torischen Typ, der für das mathematisch-naturwis- senschaftliche Denken charakteristisch ist, die sumerische Listenmethode, das dialektische Den- ken und das analogische, das das neue Paradigma der Welterklärung zu werden verspricht. Ursula Struppe/Walter Kirchschläger, Einführung in das Alte und das Neue Testament. Stuttgart (Verlag Katholisches Bibelwerk), 22001 Einführung in die biblischen Schriften der jüdi- schen und der christlichen Tradition, eingeordnet in ihre jeweilige Zeit und Lebenswelt, in Verbin- dung mit einem methodischen Leitfaden zur Tex- tinterpretation, mit historischen Überblicken und Anleitungen zum kontrollierten Selbststudium. 44 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Olaf Blaschke/Aram Mattioli; Katholischer Anti- semitismus im 19. Jahrhundert Ursachen und Traditionen im internationalen Vergleich. (Orell Füssli Verlag, 2000) Trotz einer ganzen Reihe von Schuldbekennt- nissen haben Papst und Kurie die Verantwort- lichkeiten für den über jahrhunderte offensiv praktizierten Antijudaismus der Kirche erst in An- sätzen benannt, so dass ein schaler Nachge- schmack bleibt. Dass es ausgesprochene Ju- denhasser auf dem Stuhl Petri gab und die Kirche im Umgang mit der jüdischen Minderheit auch nach der Aufklärung als unheilige Institution von sich reden machte, wird in den empirisch fundier- ten und differenziert argumentierenden Beiträgen dieses Buches auf erschütternde Weise belegt. Erstmals werden die Ursachen, Traditionen und Erscheinungsformen des katholischen Antisemi- tismus in einer international vergleichenden Per- spektive für die Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Polen und die Niederlande dokumentiert. Aram Mattioli; Jakob Burckhardt und die Gren- zen der Humanität. (Edition München, 2001) Die bisherige Forschung hat fast vollständig über- sehen, dass Jacob Burckhardt kein leidenschafts- loser Zeitdiagnostiker war, dem ethnozentrische, ja biologistische Denkmuster fremd gewesen wä- ren. Immerhin glaubte er Juden allein schon aufgrund physischer Merkmale und bestimmter «Nationaleigenschaften» identiÞ zieren zu können. In dieser Hinsicht war er ein sehr typischer Gelehr- ter seiner Zeit. Denn bereits im frühen 19. Jahr- hundert hatte unter den Gebildeten des deutschen Kulturraums ein Prozess eingesetzt, während dem neue nationale, völkische und protorassistische Kategorien in ihr Denken einsickerten und es langsam zu bestimmen begannen. Gewiss, ein antisemitischer Agitator und Rassentheoretiker im strengen Wortsinn war Burckhardt zeitlebens nicht. Er entsprach ganz der Figur des Salonanti- semiten. Wolfgang W. Müller, Simone Weil: Das Wagnis eines Lebens. Freiburg i.Ue. 2001 Das Leben S. Weils spiegelt Höhen und Tiefen des vergangenen Jahrhunderts wider. Agnostisch aufgewachsen, nährt sich weil immer wieder den Fragen des Glaubens. Ihr Leben ein Wagnis. Als Intellektuelle am Fliesband, politisch in der Ge- werkschaftsbewegung aktiv, als Philosophin der ratio verpß ichtet, als Frau selbstbewusst, als Mystikerin eine Erfahrende, ist ihr Leben ein Wagnis. Eine Frau die zeitlebens nach der Wahr- heit sucht. Die Schrift führt in Leben und Denken S. Weils ein. Dienst im Namen Jesu Christi. Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie (Theologische Berichte XXIV), von Helmut Hoping und Hans J. Münk, Freiburg i.Ue. 2001 In der katholischen Kirche haben sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil neue Ämter und Dienste herausgebildet, deren Vielfalt sich be- währt hat. Verstärkt ist deshalb über Sinn und Funktion der einzelnen Ämter nachzudenken. Die Beiträge des Bandes beleuchten die gegenwär- tige Situation der kirchlichen Dienste und Ämter und entwickeln Perspektiven für ihre zukünftige Gestalt. So vermitteln sie wichtige Impulse für die gegenwärtige amtstheologische Diskussion. 45Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Erträge der Wissenschaft Ehrenpromotionen Prof. Dr. h.c. Krzysztof Penderecki Am 26. Oktober 2000 wurde der polnische Kom- ponist Prof. Dr. h.c. K. Penderecki zum Doktor der Theologie honoris causa ernannt. Seine Ehrenpro- motionsurkunde lautet: «Geprägt von christlicher Spiritualität und universeller Humanität hat er mit seiner Musik die existenziellen Dimensionen des Menschen künstlerisch ausgelotet. Er hat mit seiner Kunst wesentlich dazu beigetragen, die unfassba- ren Leiden, die Krieg und Ideologien im 20. Jahr- hundert verursachten, in versöhnendem Geiste zu mildern. Er schuf mit seinen geistlichen Komposi- tionen, inspiriert von Texten des Alten und Neuen Testaments, inspiriert von der Liturgie der ortho- doxen, der katholischen und protestantischen Chri- stenheit, inspiriert aber auch von einer lebendigen Volksfrömmigkeit eine Summa der Musica sacra am Übergang zum 21. Jahrhundert. Sein künst- lerisches Genie respektiert die Tradition der abend- ländischen Musik seit der Gregorianik und öffnet mit vollendeter Meisterschaft, mit höchster Ehrlichkeit und mit visionärer Imaginationskraft Perspektiven einer neuen Musik, deren historische Bedeutung schon heute erkannt wird. Als Künstler, der uner- müdlich auf allen Kontinenten tätig ist, bleibt er seiner polnischen Heimat und auch seiner Luzerner Destination als Komponist und Dirigent verbunden; er lässt Studierende und Suchende in freundschaft- licher Offenheit an seinem Wissen, Können und sei- ner Spiritualität teilhaben.» Prof. Robert Schreiter Am 21. November 2001 wurde der Chicagoer Theo- loge Prof. R. Schreiter mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Die Urkunde begründet die Ehren- promotion wie folgt: «Seine bahnbrechenden Arbei- ten zum Ansatz und zur Methode kontextueller Theologie haben den Sinn für den Zusammenhang zwischen lokaler Verankerung und globaler Aus- richtung der biblisch-christlichen Botschaft ent- scheidend geschärft. Er hat richtungsweisende Un- tersuchungen zur interkulturellen Kommunikation, zum interreligiösen Dialog und zur Theologie der Mission in einer kulturüberschreitenden Perspek- tive vorgelegt, welche die Anderen unbedingt aner- kennt und ihnen die Gottesbotschaft zutraut und zumutet. Damit geht sein Eintreten für eine Theolo- gie und Praxis der Versöhnung einher. Als theologi- scher Forscher und Lehrer, Autor und Berater entfaltet er eine unermüdliche Tätigkeit, die ihn immer wieder auf alle fünf Kontinente führt. In zahlreichen welt- kirchlichen, interkulturellen und interreligiösen Gre- mien wirkt er als Vordenker und Vermittler. An der Catholic Theological Union in Chicago, weltweit und wiederholt auch in Luzern lässt er Studierende und Lehrende teilhaben an seinem Wissen, seiner inter- kulturellen Kompetenz sowie an seiner Spiritualität der Solidarität und Hoffnung.» Ehrenpromotion Dr. Gerhart Riegner Am Dies academicus vom 21. November 2001 ver- lieh die Geisteswissenschaftliche Fakultät dem 1911 geborenen Juristen Dr. Riegner die Ehrendoktor- würde. Internationale Bekannheit erlangte Riegner dadurch, dass er im August 1942 vom Genfer Büro des Jüdischen Weltkongresses aus der freien Welt als Erster glaubwürdige Informationen über den Genozid am europäischen Judentum zukommen liess, ohne dass diese ihnen vorerst Glauben schenk- ten und konkrete Aktionen dagegen unternahmen. Die Geisteswissenschaftliche Fakultät zeichnet das herausragende Wirken von Dr. G. M. Riegner aus drei Gründen mit der Ehrendoktorwürde aus. Erstens würdigt sie sein humanitäres Engagement für die vom nationalsozialistischen Terrorregime vom Tode bedrohten Juden und seine persönliche Mitwir- kung an grossen Rettungsaktionen in der letzten Kriegsphase. Zweitens ehrt sie sein lebenslanges Engagement für die Menschenrechte und den Min- derheitenschutz. Drittens anerkennt sie seine kon- struktive Rolle im Aussöhnungsprozess zwischen Christen und Juden nach 1945. Elf Tage nach dem Dies academicus verstarb Dr. Riegner im Alter von 90 Jahren. Die Geisteswissenschaftliche Fakultät wird ihm ein bleibendes Andenken bewahren. 4.3 EHRENPROMOTIONEN Universitätsleben 48 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Dr. Rolf Bloch hält am 6. November 2001 ein Re- ferat zur 20-Jahr-Feier des Instituts für Jüdisch- Christliche Forschung an der Universität Luzern zum Thema: «Entwicklung der jüdischen Gemein- schaft in der Schweiz in den letzten 20 Jahren». Frau Dr. Lesley Brown (Somerville College, Oxford) spricht am 8. Juni 2001 an der Universität Luzern zum Thema: «Did Socrates agree to obey the laws?». Prof. phil. et iur. Harro von Senger (Albert- Ludwigs-Universität Freiburg i.B.) spricht am 29. Oktober 2001 an der Universität Luzern zum Thema: «Seid klug wie die Schlangen». Vortragsreihen Ringvorlesung des Instituts für Sozialethik zum Thema «Globalisierung: Grundzüge und Heraus- forderungen eines Zeichens der Zeit» (Winterse- mester 2000/2001). Vortragsreihe der Theologischen Frauenforschung zum Thema «Medizin- und Pß egeethik aus Frauen- perspektive» (Wintersemester 2000/2001). Vortragsreihe der Professur für Kirchengeschichte und des Instituts für Sozialethik: «Ketzer und Sekten in Kirche, Gesellschaft und Staat einst und heute. Ist unsere Zeit dank Religionsfreiheit und Toleranz das Problem los?» (Sommerseme- ster 2001). Vortragsreihe der Professur für Kirchengeschichte und des Instituts für Kommunikation und Kultur zu «Barocke Religiosität und Kunst in der Inner- schweiz» (Sommersemester 2001). Vortragsreihe im Bereich Frauen- und Geschlechter- forschung zu «KörperSinnE. Körper im Spannungs- feld von Diskurs und Erfahrung» (Sommersemester 2001). Gastprofessuren und -vorträge Prof. Jürgen Habermas (Frankfurt a.M./Starnberg) ist in der zweiten Hälfte des Wintersemesters 2000/2001 Gastprofessor an der Geisteswissenschaftlichen Fa- kultät und lehrt zum Thema: «Politische Theorie». Prof. Johann Baptist Metz (Münster) spricht am 25. Januar 2001 im Rahmen der Thomas-Akademie zum Thema: «Das Christentum im Pluralismus der Religionen und Kulturen». Prof. Almut Sh. Bruckstein ist im Wintersemester 2001/2002 Gastprofessorin am Institut für Jüdisch- Christliche Forschung (IJCF) und lehrt zum Thema: «Arbeit am Midrasch: Einführung in die jüdische Hermeneutik». Prof. Kalman Yaron ist im Wintersemester 2000/ 2001 Gastprofessor am Institut für Jüdisch-Christ- liche Forschung (IJCF) und lehrt zum Thema: «Judentum und Nationalismus: Die kollektive Iden- tität in Israel». PD phil. Otto Kallscheuer (Sassari), Politologie (Sommersemester 2001) leitet ein interdiszipli- näres Forschungskolloquium: «Kirche, Staat, Öf- fentlichkeit Modelle der Trennung von Religion und Politik» an der theologischen Fakultät und hält eine Spezialvorlesung: «Religion und Politik im Westen, in der Moderne, in der Welt». Dr. Gerhart Riegner (Genf) spricht am 19. April 2001 zum Thema: «Erinnerte Zeitgeschichte». Die Ver- anstaltung wurde vom Historischen Seminar in Zusammenarbeit mit dem Institut für Jüdisch- Christliche Forschung (IJCF) veranstaltet. Ruth Levy-Berlowitz, Ramat-Gan (Israel) spricht am 25. Juni 2001 zum Thema: «Als Übersetzerin am Eichmann-Prozess. Ein Rückblick nach vierzig Jahren». Gastprofessuren, Vorträge, Symposien Universitätsleben 49Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Universitätsleben «Solidarische Schweiz», Tagung mit Prof. Hans Halter, Sozialethiker, Universität Luzern, Dr. Walter Schmid, Projektleiter «Stiftung Solidarische Schweiz», PD Dr. Otto Kallscheuer, Politologe u.a., 12. Mai 2001. «Qualitätssicherung bei Demenzkranken», Tagung des Instituts für Sozialethik, Universität Luzern, 24. September 2001. «Ökumene im Kopf Ökumene im Bauch», Tagung des ökumenischen Instituts der Universität Luzern, 12. Oktober 2001. «Kunst und Philosophie», Internationales Sympo- sium am Philosophischen Seminar der Universität Luzern, 29. November 2001 bis 1. Dezember 2001. «Zur Zukunft universitärer Bildung», Symposium der Professuren für Fundamentaltheologie und für Kirchengeschichte, 1. Dezember 2001. Podiumsdiskussionen «Der Nahostkonflikt, Wahrnehmung und Bericht- erstattung in der Schweiz», 6. November 2000, Uni- versität Luzern. Es diskutierten unter der Leitung von Prof. Gerhard Bodendorfer: Peter Bollag (Chefredak- tor Israelitisches Wochenblatt), Urs Gehriger (Aus- landredaktor Tages-Anzeiger), Saida Keller-Messahli (Kulturredaktion Weltwoche), Reinhard Meier (Aus- landredaktion NZZ). Vortragsreihe des Katechetischen Instituts und des Instituts für kirchliche Fortbildung zu «Poesie wie Brot» (Sommersemester 2001). Ringvorlesung des Instituts für Sozialethik: «Essen ohne Risiko» (Wintersemester 2001/2002). Vortragsreihe des Historischen Seminars zur nicht vergehenden Geschichte des 2. Weltkrieges: «Der 2. Weltkrieg, der Holocaust und andere Verbre- chen gegen die Menschlichkeit» (Sommerseme- ster 2001). Interdisziplinäre Vortragsreihe des Studiengan- ges «Wirtschaftskommunikation», Hochschule für Wirtschaft Luzern (HSW) und des Instituts für Kommunikation und Kultur der Universität Luzern, «Kommunikation Realitäten & Visionen» (Winter- semester 2001/2002 Sommersemester 2002). Vortragsreihe «Forum für Ökumene» zu aktuel- len Fragen und Themen der Ökumene (Sommer- semester/Wintersemester 2001). Symposien «Der Stern der Erlösung als Kommentar», Inter- nationale Rosenzweig-Tagung unter der Leitung von Em. Prof. Clemens Thoma und Dr. Martin Brasser , IJCF der Universität Luzern, 26. Februar bis 2. März 2001. «Musik Religion Kirche. Ein Konfliktfeld», Sym- posium der Musikhochschule Luzern, der Universi- tät Luzern und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Bern in Zusammenarbeit mit den Osterfestspielen Luzern, 4. bis 7. April 2001. Simone Weil-Kolloquium, Lehrstuhl für Dogmatik der Universität Luzern, 4. bis 6. Mai 2001. 5.1 GASTPROFESSUREN, VORTRÄGE, SYMPOSIEN 50 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Universitätsleben «Religionsunterricht in der öffentlichen Schule. Konfessionell, ökumenisch, religionswissenschaft- lich?», Podium der Professuren für Religionspäda- gogik/Katechetik und Kirchenrecht/Staatskirchen- recht, 25. November 2000. «Debakel oder Dienst an der Wahrheit? Dominus Iesus im Widerstreit», Podiumsgespräch der Theo- logischen Fakultät, 6. Dezember 2000, mit Prof. Edmund Arens, Prof. Monika Jakobs, Prof. Walter Kirchschläger, PD David Krieger und PD Wolfgang Müller. «Mord oder Menschlichkeit? Der Streit um die Ster- behilfe», Podiumsgespräch der Theologischen Fa- kultät, 12. Juni 2001, mit Prof. Edmund Arens, Prof. Alberto BondolÞ , Prof. Rafael Ferber, Prof. Hans Halter und Prof. Monika Jakobs. «Rationierung in der Medizin», Podiumsdiskussion im Rahmen der Zebi (Zentralschweizer Bildungs- messe), 23. Oktober 2001, mit Prof. Hans Halter, Uni- versität Luzern; Dr. med. Herbert Widmer, Luzern; Dr. Markus Dürr, Regierungsrat und Gesundheits- direktor; Jules Frey, Betagtenzentrum Dreilinden Luzern; Prof. Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny, Universität Luzern; Leitung und Moderation: Prof. Dr. med. Peter Stulz, Departementschef Chirurgi- sche Klinik Kantonsspital Luzern. Antrittsvorlesungen Prof. Rafael Ferber, ordentlicher Professor für Phi- losophie: «Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen». 8. November 2001. Prof. Monika Jakobs, ordentliche Professorin für Religionspädagogik/Katechetik, Leiterin des Kate- chetischen Instituts: «Nach Religion fragen Religion lernen. Oder: Warum die Gretchenfrage so difÞ zil geworden ist». 11. Dezember 2001. «Ist unsere Zeit dank Religionsfreiheit und Toleranz Ketzer und Sekten los?» 51Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Im Jahr 2001 wurde die Struktur des Bereichs Fakultät I & II neu aufgebaut und die schon lange dringliche Aufstockung der personellen Ressourcen grösstenteils umgesetzt. Die Leitungsverantwor- tung ging von Bernhard Rehor (weiterhin Fachre- ferent Theologie/Religionswissenschaft) an Martin Brasser über, der seine Arbeit am 1. April 2001 aufnahm. Die gesamte formale Buchverarbeitung wurde der neu errichteten Integrierten Medienbear- beitungsgruppe übertragen, deren Leitung Sandra Raeber übernahm. Die Anstellung von Herrn Walter Eckstein als bibliothekarische Hilfskraft wurde bis Ende Dezember verlängert. Die Besetzung der neu errichteten Stelle des Verantwortlichen für die Prä- senzbibliotheken wurde soweit vorbereitet, dass sie auf 1. Januar 2002 mit Herrn Oskar Gilliéron vorgenommen werden konnte. Die Besetzung der Stelle des Campus-Fachreferates Soziologie/Soziale Arbeit blieb leider noch pendent. Dieses Fachreferat wurde interimistisch von Martin Brasser zusätzlich zu seinem Fachreferat Philosophie übernommen. Dabei hat ihn im Juli und August Sandrine Schilling kompetent unterstützt. Neben den laufenden Tätigkeiten wurden im Jahr 2001 verschiedene Sonderprojekte gestartet: Die Präsenzbibliothek Soziologie konnte auf Be- ginn des Wintersemesters eröffnet werden. Die Anträge für Bundessubventionen im Fach Sozio- logie sind, soweit sie die Bibliothek betreffen, fertig erstellt. Es wurde ein Konzept erarbeitet, das für die Geisteswissenschaftliche Fakultät eine räumlich geschlossene, einheitliche Präsenzbi- bliothek vorsieht, wie sie für die Theologische Fakultät bereits besteht. Die Stellß äche in den Prä- senzbibliotheken ist durch entsprechende Mass- nahmen erweitert worden. Bernhard Rehor hat sich stark bei der Datenaufarbeitung engagiert, so dass ein zügiger Transfer der Buchbestände im Fach Recht an den Hirschengraben 43 mög- lich geworden ist. Aus dem Nachlass von Franz Dilger gingen Teilbestände an die ZHB über. Der gesamte wissenschaftliche Nachlass von Herbert Haag wurde als Deposit in den Bestand der ZHB aufgenommen. Seit September 2001 wird er von Andreas Waldvogel im Rahmen seiner Diplomar- beit erschlossen und für die spätere Lagerung im Tresor aufbereitet. Jan Turi hat von September bis Mitte Oktober seine Diplomarbeit zum Thema «Einführung in Datenbanken» geschrieben. Die Neuorganisation des gesamten Universitäts- bereichs der ZHB hat zusammen mit der neuen, seit Sommer 2001 gültigen Art der Buchverschlag- wortung zu einer markanten Beschleunigung der Buchverarbeitung geführt. Detailliertere Informationen entnehmen Sie dem Jahresbericht der Zentral- und Hochschulbibliothek. Martin Brasser, Fachreferent Zentral- und Hochschulbibliothek Zentral- und Hochschulbibliothek Bereich Fakultät I & II Universitätsleben 5.2 ZENTRAL- UND HOCHSCHULBIBLIOTHEK Lesesaal Zentral- und Hochschulbibliothek 52 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Universitätsleben Science et Cité Judith Lauber, Informationsbeauftragte Science et Cité ist eine gemeinnützige Stiftung, die 1998 von den vier Schweizerischen Akademien, der Silva-Casa Stiftung, dem Schweizerischen Handels- und Industrieverein und dem Schweizerischen Natio- nalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen For- schung gegründet wurde. Die Stiftung hat zum Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern und zwar durch eine permanente Zusam- menarbeit zwischen interessierten BürgerInnen und WissenschaftlerInnen. Vom 4. bis 11. Mai 2001 fand in neun schweizerischen Universitätsstädten sowie im Tessin eine nationale Veranstaltung der Stiftung statt, das Festival Science et Cité. Dieses wollte das «kritische Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern». Anhand eines ausgewählten Themas sollte eine neue Begeisterung für die Wis- senschaft ausgelöst werden, und diese sollte mithel- fen, sie in die Kultur zu integrieren. Luzern, eben erst zur Universitätsstadt geworden, stellte in kurzer Zeit ein Programm unter dem Motto «Im Licht der Wis- senschaften» zusammen. Hans Beat Stadler, externer Berater, leitete das Projektteam, welches sich aus Vertretern folgender Institutionen zusammensetzte: Universität, alle fünf Teilschulen der Fachhochschule Zentralschweiz, Armee-Ausbildungszentrum Luzern, Naturmuseum, Historisches Museum, Verkehrshaus Schweiz, Luzern Theater, Medienausbildungszentrum, Stadtbibliothek, Zentral- und Hochschulbibliothek. Die Universität engagierte sich mit folgenden Ver- anstaltungen: Licht und Feuer: Sonnenuntergangsfahrt auf dem Vierwaldstättersee mit Musik, organisiert vom Institut für Jüdisch-Christliche Forschung Hautnah. Im Licht der Körpergeschichte von Frauen: Frauenstadtrundgang zum Thema Frauen- und Geschlechterforschung Licht hier Erleuchtung da: Ein interreligiöser Dialog zwischen Buddhismus und Christentum. Das Atelier wurde angeboten vom Lehrstuhl für Dogmatik und dem Ökumenischen Institut an der Universität Luzern. Der genetisch durchleuchtete Mensch: Vorlesung von Prof. Hans Halter zum Thema «Der genetisch durchleuchtete Mensch: Probleme der geneti- schen Diagnostik aus ethischer Sicht». Körpersinne. Körper im Licht von Diskurs und Erfahrung: Vortrag von Dr. Gesa Lindemann, Soziologin, zum Thema «Wissende Körper und das Wissen über Körper». Leider wurden einzigartige Events wie die kunst- volle Illumination des Wasserturms und des KKLs durchgeführt durch die Hochschule für Technik und Architektur infolge des schlechten Wetters nicht zum erhofften Blickfang. Und die Zahl der Besucher- innen und Besucher fiel insgesamt unterschiedlich aus. Die Beteiligten der Universität Luzern waren aber mit der Durchführung und dem Anklang, den ihre Veranstaltungen in der breiten Öffentlichkeit fanden, sehr zufrieden und das Festival darf als Erfolg bezeichnet werden. Es soll in Zukunft regel- mässig stattfinden und zur Tradition werden. Illumination des KKLs 5.3 SCIENCE ET CITÉ 53Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 5.4 CAMPUS LUZERN Judith Lauber, Informationsbeauftragte und Öffnung der Studiengänge für alle an der Uni- versität oder einer Teilschule der Fachhochschule immatrikulierten Studierenden. Neben dem Bil- dungsangebot erfüllt der Campus Luzern aber auch Infrastrukturaufgaben: Über eine gemein- same Plattform werden studentische Wohn- und Sportangebote, Verpß egungsmöglichkeiten oder eine Kinderkrippe offeriert und unterhalten. Das Projekt ist im Bildungsdepartement ange- siedelt, die Projektleitung liegt beim Leiter der Gruppe Hochschulen. Der Rektor der Universität vertritt die Universität im Projektteam. Dem erwei- terten Plenum gehören zusätzlich die Dekane und der Verwaltungsdirektor an. Direkt bei der Uni- versität (Stelle für Öffentlichkeitsarbeit) ist die Redaktion des Programmheftes «Offener Campus Luzern» angesiedelt. Eine systematisierte Vernetzung und Kooperation der Bildungsinstitutionen auf dem Platz Luzern Im Vorfeld der Abstimmung über die Universität Luzern hat der Regierungsrat des Kantons Luzern in Aussicht gestellt, dass sich die Luzerner Hoch- schulen in ihrem Ausbildungsangebot nicht nur auf ihre je eigene Studierendenschaft konzentrieren, sondern auch Lehrveranstaltungen anbieten, die sich an Studierende anderer Institutionen sowie an eine breitere Öffentlichkeit richten. Im Herbst 2000 trat er erstmals mit einem Programmheft «Offener Campus Luzern» an die Öffentlichkeit. Dieses erste Programm umfasste über 60 Lehrveranstaltungen, die von 12 Institutionen angeboten wurden. Teils handelte es sich um ganze Semester-Vorlesun- gen, teils um mehrtägige Blockveranstaltungen, teils um Einzelveranstaltungen. Dieses Programm wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit in ihrer ganzen Breite und bildet den «Offenen Campus». Im Jahr 2001 sind zwei weitere Pro- grammhefte erschienen mit jeweils weit über 100 Bildungsangeboten. Im Campus Luzern im engeren Sinn verbinden sich Hochschulen und weitere anspruchsvolle Bil- dungseinrichtungen zur übergreifenden Zusam- menarbeit. Gemeinsam bilden sie einen bedeut- samen Studienplatz mit vielfältigen Ausprägun- gen und eigenem ProÞ l. Dieses setzt sich aus vier Kernkompetenzen zusammen: Management und Leadership Ästhetik Pädagogik und Erwachsenenbildung Kommunikation Die Universität mit ihren drei Fakultäten und die Fachhochschule mit ihren fünf Teilschulen sowie weitere anerkannte Ausbildungsinstitutionen des tertiären Bildungsbereichs offerieren somit einer- seits ein breites Spektrum von Aus- und Weiter- bildungsmöglichkeiten für die ganze Bevölkerung. Andererseits strebt der Campus Luzern als Lern- plattform die Vernetzung verschiedener Wissens- gebiete an und gewährleistet die Durchlässigkeit Campus Luzern Universitätsleben Personen Fakten Zahlen 56 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Berufungen der Theologischen Fakultät Patrick Dondelinger (geb. 1966) schloss seine Stu- dien in Luxemburg und Paris mit einem Doktor der Theologie, einem Doktor der Religionswissen- schaft und einem Diplom in Politikwissenschaft ab. Von 1996 bis 2001 war er Dozent am Institut Supérieur de Liturgie de lInstitut Catholique de Paris, Maître de Conférences an der Universität Metz, sowie Projektleiter am Institut für Grenz- gebiete der Psychologie in Freiburg. Als Inhaber der neu errichteten Professur für Liturgiewissen- schaft ist Patrick Dondelinger zugleich auch Leiter des Liturgischen Institutes der deutschsprachigen Schweiz und Mitglied nationaler und internationa- ler liturgischer Gremien. Seine Forschungsschwer- punkte sind Pastoralliturgik, transkulturelle Riten- kunde, sowie religiöse Erfahrungen im Spannungs- feld zwischen Anthropologie und Theologie. Monika Jakobs (geb. 1959), aus Trier/Deutschland, lehrt Religionspädagogik und Katechetik und ist Lei- terin des Katechetischen Instituts Luzern. Disserta- tion (1993) zur «Gottesfrage in der feministischen Theologie», Forschungsschwerpunkte sind Religi- onsunterricht, Jugend und Religion, Körperdiskurs. Verena Lenzen (geb. 1959), hat am 1. Oktober 2001 die Professur für Judaistik, Theologie und Christlich- Jüdisches Gespräch und die Leitung des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung an der Universität Luzern übernommen. Sie studierte Judaistik, Theo- logie, Germanistik und Philosophie an den Univer- sitäten Bonn und Köln. Nach dem Staatsexamen folgten 1987 die Promotion, 1995 die Habilitation an der Universität Bonn und mehrere DFG-Forschungs- projekte in Israel und USA. Ihre Habilitationsschrift «Jüdisches Leben und Sterben im Namen Gottes. Studien über die Heiligung des göttlichen Namens (Kiddusch HaSchem)» behandelt die jüdische Ethik und Geschichte. Wolfgang W. Müller (geb. 1956) studierte in Frei- burg, Fribourg i.Ue., Montpellier, Paris und Mün- chen Philosophie und katholische Theologie. 1989 promovierte er und 1993 habilitierte er im Fach Dog- matik/Dogmengeschichte. Er ist Mitglied des Domi- nikanerordens. Zu seinen beruß ichen Stationen gehörten Lehrstuhlvertretungen in Passau, Augs- burg und Luzern. Seine Forschungsschwerpunkte gelten der Theologischen Anthropologie, der Sym- bolforschung, der Theologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Simone Weil. Berufungen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät Martin Baumann (geb. 1960), aus Bielefeld, Profes- sor für Religionswissenschaft. Seine Dissertation (1993) untersuchte die Geschichte und Adaption des Buddhismus in Deutschland, seine Habilitation (1999) zur Thematik der Diaspora fragte nach den Veränderungen und Kontinuitäten religiöser Iden- titäten in der Fremde. Berufungen Personen Fakten Zahlen Patrick Dondelinger Monika Jakobs Wolfgang W. Müller Martin Baumann Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny 57Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny (geb. 1934), doziert Soziologische Theorien und Allgemeine So- ziologie. Seine Dissertation (1970) verfasste er unter dem Titel «Migration ein Beitrag zu einer soziologischen Erklärung». Die Habilitationsschrift (1973) trägt den Titel «Soziologie des Fremdarbei- terproblems Eine theoretische und empirische Analyse am Beispiel der Schweiz». Berufungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Jürg-Beat Ackermann (geb. 1962), aus Winterthur, doziert Straf- und Strafprozessrecht. Seine Dis- sertation behandelt das Thema «Geldwäscherei Money Laundering. Eine vergleichende Darstel- lung des Rechts und der Erscheinungsformen in den USA und der Schweiz» und seine Habilitation das Thema «Ne bis in idem im Strafprozess». Felix Bommer (geb. 1964), von Wängi/TG, lehrt Straf- und Strafprozessrecht. Seine Dissertation be- handelt das Thema «Grenzen des strafrechtlichen Vermögensschutzes bei rechts- und sittenwidrigen Geschäften» und seine Habilitation das Thema «Die Stellung des Verletzten im Strafprozess». Walter Fellmann (geb. 1955), aus Luzern, Rechtsan- walt und Notar, ist n.a. Extraordinarius für schwei- zerisches und europäisches Privatrecht. Seine Dissertation (1984) verfasste Walter Fellmann im Bereich des Haftpß ichtrechts, seine Habilitation (1993) erfolgte mit dem Berner Kommentar zum Einfachen Auftrag. Andreas Furrer (geb. 1963). Ordinarius für Privat- recht, Internationales Privatrecht, Rechtsverglei- chung und Europarecht, Leiter der Forschungs- stelle für Internationalisiertes und Europäisiertes Privatrecht, betreut ein vierjähriges Forschungs- projekt des Schweizerischen Nationalfonds über die Rückwirkungen der Internationalisierung des Rechts auf das schweizerische Privatrecht, wird Obligationenrecht, Internationales Privatrecht und Wirtschaftsrecht lesen. Seine Dissertation (1994) befasste sich mit der Sperrwirkung des sekun- dären Gemeinschaftsrechts auf die nationalen Rechtsordnungen, seine Habilitation (2002) mit dem Zivilrecht im Europäischen Kontext. Andreas Furrer arbeitet 50% als Rechtsanwalt in der Kanz- lei Pestalozzi Lachenal Patry (Zürich). Daniel Girsberger (geb. 1960), von Zürich, Rechts- anwalt und Master of Laws (LL.M.) in Common Law Studies, ist an der Universität Luzern Ordi- narius für Schweizerisches und Internationales Privat-, Wirtschafts- und Verfahrensrecht. Daniel Girsberger ist vor allem im Vertrags- und im Wirt- schaftsrecht sowie in der internationalen Schieds- gerichtsbarkeit tätig und hat verschiedene Publi- kationen auf diesen Gebieten verfasst, unter an- derem eine Habilitationsschrift mit dem Thema «Grenzüberschreitendes Finanzleasing Interna- tionales Vertrags-, Sachen- und Insolvenzrecht». 6.1 BERUFUNGEN Jürg-Beat Ackermann Felix BommerVerena Lenzen Walter Fellmann Andreas Furrer 58 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Beurkundung von Schuldverträgen». Aufenthalte in Hamburg und Berkeley. Habilitation zum Thema «Die Geschäftsführung ohne Auftrag». Professor für Privatrecht an der Universität Fribourg (1992-2001). Hansjörg Seiler (geb. 1955), von Ermatingen, unter- richtet als nebenamtlicher a.o. Prof. öffentliches Recht. Seine Habilitationsschrift (1994) befasst sich mit «Gewaltenteilung Allgemeine Grundlagen und schweizerische Ausgestaltung». Hauptamtlich ist er als Richter im Bereich des öffentlichen Rechts tätig (Verwaltungsrichter Kt. Bern, n.a. Bundesrichter). Thomas Sutter-Somm (geb. 1956), von Basel. Ordi- narius für Zivil-, Zivilprozessrecht und Neuere Pri- vatrechtsgeschichte (50%) sowie Ordinarius für Zivil- und Zivilprozessrecht an der Universität Basel (50%). Präsident der Expertenkommission des EJPD zur Vereinheitlichung des Zivilprozessrechts. Seine Habilitation (1997) befasst sich mit der Rechtsverein- heitlichung des schweizerischen Zivilprozessrechts. Christoph Beat Graber (geb. 1960), vom Oberen- gadin. Professur für Kommunikations- und Kultur- recht sowie Rechtstheorie und Rechtssoziologie. PhD (1993) am European University Institute (EUI) in Florenz mit einer systemtheoretischen Analyse des Verhältnisses zwischen Kunst, Wirtschaft, Staat und Recht. Habilitation zum Thema «Handel und Kultur im Audiovisionsrecht der Welthandels- organisation WTO» (voraussichtlich 2002). Helen Keller (geb. 1964), wohnhaft in Zürich, ist für Staats-, Europa- und Völkerrecht an der Univer- sität Luzern zuständig. Ihre Habilitation erscheint in diesem Jahr und befasst sich mit der Rezeption des Völkerrechts durch den US Supreme Court, den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaf- ten und das schweizerische Bundesgericht. Paul Richli (geb. 1946), aus OsterÞ ngen, ist Grün- dungsdekan sowie Ordinarius für öffentliches Recht und Rechtsetzungslehre an der Rechtswis- senschaftlichen Fakultät. Er setzt in diesen Funk- tionen nicht zuletzt Erfahrungen um, die er seit 1990 als Ordinarius für öffentliches Recht an den Universitäten St. Gallen und Basel sowie als Vize- rektor an der Universität Basel gesammelt hat. Jörg Schmid (geb. 1959), von Luzern/Hitzkirch. Or- dentlicher Professor für Privatrecht und Privatrechts- vergleichung. Luzerner Rechtsanwaltspatent (1985), Luzerner Notariatsexamen (1985); Gerichtsschreiber und Gerichtspräsident Amtsgericht Luzern-Land (1985-1988). Dissertation zum Thema «Die öffentliche Daniel Girsberger Christoph B. Graber Helen Keller Paul Richli Jörg Schmid Hansjörg Seiler Thomas Sutter-Somm 59Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Universitätsstiftung und Universitätsverein Die Universitätsstiftung der Universität Luzern Die Universitätsstiftung der Universität Luzern bezweckt die Finanzierung bzw. MitÞ nanzierung der Universität Luzern. Sie ist eine Stiftung mit gemeinnützigem Charakter. Beiträge an die Universitäts- stiftung sind somit von den Steuern absetzbar. Unterstützen Sie die Universität Luzern mit einem Beitrag an die Universitätsstiftung! Kontaktadresse: Vorstand der Universitätsstiftung Prof. Dr. Walter Kirchschläger PÞ stergasse 20 Postfach 7979 6000 Luzern 7 e-mail: walter.kirchschlaeger@unilu.ch 6.2 UNIVERSITÄTSSTIFTUNG/ UNIVERSITÄTSVEREIN Der Universitätsverein der Universität Luzern Der Universitätsverein der Universität Luzern ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein. Er fördert die Entwicklung der Universität Luzern, verstärkt deren Verankerung in der Bevölkerung der Zentralschweiz und setzt sich für die Beschaffung Þ nanzieller Mittel zu Gunsten der Universität ein. Die Mitgliedschaft steht allen natürlichen oder juristischen Personen offen. Der Jahresbeitrag liegt bei CHF 20.. Der Universitätsverein besteht aus über 2000 Mitgliedern aus allen Teilen und Gruppen der (vorwie- gend Zentralschweizer) Bevölkerung. Als Präsidentin des Vorstandes amtiert Frau Ständerätin Helen Leumann. Die Mitglieder des Universitätsvereins werden regelmässig über Aktivitäten an der Universität infor- miert. Sie erhalten Einladungen zu Veranstaltungen sowie kostenlos die Luzerner Universitätsreden, die in unregelmässigen Abständen, ca. drei bis vier Mal pro Jahr, erscheinen. Mitglieder des Universi- tätsvereins erleben hautnah den Aufbau und die Entwicklung der jüngsten Universität der Schweiz! Werden auch Sie Mitglied beim Universitätsverein! Kontaktadresse: Vorstand des Universitätsvereins Rektorat Universität Luzern PÞ stergasse 20 Postfach 7979 6000 Luzern 7 e-mail: rektorat@unilu.ch 60 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Dienste und Verwaltung Wichtige Aufgaben im Verwaltungsbereich waren im Jahr 2001 der Ausbau der Stabstellen Informa- tik und Kommunikation sowie die Einrichtung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten. Informatik Hier wurden grundlegende organisatorische und technische Neuerung eingeführt. Die Informatik unter der Leitung von Marco Antonini wurde dem Verwaltungsdirektor unterstellt, die Abteilung wurde von 100 auf 200 Stellenprozente aufgestockt. Durch den Senat wurde eine Informatikkommis- sion eingesetzt, die aus Vertretungen der Fakul- täten, der Assistierenden und der Studierenden besteht. Sie ist zuständig für das Erheben der IT- Bedürfnisse in Forschung, Lehre und Verwaltung und für die Erarbeitung entsprechender Lösungs- vorschläge. Schwerpunkte der Arbeit im Informa- tikbereich bildeten: die Umstellung des Internetanschlusses der gesamten Universität der Ausbau der Verbindungen zwischen allen Gebäuden auf Glasfaser die Umstellung des grössten Teils des UNI Netzes von 10 Mbps auf 100 Mbps die Umstellung auf VLANs für die Trennung der verschiedenen Netze der Start des Projektes UNET mit Windows 2000 Servern und Clients die Einrichtung von 30 neuen Arbeitsplätzen für die Rechtsfakultät die Einrichtung eines Schulungsraumes mit 12 Arbeitsplätzen beim Institut für Kommunika- tion und Kultur der Ausbau bzw. Austausch der öffentlichen PCs Stelle für Öffentlichkeitsarbeit Seit der Entstehung der Universität als eigenstän- dige öffentlichrechtliche Institution konzentrieren sich die Aufgaben der von Judith Lauber-Hemmig geleiteten Stelle für Öffentlichkeitsarbeit auf den Der Aufbau der neuen Universität bedingt einen wesentlichen Ausbau der zentralen Aufgaben- und Dienstleistungsbereiche zur Unterstützung der Arbeit des Rektors und der Fakultäten. Dazu wur- de im Universitätsgesetz die Schaffung einer Ver- waltungsdirektion vorgesehen. Franz Hupfer trat per 1. September 2001 die Stelle des Verwaltungs- direktors an. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden durch den Rektor mit der bestehenden Organisation und mit wesent- licher Unterstützung durch Mitarbeitende aus den Fakultäten wichtige Vorbereitungen für die Inbe- triebnahme der neuen Bereiche der Rechtsfakultät, der Soziologie und des Instituts für Kommunika- tion und Kultur getroffen. Es galt insbesondere die personellen Voraussetzungen zu schaffen: Ende 2001 waren 107 Personen in einem festen Anstellungsverhältnis, 50 Mitarbeitende mehr als anfangs Jahr. die Raumbedürfnisse durch Zumietungen und bauliche Anpassungen weiterer Provisorien abzudecken: zu den bisherigen Räumen an der Pfistergasse 20, am Kasernenplatz 3 und an der Gibraltarstrasse 3 kamen die Räume für die Fakultät III inklusive ZHB am Hirschengraben 31/33 und 43 sowie für das Institut für Kommu- nikation und Kultur an der Bruchstrasse 43/45. die administrativen Voraussetzungen für die Im- matrikulation und verwaltungstechnische Be- treuung der künftigen Studierenden zu schaffen. Erste Schritte beim Ausbau der bisherigen Buch- haltung zu einem eigenständigen Finanz- und Rechnungswesen wurden von Werner Wobmann als neu dafür zuständige Fachperson eingeleitet. Ziel ist, den zuständigen Führungsorganen aus- sagefähige, transparente Informationen mittels einer Finanz- und Kostenrechnung zur Verfügung zu stellen, die auch den für die Schweizer Univer- sitäten massgeblichen Vorgaben entsprechen. Franz Hupfer, Verwaltungsdirektor 61Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Aufbau der internen und externen Kommunika- tion. Im Berichtsjahr gehörten zu den wichtigsten Aufgaben: die Entwicklung eines eigenständigen Auftrittes (Corporate Design) die Erarbeitung von Publikationen (Informations-/ Imagebroschüren für die Theologische und die Rechtswissenschaftliche Fakultät, für das Fach Soziologie, Tagungsprospekte) das Mitgestalten von und die Teilnahme an Anlässen (ZEBI Zentralschweizerische Bil- dungsmesse, Eröffnungsfeier Rechtswissen- schaftliche Fakultät, Dies academicus, Tag der offenen Tür) und Sponsorensuche die Beteiligung an regionalen und nationalen Projekten (Campus Luzern, Festival Science et Cité) Gleichstellungsbeauftragte Im Januar 2001 richtete die Universität eine Fach- stelle für Chancengleichheit (40%) ein und beset- zte sie mit Barbara Müller. Dies wurde ermög- licht mit Þ nanzieller Unterstützung durch das Bun- desprogramm Chancengleichheit (www.cus.ch). Es wurden folgende Schwerpunkte gesetzt: Stellungnahmen zu nationalen und universitäts- internen Sachgeschäften Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen Erarbeitung von Projekten oder Ideen für inter- disziplinäre Themen aus Gender-Perspektive, in engem Kontakt mit den Verantwortlichen der Universität und der Fakultäten Kinderbetreuung: bereits auf das Winterseme- ster 2001/2002 hin konnten mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesprogramm Krippenplätze für die Kinder von Studierenden und Dozierenden zur Verfügung gestellt werden Koordination der Mentoring-Aktivitäten: «Men- toring Deutschschweiz» (mit Universität Bern) und E-Mentoring; dies wird ergänzt mit einem eigenen Kursangebot Nationale und internationale Kontakte sowie Zusammenarbeit mit regionalen und kantona- len Fachstellen und Institutionen des tertiären Bildungsbereichs Beratungen von Universitätsangehörigen, zumeist bei Fragen um die Vereinbarkeit von Studium und/oder Beruf und Familie Überzeugendes Engagement Anknüpfend an den schon bisher mit grossem per- sönlichen Einsatz der Mitarbeitenden geleisteten administrativen Arbeiten konnte die Entwicklung der Verwaltung zu einem professionalisierten zen- tralen Dienstleistungsbereich im Jahr 2001 einge- leitet werden. Die Verwaltungsdirektion hat den Ehrgeiz, nicht bloss zu verwalten, sondern den Aufbau und die ambiziöse Entwicklung der Uni- versität Luzern mitzugestalten. Dazu gehören die Strukturierung, der Aufbau- und Ablauforganisa- tion, aber auch die Einß ussnahme auf die Ent- wicklung der Betriebskultur und der Strategie. Moderne Managementmethoden, vor allem aber auch das überzeugende Engagement der Mitar- beiterinnen und Mitarbeiter für ihre neue Univer- sität werden die Fortsetzung der grossen noch zu leistenden Aufbauarbeit ermöglichen. 6.3 DIENSTE UND VERWALTUNG 62 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Studierendenstatistik Sommersemester 2OO1 Theologische Fakultät Röm. kath. Theologie 133 (56) Grundstudium 28 (15) Hauptstudium 37 (16) Postgraduierende 26 (11) Beurlaubt 0 (0) Spezialcurricula 5 (2) NDS Berufseinführung 37 (12) Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg* 12 (07) 1. Kurs 6 (3) 2. Kurs 6 (4) Katechetisches Institut* 47 (20) Einführungssemester 11 (6) 1. Kurs 12 (4) 2. Kurs 15 (5) 3. Kurs 9 (5) Geisteswissenschaftliche Fakultät Philosophie, Geschichte, Judaistik, Religionswissenschaft 70 (34) Grundstudium 22 (7) Hauptstudium 11 (4) Zusatzstudium 2 (1) Postgraduierende 6 (1) Beurlaubt 3 (3) NDS Interkulturelle Kommunikation 26 (18) Total 262 (117) Anmerkung Zahlen in Klammern = Anteil Frauen * Das Theologische Seminar des Dritten Bildungswegs und das Katechetische Institut (nicht-akademische Ausbildungsgänge) sind der Theologischen Fakultät zugeordnet. 63Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen 6.4 STUDIERENDENSTATISTIK Studierendenstatistik Wintersemester 2OO1/2OO2 Theologische Fakultät Röm.-kath. Theologie 135 (55) Grundstudium 31 (16) Hauptstudium 30 (15) Postgraduierende 28 (11) Spezialcurricula 3 (1) Beurlaubt 8 (2) NDS Berufseinführung 35 (10) Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg* 16 (7) Katechetisches Institut* 37 (14) 1. Kurs 10 (5) 2. Kurs 12 (4) 3. Kurs 15 (5) Geisteswissenschaftliche Fakultät Philosophie, Geschichte, Judaistik, Religionswissenschaften, Soziologie 90 (46) Grundstudium 37 (19) Hauptstudium 17 (7) Zusatzstudium 1 (1) Postgraduierende 6 (1) Beurlaubt 4 (1) NDS Interkulturelle Kommunikation 25 (17) Rechtswissenschaftliche Fakultät Rechtswissenschaft 156 (92) Orientierungsjahr 145 (83) Postgraduierende 11 (9) Gesamttotal 434 (214) 64 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen Rechnung Die Jahresrechnung basiert auf dem Budget 2001, das im Frühjahr 2000 vor der Volksabstimmung über das Universitätsgesetz erstellt wurde. Die Entwicklung der Universität war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Mit der Jahresrechnung 2001 wurde erstmals eine Bilanz erstellt. Bilanz per 31. Dezember 2001 Der Ausbau der Universität zeigt sich in den Gesamtausgaben der Universität Luzern (inkl. des Kate- chetischen Instituts), die im Jahre 2001 um 40% von 8,8 Mio. auf 12,4 Mio. gestiegen sind. Dabei ma- chen die Personalkosten rund 78% der Gesamtkosten aus. Infolge des grösseren Raumbedarfs sind die Sachkosten um rund 48% gestiegen. Beim Ertrag ist die Finanzierung der Universitätsstiftung mit 1,7 Mio. unter der Rubrik «Beiträge Drit- ter» ersichtlich. Die grösseren Studierendenzahlen im Wintersemester 2001/2002 werden sich erst auf die Bundesbeiträge 2002 auswirken. Der Kanton Luzern hat seinen Beitrag um 1,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht. Aktiven (in CHF 1000er) Flüssige Mittel 328 Forderungen gegenüber Dritten 344 Forderungen gegenüber Nahestehenden 935 Umlaufvermögen 1607 Einrichtungen 52 Anlagevermögen 5 Total Aktiven 1659 Passiven (in CHF 1000er) Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 491 Verbindlichkeiten gg. Nahestehenden 366 Passive Rechnungsabgrenzungen 63 Fremdkapital 920 SNF-Projekte 303 BBW-Projekte 184 übrige Projekte 252 Gebundene Mittel 739 Eigenkapital 0 Total Passiven 1659 Anmerkung: 1) IUV = Interkantonale Universitätsvereinbarung; regelt die interkantonale Beiträge 2) UFG = Universitätsförderungsgesetz (vom 8.10.1999) 3) SNF = Schweiz. Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung 65Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen 6.5 RECHNUNG Erfolgsrechnung vom 1.1.2001 bis 31.12.2001 Ist Budget Rechnung (in CHF) Total Total +/- 2000 1999 Ertrag 12 377 897 12 377 000 -897 8 846 752 7 984 907 Personalertrag 496 131 463 400 -32 731 190 912 409 942 Sachertrag 73 656 110 000 36 344 42 526 46 237 Projektertrag 26 000 0 -26 000 0 0 Studienertrag 713 195 579 000 -134 195 561 565 275 060 Beiträge Dritter 2 020 073 2 025 000 4 927 350 537 235 203 Beiträge Bund 1 348 898 1 400 000 51 102 2 191 067 2 238 138 IUV-Beiträge1) 881 153 1 300 000 418 847 Beitrag Kanton Luzern 6 818 791 6 499 600 -319 191 5 510 146 4 780 327 Aufwand 12 377 897 12 377 000 -897 8 846 752 7 984 907 Personalaufwand 9 663 140 9 554 800 -108 340 7 241 051 6 826 922 Sachaufwand 1 635 483 1 694 800 59 317 835 269 657 473 Projektaufwand 475 987 550 000 74 013 439 166 187 589 Studienaufwand 603 287 577 400 -25 887 331 267 312 923 Mittelfluss Total (in CHF 1000er) 12378 100% Universität 871 7% Studiengebühren 639 Übrige Einnahmen (Dienstleistungen, etc.) 232 Standortkanton Deckung (gemäss Staatsrechnung) 6819 55% Andere Kantone 881 7% Interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV)1) 881 Weitere Beiträge/Zahlungen Bund 1648 13% Grundbeiträge UFG2) 1337 In der laufenden Rechnung erfasste Investitionsbeiträge Forschungsprojekte des SNF3) 299 Übrige Bundesbeiträge 12 Stiftungen/Vereine/Insitutionen 2159 17% Universitätsstiftung (davon kirchliche Beiträge 506) 1784 Übrige Stiftungen 21 Vereine / Institutionen 116 Direkte kirchliche Beiträge 238 66 Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 www.unilu.ch Standorte Personen Fakten Zahlen Universität Luzern PÞ stergasse 20 6003 Luzern Rektorat Tel. 041 228 61 26 Fax 041 228 55 05 e-mail: rektorat@unilu.ch Universitätskanzlei Tel. 041 228 55 10 Fax 041 228 55 05 e-mail: zita.schmid@unilu.ch Finanz- und Rechnungswesen Tel. 041 228 73 50 Fax 041 228 55 05 e-mail: patricia.buholzer@unilu.ch Stelle für Öffentlichkeitsarbeit Gibraltarstrasse 3 6003 Luzern Tel. 041 228 78 11 Fax 041 228 73 37 e-mail: judith.lauber@unilu.ch Gleichstellungsbeauftragte Gibraltarstrasse 3 6003 Luzern Tel. 041 228 73 44 Fax 041 228 73 37 e-mail: barbara.mueller@unilu.ch Informatik Hirschengraben 43 6003 Luzern Tel. 041 228 78 06 Fax 041 228 77 35 e-mail: marco.antonini@unilu.ch Theologische Fakultät Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 61 03 Fax 041 228 61 10 e-mail: tf@unilu.ch Institut für Sozialethik Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 55 31 Fax 041 228 72 27 e-mail: ise@unilu.ch Institut für Jüdisch-Christliche Forschung Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 55 35 Fax 041 228 72 27 e-mail: ijcf@unilu.ch Ökumenisches Institut Gibraltarstrasse 3 6003 Luzern Tel. 041 228 66 32 Fax 041 228 72 32 e-mail: oekumene@unilu.ch Liturgisches Institut Gibraltarstrasse 3 6003 Luzern Tel. 041 228 73 24 Fax 041 228 73 26 e-mail: liturgisches-institut@unilu.ch Katechetisches Institut PÞ stergasse 20 6003 Luzern Tel. 041 228 55 20 Fax 041 228 55 27 e-mail: kil@unilu.ch Theologisches Seminar Dritter Bildungsweg Abendweg 1 6006 Luzern Tel. 041 419 48 20 Fax 041 419 48 21 e-mail: dbw@unilu.ch 67Jahresbericht Universität Luzern 2000/2001 Personen Fakten Zahlen www.unilu.ch Religionswissenschaftliches Seminar Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 73 88 Fax 041 228 61 09 e-mail: relsem@unilu.ch Institut für Kommunikation und Kultur Bruchstrasse 43/45 6003 Luzern Tel. 041 228 77 71 Fax 041 228 77 85 e-mail: info@unikk.ch Nachdiplomstudiengang Interkulturelle Kommunikation Bruchstrasse 43/45 6003 Luzern Tel. 041 228 77 76 e-mail: nds-ik@unilu.ch Nachdiplomstudiengang Philosophie und Management Gemeindehausstrasse 1 6011 Kriens Tel. 041 320 71 60 Fax 041 320 70 28 e-mail: ndk-pm@unilu.ch Rechtswissenschaftliche Fakultät Hirschengraben 31 6003 Luzern Tel. 041 228 77 01 Fax 041 228 77 04 e-mail: rf@unilu.ch Forschungsstelle für Internationalisiertes und Europäisiertes Privatrecht Hirschengraben 43 6003 Luzern Tel. 041 228 77 30 Fax 041 228 77 35 e-mail: Þ p@unilu.ch Institut für kirchliche Weiterbildung Abendweg 1 6006 Luzern Tel. 041 419 48 20 Fax 041 419 48 21 e-mail: ifok@unilu.ch Nachdiplomstudium Berufseinführung Adligenswilerstrasse 16 6006 Luzern Tel. 041 419 91 91 Fax 041 419 48 21 e-mail: priesterseminar-luzern@bluewin.ch Geisteswissenschaftliche Fakultät Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 55 08 Fax 041 228 61 09 e-mail: gf@unilu.ch Philosophisches Seminar Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 61 27 Fax 041 228 72 33 e-mail: philsem@unilu.ch Historisches Seminar Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 55 38 Fax 041 228 61 55 e-mail: histsem@unilu.ch Soziologisches Seminar Kasernenplatz 3 6003 Luzern Tel. 041 228 61 00 Fax 041 228 73 77 e-mail: sozsem@unilu.ch 6.6 STANDORTE

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    OEkumene der Herzen und OEffentliche Theologie. Einheit der Kirchen und Einheit der Welt. Otto Karrer Vorlesung am 27.9.2023 in Luzern

    1 Christoph Markschies, Eine platonische Beziehung, in: Herder-Korrespondenz 2/2023, 19-21 (21). Otto

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    Sonderveranstaltung Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2012 INFORMATION 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen ............................................................................................................................... 4 Termine ................................................................................................................................. 5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik ................................................. 6 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen ........................................................ 13 Modul Weltgesellschaft .................................................................................................... 13 Modul Weltpolitik .............................................................................................................. 39 Modulübergreifende Veranstaltungen .............................................................................. 63 Modul Forschung-Praxis-Methoden ................................................................................. 66 Sonderveranstaltungen…………………………………………………...................................71 4 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/polsem Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, MA Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Leitung Studiengang Prof. Dr. Sandra Lavenex Büro 3.B14 E-Mail: sandra.lavenex@unilu.ch 041 229 55 90 Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Beteiligte Seminare KSF Politikwissenschaftliches Seminar E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Maria Ettlin 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 mailto:polsem@unilu.ch http://www.unilu.ch/polsem mailto:michael.buess@unilu.ch mailto:sandra.lavenex@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch mailto:ethnosem@unilu.ch mailto:histsem@unilu.ch mailto:oeksem@unilu.ch mailto:relsem@unilu.ch mailto:sozsem@unilu.ch mailto:rf@unilu.ch 5 Termine Herbstsemester 2012 Lehrveranstaltungen von Montag, 17. September bis Freitag, 21. Dezember 2012 Ausfall der Vorlesungen: Di 2. Oktober 2012 St. Leodegar (städischer Feiertag) Do 1. November 2012 Allerheiligen Do 8. November 2012 Dies Academicus (vormittags) Sa 8. Dezember 2012 Maria Empfängnis Frühjahrssemester 2013 Lehrveranstaltungen von Montag, 18. Februar bis Mittwoch, 29. Mai 2013 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter http://www.unilu.ch/deu/master_46858.html publiziert. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldungen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der KSF erfolgen über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Für Veranstaltungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) ist keine Anmeldung über das Uni- Portal nötig, resp. möglich. Es wird empfohlen, sich in die Mailingliste (https://mlist-rf.unilu.ch/) der jeweiligen Veranstaltung einzutragen um wichtige Informationen und Dokumente auf diesem Weg zu erhalten. In der Veranstaltung selber wird dann darüber infomiert, wie und wann Sie sich zur Veranstaltungs- prüfung verbindlich anmelden können. Diese Anmeldung zu Prüfungen findet in der Regel gegen Ende September über das UniPortal statt. https://portal.unilu.ch/ http://www.unilu.ch/deu/master_46858.html https://portal.unilu.ch/ https://mlist-rf.unilu.ch/ 6 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundierte Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regionalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst die rechtlichen Aspekte zunehmender internationaler Institutionalisierung sowie die ökonomischen Aspekte zunehmender internationaler Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessender Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausgezeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 7 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von möglichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunktsetzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipieren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP aus den Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Sandra Lavenex (sandra.lavenex@unilu.ch) Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Michael Buess, MA (michael.buess@unilu.ch) Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/weltgesellschaft-weltpolitik http://www.unilu.ch/weltgesellschaft-weltpolitik 8 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik – Studienbeginn vor HS12 Art der Veranstaltung Beschreibung CP √ Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 9 Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik - Studienbeginn ab HS 2012 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Weltgesellschaft und Weltpolitik Vorlesung - 2 Vorlesung - 2 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Forschungskolloquium - 4 Weitere Studienleistungen - 14 Forschung – Praxis - Methoden Methodenseminar 4 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 bzw. 10+4 Variante 2: Methodische Spezialisierung Absolvierung methodischer Veranstaltungen im Rahmen des methodisch-empirischen Lehrangebots der KSF Oder: Absolvierung solcher methodischer Veranstaltungen (10 Cr) und Partizipation an einem einschlägigen wissenschaftlichen Workshop (4 Cr) Schriftliche Arbeit Methodische Forschungsarbeit 6 Freie Studienleistungen Studienleistungen Aus dem MA-Lehrangebot der KSF 10 Sozialkompetenz - 4 Masterverfahren Im Modul Weltgesellschaft oder Weltpolitik MA-Arbeit - 30 Im anderen Modul als MA-Arbeit MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 Die Musterstudienpläne entsprechen der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2011. Download unter www.unilu.ch/ksf. 10 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Baumann: Karma, dharma, marga. Einführung in die Hindu-Religionen Do 10.15 – 12.00 VL Beer: Einführung in die Ethnologie Mo 13.15 – 15.00 VL Beer: Soziale und sexuelle Reproduktion Do 10.15 – 12.00 VL Hodler: Wachstum und Entwicklung Mo 15.15 – 17.00 VL Moser: International Monetary Economics Fr 13.15 – 17.00 14-tägig VL Speich Chassé: Weltregierung und Dekolonisation. Die Geschichte der UNO Mi 10.15 – 12.00 HS Helbling: Niedergang und Zusammenbruch von Gesellschaften Mi 10.15 – 12.00 HS Hodler: Internationaler Handel und Globalisierung Blockveranstaltung HS Kaube: Tourismus und Weltgesellschaft Fr / Sa Blockveranstaltung HS Kausch: Die Ökonomisierung der Fair Trade Bewegung Mi 10.15 – 12.00 HS Marchart: Soziale Bewegungen und Medien. Perspektiven der Subculture Studies Fr / Sa Blockveranstaltung HS Merz: Kommunikationsmedium Internet Di 15.15 – 17.00 HS Passarge: Kapitalismus in der Krise Di 08.15 – 10.00 MAS Behloul: Ethno-Islam oder Umma? Entwicklungsprozesse muslimischer Diaspora-Gemeinschaften aus dem Balkan im Westen Do 13.15 – 15.00 MAS Beer: The Political Economy of Kinship Mo 15.15 – 17.00 MAS Dörner: Modernisierte Gesellschaft – amerikanisierte Wahlkämpfe? Gewandelte Formen politischer Medienkommunkation im Vergleich Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Hasse/Helbling: Organisation und Institution. Institutionelle Ökonomie in den Sozialwissenschaften: Grundlagen, Anwendungen, Weiterentwicklungen Di 10.15 – 12.00 MAS Itschert: Globalisierung und Staat Mo 10.15 – 12.00 MAS Mattioli: Die Geschichte Lateinamerikas in filmischen Annäherungen Di 13.15 – 15.00 MAS Petzke: Soziologische Analysen der USA Mo 13.15 – 15.00 MAS Speich Chassé: Kulturgeschichte des Neoliberalismus Mi 13.15 – 15.00 MAS Stichweh: Kunst als Weltsystem: Geschichte und Struktur Blockveranstaltung MAS Winter: Widerstand im Netz Blockveranstaltung 11 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Blatter: Politische Theorie I: Demokratietheorien Mo 15.15 – 17.00 VL Caroni: Migrationsrecht Do 13.15 – 15.00 VL Caroni: Völkerrecht Di 13.15 – 15.00 Do 10.15 – 12.00 14-tägig VL Fielder: African Law – Contemporary Issues in the Law of Sub-Saharan Africa: Crisis, Consitutionalism and Hope Mo 10.15 – 12.00 VL Heselhaus: Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht Do 17.15 – 19.00 VL Lavenex: Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance Mi 10.15 – 12.00 VL Marauhn: International Environmental Law Blockveranstaltung VL Morawa: Comparative Constitutional Law Mi 13.15 – 15.00 VL Morawa: Diversity Management Blockveranstaltung VL Oesch: The Law and Policy of the World Trade Organization (WTO) Do 17.15 – 19.00 VL Speich Chassé: Weltregierung und Dekolonisation. Die Geschichte der UNO Mi 10.15 – 12.00 VL Topidi: Comparative Religious Rights in the Public Sphere Blockveranstaltung VL Zhang Coenen: Terrorism and the Law Di 10.15 – 12.00 VL Ziegert: Global Law, Regional Law, Local Law – the Integration of Law in Asia and Europe Mi 15.15 – 17.00 Do 15.15 – 17.00 HS Blatter: HS zur Qualität von Demokratien und Demokratie- Messinstrumenten Blockveranstaltung HS Lavenex: The Real New World Order: Institutionelle Varianz in den internationalen Beziehungen Mi 13.15 – 15.00 HS Maisenbacher: Hegemonie und Empire. Ordnungsvorstellungen der Weltpolitik Do 10.15 – 12.00 HS Serrano: International Political Economy Mi 15.15 – 17.00 MAS Bächtiger: Vergleichende Demokratisierung Di 15.15 – 17.00 MAS Dingwerth: Internationale Organisation Mi 10.15 – 15.00 14-tägig MAS Meyer: Macht und Legitimität: Klassische und aktuelle Perspektiven Do 15.15 – 17.00 MAS Seelmann/Demko: „Menschenrechte“ und ihre Begründung, Geltung und Entwicklung in Philosophie und Recht Blockveranstaltung 12 Modulübergreifende Veranstaltung Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit KOL Egli: Forschungskolloquium Ethnologie Mi 17.15 – 19.00 KOL Lavenex/Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Di 15.15 – 17.00 KOL Bohn/Hasse: Forschungskolloquium Soziologie Di 17.15 – 20.00 Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit HS Kirchschlager: Der qualitative Forschungsprozess – Seminar zur Unterstützung empirischer Arbeiten Do 17.15 – 19.00 MAS Kohler: Applied Regression Analysis (Using Stata) Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Laganà: Analysis of Social Structure and Social Behavior Do 13.15 – 15.00 MAS Mensching: Dokumentarische Methode und Diskursanalyse Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Merz: Qualitative Methoden der Medienforschung Mi 10.15 – 12.00 Sonderveranstaltungen Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit Workshop Lavenex/Beer/Hasse/Helbling/Heselhaus/Hodler: Workshop zum Start des Studiengangs Freitag, 21.09.12 10.15 – 12.00 Workshop/ Exkursion Lavenex/Studierende: Internationaler Verkehr, Handel und Kommunikation. Ein Blick auf verschiedene Bereich der Weltgesellschaft in Rotterdam dreitägige Exkursion in Stadt und Hafen von Rotterdam Mittwoch, 10.10.12 bis Freitag, 12.10.12 Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 13 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Karma, dharma, marga. Einführung in die Hindu-Religionen Dozent: Prof. Dr. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 20.09.2012 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung wird die unterschiedlichen Lehren und Praktiken der Hindu- Religionen und ihre Hauptgöttinnen und Götter vorstellen. Entstanden im ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung auf dem indischen Sub- kontinent durchlief "der Hinduismus" verschiedene Epochen der Formung und Schwerpunktsetzung von Praxis, Lehre und Gemeinschaftsbildung. Die Vorlesung skizziert die geschichtlichen Entwicklungen, erläutert zentrale Begriffe wie dharma, karma, samsara und moksha und zeichnet die ver- schiedenen Wege der "Befreiung" sowie die unterschiedlichen Formen religiöser Praxis, Andacht, Askese und Pilgerfahrt nach. Thema sind ebenso das Kastensystem und Genderfragen sowie die Neuinterpretationen hinduistischer Lehren und Praktiken im Zuge von Kolonialismus und christlichen Missionen im 19. Jahrhundert des "British Raj". Teil diese neohinduistischen Interpretationen sind globale Guru Hindu-Bewegungen, die im 20. Jahrhundert etwa mit Swami Prabhupada und Ammachi weltweit Verehrer gewannen. Zur Sprache kommen soll auch die hinduistische Vielfalt in der Schweiz, möglichst in Verbindung mit dem Besuch eines hindu-tamilischen Tempels. Ziel der Vorlesung ist es, überblicksartig religionsgeschichtliche Kenntnisse zur Entstehung und Entwicklung der Hindu-Religionen in Indien zu ver- mitteln, wichtigste Götter, grundlegende Lehrkonzepte und devotionale Glaubenspraktiken vorzustellen sowie die Präsenz verschiedener "Hinduismen" im Westen exemplarisch aufzuzeigen. Zugleich ist darzu- stellen, wie die doktrinär an den indischen Kulturraum und deren Völker gebundenen Hindu-Religionen zu einer so genannten Weltreligion mit universalistischem Anspruch wurde und der Prozess von Veränderung auch heute nicht abgeschlossen ist. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 2 Kontakt: martin.baumann@unilu.ch Material: s. OLAT Literatur: • Flood, Gavin, An Introduction to Hinduism, Cambridge: Cambridge University Press 1996. • Knott, Kim, Hinduismus. Eine kurze Einführung, Stuttgart: Reclam 2000 (zur Anschaffung). • Lipner, Julius, Hindus. Their Religious Beliefs and Practices, 2nd Edition, Oxon, New York Routledge 2009. • Michaels, Axel, Der Hinduismus. Geschichte und Gegenwart, München: Beck 1998. 14 Einführung in die Ethnologie Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Ausserdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie - Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen grösseren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: Benotete Prüfung / 3 bettina.beer@unilu.ch Literatur • Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. • Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2011: Ethnologie. Einführung und Überblick. (7. Auflage). Berlin: Reimer. 15 Soziale und sexuelle Reproduktion Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich, Do, 10.15 - 12.00, ab 20.09.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Diese Vorlesung gehört in den Bereich "Einführung in Teilgebiete der Ethnologie" des BA-Studienganges Ethnologie und wird in regelmäßigen Abständen angeboten. Verwandtschaft und damit die Regelung sozialer und sexueller Reproduktion ist das wichtigste Organisationsprinzip nicht- staatlicher Gesellschaften. Beziehungen zwischen Menschen aufgrund von Geburt und Ehe sind die Grundlage für Gruppenzuordnungen und Heiratsregeln, Land- und Erbrechte, Siedlung und Wohnen, Krieg und Kult, Freundschaft und Feindschaft und viele andere Bereiche. Dabei sind die Konzepte von Verwandtschaft zum einen in Bedingungen der sozialen Reproduktion (Geschlecht, Geburt und Kindschaft), zum anderen in lokalen Vorstellungen und Ideologien vom "Körper" (Ursprung, Abstammung und Vaterschaft) begründet. Das Interesse an Verwandtschaft stand am Anfang der sich etablierenden Ethnologie (Johann Jakob Bachofen, Lewis Henry Morgan, Sir Henry Maine und viele andere), es blieb spezieller Arbeitsbereich dieser Disziplin und von großer Bedeutung für den Zugang zu außereuropäischen Kulturen. Theoretische Auseinandersetzungen in der Ethnologie waren eng mit Diskussionen über Verwandtschaft, über die Universalität oder Relativität sozialer Institutionen (etwa "Blutsverwandtschaft" und Ehe) verbunden. Geschlecht ist eine zentrale Kategorie verwandtschaftlicher Beziehungen. Seit den 1990er Jahren haben sich Verwandtschaftsethnologie und ethnologische Gender-Forschung deshalb auch zunehmend miteinander verbunden. Heute werden dadurch angestoßen beispielsweise Forschungen zu neuen Reproduktionstechnologien und veränderten verwandtschaftlichen Bindungen durchgeführt. Die Vorlesung ist als Einführung für Hörer ohne Voraussetzungen konzipiert. Vorgestellt werden – ausgehend von europäischen Konzepten und Wertungen – Abstammungsrechnungen und Verwandtschaftsgruppen, Heirats- und Wohnfolgeregelungen, Prinzipien der Verwandtschafts- Terminologie, Familie und Haushalt sowie auf Verwandtschaft bezogene Emotionen, Ideologien und religiöse Vorstellungen. Ausgegangen wird jeweils von ethnographischen Einzelbeispielen, aus denen allgemeine Probleme und Prinzipien, Terminologie und Theorie abgeleitet werden. Für Studierende höherer Semester ist es möglich, anknüpfend an die Vorlesung einzelne Themen vertiefend zu behandeln und darüber eine Seminararbeit zu schreiben. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Bitte auf OLAT für den Kurs anmelden und Rückfragen über das Forum stellen. Abonnieren Sie die Benachrichtigungen des Kurs- Forums, dann sind Sie immer auf dem neuesten Stand. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch 16 Literatur • Barnard, Alan, and Anthony Good 1984. Research practices in the study of kinship. London: Academic Press. • Carsten, J. (Hg.) 2000. Cultures of Relatedness. New Approaches to the Study of Kinship. Cambridge: Cambridge University Press. • Carsten, J. 2003. After Kinship (New Departures in Anthropology). Cambridge: Cambridge University Press. • Feinberg, R. & Oppenheimer, M. (Hg.) 2001. The Cultural Analysis of Kinship. The Legacy of David M. Schneider. Urbana und Chicago: Univ. of Illinois Press. • Fischer, H. 1996. Lehrbuch der Genealogischen Methode. Berlin: Reimer. • Goodwin, R. 1999. Personal Relationships across Cultures. London und New York: Routledge. • Holy, L. 1996. Anthropological Perspectives on Kinship. London: Pluto Press. • Parkin, R. 1997. Kinship. An Introduction to Basic Concepts. Oxford: Blackwell. • Schweitzer, P. P. (Hg.) 2000. Dividends of Kinship. Meanings and Uses of Social Relatedness. London und New York: Routledge. • Schwimmer, B. 1995-2003. Kinship and Social Organization. An Interactive Tutorial. http://www.umanitoba.ca/faculties/arts/anthropology/kintitle.html. Department of Anthropology, University of Manitoba. • Vowinckel, G. 1995. Verwandtschaft, Freundschaft und die Gesellschaft der Fremden. Grundlagen menschlichen Zusammenlebens. Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft. 17 Wachstum und Entwicklung Dozent: Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit den möglichen Gründen für die grossen internationalen Unterschiede in Einkommen und Lebensstandards sowie in deren Wachstumsraten. Ausgehend vom Solow-Modell wird die Rolle von physischem Kapital, Bevölkerungswachstum, Ausbildung, Gesundheit, Effizienz und thechnologischem Fortschritt analysiert. Des Weiteren werden die Rolle von Institutionen, Wirtschaftspolitik, Korruption, Ungleichheit, Kultur, Klima und natürlichen Ressourcen besprochen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: roland.hodler@unilu.ch Hörer/innen.: Offen für Gasthörer/innen Literatur • David N. Weil (2009), Economic Growth, 2nd edition, Pearson Addison Wesley. mailto:roland.hodler@unilu.ch 18 International Monetary Economics Dozent: Dr. Christoph Moser Duchführender Fachbereich: Ökonomie Termine: 14-täglich Fr, 13.15 - 17.00, ab 28.09.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: What determines the foreign exchange rate in the short- and long-term? What are the effects of monetary and fiscal policy in an open economy? What drives a country's choice of the foreign exchange rate regime and why are some countries more prone to financial crises than others? A number of simple theoretical frameworks will be developed that allow us to discuss recent economic policy issues. Lernziele: Umfang: The core objective of the course is to develop simple macroeconomic models of open economies that can be usefully applied to international economic phenomena ranging from the global financial imbalances, the Chinese exchange rate regime, the European Monetary Union, reform proposals for the international financial architecture to global financial crises. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: christoph.moser@kof.ethz.ch Literatur • Krugman, Paul, Maurice Obstfeld and Marc Melitz (2011), International Economics: Theory and Policy, International Edition, 9th Edition, Addison-Wesley. • Klein, Michael and Jay Shambaugh (2010), Exchange Rate Regimes in the Modern Era, MIT Press. 19 Weltregierung und Dekolonisation. Die Geschichte der UNO Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2012 FRO, HS 7 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung versteht das UNO-System als ein globales Kommunikationsforum und gibt einen Überblick zu dessen Geschichte. Im Zentrum stehen dabei die Differenzen zwischen reichen und armen Ländern sowie Normsetzungen und Aushandlungsprozesse zwischen West- und Osteuropa, den USA und dem „Rest“ der Welt. Entlang dieser Konflikte werden die Konzeption einer „Weltregierung“ und die Handlungsperspektiven einer „Weltinnenpolitik“ erörtert, die nach 1945 formuliert worden sind. Welche Vermächtnisse der Kolonialreiche sind in die UNO hineingebaut worden? Was war die Rolle des Kalten Krieges? Welche Karriere durchlief der Nationalstaat als politische Organisationsform? Wie bedeutsam war die Weltorganisation im Prozess der Dekolonisation und inwiefern wurde sie zu einem Forum für Stimmen aus der Dritten Welt? Mit diesen Fragen nimmt die Vorlesung unterschiedliche Problematisierungsweisen von Staatlichkeit in den Blick und untersucht die Globalisierung von politischer Kultur. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 2 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur • Mazower, Mark 2009: No enchanted palace. The end of empire and the ideological origins of the United Nations, Princeton: Princeton Univ. Press. 20 Niedergang und Zusammenbruch von Gesellschaften Dozent: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: In seinen Büchern ”Arm und Reich” (1998) und ”Kollaps” (2005) entwickelt Jared Diamond anhand historischer und ethnographischer Daten eine neomalthusianische Erklärung des Aufstiegs und Niedergangs von Gesellschaften: Günstige Umweltbedingungen (Klima, Ressourcen) bilden dabei die Voraussetzungen für Expansion und Hierarchisierung von Gesellschaften, während Bevölkerungsdruck und Übernutzung von Ressourcen zu Krisen und Kriegen führen, die den Niedergang von Gesellschaften einleiten. Anhand der eingehenden Diskussion von einigen Fallbeispielen gesellschaftlicher Zerfallsprozesse – der Häuptlingstümer der Oster-Insel, der Yaghan und Ona in Feuerland, der Wikinger-Siedlungen auf Grönland, der Maya-Staaten im 9. Jh. sowie des zeitgenössischen Somalia – soll der neomalthusianische Erklärungsansatz eingehend diskutiert und mit alternativen Theorien verglichen werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 juerg.helbling@unilu.ch Literatur • Diamond, Jared (2005) Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen. München: Fischer Verlag. • Tainter, Joseph (1988) The collapse of complex societies. Cambridge: Cambridge University Press. 21 Internationaler Handel und Globalisierung Dozent: Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Ökonomie Termine: Mo, 24.09.2012, 17.15 - 19.00 FRO, 3.B52 Mi, 28.112012., 08.15 - 19.00 FRO, 4.B55 Do, 29.11.2012, 08.15 - 19.00 FRO, 4.B47 Fr, 30.112012, 08.15 - 19.00 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Das Seminar befasst sich mit ausgewählten Themen des internationalen Handels und der Globalisierung; die Auswirkungen des internationalen Handels auf Armut, Ungleichheit, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung; die Politische Ökonomie und Aussenhandelspolitik; sowie Themen zur internationalen Migration von Arbeitskräften und der internationalen Vernetzung der Finanzmärkte. 1) Die Studierenden wenden ihre theoretischen Kenntnisse der Internationalen Ökonomie auf angewandte Fragestellungen an. 2) Die Studierenden trainieren ihre Fähigkeiten zur ökonomischen Argumentation. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung „Internationale Ökonomie“ 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / Referat / 4 Kontakt: roland.hodler@unilu.ch Literatur Wird bei der Themenvergabe bekanntgegeben. 22 Tourismus und Weltgesellschaft Dozent: Jürgen Kaube, dipl. Volkswirt Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 28.09.2012, 10.15 – 17.00 FRO, HS 11 Fr, 19.10.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 20.10.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 16.11.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 17.11.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Aus touristischen Gründen zu reisen oder bereist zu werden, trifft auf immer mehr Menschen zu. Die ganze Welt erscheint in der modernen Gesellschaft als sehenswert oder als Quelle von Erholung: von fernen Inseln und Großstädten über Kriegsgebiete, Bauernhöfe und Weltmeere bis zu ehemaligen Industrieregionen, antiken Stätten und Gebirgsbächen. Der Tourismus bietet insofern hervorragende Fallbeispiele für das, was mit dem soziologischen Begriff der Weltgesellschaft gemeint ist. Das Seminar fragt danach, ob es sich um soziale Erscheinung eigener Art handelt, oder nur um einen Zweig der Dienstleistungsökonomie. Wie prägt der Tourismus das Erleben der Reisenden wie Bereisten? Und mittels welcher Technologien, Infrastrukturen und medialen Begleitungen geschieht das? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: juergen.kaube@doz.unilu.ch Literatur • Rüdiger Hachtmann: Tourismus-Geschichte, Göttingen 2007 • Jean-Didier Urbain: At the beach, Minneapolis 2003 • John Urry: The Tourist Gaze, London 2000 • David Foster Wallace: Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich, München 2008 23 Die Ökonomisierung der Fair Trade Bewegung Dozentin: Judith Kausch, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 19.09.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Fair Trade hat sich vom Nischenmarkt zu einem Mainstream-Phänomen entwickelt und ist inzwischen in vielen Supermärkten erhältlich. Im Zuge dieser Entwicklung haben sich Labelling- und Zertifizierungspraktiken institutionalisiert, wodurch sich der Fair Trade Markt zunehmend ökonomisiert hat. In Anbetracht dieser Entwicklung wird in der Veranstaltung der Frage nachgegangen, was bei der Fair Trade Bewegung Ökonomisierung bedeutet. Für die Beantwortung der Frage ist das Seminar in zwei Teile untergliedert. In einem ersten Teil wird Ökonomisierung der Gesellschaft allgemein untersucht, wobei hier nicht nur aktuelle Werke der Soziologie, sondern auch Klassiker behandelt werden. So bietet das Seminar einen Einblick in grundlegende soziologische Werke. Im zweiten Teil des Seminars wird der Fall der Fair Trade Bewegung untersucht. Der geographische Fokus liegt auf der Fair Trade Bewegung in der Schweiz, jedoch sind für die nähere Betrachtung des Themas auch internationale Meta-Organisationen relevant. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Kontakt: judith.kausch@unilu.ch Literatur • Djelic, Marie-Laure 2006: Marketization: From intellectual agenda to global policy-making. In: Djelic, Marie-Laure/Sahlin-Andersson, Kerstin (Hrsg.) 2006: Transnational Governance. Institutional Dynamics of Regulation. Cambridge: University Press, 53-73. • Raynolds, Laura T./Long, Michael A. 2007: Fair/Alternative Trade. Historical and empirical dimensions. In: Raynolds, Laura T./Murray, Douglas/Wilkinson, John (Hg.) 2007: Fair Trade. The Challenges of Transforming Globalization. New York: Routledge, 15-32. • Richter, Peter 2009: Ökonomisierung als gesellschaftliche Entdifferenzierung. Eine Soziologie zum Wandel des öffentlichen Sektors. Konstanz: UKV Verlagsgesellschaft. • Schaber, Carole/van Dok, Geert 2008: Die Zukunft des Fairen Handels. Luzern: Caritas-Verlag. 24 Soziale Bewegungen und Medien. Perspektiven der Subculture Studies Dozent: Prof. Dr. Oliver Marchart Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Terminierung 1: Fr, 21.09.2012, 12.15 - 14.00 FRO, 3.B55 Fr, 02.11.2012, 10.15 – 17.00 FRO, 3.B58 Terminierung 2: Sa, 03.11.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 09.11.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 10.11.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit dem kulturellen und medialen Aspekt von Protestbewegungen. Besonders soll es um die forschungspraktische Auseinandersetzung mit sozialen Bewegungen und ihrer Mediennutzung gehen. Nach einer allgemeinen Übersicht über Ansätze der Sozialen Bewegungsforschung sollen diese Ansätze „im Feld“ erprobt werden durch teilnehmende Beobachtung, Interviews, etc. Eine der Forschungsfragen wird dabei sein: Wie erzeugen und nutzen soziale Bewegungen ihre eigenen Alternativ- oder Protestmedien (vom flyer bis zu facebook)? Dabei spielen Fragen von Kultur, Macht und Identität, wie sie etwa die Cultural Studies und Subcultural Studies bearbeiten, eine wichtige Rolle. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: oliver.marchart@unilu.ch Literatur • Oliver Marchart, Rupert Weinzierl (Hg.): Stand der Bewegung. Protest, Globalisierung, Demokratie, Münster: Westfälisches Dampfboot 2006 • John Downing: Radical Media, London: Sage 2001 25 Kommunikationsmedium Internet Dozentin: Prof. Dr. Martina Merz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine:: wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 18.09.2012 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Mail, Chat, MUD, Second Life, Facebook, etc. – Mit dem Internet sind vielgestaltige Kommunikationsformen assoziiert, die sich in kurzen zeitlichen Abständen weiter ausdifferenzieren und hinsichtlich ihrer Bedeutung und Verbreitung neu konfigurieren. Diese Entwicklung bildet für die sozialwissenschaftliche Analyse in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung, der sich die Lehrveranstaltung anhand folgender Leitfragen stellt: Welche Medienkonzepte können gewinnbringend mit dem Internet und seinen Kommunikationsformen assoziiert werden? Während die Analyse computervermittelter Kommunikation sich zunächst bevorzugt binärer Kontraste (z.B. Online vs. Offline, interaktiv vs. nicht-interaktiv, direkt vs. medial vermittelt) bediente, wird heute zunehmend auf die konkreten Ausprägungen der Medienpraxis verwiesen: Wie lassen sich vor diesem Hintergrund die verschiedenen Modi internetgestützter Kommunikation charakterisieren (bzgl. technischer, organisatorischer, institutioneller Merkmale)? Wie gehen die Sozialwissenschaften schliesslich damit um, dass sie der Entwicklung immer wieder ‚hinterherhinken’? Zur Bearbeitung der Fragen wird zum einen Literatur (theoretische Ansätze, detaillierte empirische Studien) herangezogen. Zum anderen werden die Kursteilnehmenden dazu angehalten, sich mit dem Kommunikationsmedium Internet in Übungen auch empirisch auseinanderzusetzen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: martina.merz@unilu.ch Literatur • Postill, John (2008): Localizing the internet beyond communities and networks. New Media and Society 10 (3): 413-431. • Schultz, Tanjev (2001): Mediatisierte Verständigung. Zeitschrift für Soziologie 30 (2): 85-102. • Wehner, Josef (1997): Interaktive Medien – Ende der Massenkommunikation? Zeitschrift für Soziologie 26 (2): 96-114. • Wellman, Barry (2004): The three ages of internet studies: ten, five and zero years ago. New Media & Society 6 (1): 123-129. mailto:oliver.marchart@unilu.ch 26 Kapitalismus in der Krise Dozentin: Dr. Eva Passarge Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 08.15 - 10.00, ab 18.09.2012 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Die kapitalistische Organisation der Wirtschaft ist seit dem Zusammenbruch des Realsozialismus zum zentralen Kennzeichen moderner Gesellschaften geworden. Prinzipien des Kapitalismus sind dabei nicht nur in der Wirtschaft vorzufinden, sondern haben sich auch auf andere Bereiche wie zum Beispiel Wissenschaft oder Politik ausgedehnt. Im Bereich der Wirtschaft wird seit einigen Jahren von Finanzmarkt-Kapitalismus gesprochen, der durch die steigende Bedeutung und des Einflusses von Finanzmärkten auf die Realökonomie charakterisiert wird, wie an der Finanzkrise deutlich wurde. Ziel des Seminars ist es den Begriff des Kapitalismus aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dabei werden neben den klassischen Ansätzen ländervergleichende Analysen zu Kapitalismustypen besprochen, darüber hinaus werden Veränderungen und damit verbundene gesellschaftliche Folgen in den jeweiligen kapitalistischen Systemen diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. eva.passarge@unilu.ch Literatur • Fulcher, James (2007): Kapitalismus. Stuttgart: Reclam. • Ingham, Jeffrey (2008): Capitalism. Cambridge: Polity Press. • Jackson, Gregory / Richard Deeg (2006): How Many Varieties of Capitalism? Comparing the - Comparative Institutional Analyses of Capitalist Diversity. MPIfG Discussion Paper 06/02. http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp06-2.pdf http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp06-2.pdf 27 Ethno-Islam oder Umma? Entwicklungsprozesse muslimischer Diaspora- Gemeinschaften aus dem Balkan im Westen Dozent: PD Dr. Samuel-Martin Behloul Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 20.09.2012 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Im Vordergrund der seit Jahren anhaltenden politisch-öffentlichen aber auch akademischen Diskussionen über die Präsenz und zukünftige Verortung von Muslimen im Westeuropa stehen zumeist Muslime türkischer, arabischer oder pakistanischer Herkunft. Während sich solche Diskussionen nicht selten um die Frage nach den Möglichkeiten der Integration des Islam als aussereuropäische Religion drehen, wird oft übersehen, dass sich im Zuge der politischen und arbeitsbedingten Migrationsströme auch muslimische Gemeinschaften in den westeuropäischen Gesellschaften etabliert haben, die aus einer inneneuropäischen Migration stammen. So z.B. bilden Muslime aus dem früheren Jugoslawien (Albaner und Bosniaken) die zahlenmässig stärkste Gruppe von Muslimen in der Schweiz. Sie verfügen inzwischen über gute Infrastrukturen religiösen und kulturellen Charakters und zeigen sich zum Teil sehr aktiv im öffentlich-politischen Raum. Das Ziel des Hauptseminars besteht einerseits darin, das spezifische historisch-kulturelle Profil des bosnischen und albanischen Islam kennen zu lernen und in vergleichender Perspektive zu diskutieren. Andererseits sollen – ebenso vergleichend – die Entwicklungstendenzen bosnisch- und albanisch-muslimischer Diaspora-Gemeinschaften in Westeuropa in transnationaler Perspektive thematisiert werden. Im Fokus des Interesses steht dabei insbesondere das Verhältnis von Religion, Ethnizität und Nationalität. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. samuel-martin.behloul@unilu.ch Material: Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur • Behloul, Samuel M. (2011), "Religion or Culture? The public relations and self-presentations strategies of Bosnian Muslims in Switzerland compared with other Muslims", in: Marko Valenta, Sabrina Ramet (ed.), The Bosnian Diaspora: Integration in Transnational Communities, Ashgate Publishing, S. 301 - 318. • Bremer, Thomas (2003), Kleine Geschichte der Religionen in Jugoslawien, Freiburg: Herder. • Iseni, Bashkim (2008), La question nationale en Europe du Sud-est: genèse, èmergence et Developpement de l’identité nationale albanaise au Kosovo et en Macédoine, Bern: P. Lang. • Perica, Vjekoslav, (2002), Balkan Idols. Religion and Nationalism in Yugoslav State, Oxford New York: Oxford University Press, S. 74 - 89; 165 - 186. 28 The Political Economy of Kinship Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnoloie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The juxtaposition between political economy and kinship is intended to provoke questioning; scholars have often opposed kin relations and the values they involve to those that characterise economic and political spheres; and influential treatises characterising Western modernity have usually opposed the ethos of kin-based rural communities with the individualistic ethos of urban life. More generally, the connotations of kin and familial relations have been important to many varieties of “us/them” opposition at work in the social sciences. The course will consider both sides of these and other oppositions and question the understanding of kin relations and their entanglements with difference and hierarchy in non-state, small-scale societies as well as about their central role in aspects of the contemporary, globalising economy. Through a reconsideration of older ideas about kinship and its place in social life the course aims to recontextualise contemporary debates that have integrated those ideas. This will provide the basis for an examination of the various ways kin relations are transformed by and adapted to contemporary circumstances in urban centres, in hinter-land communities and in the relations between these. These issues are of special significance to anthropology, which formerly claimed the analysis of kinship structures as a defining element of the discipline. Now, though, the anthropological study of the state, development or global diasporas, and the more complicated ethnographic practices these involve require a more nuanced understanding of the role of kin and familial relations in sustaining contemporary society. "Verwandtschaft" ist ein in der heutigen Ethnologie umstrittener Begriff. Charakteristika verwandtschaftlicher Beziehungen sowie die Abgrenzung dieser Beziehungen etwa von Freundschaft und Nachbarschaft, werden intensiv diskutiert. Neben den neueren theoretischen Debatten zeigt die Empirie deutlich, dass auf sozialer und "biologischer" Reproduktion beruhende Beziehungen für die politische und wirtschaftliche Organisation von Gesellschaft nicht nur in vorstaatlichen Gesellschaften von großer Bedeutung waren, sondern auch in Nationalstaaten eine wichtige Rolle spielen. Seit der Gründung der Ethnologie als wisenschaftlicher Disziplin ist die Analyse verwandtschaftlicher Beziehungen zentrales Untersuchungsgebiet des Faches. Die Ethnologie hat hier eigene methodische und theoretische Zugänge geschaffen, die –trotz ihrer zu diskutierenden Schwächen – auch in modernen Industriegesellschaften zum Verständnis von Sozialität wesentlich beitragen. Deren Analyse kann gerade in Zeiten stärkerer globaler Vernetzung und raschem sozialen Wandel von der ethnologischen Perspektive profitieren. Entgegen der üblichen Annahme der abnehmenden Bedeutung verwandtschaftlicher Beziehungen in modernen Gesellschaften, kann ein grundsätzlicher Bedeutungsverlust nicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Neben dem alltäglichen Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen gibt es Bereiche, in denen größere Einheiten wie ethnische Gruppen oder Staaten sich verstärkt auf Verwandtschaft rückbesinnen. Der Rückzug des Wohlfahrtsstaates etwa verschiebt die Sorge für Alte, Schwache, Bedürftige und Kinder verstärkt in die Familien. Auch wenn es um die Sicherung der Grenzen hinsichtlich der Teilhabe an Ressourcen geht, erhalten verwandtschaftliche Beziehungen größere Bedeutung. Themen des Masterseminars werden unter anderem sein: Politische u. ökonomische Fragen neuer Reproduktionstechnologien; Nepotismus; demographische Veränderungen und Fürsorge- /Pflegebeziehungen; Armut und matrifokale Haushalte; Verwandtschaft und Familienideologien in der Entwicklungszusammenarbeit; (internationale) Adoption; Patronage und Verwandtschaft; rituelle Verwandtschaft und 29 Religiosität; Gender und Verwandtschaftsideologien; Eherecht, Scheidungen und Familienpolitik (gleichgeschlechtliche Ehen, binationale Ehen/Scheidungen); soziale Grenzen (Migrationspolitik, Verwandtennachzug, Scheinehen); die Mafia und andere auf Verwandtschaft basierende Vereinigungen; "unvollständige" und Patchwork- Familien (blended families). Voraussetzungen: Umfang: Vorkenntnisse in Verwandtschaftsethnologie, Besuch der einführenden Vorlesung, des Proseminars oder anderer Lehrveranstaltungen, in denen Verwandtschaft Gegenstand war. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch/Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. bettina.beer@unilu.ch Material: Vorwiegend englischsprachige Literatur, wird bei Anmeldung bekanntgegeben. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum werden auf OLAT bereitgestellt.. 30 Modernisierte Gesellschaft – amerikanisierte Wahlkämpfe? Gewandelte Formen politischer Medienkommunikaiton im Vergleich Dozent: Prof. Dr. Andreas Dörner Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Terminierung 1: Fr, 21.09.2012, 10.15 - 12.00 FRO, 4.B01 Fr, 19.10.2012, 10.15 – 17.00, Sa, 20.10.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 16.11.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 17.11.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Lehrveranstaltung soll beleuchten, wie sich Veränderungen gesellschaftlicher Struktur und Kultur in Veränderungen politischer Kommunikationsformen niederschlagen. Konkret wird dabei zunächst angesetzt an einschlägigen soziologischen Diagnosen zum Wandel der Gegenwartsgesellschaft (u.a. Individualisierung, Enttraditionalisierung, Mediatisierung, Multioptionsgesellschaft). Vor diesem Hintergrund wird der Strukturwandel des politischen Feldes thematisiert, der veränderte Rahmenbedingungen des politischen Handelns definiert, welche die neuere Forschung als eine weitgehende Vermarktlichung reflektiert. Entsprechend rückt politisches Marketing auf volatilen Wählermärkten ins Zentrum der Betrachtung. Als wesentliche Bestandteile der Entwicklung werden dabei fokussiert : • Personalisierung der politischen Kommunikation: die öffentlich inszenierte und konstruierte Person politischer Akteure fungiert zunehmend als Aufmerksamkeitsanker der Kampagnen; • Entertainisierung der politischen Kommunikation: entsprechend den Entwicklungen in der Medienkultur ist die unterhaltende Rahmung zu einer nichthintergehbaren Bedingung der erfolgreichen Medienkommunikation geworden. In der Lehrveranstaltung wird die Leitfrage verfolgt, inwiefern sich trotz sehr unterschiedlicher politischer Systeme und politisch-kultureller Traditionen so etwas wie eine „Amerikanisierung“ der politischen Kommunikation in Westeuropa konstatieren lässt. Anhand konkreter Felder der Wahlkampfkommunikation sollen vergleichen- de Analysen des Wandels in den USA und Westeuropa (Schwerpunkt Bundesrepublik Deutschland) vorgenommen werden. Das Spektrum reicht von traditionellen und innovativen Formen des Fernsehwahlkampfs (Wahlwerbespots, TV-Duelle und „Town-Hall Meetings“, Debatten- und Personality-Talkshows) bis zu neuen Formen des Internet-Campaignings auf Facebook und YouTube. Die Studierenden sollen auf der Grundlage ein- schlägiger Forschungsliteratur interpretative Analysen von audiovisuellem Material vornehmen und diese in der breiteren Entwicklung verorten. Die Lehrveranstaltung kann dabei zurückgreifen auf Erkenntnisse und Materialien eines von mir geleiteten Drittmittelprojekts (DFG) zur politischen Kommunikation in Fernseh-Talkshows sowie aus einem Kooperationsprojekt mit der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung zur Unterhaltungs- kultur als Forum der Politikvermittlung (Film, Fernsehen, Printmedien und Internet). Voraussetzungen: Umfang: Obligatorische Teilnahme an der Vorbesprechung vom 21.09.2012 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. doerner@staff.uni-marburg.de 31 Literatur • Brettschneider, Frank (2009): Die „Amerikanisierung“ der Medienberichterstattung über Bundestagswahlen. In: Oscar W. Gabriel u.a. (Hrsg.): Wahlen und Wähler. Analysen zur Bundestagswahl 2005. Wiesbaden, S. 510-535. • Bieber, Christoph (2010): Politik digital: Online zum Wähler. Salzhemmendorf. • Dörner, Andreas (2005): Politainment. Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft. Frankfurt/M. 3. Aufl. • Dörner, Andreas / Vogt, Ludgera (Hrsg.) (2012): Unterhaltungskultur als politische Kultur. Vorstellungswelten zwischen Politik und Entertainment. Bonn (erscheint Sommer 2012). • Grande, Edgar (2000): Charisma und Komplexität. Verhandlungsdemokratie, Mediendemokratie und der Funktionswandel politischer Eliten. In: Werle, Raymund/ Schimank, Uwe (Hrsg.): Gesellschaftliche Komplexität und kollektive Handlungsfähigkeit. Frankfurt/M., S. 297-319. • Holtz-Bacha, Christina (Hrsg.): Die Massenmedien im Wahlkampf: Das Wahljahr 2009. Wiesbaden 2010. • Johnson, Dennis W. (2010): Campaigning in the Twenty-First Century: A Whole New Ballgame? New York. • Lilleker, Darren G. (2010): Political campaigning, elections and the internet: comparing the US, UK, France and Germany. London u.a. Routledge. • Marcinkowski, Frank / Pfetsch, Barbara (Hrsg.): Politik in der Mediendemokratie. PVS-Sonderband 42. Wiesbaden 2009. • Sarcinelli, Ulrich (2011): Politische Kommunikation in Deutschland. Politikvermittlung im demokratischen System. 3. Aufl. Wiesbaden. • Saxer, Ulrich (2007): Politik als Unterhaltung. Zum Wandel politischer Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft. Konstanz. • Smith, Craig Allen (2010): Presidential campaign communication: the quest for the White House. Cambridge/ Malden (MA): Polity Press 2010. 32 Organisation und Institution. Institutionelle Ökonomie in den Sozialwissen- schaften: Grundlagen, Anwendungen, Weiterentwicklungen Dozenten: Prof. Dr. Raimund Hasse / Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 18.09.2012 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Institutionelle Ökonomie hat ihr Nischendasein aufgegeben; sichtbarster Ausdruck ist die Verleihung des Nobelpreises für Ökonomie an zwei ihrer wichtigsten Vertreter (Ostrom, Williamson). Forschungsbeiträge der Institutionellen Ökonomie stossen seit geraumer Zeit auch in benachbarten sozialwissenschaftlichen Disziplinen wie u.a. Ethnologie und Soziologie auf beachtliche Resonanz, weil grundlegende Frage der Koordination behandelt wird. Die interdisziplinäre Veranstaltung führt in Grundzüge dieser Forschungsausrichtung und an hieran anschliessende Weiterentwicklungen ein; sie thematisiert Anwendungen, Kritik und Perspektiven. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. raimund.hasse@unilu.ch / juerg.helbling@unilu.ch Material: Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur • North, Douglass (1990) Institutions, institutional change and economic performance. Cambridge: Cambridge University Press. • Ostrom, Elinor (1990) Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action. Cambridge: Cambridge Univ. Press. • Pratt, J.W./ Zeckhauser, R.H. (eds.), Principals and Agents. The Structure of Business. Boston, MA: Harvard Business School Press. • Williamson, Oliver (1975) Markets and Hierarchies. Analysis and Anti-Trust Implications. New York: Free Press. 33 Globalisierung und Staat Dozent: Dr. des. Adrina Itschert Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die neuere systemtheoretische Forschung zur Weltgesellschaft (Stichweh, Werron, Petzke) hat deutlich gemacht, das sich die Globalisierungsprozesse der einzelnen Funktionssysteme nicht einfach aus der Theorie funktionaler Differenzierung ableiten lassen. Die Ausdifferenzierung der Funktionssysteme erklärt nicht ihre Globalisierung. Dabei hat sich nicht zuletzt die Frage gestellt, ob und wenn ja welche Funktionssysteme sich bereits auf globaler Ebene ausdifferenziert haben. Das Seminar wird versuchen die soziologische und politologische Literatur auf diese Frage hin zu analysieren. Soziologisch fällt dabei auf, dass sich die Ausdifferenzierung des politischen Systems auf der Ebene einzelner Staaten nicht erklären lässt, ohne einen Rekurs auf eine überstaatliche Ebene, durch die zentrale Konzepte wie Souveränität definiert werden. Andererseits scheint es mehr als fraglich, ob sich die Ordnungsprozesse auf der globalen Ebene bereits mit systemtheoretischem Vokabular erfassen lassen. Neben dieser Thematik wird sich das Seminar mit dem Verhältnisse von Isomorphie und Diversität globaler politischer Prozesse befassen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. adrian.itschert@unilu.ch Literatur Wird zum Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben. 34 Die Geschichte Lateinamerikas in filmischen Annäherungen Dozent: Prof. Dr. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 16.00, ab 18.09.2012 FRO, HS 12 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In diesem Masterseminar werden wir uns mit zentralen Aspekten der lateinamerikanischen Geschichte zwischen 1492 und der Gegenwart beschäftigen. Zur Sprache kommen werden neben der spanischen Kolonialzeit insbesondere die Revolutionen, Bürgerkriege und Diktaturen seit 1790 und die gegenwärtigen Probleme des Kontinents. Spanischkenntnisse sind nicht zwingend vorausgesetzt. Umfang: 3 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 6 Kontakt. aram.mattioli@unilu.ch Literatur • Stefan Rinke, Geschichte Lateinamerikas. Von den frühesten Kulturen bis zur Gegenwart, München 2010 35 Soziologische Analysen der USA Dozent: Dr. des. Martin Petzke Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar widmet sich der soziologischen Analyse der USA mit dem Ziel, soziologische Besonderheiten der amerikanischen Nationalgesellschaft (im Unterschied zu anderen) herauszuarbeiten und diesen auf den Grund zu gehen. Zum einen liegt der Blick dabei auf einzelnen institutionellen Bereichen wie beispielsweise der Religion, der Politik, den Massenmedien und der Erziehung. Zum anderen sind amerikanische Werte und ihr Verhältnis zur Klassenstruktur, die Konstruktion „amerikanischer“ Normalität, die fortbestehende Bedeutung von „Rasse“ sowie Studien zum „amerikanischen Charakter“ Gegenstand des Seminars. Dabei interessieren auch Fragen der Globalisierung und „Hegemonie“ amerikanischer Kultur, wie sie plakativ etwa unter den Stichworten der Amerikanisierung und „McDonaldisierung“ verhandelt werden, zum Teil aber auch im soziologischen Neoinstitutionalismus aufscheinen. Schließlich soll die Frage berührt werden, inwieweit sich die allgemeine soziologische Theoriebildung durch den Blick auf die USA als etwaigen gesellschaftstheoretischen „Modellfall“ hat beeinflussen lassen, etwa im Bereich der Modernisierungstheorien oder der kritischen Theorie. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. martin.petzke@unilu.ch Material: Seminarapparat: Grundlagentexte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur Wird zum Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben. 36 Kulturgeschichte des Neoliberalismus Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 19.09.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Stichwort Neoliberalismus hat im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts den Charakter eines politischen Kampfbegriffes angenommen. Neoliberalismus diente als Label für eine freiheitsorientierte Gesellschaftsordnung und Neoliberalismus galt als eine marktradikale Zumutung, die das kollektive Leben ganz auf ökonomische Effizienzüberlegungen reduzierte. Im Masterseminar wird diesen verschiedenen Deutungen nachgegangen. Dabei wird im Sinne einer Kultur- und Wissensgeschichte des Politischen danach gefragt, wie Wissen politische Auseinandersetzungen strukturierte. Es geht um die vermehrte Anwendung von ökonomischen Deutungsweisen auf das soziale Handeln und um die damit verbundenen Verschiebungen in der politischen Praxis. Themen sind u.a. die Geschichte der neuen politischen Ökonomie und des methodischen Individualismus, die neokonservative Wende in Grossbritannien und den USA um 1980 und der fulminante Erfolg der neuen Verwaltungslehre des New Public Management seit den 1990er-Jahren auch in der Schweiz. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. daniel.speich@unilu.ch Literatur • Harvey, David 2007: Kleine Geschichte des Neoliberalismus, Zürich: Rotpunktverlag; • Mirowski, Philip und Dieter Plehwe (Hg.) 2009: The road from Mont Pèlerin. The making of the neoliberal thought collective, Cambridge MA: Harvard Univ. Press. 37 Kunst als Weltsystem: Geschichte und Struktur Dozent: Prof. Dr. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Sa, 06.10.2012, 20.10., 17.11., 01.12.2012, je 09.15 - 16.00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar verbindet die Theorie der Weltgesellschaft mit der Theorie der Kunst. Es untersucht Ausdifferenzierung und Struktur des Funktionssystems Kunst. Das Seminar wird in zweifacher Hinsicht einen Vergleich durchführen. Einerseits geht es um den Vergleich der Kunst mit anderen Funktionssystemen der modernen Gesellschaft. Andererseits fällt gerade im Fall der Kunst auf, dass diese ihre funktionale Autonomie nicht nur der Verselbständigung gegenüber anderen Sinnperspektiven der Gesellschaft (Religion, Erziehung, Politik, Handwerk, wissenschaftliche Wahrheitssuche) verdankt, sondern zusätzlich eine Synthese voraussetzt, die eine heterogene und historisch zunehmende Vielfalt von Künsten zu einem globalen Kommunikationssystem zusammenführt. Deshalb wird ein Vergleich der Künste (Musik, Prosa, Malerei, Schauspiel) aus einer historischen und soziologischen Perspektive ein zentraler Teil des Seminars sein. Wichtige Fragen im Einzelnen sind die Folgenden: Was verstehen wir unter einer ‚Kunstwelt‘ und wie sehen die Formen ihrer Öffnung und Schliessung aus? Zu untersuchen sind: Organisationen der Kunst (Museen, Orchester), Netzwerke und Gruppen von Künstlern, Kunstereignisse (Ausstellungen, Aufführungen), Strukturen der Ausbildung und der Karriere, Kooperation und Konkurrenz unter Künstlern, Kunstmärkte, Zentren und Peripherien in Kunstwelten (z.B. Städte), Formen der Inklusion und Exklusion. Eine weitere zentrale Frage ist die der Kunst als Weltsystem. Wie integriert sich die autonome Produktion von Artefakten in allen Weltregionen in das gegenwärtige System der Weltkunst? Woran erkennt man den Welthorizont eines Kunstwerks? Wie ist das Zusammenspiel von Homogenität und Diversität in der Weltkunst zu verstehen? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. rudolf.stichweh@unilu.ch und marta.waser@unilu.ch Literatur • Becker, Howard, Art Worlds, Berkeley 1982 • Belting, Hans, Florenz und Bagdad, München 2008 • Buskirk, Martha, The Contingent Object of Contemporary Art, Cambridge Mass. 2003 • Carrier, David, A World Art History and Its Objects, University Park 2008 • Casanova, Pascale, La république mondiale des lettres, Paris 2008 • Elkins, James (Hg.), Is Art History Global? New York 2007 • Galenson, David W., Conceptual Revolutions in Twentieth-Century Art, Cambridge 2008 • Kristeller, Paul Oskar, The Modern System of the Arts, Journal of the History of Ideas 12, 1951, 496 – 527, 13, 1952, 17 - 46 • Luhmann, Niklas, Die Kunst der Gesellschaft, Frankfurt 2005 • Moretti, Franco, Modern Epic. The World System from Goethe to Garcia Marquez, London 1996 • Moretti, Franco, Graphs, Maps, Trees. Abstract Models for Literary History, London 2005 • Moretti, Franco (Hg.), The Novel, Vol. 1-2, Princeton 2006 • Stallabrass, Julian, Contemporary Art, Oxford 2004 • Thompson, Don, The $12 Million Stuffed Shark. The Curious Economics of Contemporary Art, New York 2008 • Velthuis, Olav, Talking Prices, Princeton 2005 • Weibel, Peter (Hg.), Contemporary Art and the Museum, Ostfildern 2007 • Zijlmans, Kitty/van Damme, Wilfried (Hg.), World Art Studies, Valiz 2008 38 Widerstand im Netz (Soziale Bewegung, Öffentlichkeit, Internet) Dozent: Prof. Dr. Rainer Winter Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 26.10.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 27.10.2012, 09.00 - 16.00, Fr, 23.11.2012, 10.00 - 17.00, Sa, 24.11.2012, 09.00 - 12.00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Im Seminar werden die Rolle und Funktion von digitalen Technologien in aktuellen Protestformen und sozialen Bewegungen analysiert. Zum einen wird untersucht, wie in soziologischen Theorien die Themen Protest, Öffentlichkeit und soziale Bewegungen behandelt werden, zum anderen werden aktuelle Fallstudien vorgestellt. Ergänzend werden neue Forschungsprojekte entwickelt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: rainer.winter@aau.at Literatur • Alexander, Jeffrey C. (2011) Performative Revolution in Egypt. An Essay in Cultural Power. London/New York: Bloomsbury. • Castells, Manuel (2009) Communication Power. Oxford: Oxford University Press. • Luhmann, Niklas (1996) Protest: Systemtheorie und soziale Bewegungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. • Winter, Rainer (2010) Widerstand im Netz. Zur Herausbildung einer transnationalen Öffentlichkeit durch netzbasierte Kommunikation. Bielefeld: transcript. 39 Modul Weltpolitik Politische Theorie I: Demokratietheorien Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00 , ab 17.09.2012 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Die „Demokratie“ erscheint heute als einzig legitime Regierungsform. Vielleicht gerade deshalb wird immer deutlicher, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, was denn Demokratie überhaupt ist. Die Vorlesung liefert einen Überblick über die historischen Entwicklungen, die wichtigsten Kontroversen und die aktuellen Herausforderungen der Demokratietheorie. D.h., es stehen die konzeptionellen Grundlagen von Demokratie im Vordergrund und nicht die konkreten institutionellen Ausprägungen oder die Voraussetzungen und Wirkungen von Demokratie. Diese Schwerpunktsetzung ist wichtig und aktuell, da unsere Vorstellungen von „demokratischer Selbstbestimmung“ angesichts der gegenwärtigen sozio-ökonomischen und techno-kulturellen Transformationen grundlegend herausgefordert werden. Drei dieser Herausforderungen (Migration, Multi-Medialisierung und Multi-Level Governance) werden im abschliessenden Teil der Veranstaltung aufgegriffen und diskutiert. Zuvor müssen allerdings die Grundlagen für eine solche Diskussion gelegt werden. Im ersten Teil der Vorlesung wird deswegen die historische Entwicklung der Demokratietheorien von der antiken Polis über die frühneuzeitlichen Stadt-Republiken bis zur repräsentativen Demokratie in den modernen Nationalstaaten skizziert. Den Abschluss dieses ersten Teils liefern die ökonomistischen Vorstellungen von Herrschaft und Demokratie, die Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts dominierten. Der zweite Teil der Veranstaltung konzentriert sich auf einige zentrale theoretische Kontroversen im 20. Jahrhundert: - Rechtsstaatlichkeit versus Volks- bzw. Parlamentssouveränität, - Liberalismus versus Kommunitarismus; - Wettbewerbs- versus Konkordanzdemokratie; sowie - aggregative/elektive versus assoziative/deliberative Demokratietheorie. Diese Veranstaltung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt „Politische Theorie“ konzipiert. Da viele weiterführende Seminare im Bereich „Politische Theorie“ auf dem Wissen der VL aufbauen, ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Wer ohne die Teilnahme an dieser Vorlesung für weiterführende Seminare zugelassen werden will, muss sich selbst das in der VL vermittelte Wissen aneignen. Ausserdem empfiehlt es sich, das die VL begleitende Proseminar, das von Frau Dr. Andrea Schlenker angeboten, wird parallel zu besuchen. Struktur der Vorlesung und Voraussetzungen für einen Leistungsnachweis Der erste Teil erfolgt im klassischen Vorlesungsstil, wobei die zentralen Entwicklungslinien der Demokratietheorie durch den Dozenten im Kurs dargelegt werden. Der zweite und dritte Teil der Veranstaltung wird weiterhin durch Vorlesungen des Dozenten, aber auch durch studentische „Advokaten-Diskussionen“ geprägt sein. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung in deutsch, allerdings ist die Literatur fast vollständig in englischer Sprache 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch 40 Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung sowie Teilnahme an Advokatendiskusion / 3 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Die beiden unten aufgeführten Bücher werden zur Anschaffung empfohlen. Als „Klassiker“ liefern sie die Grundlagen vor allem für den ersten Teil der Vorlesung. Weitere Seminarmaterialien werden auf der Online-Plattform „OLAT“ zugänglich gemacht Literatur • Dahl, Robert (1989): Democracy and Its Critics. New Haven and London. • Held, David (2006): Models of Democracy. Stanford. 41 Migrationsrecht Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00 , ab 20.09.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Unter Migration wird die Bewegung von Menschen in geographischen Räumen verstanden, unabhängig von den Gründen und Ursachen hierfür; auch wenn diese Bewegung nicht notwendigerweise über Staatsgrenzen in ein anderes Land führen muss, soll diese grenzüberschreitende Migration im Vordergrund der Veranstaltung Migrationsrecht stehen. Fragen betreffend die Einreise, den Aufenthalt und die Ausreise von Migran- tinnen und Migranten gehören traditionell zu denjenigen Regelungsbereichen, die von den einzelnen Staaten frei geregelt werden können. Indes werden dieser Freiheit heute durch internationale Übereinkommen (z.B. die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU) sowie Menschenrechtsübereinkommen (z.B. die Flüchtlingskonvention oder die EMRK) gewisse Schranken gesetzt. Die Vorlesung möchte nach einer Auseinandersetzung mit den Faktoren für Migrationsbewegungen einen Überblick über die einschlägigen schweize- rischen Bestimmungen (Ausländergesetz, Asylgesetz) geben und dabei aufzeigen, wo der Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit des schweize- rischen Gesetzgebers völkerrechtliche Schranken gesetzt werden. Neben der historischen Entwicklung des schweizerischen Migrationsrechtes (von der vollen Freizügigkeit im 19. Jahrhundert zur gegenwärtigen restriktiven Praxis) und der Betrachtung der zentralen Regelungen der einzelnen Regimes soll auch die Frage der Durchsetzung migrationsrechtlicher Be- stimmungen thematisiert werden. Schliesslich soll der Blick auf einen bis vor wenigen Jahren vernachlässigten Aspekt der Migrationspolitik, die Inte- grationspolitik, gelenkt werden. Die Studierenden sollen im Anschluss an die Lehrveranstaltung in der Lage sein, Zielsetzung, Regelungen und Handlungsoptionen des Migrationsrechtes zu erkennen und das schweizerische Migrationsregime in seinen nationalen und internationalen Bezug einordnen können. Voraussetzungen: Umfang: Grundkenntnisse des Völkerrechtes, des internationalen Menschenrechts- schutzes und des Verwaltungsrechtes sind von Vorteil. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 5 Kontakt: martina.caroni@unilu.ch oder laura.wayllany@unilu.ch (Assistenz) Literatur Die Vorlesung folgt dem Lehrbuch von MARTINA CARONI/TOBIAS MEYER/LISA OTT, Migrationsrecht – Eine Einführung, 2. Auflage, Bern 2011. Unerlässlich sind zudem Textausgaben der folgenden Gesetze: • Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20); • Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE); • Verordnung über das Einreise- und Visumsverfahren (VEV); • Asylgesetz (SR 142.31); • Asylverordnung 1 (SR 142.311); • Freizügigkeitsabkommen inkl. Anhang I (SR 0.142.112.681). 42 Völkerrecht Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 18.09.2012 FRO, HS 10 14-täglich Do, 10.15 – 12.00, ab 20.09.201 FRO, HS 10 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die immer stärkere Vernetzung der Welt – als Stichworte seien etwa Frie- denssicherung, Umweltschutz und Ressourcenknappheit genannt – erfordert auch eine globale Sicht der Rechtsbeziehungen. Die Vorlesung vermittelt die hierfür notwendigen völkerrechtlichen Grundlagen. Sie widmet sich den zen- tralen Fragen des internationalen öffentlichen Rechtes. Behandelt werden die Rechtsquellen des Völkerrechts (Verträge, Gewohnheitsrecht, allgemei- ne Rechtsgrundsätze), das Verhältnis zwischen Völkerrecht und Landes- recht, die Subjekte des Völkerrechts (Staaten, Internationale Organisationen, Individuen), die Fragen der Zuständigkeit, Immunität sowie Verantwortlich- keit von Staaten sowie die wichtigsten Mechanismen der Durchsetzung von Völkerrecht (friedliche Konfliktbeilegung, Gewaltverbot, gerichtliche Streit- beilegung). Diese Themenbereiche werden dabei im Lichte der jeweils ak- tuellen völkerrechtlichen Fragestellungen und Ereignisse erläutert und ana- lysiert. Gastvorträge sollen zudem Einblick in die völkerrechtliche Praxis er- möglichen und diese veranschaulichen. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich aufgrund der Unterlagen – die u.a. auch englische und französische Texte umfassen können – vorbe- reiten und aktiv an der Veranstaltung teilnehmen. Die Vorlesung wird durch ein Webboard OLATergänzt, das den Informations- und Gedankenaustausch fördern sowie den Bezug zur völkerrechtlichen Tagesaktualität ermöglichen soll und auf dem zudem weiterführende Unterlagen und Links zur Verfügung gestellt werden. Die Studierenden kennen die Grundsätze des allgemeinen Völkerrechts und können diese auf aktuelle Probleme mit völkerrechtlichem Bezug anwenden. Sie können Urteile internationaler Gerichte analysieren und sind in der Lage, mittelschwere völkerrechtliche Fälle zu lösen. Voraussetzungen: Umfang: Staatsrecht und Verwaltungsrecht 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 6 Kontakt: martina.caroni@unilu.ch oder laura.wayllany@unilu.ch (Assistenz) Literatur Die Vorlesung folgt in ihren Grundzügen dem Lehrbuch von WALTER KÄLIN/ASTRID EPINEY/MARTINA CARONI/JÖRG KÜNZLI, Völkerrecht - Eine Einführung, 3. Auflage, Bern 2010. Die Anschaffung dieses Lehrbuches wird daher dringend empfohlen. Der Erwerb einer Sammlung völkerrechtlicher Verträge ist zwar wünschenswert, aber nicht unabdingbar, da das Lehrbuch im Anhang den Wortlaut der UNO-Charta sowie des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge zumindest in Auszügen enthält. Wer jedoch eine Sammlung völkerrechtlicher Verträge anschaffen möchte, dem sei die Sammlung von ANDREAS R. ZIEGLER, Internationale Verträge (unter Einschluss des Rechts der auswärtigen Beziehungen), Textsammlung 2009, Bern 2009 oder jene von ALBRECHT RANDELZHOFER, Völkerrechtliche Verträge (Beck-Texte im dtv), 12. Auflage 2010 angeraten. 43 African Law – Contemporary Issues in the Law of Sub-Saharan Africa: Crisis, Consitutionalism and Hope Dozentin: Dr. Lauren Fielder Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00 , ab 17.09.2012 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: This course examines the factors that shape contemporary Sub-Saharan African constitutional law and state structures/policies. First, It provides an introduction to the contemporary, pressing issues in African law. In addition, it introduces the diversity of the continent which provides a framework for further analysis. We will use a Comparative Constitutional approach to evaluate the sucessess and failures of Sub-Saharan African Constitutio- nalism, and in so doing we will see links between the government action of and conflict, human rights violations and massive levels of human suffering. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Class participation, including deep debate over the problems pressing Africa, reading and providing a brief reaction paper to at least two of the background readings; final exam / 6 Kontakt: lauren.fielder@unilu.ch Literatur Reader 44 Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht (Grund- und Menschenrechte) Dozent: Prof. Dr. Sebastian Heselhaus Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 17.15 - 19.00, ab 17.09.2012 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Veranstaltung vergleicht den Standard des Grundrechtsschutzes in Eu- ropa und den USA. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Rechtsver- gleichung im öffentlichen Recht werden ausgewählte Grundrechtsprobleme anhand verschiedener nationaler Rechtsordnungen, insbesondere in Frankreich, Grossbritannien und den USA. Dabei wird der Grundrechtsschutz zum Schlüssel für das jeweilige Staatsverständnis und die staataorganisatorischen Regelungen. Sow erden die Grundrechte jeweils in Beziehung zum einschlägigen institutionellen und historisch-kulturellen Rahmen gesetzt. Weitere Schwerpunkte bilden ausgewählte Grundrechtsprobleme in den USA. Erlernen und Vergleich verschiedener Ansätze zur Lösung von Grundrechts- konflikten; Erkennen des Zusammenhangs mit den institutionellen und historisch-kulturellen Erfahrungen einer Gesellschaft; Reflexion über die Funktion und Grenzen des Menschrechtsschutzes im Kontext. Vorkenntnisse: Umfang: Grundkenntnisse der Grundrechte der Verfassung 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Benotete, schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: sebastian.heselhaus@unilu.ch Literatur Wird am Anfang des Semesters bekannt gegeben. 45 Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance Dozentin: Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00 , ab 26.09.2012 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Die Vorlesung „Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Wandel der zwischenstaatlichen Beziehungen weg von einer „Staatenwelt“ souveräner, voneinander unabhängiger Staaten hin zu dem, was man – in Ansätzen – als „Weltpolitik“ bezeichnen könnte. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des internationalen Systems, seine Akteure, die wichtigsten Problembereiche, und das Theoriegerüst der Teildisziplin der Internationalen Beziehungen. In einem ersten Teil werden die Entwicklung der Internationalen Beziehungen (IB) und deren wichtigsten Akteure (Staaten, Internationale Organisationen, NGOs, Multinationale Konzerne) durch die Brille der klassischen und neueren IB-Theorien vorgestellt. Dabei wird auch die zunehmende Aufweichung der Trennung von Innen- und Aussenpolitik, vergleichender Politik und den IB thematisiert. Im zweiten Teil werden zentrale aktuelle Problembereiche der Internationalen Beziehungen wie Krieg und Frieden, Weltwirtschaftsbeziehungen und Globalisierung, Nord- Süd-Beziehungen, globaler Umweltschutz und internationale Menschenrechte mit Hilfe der behandelten Theorien besprochen. Begleitend zur Vorlesung werden zwei vertiefende Seminare angeboten: für StudienanfängerInnen das Proseminar „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ und für fortgeschrittene StudentInnen das Hauptseminar „The Real New World Order. Institutionelle Varianz in den internationalen Beziehungen“. Voraussetzungen: Vorlesungsbegleitend wird für Studienbeginner das PS „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ angeboten sowie für fortgeschrittene Studierende das HS „The Real New World Order“. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Politikwissenschaft: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: Pflichtlektüre zugänglich auf Online-Plattform OLAT Vorlesungsbegleitend: Baylis, John/Smith, Steve/Owen, P. (Hg.) (2007): The Globalization of World Politics. An Introduction to International Relations, 4. Auflage, Oxford University Press. (Das Buch wird zum Kauf empfohlen). Literatur • Carlsnaes, Walter/ Risse, Thomas/Simmons, Beth A. (Hg.) (2005): Handbook of International Relations, Sage. • Krell, Gert (2004): Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen, 3. Auflage, Nomos. • List, Martin (2006): Internationale Politik studieren. Eine Einführung. VS Verlag. • Rittberger, Volker/ Zangl, Bernhard (2002) Internationale Organisationen, Politik und Geschichte. Europäische und weltweite internationale Zusammenschlüsse, VS Verlag. • Schieder, Siegfried/ Spindler, Manuela (Hg.) (2006): Theorien der Internationalen Beziehungen, UTB. • Schimmelfennig, Frank (2008), Internationale Politik, UTB 46 International Environmental Law Dozent: Prof. Dr. iur. Thilo Marauhn Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Do, 15.11.2012, 17.15 - 21.00, Fr, 16.11.2012, 08.15 - 17.00, Do, 13.12.2012, 17.15 – 20.00, Fr, 14.11.2012, 09.15 - 12.00, Sa, 15.12..2012, 09.15 - 12.00 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Climate change and loss of biodiversity are among the most serious environmental challenges. This course will provide insights into international legal instruments addressing these challenges. It serves as a general introduction to international environmental law and policy. After exploring the economic, political, and legal concepts relevant to international environmental treaty regimes, these concepts will be applied to specific international environmental problems. The course focuses on the dynamics of treaties, negotiations, and state as well as non-state actors. The final section of the course will discuss how to ensure compliance with international environmental law. - to understand key concepts of international environmental law - to know important multilateral environmental agreements (MEAs) - to get an idea of how to ensure compliance with MEAs Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of international law 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: written examen / 6 Kontakt: thilo.marauhn@doz.uniilu.ch Literatur • ULRICH BEYERLIN/THILO MARAUHN, International Environmental Law, Hart Publishing, Oxford 2011. 47 Comparative Consitutional Law Dozent: Prof. Dr. iur. Alexander H .E. Morawa Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Wöchentlich, Mi, 13.15 – 15.00, ab 19.09.2012 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: What is the relevance of a judgment of the United States Supreme Court for a judge deciding a constitutional issue in Canada, Switzerland, or Egypt? How and why do constitutional concepts “travel abroad” and influence foreign nations? Is there an emerging international constitutional law? This course introduces students to the methods of comparative constitutional law. Please note that this is a methods-focused course that seeks to acquaint students with the approaches to comparing laws and other general norms as well as judicial and other decisions. We will examine the writings of judges who look abroad for guidance in their work, and those who are opposed to the exercise. After exploring the me- thods of comparative constitutional law, and their shortcomings, as well as the mindset of different legal systems when asked to look abroad, we will look into practical constitutional issues (such as elections, privacy, free speech, and flag desecration, to name a few) through a comparative lense. We will also review comparative remedies for wrongs – in particular civil rights violations – committed against individuals, considering that "[t]he very essence of civil liberty certainly consists in the right of every individual to claim the protection of the laws, whenever he receives an injury" (Marbury v. Madison, 5 U.S. (1 Cranch) 137 (1803)). To become acquainted with working in English (this course does not require students to be proficient in English, but will help them getting there ...); to understand the principles and methods of comparative legal analysis, to apply them in practice, and to gain a basic understanding of how the processes of constitutional litigation work in different countries. Hinweise: Voraussetzungen: Umfang. Sprache: Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Material: Es wäre wünschenswert, wenn sich KSF-Studierende in die rechts-wissen- schaftliche Methodik und Denkweise einlesen würden; bitte zu Beginn der Lehrveranstaltung mit dem Dozenten Kontakt aufnehmen. Knowledge of English (at least high school level), willingness to expand your horizon by comparing and evaluating different legal systems, active class participation and assignments, practical exercises. 2 Semesterwochenstunden Englisch RF, Recht: Written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%) / total / 6 alexander.morawa@unilu.ch Materials accessible or distributed electronically, occasional handouts. Literatur • Helpful, but not required: VICKI C. JACKSON and MARK TUSHNET, Comparative Constitutional Law (New York: Foundation Press, 2nd edition 2006). 48 Diversity Management Dozent: Prof. Dr. iur. Alexander H .E. Morawa Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Block Seminar (Friday, October 12 – Sunday, October 14, 2012, in Lungern); three more meetings throughout the semester in Lucerne Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The integrity of both the international order and of any constitutional order depends in part on how these systems balance the interests and demands of the constituent society (“the whole“), on the one hand, and those of particular stakeholders (“the particular“), on the other hand. The ‘particular’ are regular- ly defined as those requiring an allocation of beneficial public services or goods to secure full societal participation, or topical “vulnerable segments of society”. The above balancing exercise is nowadays shaped by the human rights based entitlements everyone holds, which mandate that states take specific action to protect, promote, and enable the realization of those rights. We will examine the law (national and international) that pertains to the management of diversity, for instance in the following fields: - ethnic minorities and indigenous populations; - persons with disabilities; - older persons; - persons with different sexual orientations; We will also examine “diversity management and political participation“, or duties of states to ensure effective and relevant political participation of all segments of society in all matters pertaining to them. This will include dis- cussions of integration and assimilation, cultural diversity, but also diversity in public discourse more generally (from free speech to the pursuit of happi- ness). To be able to engage in a meaningful discourse on the benefits and problems of and rights associated with diversity management. To link this discourse with constitutional law and politics as well as international law and politics. Hinweise: Voraussetzungen: Umfang. Sprache: Prüfungsmodus / Credits: Anmeldung: Kontakt. Es wäre wünschenswert, wenn sich KSF-Studierende in die rechts-wissen- schaftliche Methodik und Denkweise einlesen würden; bitte zu Beginn der Lehrveranstaltung mit dem Dozenten Kontakt aufnehmen. None 2 Semesterwochenstunden Englisch RF, Recht: Written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%) / total / 6 By e-mail to uta.dietrich@unilu.ch alexander.morawa@unilu.ch Literatur Reader. 49 The Law and Policy of the World Trade Organization (WTO) Dozent: Prof. Dr. Matthias Oesch Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do,17.15 - 19.00 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: The course introduces the multilateral trading system under the auspices of the World Trade Organization (WTO). Combining law, economics and political science, the course offers an overview on the WTO’s prime agreements covering trade in goods, trade in services and trade-related aspects of intellectual property rights. The structure, decision-making process, negotiating techniques and dispute settlement procedures of the WTO are touched upon in view to familiarize students with the legal disciplines under the WTO. In-depth analysis of case law acquaints students with tariff measures, including the potentially protectionist effects of non-tariff measures, ranging from technical regulations in goods to sanitary and phytosanitary standards in agriculture to licensing and qualification requirements in services trade. Safeguard measures as well as trade remedies against unfair practices, i.e., countervailing and anti-dumping duties, are discussed in light of the complex evidentiary challenges they pose for trade disputes. The status of developing and least-developed countries in WTO law, as well as their special and differential treatment in various areas, is critically discussed. A snapshot into unfinished rule-making issues and reform proposals complements the insight into WTO law, practice and decision-making. Furthermore, the second mainstay of post-World War II international trade regulation, namely the proliferation of free trade areas and customs unions, is examined, in particular with a view to their tense relationship to the multilateral system under the WTO. Methodically, the course builds on the case law method. WTO law and its impact on domestic legal systems is prominently illustrated and discussed on the basis of WTO panel and Appellate Body reports. Some of the relevant cases will be presented by the students (ideally in groups, depending on the number of participants). Voraussetzungen: The course is designed for advanced students with a strong command of English and an interest in international relations. Ideally (but not necessarily), students have basic knowledge in (public) international law. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Examination mode: The final grade will be determined on the basis of a presentation of a WTO case during the lectures (ideally in groups, depending on the number of participants – 50%) and the oral exam (open book) at the end of the course (50%) / total / 6 Kontakt: matthias.oesch@doz.unilu.ch Material: Information on the mandatory reading material will be provided at the beginning of the course. 50 Weltregierung und Dekolonisation. Die Geschichte der UNO Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2012 FRO, HS 7 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung versteht das UNO-System als ein globales Kommunikations- forum und gibt einen Überblick zu dessen Geschichte. Im Zentrum stehen dabei die Differenzen zwischen reichen und armen Ländern sowie Norm- setzungen und Aushandlungsprozesse zwischen West- und Osteuropa, den USA und dem „Rest“ der Welt. Entlang dieser Konflikte werden die Kon- zeption einer „Weltregierung“ und die Handlungsperspektiven einer „Welt- innenpolitik“ erörtert, die nach 1945 formuliert worden sind. Welche Ver- mächtnisse der Kolonialreiche sind in die UNO hineingebaut worden? Was war die Rolle des Kalten Krieges? Welche Karriere durchlief der National- staat als politische Organisationsform? Wie bedeutsam war die Weltorgani- sation im Prozess der Dekolonisation und inwiefern wurde sie zu einem Forum für Stimmen aus der Dritten Welt? Mit diesen Fragen nimmt die Vorlesung unterschiedliche Problematisierungsweisen von Staatlichkeit in den Blick und untersucht die Globalisierung von politischer Kultur. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 2 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur • Mazower, Mark 2009: No enchanted palace. The end of empire and the ideological origins of the United Nations, Princeton: Princeton Univ. Press. 51 Comparative Religious Right in the Public Sphere Dozentin: Kyriaki Topidi, PhD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Terminierung 1: Mo, 17.09.2012, 17.15 - 19.00, Mo, 24.09.2012, 17.15 - 19.00, Mo, 15.10.2012, 17.15 - 19.00, Mo, 22.10.2012, 17.15 - 19.00, Mo, 19.11.2012, 17.15 - 19.00, Mo, 26.11.2012, 17.15 - 19.00 FRO, 4.B02 Terminierung 2: Mi, 19.09.2012, 10.15 - 12.00, Mi, 26.09.2012, 10.15 - 12.00, Mi, 17.10.2012, 10.15 - 12.00, Mi, 24.10.2012, 10.15 - 12.00, Mi, 21.11.2012, 10.15 - 12.00, Mi, 28.11.2012, 10.15 - 12.00 FRO, HS 12 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course will examine the predominant global models on how law and religion interact with each other. The course is concerned with how both institutional and personal religion are accommodated by the legal world within which they exist. The issues addressed in particular will be: • the historical development of the law of religion, • the establishment of religion by law, • the legal position of voluntary religious bodies, • the place of courts in religious disputes, • the direct public financing of religions, • discrimination law and religious bodies, and • religious dialogue with the government and the religious provision of services to the public. These topics will be addressed from a comparative perspective. The ultimate aim of the course is to equip students with tools to tackle critically the questions raised on the relationship between law and religion under different worldviews and various religious traditions including Judaism, Islamism and Christianity. Umfang: 4 hours a week (6 weeks) Sprache: English Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Written exam, 2 hours (50%), participation and class assignments (25%), written assignment (25%) / total / 6 Kontakt: kyriaki.topidi@unilu.ch Literatur Reader 52 Terrorism and the Law Dozenten: Xiaolu Zhang Coenen, JD Peter Coenen, L.L.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00 , ab 18.09.2012 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: The balance of the needs of law enforcement agencies in the fight against terrorism and the rights of individuals – both terrorist suspects and the general public – are a matter of extensive discussion. This course will examine the scope of permissible and impermissible operations to combat terrorism by examining and comparing rules of domestic and international law and practice. We will focus on the effort lawmakers and courts have placed on striking a balance between the protection of the public and the preservation of a democracy-based rule of law. We will discuss inter alia the following topics: the roots and causes of terrorism; the question of a definition of terrorism, or the absence thereof; civil and military detention of terrorist suspects; interrogation practices; due process v. national security; the scope of counterintelligence operations, in particular those of an extra- territorial character; terrorism and immigration law; non-criminal sanctions, or suing terrorists in court; and targeted killings. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: English Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%) / total / 6 Kontakt: xiaolu.zhang@unilu.ch peter.coenen@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Reader 53 Global Law, Regional Law, Local Law – the Integration of Law in Asia and Europe Dozent: Prof. Dr. Klaus A. Ziegert Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00 , ab 19.09.2012 FRO, 4.B51 wöchentlich Do, 15.15 – 17.00, ab 20.09.2012 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The seminar will introduce the students to a basic understanding of the variability of law as a universal (global) communication system with a special focus on the variety of legal traditions, legal cultures and legal regimes in Asia and Europe. In applying advanced comparative law theory and methodology, the course is conducted in sessions running a) lectures, presenting the theoretical framework for the comparative study of law in Asia and Europe under the impact of globalisation and efforts of regional integration, followed by b) seminar discussions, which will elaborate on the general theme with presentations and discussions of specific topics prepared by the students. In this way, the course is aimed at preparing students for an appreciation of comparative law research and, in particular, the research of the operation of law in the locally unique but globally and regionally interrelated and complex setting of the different legal regimes in the multicultural spaces of Asia and Europe. The lectures are intended to establish a general scientific framework for the comparative study of the operation of law in different social settings and the “making of law” over time. This framework will be discussed and tested by the research projects conducted by the participants of the course. As a result of presentations of these projects as work in progress in class and their discussion, it will be possible to compare the performance of respective legal regimes in Asia and Europe and discuss their strengths and weaknesses in reference to both their given social contexts and the unity of global law. Umfang: 4 hours a week (7 weeks) Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht 1) Assignment A: Resesarch topic proposal (max 500 words) 2) Assignment B: Presentation of work in progress in class 3) Assignment C: Research report (4000 words) / total / 6 Kontakt: klaus.ziegert@doz.unilu.ch Literatur Reader: ”Theory and Method Comparative Law Research” 54 HS zur Qualität von Demokratien und Demokratie-Messinstrumenten (einjähriges Forschungsseminar, Teil II) Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Terminierung 1: Fr, 21.09.2012, 08.15 - 17.00 FRO, 3.B47 Terminierung 2: Fr, 30.11.2012, 08.15 - 17.00 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: “Wir sind Weltmeister der Demokratie” – so betitelte das UNIMAGAZIN der Universität Zürich im Jahr 2007 ein Gespräch mit den Leitern des Nationalen Forschungsschwerpunktes „Herausforderungen der Demokratie im 21. Jahrhundert“. Vier Jahre später wurden die Ergebnisse des „Demokratiebarometers“ – eines der Projekte des Forschungsschwerpunktes – vorgestellt und zur Überraschung der Schweizer Medien/Bevölkerung/Wissenschaftler wurde die Qualität der Schweizer Demokratie im internationalen Vergleich nur als mittelmässig eingestuft. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären und zu interpretieren? Das Forschungsseminar zielt darauf ab, diese und weitere Fragen im Zusammenhang mit der Qualität von Demokratien und von Demokratie- Messinstrumenten zu beantworten. Dazu werden zu Beginn des Kurses die demokratietheoretischen und dann die methodischen Grundlagen im Bereich der Konzeptbildung gelegt. Danach werden zwei etablierte Demokratie-Messinstrumente (-Indizes) und drei neuere Demokratie-Messinstrumente präsentiert und diskutiert. Wie sich zeigen wird, besitzen alle Demokratie-Messinstrumente Defizite, da sie aktuelle Herausforderungen und neue Verständnisse von Demokratie(qualität) im 21. Jahrhundert kaum in ihre Konzeptualisierungen aufnehmen. Deswegen sollen im zweiten Teil des Forschungsseminars (Sommer und Herbst 2012) die Studierenden in Forschungsteams folgenden Fragen nachgehen: 1. Wie können Aspekte, die in der jüngeren Demokratietheorie zentrale Bedeutung gewonnen haben (z.B. deliberative Qualität; Beteiligung/ Berücksichtigung aller Betroffenen), in der vergleichenden Demokratie- messung mehr Berücksichtigung finden und ggfs. in die bestehenden Demokratie-Messinstrumente eingebaut werden? 2. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Bewertung der existierenden Demokratien? Wie schneidet die Schweiz dann im internationalen Vergleich ab? Der Kurs liefert die Gelegenheit, zwischen dem ähnlich aufgebauten Methodenseminar im Grundstudium und der Abschlussarbeit Erfahrung mit empirischer Forschung zu sammeln. Er erfordert die Bereitschaft, im Laufe des Sommers Zeit und Energie zu investieren. Voraussetzungen: erfolgreicher Besuch der Vorlesung Demokratietheorie (Alternativ-Option: Lektüre von David Held: Models of Democracy VOR Kursbeginn) / Besuch des Forschungsseminars I im FS12. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Arbeit an einem Forschungsprojekt im Laufe des Sommers / 4 Präsentation/Diskussion der Forschungsergebnisse im HS 2012 / 4 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. mailto:joachim.blatter@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch 55 Literatur • Lauth, Hans-Joachim (2004): Demokratie und Demokratiemessung. VS-Verlag. • Goertz, Gary (2006): Social Science Concepts. A User’s Guide. Princeton, New Jersey: Princeton University Press Es empfiehlt sich, diese beiden Bücher anzuschaffen. • Munck, Gerardo & Jay Verkuilen (2002): Conceptualizing and Measuring Democracy. Evaluating Alternative Indices. In: Comparative Political Studies 51, 1, 5-34. • Bühlmann, Marc et al. (2008): The Quality of Democracy. Democracy Barometer for Established Democracies. Working Paper No. 10a of the NCCR Challenges of Democracy in the 21st Century. [http://www.nccr-democracy.uzh.ch/nccr/publications/workingpaper/10] 56 The Real New World Order: Institutionelle Varianz in den internationalen Beziehungen Dozentin: Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00 , ab 26.09.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Internationale Zusammenarbeit nimmt heute viele Formen an und entfaltet sich auf mehreren, oftmals miteinander verflochtenen Regierungsebenen. Neben Staaten und zwischenstaatlichen Organisationen prägen immer stärker auch private Akteure wie z.B. NGOs, Rating Agenturen oder Multinationale Unternehmen und transgouvernementale Netzwerke aus nationalen Beamten und anderen Fachexperten die internationale Politik. Dieses Hauptseminar untersucht unter Verwendung klassischer und neuerer Theorien der Internationalen Beziehungen die Vielfalt grenzüberschreitender politischer Organisation in verschiedenen Politikfeldern wie Sicherheits-, Wirtschafts-, Umwelt- und Menschenrechtspolitik. Anhand der Literatur zur Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen sowie zur Rolle von privaten und transgovernementalen Akteuren werden einerseits die Besonderheiten der gegenwärtigen institutionellen Ordnung der IB sowie die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Typen von internationaler Organisation herausgestrichen. Andererseits sollen auf der Basis machtbasierter, interessensbasierter und ideenbasierter Theorien der IB die Entstehungsgründe und die Funktionsweisen dieser unterschiedlichen Organisationen herausgearbeitet werden. Das Hauptseminar ist als Vertiefung zur Vorlesung „Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ konzipiert. Voraussetzungen: Der vorausgegangene oder parallele Besuch der Vorlesung „Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ wird wärmstens empfohlen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/ Essay (benotet) / 4 Kontakt: sandra.lavenex@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Wird auf OLAT bereitgestellt. 57 Hegemonie und Empire. Ordnungsvorstellungen der Weltpolitik Dozentin: Julia Maisenbacher, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00 , ab 20.09.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: „Europa schläft, wenn Asien erwacht“ betitelte kürzlich Chefredakteur Markus Spillmann einen NZZ Leitartikel über globale Machtverschiebungen im 21. Jahrhundert. Die Frage, welche machtpolitische Ordnung dem internationalen Staatensystem zugrunde liegt, beschäftigt auch die Politikwissenschaft seit jeher. In den letzten Jahren erfreuen sich die Konzepte des „Empire“ und der „Hegemonie“ neuer Popularität. Dabei rückt die Frage nach der hegemonialen Stellung der EU in der Weltpolitik vermehrt ins Interesse der Wissenschaft. Auch wenn die EU kaum über klassische Kapazitäten wie militärische Macht verfügt, ist ihr ökonomischer Einfluss als grösste Handelsmacht nicht zu unterschätzen. Nicht zuletzt beeinflusst die EU in vielen Politikfeldern die politische Agenda benachbarter Staaten durch deren Hoffnung auf eine Beitrittsperspektive. Dies ist allerdings immer wieder mit Rückschlägen verbunden, wie das jüngste Beispiel diplomatischer Verstimmung mit der Ukraine zeigt. Mit Bezug auf die Rolle der EU bei der weltweiten Verbreitung der Menschenrechte sprechen manche gar von einem normativen ‚Empire Europe‘. Das Hauptseminar setzt sich mit den Konzepten der Hegemonie und des Empire theoretisch und empirisch auseinander. Was zeichnet eine hegemoniale oder imperiale Ordnung aus? Welche Machtfaktoren beinhalten eine solche Ordnung? Beruht sie lediglich auf sogenannten „harten“ Machtfaktoren wie militärischer und ökonomischer Macht? Welche Rolle spielen „weiche“ Machtfaktoren wie kulturelle Normen und Ideen? Was unterscheidet Hegemonie und Empire von anderen Weltordnungsvorstellungen? Inwiefern kann bei der internationalen Rolle eines Staatenbunds wie der Europäischen Union überhaupt von einem Empire oder Hegemonie gesprochen werden? Das Hauptseminar wird sich mit diesen Fragen auf der Grundlage verschiedener theoretischer Ansätze und praktischer Beispiele beschäftigen. Es soll Studierende befähigen, diese beiden theoretischen Konzepte zu verstehen und ihre unterschiedlichen Logiken und Ausformungen theoretisch und empirisch einordnen und kritisch reflektieren zu können. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktiveTeilnahme/Referat(benotet) / 4 Kontakt: julia.maisenbacher@unilu.ch.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur • Beck, Ulrich; Grande, Edgar (2004): Das kosmopolitische Europa: Gesellschaft und Politik in der zweiten Moderne. Frankfurt am Main: Suhrkamp. • Hardt, Michael; Negri, Antonio (2002): Empire. Die neue Weltordnung. Frankfurt am Main: Campus. • Lukes, Steven (2007): Power. A Radical View. Basinkstoke: Palgrave Macmillian. • Mearsheimer, John (2001): The Tragedy of Great Power Politics. New York: W.W. Norton & Co. • Zielonka, Jan (2006): Europe as Empire. The Nature of the Enlarged European Union. Oxford: Oxford University Press.. • Sornarajah Muthucumaraswamy and Wang Jiangyu (2010) China India and the International Economic Order. Cambridge: Cambridge University Press. • Ramamuti, Ravi and Singh, Jitendra (2009) Emerging Multinationals in Emerging Markets. Cambridge: Cambridge University Press. 58 International Political Economy Dozentin: Dr. Omar Serrano Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 15.15 – 17.00, ab 19.09.2012 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: This course will provide students with an empirical and theoretical overview of the interactions between politics and economics. Otherwise said, how domestic and international politics affect the movement of goods, services, people, and capital. We will pay particular attention to the way in which financial crises, regional integration, new technologies, the incorporation of new economic powers, and protectionism affect these flows. A first part of the course looks at major shifts in the global economy from a historical perspective, defines international political economy (IPE), and comparatively examines its main schools and theories. In doing so, particular emphasis is paid to key actors such as: states (and the role played by power and hegemony); international institutions (e.g. WTO); and non-state actors (e.g. multinational corporations and NGOs). A second part examines particular aspects of IPE such as: the international monetary system and financial crises, the world trade regime, variations in state economic policies, and North-South relations regarding development and inequality. Challenges to global governance resulting from these issues will receive particular attention. The course is held in English; however, German may also be used in essays and class-participation. Voraussetzungen: Umfang: Der Kurs wird in englisch sein, allerdings können Essays und Teilnahme auch in deutsch sein. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: omar.serrano@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Dicken, Peter (2011) Global Shift: Reshaping the Global Economic Map in the 21st Century. 6th Edition, London: Sage. • Eichengreen, Barry (2008) Globalizing Capital. Princeton: Princeton University Press. • Frieden, Jeff and Lake, David (2000) International Political Economy: Perspectives on Global Power and Wealth. Bedford/St. Martin’s and Routledge • Gilpin, Robert (2001) Global Political Economy. Oxfordshire: Princeton University Press • Palan, Ronen (Ed.) (2000) Global Political Economy: Contemporary Theories. Routledge • Ravenhill, John (Ed.) (2005) Global Political Economy. Oxford University Press • Spero, Joan and Jeffrey Hart (2010) The Politics of International Economic Relations. Boston, Massachusetts: Wadsworth 59 Vergleichende Demokratisierung Dozent: Prof. Dr. André Bächtiger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 15.15 - 17.00 , ab 18.09.2012 FRO 3.B47 Di, 23.10. und 27.11., 15.15. – 17.00 FRO 2.A10 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Demokratisierung in Entwicklungsländern (mit spezifischem Fokus auf Afrika und Asien). In einem ersten Teil geht es um die Frage, was Demokratie bedeutet (und bedeuten kann), insbesondere im Kontext nicht-westlicher Länder. In einem zweiten Teil geht es dann um die begünstigenden Faktoren für Demokratisierung. Dieser Themenkomplex wird aus verschiedenen theoretischen Perspektiven beleuchtet: - einer historischen Perspektive, welche die Wichtigkeit des vorkolonialen und kolonialen Erbes afrikanischer und asiatischer Gesellschaften für aktuelle politische Prozesse betont; - einer sozio-ökonomischen Perspektive, welche auf Wirtschaftsentwicklung, Ressourcen (Bodenschätze) und lokale Kapazitäten fokussiert; - einer politisch-institutionellen Perspektive, welche davon ausgeht, dass Demokratisierung mittels geeigneter politischer Institutionen beeinflusst werden können; - einer Entwicklungshilfe-Perspektive, die ähnlich wie der politisch- institutionelle Ansatz postuliert, dass geeignete Entwicklungsprogramme Demokratisierung befördern können; In einem dritten Teil geht es um innovative Demokratisierungsformen in Entwicklungsländern. Dabei wird der Fokus auf partizipatorische, deliberative und direktdemokratische Bürgerexperimente gelegt. Voraussetzungen: Besuch der Einführungsvorlesung in die vergleichende Politikwissenschaft Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Regelmässige Teilnahme//Essay (benotet) / 4 Kontakt: andre.baechtiger@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur • Goran Hyden (2006) African Politics in Comparative Perspective. Cambridge: Cambridge University Press. • Daron Acemoglu and James A. Robinson (2006). Economic Origins of Dictatorship and Democracy. Cambridge: Cambridge University Press. • Pippa Norris (2008). Driving Democracy: Do power-sharing institutions work? Cambridge: Cambridge University Press • Dirk Berg-Schlosser (2008). Determinants of democratic successes and failures in Africa. European Journal of Political Research 47: 269–306. 60 Internationale Organisation Dozent: Dr. Klaus Dingwerth Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Mo, 17.09.2012, 13.15 – 15.00 FRO, HS 12 Mo, 01.10 2012, 10.15 – 15.00 FRO, 3.B52 Mo, 15.10., 29.10., 12.11., 26.11., 10.12.2012, 10.15 – 15.00 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Internationale Organisationen haben seit 1945 deutlich an Bedeutung in der internationalen Politik gewonnen. Als koordinierte Antwort auf die Globalisierung gelten sie vielen als Hoffungsträger einer friedlicheren und besseren Weltpolitik; andere sehen in ihnen vor allem globale Bürokratieapparate, welche die Souveränität demokratischer Gesellschaften zunehmend einschränken. Das Seminar vermittelt Grundlagenwissen über internationale Organisationen und befasst sich mit ihrer Entstehung, ihrem Wandel und ihrer Wirkung. Im ersten Teil machen wir uns mit verschiedenen internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der WTO, der OECD, der NATO, der Weltbank, dem IWF oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertraut: Was sind und was machen diese und andere internationale Organisationen? Welche Funktionen und Aufgaben erfüllen sie in der internationalen Politik? Und welche Typen internationaler Organisationen lassen sich unterscheiden? Im zweiten Teil geht es um die Entstehung internationaler Organisationen: Warum gründen Staaten internationale Organisationen? Und wie lassen sich Besonderheiten im institutionellen Design internationaler Organisationen – etwa das Vetorecht der ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat – erklären? Der dritte Teil befasst sich anschliessend mit dem Wandel internationaler Organisationen: Wie verändern sich internationale Organisationen, wenn sie einmal gegründet sind? Unter welchen Bedingungen nehmen sie neue Mitglieder auf und wie verändert dies die Organisation selbst? Wann und warum werden Reformen in Angriff genommen und welches Ergebnis zeitigen die Reformen? Der vierte und letzte Teil untersucht die Wirkung internationaler Organisationen: Welchen Einfluss haben sie auf das Verhalten von Staaten und anderen Akteuren des „globalen Regierens“? Und warum scheitern sie manchmal – wie etwa die Vereinten Nationen bei der Verhinderung des Genozids in Ruanda – kläglich an ihren eigenen Ansprüchen? Neben der Aneignung von Grundlagenwissen über internationale Organisationen dient das Seminar auch zur Vertiefung der theoretischen und methodischen Kenntnisse der Studierenden. Im Vordergrund steht dabei die Gegenüberstellung rationalistischer und konstruktivistischer Erklärungsansätze. Umfang: 2 Semesterwochenstunden, 14-tägig Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: klaus.dingwerth@iniis.uni-bremen.de oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur • Archer, Clive 2001: International Organizations, London: Allen & Unwin • Freistein, Katja und Julia Leininger (Hrsg.), 2012: Handbuch Internationale Organisationen. München: Oldenbourg. • Krell, Gert 2000: Weltbilder und Weltordnung: Einführung in die Theorie der internationalen Beziehungen. Baden-Baden: Nomos • Rittberger, Volker und Bernhard Zangl 2003: Internationale Organisationen: Politik und Geschichte. Opladen: Leske + Budrich. mailto:klaus.dingwerth@iniis.uni-bremen.de 61 Macht und Legitimität: Klassische und aktuelle Perspektiven Dozentin: Dr. Katrin Meyer Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 15.15 - 17.00 , ab 20.09.2012 FRO 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Macht gilt in der politischen Theorie und Praxis als legitimationsbedürftig, wenn sie als staatliche Herrschaft und Gewalt in Erscheinung tritt. Dieser Anspruch ist bis heute unbestritten. Die fehlende Legitimität zur Herrschaft ist – wie aktuelle Beispiele aus Afrika und Arabien zeigen – ein wiederkehrendes Argument in Revolutionen und Volksaufständen, aber es ist auch ein Vorwurf, der gegen transnationale Organisationen oder zivilgesellschaftliche NGOs, die politische Macht beanspruchen, erhoben werden kann. Das Seminar behandelt diesen für uns selbstverständlichen Zusammenhang von Macht und Legitimität in zwei Teilen. Im ersten Teil werden klassische Positionen von der Antike bis zur Moderne diskutiert. Im zweiten Teil werden kritische Positionen behandelt, die die traditionellen Machtmodelle der politischen Theorie in Frage stellen und damit auch deren Bestimmung der Legitimität verändern. Teil I: Klassische Perspektiven auf das Verhältnis von Macht und Legitimität Bereits in der griechischen Antike wird, parallel zur Entfaltung staatlicher Herrschaftstypen, die These formuliert, jede legitime, staatliche Macht sei letztlich nichts anderes als der Ausdruck des Rechts des Stärkeren. Diese radikale Gleichsetzung von Macht und Legitimität, die erstmals beim griechischen Geschichtsschreiber Thukydides formuliert wird, ist ein wiederkehrender Topos der politischen Theorie bis zur Gegenwart. Gegen diese Position werden seit Platon Argumente mobilisiert, die die Legitimität der Macht dadurch begründen, dass sie gut und gerecht sei oder dass sie durch die vertragsmässige Willenskundgebung des Volkes zustande gekommen sei. Im Seminar wird diese Kontroverse anhand der Texte von Thukydides, Platon, Hobbes, Rousseau, Tocqueville u.a. diskutiert. Teil II: Aktuelle Kritik am Verhältnis von Macht und Legitimität Die traditionelle Konzeptualisierung legitimer politischer Macht wird im 20. Jahrhundert vor allem durch zwei Entwicklungen in Frage gestellt. Zum einen wird die theoretische Gleichsetzung von Macht mit politischer Herrschaft und Gewalt aufgekündigt. Macht wird zusehends zu einem Begriff für anonyme soziale Praktiken, die den Gesellschaftskörper durchziehen und sich in Ökonomie, Wissenschaft, Familie und Sprache reproduzieren. Damit wird fraglich, ob sich Macht überhaupt legitimieren lasse, da sie doch ‚überall’ ist resp. es wird fraglich, was Legitimität bedeutet, wenn sie nicht mehr nur auf staatliche Herrschaft bezogen ist. Die zweite Kritik am Verhältnis von Macht und Legitimität richtet sich gegen die traditionelle Bestimmung von ‚natürlichen’ Machtverhältnissen in Familie und Ökonomie, die nicht legitimationsbedürftig seien im Gegensatz zu den ‚künstlichen’ Machtformen der Politik. Gegen diese Naturalisierung von Gewaltverhältnissen haben sich vor allem marxistische, feministische und postkoloniale Autor_innen gewendet. Wir werden dazu Texte von Foucault, Pateman, Butler u.a. lesen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Regelmässige Teilnahme/Referat (benotet) / 4 Kontakt: katrin.meyer@doz.unilu.ch oder katrin.meyer@unibas.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben. mailto:katrin.mayer@doz.unilu.ch mailto:katrin.meyer@unibas.ch 62 „Menschenrechte“ und ihre Begründung, Geltung und Entwicklung in Philosophie und Recht Dozent: Prof. Dr. Kurt Seelmann Dr. Daniela Demko Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Blockveranstaltung, 22. – 25. Oktober 2012 extern Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Menschenrechte» sind ein Thema, welches Juristen, Philosophen und die Allgemeinheit gleichermassen angeht und welches spätestens in Fällen von grossen Menschenrechtsverletzungen, wie solchen begangen etwa im Krieg oder im Fall eines Völkermordes , Gegenstand von streitigen Diskussionen ist und den Ruf nach einem wirksamen Menschenrechtsschutz lauter werden lässt: Juristen sind von dem Thema «Menschenrechte» betroffen, weil Menschenrechte heute jedenfalls zu einem grossen Teil positiv- völkerrechtlich geregelt sind und ihre Verletzung in einem gewissen Umfang sogar strafbewehrt ist. Doch wie im Einzelnen stellt sich das Verhältnis von Menschenrechten und Strafrecht dar? Philosophen fragen nach der Begründung von Menschenrechten: sind diese erst durch positives Recht in Kraft getreten oder gelten sie „von Natur“ aus, sind sie also dem Menschen „angeboren“? Und gelten diese deshalb auch für jeden Menschen gleichermassen, und zwar sowohl im philosophischen als auch rechtlichen (sowie strafrechtlichen) Sinne? Für die Allgemeinheit, insbesondere die Politik, stellt sich zudem die Frage einer Durchsetzung der Menschenrechte: Mit welchen (nationalen oder internationalen sowie rechtlichen oder nichtrechtlichen) Mitteln sollen/dürfen/müssen sie durchgesetzt werden? An der Veranstaltung soll ausgehend von der Frage nach der Begründbarkeit und den Begründungswegen (aus dem Freiheitsprinzip? aus der Menschenwürde? aus menschlichen Bedürfnissen?) die Art der Geltung von Menschenrechten (naturrechtlich? positiv-rechtlich? moralisch?) näher untersucht werden, um dann die historische Entwicklung des Menschenwürdediskurses (und hier etwa die Diskussion zu den Menschenrechten mehrerer „Generationen“: Freiheits-/Teilhaberechte, Leistungsrechte, Gruppenrechte?) zu erörtern. Hinweis: Durchführung in der Benediktinerinnenabtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee 22.-25. Oktober 2012 Sprache: Prüfimgsmodus / Credits: Deutsch RF, Recht: Seminararbeit , Referat und aktive Mitarbeit an Seminarsitzungen / 5 Kontakt: daniela.demko@unilu.ch 63 Modulübergreifende Veranstaltungen Forschungskolloquium Ethnologie Dozent: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich, Mi, 17.15 – 19.00, ab 22.02.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme / 2 Kontakt: werner.egli@unilu.ch 64 Kolloquium für Bachelor- und Masterabschlussarbeiten Dozenten: Prof. Dr. Sandra Lavenex / Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich, Di, 15.15 - 17.00, ab 18.09.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonen oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: zwei Präsentationen sowie schriftliches Forschungsdesign / 4 Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch Hinweise: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform "OLAT" Literatur • Blatter, J., F. Janning and C. Wagemann (2007). Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Forschungsansätze und Methoden. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. mailto:polsem@unilu.ch mailto:sandra.lavenex@unilu.ch 65 Forschungskolloquium Dozenten: Prof. Dr. Cornelia Bohn / Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich, Di, 17.15 – 20.00, ab 18.09.2012 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Wie in den vergangenen Semestern auch, sollen in dem Kolloquium aktuelle Forschungsthemen der Soziologie und angrenzender Disziplinen – sofern sie einen Bezug zu den Forschungsschwerpunkten des Soziologischen Seminars haben - vorgestellt und diskutiert werden. Dies geschieht auf der Grundlage von forschungsnahen Fachvorträgen auswärtiger und hiesiger Kolleginnen und Kollegen. Die Veranstaltung dient dem wissenschaftlichen Austausch mit ausgewählten Gästen und deren Institutionen sowie der Herstellung einer Fachöffentlichkeit im Soziologischen Seminar. Die Vorträge sind universitätsöffentlich. Studierende, die Interesse daran haben, im Rahmen der Veranstaltung CPs zu erwerben, melden sich bitte wie üblich elektronisch an und bis Ende der ersten Vorlesungswoche beim Veranstalter. Ein genauer Themen- und Terminplan sowie Hinweise zur Organisation der Veranstaltung werden in der ersten Sitzung erörtert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: s. oben Kontakt: cornelia.bohn@ unilu.ch / raimund.hasse@unilu.ch 66 Modul Forschung-Praxis-Methoden Der qualitative Forschungsprozess – Seminar zu Unterstützung empirischer Arbeiten Dozent: Dipl. Soz. Stephan Kirchschlager Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 17.15 - 19.00, ab 20.09.2012 FRO, 3.B52 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Was ist soziologisch interessant an einem empirischen Phänomen? Wie werden aus empirischen Phänomenen soziologische Daten? Wie muss eine Fragestellung aufgebaut sein, damit sie aus den erhobenen Daten soziologisch relevantes Wissen generieren kann? Wie lassen sich adäquate „methodische und theoretische Brillen“ finden, mit deren Hilfe Datenstücke hergestellt, betrachtet und interpretiert werden können? Diese und weitere Fragen werden in dem Seminar insbesondere aus der Perspektive der qualitativen Sozialforschung gestellt und diskutiert. Das Seminar dient der Vorbereitung und Unterstützung studentischer empirischer Arbeiten, vor allem der Forschungsarbeiten im Forschungs- Praxis-Modul, wie auch der Vertiefung von Methodenkenntnissen. Die Durchführung einer qualitativen Studie kann im Rahmen einer Seminararbeit praktisch eingeübt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: stephan.kirchschlager@unilu.ch Literatur • Stefan Hirschauer, Klaus Amann (1997): Die Befremdung der eignen Kultur. Ein Programm. In: Stefan Hirschauer, Klaus Amann (Hrsg.): Die Befremdung der eigenen Kultur - Zur ethnographischen Herausforderung soziologischer Empirie. Frankfurt am Main: Suhrkamp. 7-52 67 Applied Regression Analysis (Using Stata) Dozent: Dr. Ulrich Kohler Durchführender Fachbereich: Soziologie Terminierung 1: Fr, 12.10.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 13.10.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 02.11.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 03.11.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar gives an introduction to various regression models in the morning sessions, which will be deepened by practical applications with Stata during the afternoon. The topics to be discussed will be: General Idea of Regression Analysis, Nonparametric regression, Linear regression, Regression diagnostic, Binary response models (Logit, Probit), Ordinal Response models (Ordered Logit, Ordered Probit), Multinomial Response Models (Multinomial Logit, Conditional Logit). Voraussetzung: Umfang: Basic knowledge of both, Statistics and Stata 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (homework exercises) / 4 Kontakt: kohler@wzb.eu Literatur • Fox, J. (2008): Applied Regression Analysis, Linear Models, and Related Methods Sage • Kohler, U. and Frauke Kreuter (2012, in Press): Data Analysis Using Stata. 3rd Edition. College Station: Stata Press • Long, J. S. & Freese, J. (2006): Regression Models for Categorical Dependent Variables Using Stata. College Station: Stata Press 68 Analysis of Social Structure and Social Behavior Dozent: Dr. Francesco Laganà Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 20.09.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: This course aims to familiarize students with the analysis of social structure and social behaviour using large survey data. The links between social structure and social behaviour topics, survey methods and secondary data analysis are at the core of the seminar. The seminar is organized in two parts. The first part focuses on the theoretical/methodological aspects in the study of social structure/behaviour. The second part is organized around the analysis of these topics and possibilities/limitations that arise when studying social structure and behaviour using survey data. The main topics covered in the two parts of the seminar are the following: a) Social class theory; b) Cultural capital and the sociology of Pierre Bourdieu; c) Theories of social mobility and life course; d) Individualization and the decline of social classes; e) Comparative analysis of social structures; The first part of the course is centred on discussions and presentations from the teacher and the students on the aforementioned topics. The second part of the course is organized as a workshop where students will analyse survey data. Each session starts with a demonstration based on survey data. In the second part of the session, students (or groups of students) will conduct empirical research on one of the topics listed above, basing their analysis on the survey data supplied. Students can choose between data from two surveys that will be presented in detail during the seminar: the European Social survey, a repeated cross- sectional survey allowing students to explore institutional varieties in social structures, and the Swiss Household Panel, a longitudinal survey allowing for the study of changes in the social structure. Students are required to conduct an individual (or group) project and present the results in class. Voraussetzungen: Umfang: Knowledge of basic statistical methods, linear and logistic regression. Knowledge of statistical software such as R, Stata or SPSS. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Active Participation: 20% Presentation and participation to the discussion; 40% First research proposal; 40% Final research analysis / total 4 Kontakt: francesco.lagana@unil.ch Literatur THEORETICAL PART: 1) Crompton, R. (2008) Class & Stratification. Cambridge, Polity Press. Ch. 3, 4 and 5. 2) Weininger, E. (2005), Foundations of Pierre Bourdieu’s class analysis in Wright, E., O., (2005) Approaches to class analysis, Cambridge University Press. Pp. 119-149. 3) Breen, R. and Jonsson, J. (2005) “Equality of Opportunity in Comparative Perspective: Recent Research on Educational Attainment and Social Mobility”. Annual Review ofSociology. Vol. 31. pp 223-243. 4) Mayer, K. U. (2009). “New directions in Life course research”. Annual Review ofSociology. Vol. 35. pp 413-433. EMPIRICAL PART: A. Social class theory: 1) Bernardi, F. and Garrido, L. (2008). Is there a new service proletariat? Post-Industrial Employment Growth and Social Inequality in Spain. European Sociological Review, vol. 24, n. 3. pp. 299-313. 69 Dokumentarische Methode und Diskursanalyse Dozentin: Dr. Anja Mensching Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 21.09.2012, 14.15 – 16.00, Fr, 28.09.2012, 13.15 - 19.00, Sa, 29.09.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 19.10.2012, 13.15 - 19.00, Sa, 20.10.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Blockseminar möchte sowohl in die Methodologie der rekonstruktiven Sozialforschung als auch in die Grundlagen und die Forschungspraxis der dokumentarischen Methode (nach Ralf Bohnsack) einführen. Auf Basis dieser Einführung werden die Besonderheiten der Anwendung des Verfahrens im Bereich der Organisationsforschung thematisiert und anhand exemplarischer Organisationen (u.a. Polizei, Krankenhaus, Kreditinstitut) und unterschiedlicher Erhebungsmethoden (Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtungen, Interviews), mögliche Anwendungsbereiche der dokumentarischen Interpretation erläutert. Dabei sollen in der Diskussion auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dokumentarischer Methode und diskursanalytischen Verfahren herausgearbeitet werden. Die Veranstaltung hat Werkstattcharakter, d.h. die Studierenden werden dazu animiert, die kennen gelernte Methode unmittelbar anhand selbst erhobener empirischer Materialien auszuprobieren und dazu Interpretationsvorlagen zu erarbeiten, die im Rahmen des Seminars diskutiert werden und als Hausarbeit eingereicht werden können. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Forschungsübung, Interpretationsvorlage) / 4 Kontakt: Hinweise: anja.mensching@hsu-hh.de Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist notwendige Voraussetzung für die Teilnahme am Blockseminar. Die aktive Seminarteilnahme wird durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen, die Übernahme eines Kurzreferates bzw. die Präsentation von Interpretationsergebnissen belegt. Literatur Folgende Texte sollen von allen Teilnehmenden in Vorbereitung des Seminars gelesen werden: zur Vorbereitung des 1. Blocks (28.-29.9.): Bohnsack, Ralf (2010). Kap. 3. Dokumentarische Methode. S. 31-68. In: ders., Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden. Opladen & Farmington Hills: Barbara Budrich. (8. Auflage).: zur Vorbereitung des 2. Blocks (19.-20.10.): Nohl, Arnd-Michael (2009). Die Praxis der dokumentarischen Interpretation von leitfadengestützten Interviews. Ein Beispiel von der formulierenden Interpretation zur sinngenetischen Typenbildung. S. 65-95. In: ders., Interview und dokumentarische Methode. Anleitungen für die Forschungspraxis. 3. Auflage. Wiesbaden: VS. 70 Qualitative Methoden der Medienforschung Dozent: Prof. Dr. Martina Merz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2012 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In der Medienforschung sind qualitative Methoden heute neben quantitativen Verfahren gleichberechtigt vertreten. Ihr Spektrum reicht von der Ethnographie über qualitative Interviews und Gruppendiskussionsverfahren bis zu Text- und Bildanalysen von Medieninhalten. Während ein Grossteil dieser Verfahren tel quel aus anderen Bereichen der qualitativen Sozialforschung in die Medienforschung importiert wurde, erfordert die Auseinandersetzung mit digitalen Medien eine eigenständige Methodenentwicklung und -reflexion. Die Lehrveranstaltung thematisiert diese Tatsache in einer medien- und methodenvergleichenden Perspektive. Theoretisches und praktisches Wissen über qualitative Methoden der Medienforschung wird zum einen anhand einer Kombination methodologischer Texte und detaillierter empirischer Studien vermittelt. Zum anderen werden die Kursteilnehmenden dazu angehalten, eine kleinere Studie unter Anleitung der Dozentin selbst durchzuführen (diese kann im Rahmen der Seminararbeit vertieft werden). Im Zentrum stehen dabei Produktions- und Rezeptionskontexte von Massenmedien (Fernsehen, Radio, Zeitungen) sowie verschiedenartige Nutzungsformen des Internet. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: martina.merz@unilu.ch Literatur • Ayaß, Ruth & Jörg Bergmann (Hg.) (2011): Qualitative Methoden der Medienforschung. Mannheim: Verlag für Gesprächsforschung. • Brichta, Mascha K. (2011): “Love it or Loathe it”: Audience Responses to Tabloids in the UK and Germany. Bielefeld: transcript. • Gillespie, Marie (1995): Television, Ethnicity and Cultural Change. London/New York: Routledge. • Greschke, Heike (2009): Daheim in www.cibervalle.com. Zusammenleben im medialen Alltag der Migration. Stuttgart: Lucius & Lucius. • Wintsch, Dani (2006): Doing News – Die Fabrikation von Fernsehnachrichten. Eine Ethnografie videojournalistischer Arbeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. mailto:martina.merz@unilu.ch 71 Sonderveranstaltungen Workshop zum Start des Studiengangs Organisation: Prof. Dr. Sandra Lavenex Dozierende: Prof. Dr. Bettina Beer / Prof. Dr. Raimund Hasse / Prof. Dr. Jürg Helbling / Prof. Dr. Sebastian Heselhaus / Prof. Dr. Roland Hodler / Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Termin Freitag, 21. September, 10.15 – 12.00 h FRO 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop Inhalt: Diese Veranstaltung bietet den Auftakt zum Masterstudium. ProfessorInnen der fünf beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen stellen in konzisen Referaten überblicksartig ihren fachspezifischen Zugang zu den Themen "Weltpolitik" und 'Weltgesellschall" vor. Dies ermöglicht den Studierenden, sich ein Bild von der interdisziplinären Zusammensetzung des Studiengangs zu machen sowie vom entsprechenden Lehrangebot in den Fächern Ethnologie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Rechtswissenschaft und Soziologie. Auf die Vorträge folgt eine Podiumsdiskussion zwischen den beteiligten Professor!nnen zum Thema „Eurokrise in vergleichender Perspektive“, anhand derer Synergien und Unterschiede zwischen den Disziplinen verdeutlicht werden. Die Veranstaltung ist für alle Neustudierenden des MA Weltpolitik und Weltgesellschall mit Nachdruck empfohlen, fortgeschrittenere Studierende sind auch herzlich eingeladen, teilzunehmen. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein informelles Mittagessen in der Mensa der Universität Luzern. Umfang: 1 halber Tag Sprache: Deutsch Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch 72 Internationaler Verkehr, Handle und Kommunikation – Ein Blick auf verschiedene Bereich der Weltgesellschaft in Rotterdam. Studentisch organisierter Workshop/Exkursion des Masterstudiengangs Organisation: Prof. Dr. Sandra Lavenex Manuela Balett / Benedikt Münch / Julia Maisenbacher Durchführender Fachbereich: Studierende des Masterstudiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik Termin Mittwoch, 10. Oktober 2012 bis Freitag, 12. Oktober 2012 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop / dreitägige Exkursion Inhalt: Kennenlernen von verschiedenen Bereichen der Weltgesellschaft anhand von Besuchen bei Institutionen/Organisationen und Unternehmen in der Stadt und im Hafen von Rotterdam. Umfang: Dreitägige Exkursion nach Rotterdam Sprache: Deutsch oder Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Der Erwerb von 2 Social Credit Points ist möglich. Die Anforderungen hierfür sind - mündliche Teilnahme - Präsentation eines Handouts zum Exkursionthema an einem noch zu bestimmenden Termin vorab als Vorbereitung auf die Exkursion oder Schreiben eines Essay (3-5 Seiten); Abgabe drei Tage nach der Exkursion. Die Teilnahme ist auch ohne den Erwerb von Social Credit Points möglich. Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch oder julia.maisenbacher@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch 24.07.2012 Wird am Anfang des Semesters bekannt gegeben. Reader: ”Theory and Method Comparative Law Research”

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